jeudi, octobre 19, 2006

Statt Ansichtskarten: Clichy-La-Garenne

Und das ist meine vorübergehende Hood: Eigentlich ganz schön und weniger banlieuesque als ich zunächst befürchtet hatte; muss mich hier jedenfalls nicht vor Geschossen wegducken oder so.
Clichy sans cliché! Viele kleinere Gemüse- und das, was man in Deutschland als Tante-Emma-Läden bezeichnen würde, reihen sich hier an Boulangeries und Cafés, am Wochenende gibt's einen Basar in der Fussgängerzone vor dem Franprix (quasi der Sky um die Ecke), ein idyllischer Platz mit Pavillon findet sich in der Rue Martre (nämlich der "Place des Martyrs de l'occupation allemande"), ein anderer dort, fertig. Essen gut, Wetter gut, Stimmung super, drei Smileys. Ein Reiseprospekt würde sagen: "charmant" (und sind wir nicht alle irgendwie Reiseprospekte?). Die Menschen: eine bunt gemischte Melange vor allem aus den traditionell sozial benachteiligten Nord- und Zentralafrikanern sowie einigen Weissen, die es wohl nicht ganz geschafft haben (oder keine Lust auf die von welchen garstigen Seelen auch immer zusammenfantasierten Mieten im Kern).
Mittendrin ich; auch ich habe es noch nicht geschafft. Eine Wohngelegenheit will erst noch gefunden werden. Am Montag treffe ich Amelie und Nadine (zwei Kieler Mit-Erasmus-Studentinnen) - Annoncen gucken!

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