mercredi, février 28, 2007
Ich und Babylon
Der Bäcker macht's. Seit heute hab ichs endlich endgültig drinne: Es heisst "la baguette". Zwar ist der Groschen theoretisch schon etwas länger gefallen. Aber man muss ja auch immer erst mal genau erkennen können, auf welche Seite.
lundi, février 26, 2007
Geburtstag vorgestern
Was ich euch desweiteren weder vorenthalten will noch kann, sind diese Ausschnitte aus der französischen Knight-Rider-Folge, die wir uns nach dem (wie ich meine) auch unter Schneider-Freunden etwas unterschätzten "Texas" und dem entnervenden Beginn der "César"-Verleihungen (französischer Filmpreis, der den Oscar nachstellt; u.a. bekam Jude Law von Juliette Binoche einen Preis für - wies schien - Anwesenheit und die Beantwortung der Frage, wofür er den französischen Film so sehr schätzt) ebenfalls reintaten.
Danke übrigens überhaupt noch für die vielen Glückwünsche, hat mich sehr gefreut! Alle Karten sind mittlerweile durchgelesen und korrigiert, die Ergebnisse erhaltet ihr zeitnah.
Danke übrigens überhaupt noch für die vielen Glückwünsche, hat mich sehr gefreut! Alle Karten sind mittlerweile durchgelesen und korrigiert, die Ergebnisse erhaltet ihr zeitnah.
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Kultur und Einen Draufmachen,
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mit Film
dimanche, février 25, 2007
Geburtstag gestern
Und hier das erste Bild meiner zünftigen Geburtstagsfeier gestern! Ich trag mal wieder meine geschmacklich umstrittene Zwei-Hemd-Kombi (doppelt Wärme -> noch krank!) und versuche ansonsten, noch einmal an mein längst überwunden geglaubtes Führerscheinbild 1997 anzuknüpfen.
Janusköpfiger Frühlingsbote
vendredi, février 23, 2007
Kandinsky plus Dimension vier
Hallo alle, ich war im Centre Pompidou und dachte dort, man soll Bilder nicht immer fotografieren, man kann auch filmen, auf Fotos geht ja immer so viel verloren.
Bei Kandinsky "Mit dem schwarzen Bogen" (1912) setz ich einfach mal 33 Sekunden Betrachtungsdauer voraus, inklusive Anmoderation. Viel Spaß!
PS: Ich hab ja heute auch Geburtstag. Wie findet ihr das?
PPS: Ich finds gut, dass wir die Dimensionen durchnumeriert haben, das macht sie menschlich und irgendwie begreiflich.
Bei Kandinsky "Mit dem schwarzen Bogen" (1912) setz ich einfach mal 33 Sekunden Betrachtungsdauer voraus, inklusive Anmoderation. Viel Spaß!
PS: Ich hab ja heute auch Geburtstag. Wie findet ihr das?
PPS: Ich finds gut, dass wir die Dimensionen durchnumeriert haben, das macht sie menschlich und irgendwie begreiflich.
jeudi, février 22, 2007
Une visite guidée à la Sorbonne
(oder: Ein Kreis schliesst sich dank einer mehr als nur langweiligen Überschrift)
Und am Samstagmorgen waren wir dann mal unsere eigene Universität besichtigen. Jaja richtig, hier geht das, das alte Sorbonne-Gebäude hat sich eine historische Abgehangenheit und veritable Musealität bewahrt, der mit der plumpen Nennung von Jahreszahlen sicher nur unzureichend Genüge getan werden würde. Ich sach trotzdem mal: 1257. Daher war sich dann von uns auch keiner zu schade, bereits um zehne in der Früh auf dem Hof der Sorbonne bereit zu stehen, um sich hier mal nach allen Regeln der Kunst durchführen zu lassen. Zumal noch angekündigt war, dass bei der Führung auch Räume in die Besichtigung integriert werden würden, die nicht zum alltäglichen Kanon des durchschnittlichen Sorbonne-Benutzers gehören. "Eigentlich verboten", das klang doch gut, denn das reizte mich schon als Kind am meisten. Das roch nach Kammer des Schreckens und nach Bernsteinzimmern, vollständig mit Schokolade glasiert! Und der Clou: Für Sorbonne-Studenten, also damit mein ich uns ureigene Eigengewächse, wars auch noch umsonst!
Mit Abenteuer oder Schoki lief dann aber doch nix, die Franzosen hatten sich wohl im letzten Augenblick für die biedere Variante entschieden. Diejenige, die einen entlang an wenig meisterlichen, aber dafür ordentlich großen Gemälden, durch Gänge und Treppenhäuser mit Fleures de Lys und teils auch weniger offensichtlichen Verzierungen führen sollte, begleitet von jeder Menge abgehangener Schnurren rund um die Zeit des Zweiten Weltkriegs und, natürlich: der Französischen Revolution! Vorgetragen (auf Französisch!) von einem Mann, der in Bartwuchs, Kopfform und Frisur entfernt, aber dennoch irritierend an Kurt Beck erinnerte. Sicher, sicher, war auch so nich so ganz schlecht, das alles, ginge schlimmer. Aber es hätte eben auch ganz anders sein können. Wieso bloß ist es niemals anders, wieso?! Wessen Gesetz und Befehl ist es, dass die Selbstdefinition des Erwachsenseins die fundamentale Ernüchterung der Kindheit zu sein scheint?
Posh dann allerdings schon das "Grand Amphithéathre*" (s. Foto; Draufklicken, ums groß zu sehen!). Dort, liebe Freunde der Sonne, wurde wirklich ganze Arbeit geleistet, kein Quadratzentimeter blieb ungenutzt! Wo es nicht protzte, da prunkte es eben, wo nicht die Blicke der steinernen Universitätsväter ruhten, da war eben noch Platz für eine Trikolore oder das Abfeiern der Wissenschaft im Allgemeinen! Herkömmliche Vorlesungen finden dort allerdings schon lange nicht mehr statt - das "Grand Amphithéatre" ist gleichsam die Galauniform der Sorbonne und wird genutzt für Examensverabschiedungen, Empfänge, Konzerte und Konferenzen. Und so weiter natürlich. Rund 1300 Menschen fasst der Saal in Vollbesetzung! Nur halb so groß wie das Grand Rex, mag da vielleicht manch ein Kenner dieses Blogs vorschnell denken. Jaja, schon wahr, schon richtig! Aber auch 1300, auch das ist Holz, auch da muss man ja nun mal überhaupt hinkommen!

Auch die abschliessend besuchte Universitätskapelle "Ste. Ursule", erbaut 1635 in Auftrag Kardinal Richelieus, war OK. Sie ist im übrigen zugleich Wahrzeichen und Wappen der Sorbonne; auch ich hab auf meiner Carte d'Étudiant oben rechts die charakteristische Fassade mit dem schönen Kuppeldach! Innen gabs neben der inversen Kuppel und dem recht eindrucksvollen Grabmal Richelieus dann zumindest für meinen Laienblick nicht mehr allzu viel zu sehen, was sicherlich auch den anscheinend gerade halbwegs intensiv** betriebenen Restaurations- und Reparaturarbeiten gezollt war.

Übrigens, das wichtigste und coolste Fact fällt mir erst ganz zum Schluss ein: Wenn man in Frankreich über die Sorbonne spricht, sagt man nicht etwa "à la Sorbonne", wie mans eben bei jeder anderen beliebigen Feld-Wald'n'Wiesen-Universität machen würde, sondern man sagt: "en Sorbonne". Und damit besteht ab jetzt nicht nur ein unterirdischer linguistischer Geheimtunnel zwischen Gelsenkirchen und Paris, sondern schliesst sich auch noch ganz wunderbar ein Kreis, der ganz oben bei der zugegebenermaßen für sich alleine schnarchöden Überschrift begann. So, und jetzt muss ich aus dem Zimmer, wird gleich saubergemacht hier.

PS: Trotz Paris hier, Paris da - wichtiger ists, zur heutigen Leselounge in Kiel zu gehen! Das findet auch die diese organisierende Daniela.
--
* Amphithéatre: frankophon für "Hörsaal".
** In Frankreich täuscht der äussere Schein da manchmal; es sah eben ein wenig aus wie auf ner Baustelle, teils abgesperrt, teils verklebt bzw. abgedeckt. Eben so, als stünden umfassende Reparaturen und Restaurationen unmittelbar bevor. Andererseits sahen einige zur Abdeckung verwendete Pappen bereits besorgniserregend intensiv durchgerottet aus.
Mit Abenteuer oder Schoki lief dann aber doch nix, die Franzosen hatten sich wohl im letzten Augenblick für die biedere Variante entschieden. Diejenige, die einen entlang an wenig meisterlichen, aber dafür ordentlich großen Gemälden, durch Gänge und Treppenhäuser mit Fleures de Lys und teils auch weniger offensichtlichen Verzierungen führen sollte, begleitet von jeder Menge abgehangener Schnurren rund um die Zeit des Zweiten Weltkriegs und, natürlich: der Französischen Revolution! Vorgetragen (auf Französisch!) von einem Mann, der in Bartwuchs, Kopfform und Frisur entfernt, aber dennoch irritierend an Kurt Beck erinnerte. Sicher, sicher, war auch so nich so ganz schlecht, das alles, ginge schlimmer. Aber es hätte eben auch ganz anders sein können. Wieso bloß ist es niemals anders, wieso?! Wessen Gesetz und Befehl ist es, dass die Selbstdefinition des Erwachsenseins die fundamentale Ernüchterung der Kindheit zu sein scheint?
Posh dann allerdings schon das "Grand Amphithéathre*" (s. Foto; Draufklicken, ums groß zu sehen!). Dort, liebe Freunde der Sonne, wurde wirklich ganze Arbeit geleistet, kein Quadratzentimeter blieb ungenutzt! Wo es nicht protzte, da prunkte es eben, wo nicht die Blicke der steinernen Universitätsväter ruhten, da war eben noch Platz für eine Trikolore oder das Abfeiern der Wissenschaft im Allgemeinen! Herkömmliche Vorlesungen finden dort allerdings schon lange nicht mehr statt - das "Grand Amphithéatre" ist gleichsam die Galauniform der Sorbonne und wird genutzt für Examensverabschiedungen, Empfänge, Konzerte und Konferenzen. Und so weiter natürlich. Rund 1300 Menschen fasst der Saal in Vollbesetzung! Nur halb so groß wie das Grand Rex, mag da vielleicht manch ein Kenner dieses Blogs vorschnell denken. Jaja, schon wahr, schon richtig! Aber auch 1300, auch das ist Holz, auch da muss man ja nun mal überhaupt hinkommen!

Auch die abschliessend besuchte Universitätskapelle "Ste. Ursule", erbaut 1635 in Auftrag Kardinal Richelieus, war OK. Sie ist im übrigen zugleich Wahrzeichen und Wappen der Sorbonne; auch ich hab auf meiner Carte d'Étudiant oben rechts die charakteristische Fassade mit dem schönen Kuppeldach! Innen gabs neben der inversen Kuppel und dem recht eindrucksvollen Grabmal Richelieus dann zumindest für meinen Laienblick nicht mehr allzu viel zu sehen, was sicherlich auch den anscheinend gerade halbwegs intensiv** betriebenen Restaurations- und Reparaturarbeiten gezollt war.

Übrigens, das wichtigste und coolste Fact fällt mir erst ganz zum Schluss ein: Wenn man in Frankreich über die Sorbonne spricht, sagt man nicht etwa "à la Sorbonne", wie mans eben bei jeder anderen beliebigen Feld-Wald'n'Wiesen-Universität machen würde, sondern man sagt: "en Sorbonne". Und damit besteht ab jetzt nicht nur ein unterirdischer linguistischer Geheimtunnel zwischen Gelsenkirchen und Paris, sondern schliesst sich auch noch ganz wunderbar ein Kreis, der ganz oben bei der zugegebenermaßen für sich alleine schnarchöden Überschrift begann. So, und jetzt muss ich aus dem Zimmer, wird gleich saubergemacht hier.

PS: Trotz Paris hier, Paris da - wichtiger ists, zur heutigen Leselounge in Kiel zu gehen! Das findet auch die diese organisierende Daniela.
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* Amphithéatre: frankophon für "Hörsaal".
** In Frankreich täuscht der äussere Schein da manchmal; es sah eben ein wenig aus wie auf ner Baustelle, teils abgesperrt, teils verklebt bzw. abgedeckt. Eben so, als stünden umfassende Reparaturen und Restaurationen unmittelbar bevor. Andererseits sahen einige zur Abdeckung verwendete Pappen bereits besorgniserregend intensiv durchgerottet aus.
mardi, février 20, 2007
NEUNEUNEU: Jetzt noch mehr Übersicht durch das "Agenda"-Fenster rechts!! Und: noch MEHR!!! Alten eh is DAS vielleicht modernes Bloggen!!
Und wieder einen richtigen Schritt in Richtung Leserorientierung gemacht! Ab jetzt gibt es in der Spalte rechts ein "Agenda"-Fenster, in dem zukünftige zu verbloggende Aktivitäten aufgeführt werden bzw. das Scheitern der Verbloggung zumindest indirekt beobachtet werden kann. Doch das ist noch nicht der ganze Clou: Durchgestrichene, also "gestrikte" Tasks sollen unmittelbar oder zumindest bald bevorstehende Posts ankündigen (oder aber deren Scheitern!). So ist also nicht nur der Blogger selbst, sondern auch der Leser zumindest ein wenig schlau. Na wenn das nicht was ist!
Hab mir ausserdem erlaubt, mit Hilfe von Photoshop und einem GIF-Editor eine nervige Animation ins Portraitfenster einzufügen, die auch den noch so ausgeglichenen Leser innert weniger Minuten todsicher völlig kirre machen wird! Lasse sie aber trotzdem mal n paar Tage stehen. Bleibt man überhaupt "wenige Minuten" im "leblog"? Ich weiss es nicht.
Beachtet ausserdem die neuen Links in der "Beyond tha Bloggosphere"-Sektion. Ist für euch sicherlich eher wenig aufregend Neues dabei, aber ich versuche auf jeden Fall, sie in Zukunft noch um das eine oder andere Interessante zu erweitern und bin natürlich für Winke mittem Zaun auch weiterhin gerne zu haben!
Hab mir ausserdem erlaubt, mit Hilfe von Photoshop und einem GIF-Editor eine nervige Animation ins Portraitfenster einzufügen, die auch den noch so ausgeglichenen Leser innert weniger Minuten todsicher völlig kirre machen wird! Lasse sie aber trotzdem mal n paar Tage stehen. Bleibt man überhaupt "wenige Minuten" im "leblog"? Ich weiss es nicht.
Beachtet ausserdem die neuen Links in der "Beyond tha Bloggosphere"-Sektion. Ist für euch sicherlich eher wenig aufregend Neues dabei, aber ich versuche auf jeden Fall, sie in Zukunft noch um das eine oder andere Interessante zu erweitern und bin natürlich für Winke mittem Zaun auch weiterhin gerne zu haben!
jeudi, février 15, 2007
Von nun an gehts bergab:
Bergfest mit Nadine & Amelie
Halbe Zeit Paris jetzt rum - das sind so Gefühle, wo man nur schwer beschreiben kann. Die zugehörige Feier am gestrigen Abend hingegen ist schnell und unkompliziert auf eine einfache Formel gebracht: Abwechselnd immer wieder die beiden größten Hits von "Toto" gehört, dann "Get rich or die trying" mit und ich glaub auch von 50 Cent gesehen.
"Toto", das ist, ich würd sagen, Heroic Keyboard Softrock von dicken gealterten Muckern, die ihren Stil allerdings selbst gerne als "Adult Oriented Rock" euphemisieren. "Toto" zeichnen verantwortlich für Welthits wie "Rosanna", "Hold The Line" und "Africa" (letztere beide auf unserer Tracklist!), nicht zuletzt aber auch "Stop Loving You". Ich möchte mich an dieser Stelle übrigens einmal explizit gegen die diskriminierende Defacto-Ausgrenzung des Soft Rock aus dem Kanon der zeitgenössischen Popkultur aussprechen, und mich, nun wo das erledigt ist, auch noch einmal an die Band selbst wenden: "Adult Oriented Rock", liebe "Toto" - ehrlich, das klingt doch wie ein anderes Wort für Porno-Mucke. Sprecht es doch aus wie es ist: Soft Rock. Das tut gut! Lord Voldemort. Ficken. So soll es sein! "Toto" spielen am 26. März 2007 übrigens im Pariser Zenith, und ich glaub, es gibt noch Karten.
"Get Rich Or Die Trying" danach war ein wichtiger Film, denn er zeigte uns, dass es im Leben in echt immer vor allem um eins gehen muss: Respekt. Das, muss ich nun zugeben, hat uns zuerst doch etwas auf dem falschen Fuß erwischt. Inzwischen können wir uns aber, und ich spreche da wohl für uns alle, einigermassen gut mit dieser Wahrheit arrangieren.
Am Ende bleibt also nur noch die Frage: Kann man ein Bergfest nicht auch schöner verbringen als mit Musik von "Toto" und einem 50-Cent-Film? Die Antwort lautet: Weissgott, ja! Aber: Wieso sollte man eigentlich?
Und hier ein weiterer wichtiger Film:
"Toto", das ist, ich würd sagen, Heroic Keyboard Softrock von dicken gealterten Muckern, die ihren Stil allerdings selbst gerne als "Adult Oriented Rock" euphemisieren. "Toto" zeichnen verantwortlich für Welthits wie "Rosanna", "Hold The Line" und "Africa" (letztere beide auf unserer Tracklist!), nicht zuletzt aber auch "Stop Loving You". Ich möchte mich an dieser Stelle übrigens einmal explizit gegen die diskriminierende Defacto-Ausgrenzung des Soft Rock aus dem Kanon der zeitgenössischen Popkultur aussprechen, und mich, nun wo das erledigt ist, auch noch einmal an die Band selbst wenden: "Adult Oriented Rock", liebe "Toto" - ehrlich, das klingt doch wie ein anderes Wort für Porno-Mucke. Sprecht es doch aus wie es ist: Soft Rock. Das tut gut! Lord Voldemort. Ficken. So soll es sein! "Toto" spielen am 26. März 2007 übrigens im Pariser Zenith, und ich glaub, es gibt noch Karten.
"Get Rich Or Die Trying" danach war ein wichtiger Film, denn er zeigte uns, dass es im Leben in echt immer vor allem um eins gehen muss: Respekt. Das, muss ich nun zugeben, hat uns zuerst doch etwas auf dem falschen Fuß erwischt. Inzwischen können wir uns aber, und ich spreche da wohl für uns alle, einigermassen gut mit dieser Wahrheit arrangieren.
Am Ende bleibt also nur noch die Frage: Kann man ein Bergfest nicht auch schöner verbringen als mit Musik von "Toto" und einem 50-Cent-Film? Die Antwort lautet: Weissgott, ja! Aber: Wieso sollte man eigentlich?
Und hier ein weiterer wichtiger Film:
Eine weitere Geschichte von vielen, die die Großstadt schrieb
Und das ist Franck, die rollende Colaflasche. Schon früh schien Franck ganz oben angekommen zu sein, doch dann ging es irgendwie nicht richtig weiter, und nun fühlt Franck sich leer und ausgebrannt. Die Bitterkeit seines ihm wie vorgefertigt erscheinenden Daseins blieb an ihm haften wie der Staub der Großstadt an den Krawatten der Chefetagen. Franck, Ausfallprodukt einer Kultur, die nicht mal mehr einen Teufel noch gibt. Franck, nur eine Colaflasche unter vielen. Ausgetrunken. Weggeworfen.
Nur eine Geschichte von vielen in einer großen Stadt
Das ist Lambert, das quietschende Rolltreppenlaufband der Station Gambetta. Lambert rollt und quietscht den ganzen Tag und regt sich wie wahnsinnig über die Gesellschaft und die Politiker auf, die immer alles kaputt machen müssen. Nur Dienstag- und Donnerstagabend, da geht Lambert in den Fight Club.
mercredi, février 14, 2007
Bergfest!!
Viereinhalb Monate um! Genau die Hälfte! Und noch viereinhalb im Sinn! Von den fälligen Feiereien werd ich vermutlich morgen oder übermorgen Erfolgsmeldung geben können. Bis dahin nehme ich eure Gratulationen gerne entgegen. A propos: Ich hab ja auch bald Geburtstag!
mardi, février 13, 2007
Uni-News (2)
lundi, février 12, 2007
Uni-News
Und dann hat übrigens auch noch das neue Semester begonnen, heute morgen hatte ich z.B. bereits ne Veranstaltung zu "Littérature et Cinéma". Doch dazu später mehr, muss erstmal überhaupt meinen Stundenplan zusammenstellen.
Wie man in die Toilette bei Starbucks, Boulevard St. Michel, hineinkommt
In den meisten Pariser Restaurants und Cafés der Systemgastronomie benötigt man für die Toilette nen Türcode, der einem nur gegen Kauf eines Kulinariums per Bon verraten wird. Heute morgen hab ich das exklusiv für euch, die Leser von "le blog", mal bei Starbucks, 13 Boulevard St. Michel gefilmt. Die Zahlenkombination lautet dort: 3525 5 (für den Fall, dass ihr in Paris mal müsst).
Und noch ein Insidertipp: Um die heiligen Hallen des Verdauungsabschlusses im McDonald's am Jardin de Luxembourg (ein paar hundert Meter weiter den Boulevard St. Michel hoch) zu betreten, gebt ihr einfach ein: 11111*. Jetzt ist es raus. Ob man mir dafür wohl was kann?
--
* fast wie bei Spaceballs; Starbucks, McDonald's, Spaceballs: alles das Gleiche!
Und noch ein Insidertipp: Um die heiligen Hallen des Verdauungsabschlusses im McDonald's am Jardin de Luxembourg (ein paar hundert Meter weiter den Boulevard St. Michel hoch) zu betreten, gebt ihr einfach ein: 11111*. Jetzt ist es raus. Ob man mir dafür wohl was kann?
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* fast wie bei Spaceballs; Starbucks, McDonald's, Spaceballs: alles das Gleiche!
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dimanche, février 11, 2007
Lustiges Frankreich (3)
Chevallier und Laspalès: das gegenwärtig beliebteste Komikerduo Frankreichs! Weil sie wieder auf Tour sind, sieht man ihre neunmallustigen Gesichter zur Zeit ständig herausfordernd von den Wänden runterschauen. Um euch auch daran teilhaben zu lassen, hab ich bei youtube mal n Video rausgesucht. Fragt mich bitte nicht, was die sagen oder obs lustig ist, ich versteh kein Wort (ausser "racisme"). Ich genieße es aber schon, zwei Menschen, deren Sprache ich nicht verstehe, das international gültige Gestik-Mimik-Rundum-Grundpaket der Komik auspacken zu sehen, und ab und zu lacht das Publikum mal mehr, mal weniger hysterisch.
Und noch eine Zusatzinformation: Der linke, also, ich vermute nach meinen Beobachtungen mal: "schlauere" Part des Duos, Chevallier macht neben seiner komischen Tätigkeit auch in erotischen Fotografien.
Und noch eine Zusatzinformation: Der linke, also, ich vermute nach meinen Beobachtungen mal: "schlauere" Part des Duos, Chevallier macht neben seiner komischen Tätigkeit auch in erotischen Fotografien.
Zusammenfassung #4:
Und dann
Ich glaub, ich hör jetzt mal auf mit den Zusammenfassungen, will von nun an mehr nach vorne schauen. Nur so viel noch: Hab noch was mit Freunden unternommen. In der letzten Woche allerdings weniger in den Tag hinein als zuvor, sondern schon mit Stift und Terminplaner. A propos: Ich wil mir ja noch einen neuen kaufen. Am 7. dann Abflug: Auf dem Hamburger Flughafen fiels mir nach dem Quick-Checkin schwer, den Gepäckabgabeschalter zu finden, weil da so sehr keine Spur von Schlange war. Nadine, die den selben Flug zurück nach Paris nahm, half mir da etwas, was nicht bedeuten soll, dass ichs mit etwas mehr Zeit nicht auch selbst gefunden hätte. Wir waren eine Stunde zu früh im Boarding-Bereich. Der Flug startete rechtzeitig und verlief reibungslos. Nur das Flügelwackeln beim Landen können sich die Piloten einfach nicht abgewöhnen, ich werd noch verrückt! In Paris schien derweil die Zeit stehengeblieben zu sein - alle Weihnachtsdekoration hing noch. Erst im Laufe der Woche fing man an, sie hier und da abzunehmen, allerdings nicht ganz bei der Sache, erst gestern hab ich die weihnachtlich geschmückte Linie 3 in der Station Malesherbes gesichtet (Foto aus dem Archiv).

Und die Uni hier ist gar nicht so toll, zumindest in den Diszplinen, die ich bzw. die anderen Deutschen besuchen. Die Studenten sind bloß fleißiger. Ansonsten ists wie in der Schule, die Inhalte werden superflach und unkritisch präsentiert, meist sogar im wörtlich-schulischen Sinne diktiert, und zumindest die älteren Professoren geraten richtig ins Schwimmen, wenn jemand mal etwas kritischer nachhakt (hat einer der deutschen Austauschstudenten mal gemacht, war gut!). Ähnliches hört man auch von den Kunstgeschichtlern: Niveau flach, Dozenten schlecht vorbereitet, aber die Studenten lernen superviel. Bei uns in den Études Germaniques sind aber wenigstens alle supernett und unglaublich entgegenkommend: Da wir nicht aus dem hier praktizierten LMD-System (entsprechend dem Bachelor-Master-System) stammen, werden bezüglich der Leistungsnachweise sämtliche Freiheiten gewährt und dürfen Hausarbeiten schreiben wie wir sie für Kiel benötigen, ohne besondere Abgabefrist. Auch die Studenten sind supernett, auch wenn die Kontakte eher oberflächlich bleiben. Was vielleicht auch daran liegt, dass wir einfach zu viele Deutsche sind (teilweise der halbe Kurs, ein Fünferkurs über Hölderlin sogar völlig) und man ja doch eher zu Grüppchenbildung neigt. Vielleicht ja aber auch an denen, man weiss es nicht. So, und diesen Absatz hier kann ich, glaub ich, ohne große Änderungen auch in meinen Erfahrungsbericht übernemen.

Und die Uni hier ist gar nicht so toll, zumindest in den Diszplinen, die ich bzw. die anderen Deutschen besuchen. Die Studenten sind bloß fleißiger. Ansonsten ists wie in der Schule, die Inhalte werden superflach und unkritisch präsentiert, meist sogar im wörtlich-schulischen Sinne diktiert, und zumindest die älteren Professoren geraten richtig ins Schwimmen, wenn jemand mal etwas kritischer nachhakt (hat einer der deutschen Austauschstudenten mal gemacht, war gut!). Ähnliches hört man auch von den Kunstgeschichtlern: Niveau flach, Dozenten schlecht vorbereitet, aber die Studenten lernen superviel. Bei uns in den Études Germaniques sind aber wenigstens alle supernett und unglaublich entgegenkommend: Da wir nicht aus dem hier praktizierten LMD-System (entsprechend dem Bachelor-Master-System) stammen, werden bezüglich der Leistungsnachweise sämtliche Freiheiten gewährt und dürfen Hausarbeiten schreiben wie wir sie für Kiel benötigen, ohne besondere Abgabefrist. Auch die Studenten sind supernett, auch wenn die Kontakte eher oberflächlich bleiben. Was vielleicht auch daran liegt, dass wir einfach zu viele Deutsche sind (teilweise der halbe Kurs, ein Fünferkurs über Hölderlin sogar völlig) und man ja doch eher zu Grüppchenbildung neigt. Vielleicht ja aber auch an denen, man weiss es nicht. So, und diesen Absatz hier kann ich, glaub ich, ohne große Änderungen auch in meinen Erfahrungsbericht übernemen.
jeudi, février 08, 2007
Kafka-Franze und ich
Ich geh dann jetzt mal los zur Bibliothek, es ist eh schon lange Zeit. Denn eigentlich sollte ich ja schon seit ungefähr drei Wochen, spätestens aber zwei Wochen an meiner geplanten Hausarbeit* arbeiten. Bei allem, was man sonst so über die Uni hier sagen kann**: Ein benoteter Schein von der großen Sorbonne wär schon fein, bringt ja nun auch wirklich nicht jedermann aus Paris mit. Z.B. ihr nicht. Hähäh! Aber ihr seid ja auch nie hier. Das Thema sollte ungefähr heissen: "Fragmentarik und fragmentarische Sichtweisen in irgendnem beliebigen Werk, vorzugsweise Fragment, vorzugsweise von Hugo von Hofmannsthal oder irgendnem anderen verdammten Autor aus dem Wien oder Prag der Frühen Moderne". Klingt gut, wa? Und das beste ist: Ich habs mir selbst ausgedacht!
Doch nun: It's ole brothah Schlendrian again***! Weiss auch nicht, wie. Vielleicht ja immer noch der Frust durch Textverlust****. Seit Mitte Januar pausiert die Uni andererseits nun schon. Semesterferien bereits im Januar, werdet ihr jetzt sicher denken - überlegenes Modell Frankreich, alles schon gesagt in dreieinhalb Monaten! Doch nee, ganz so krass isses auch nich**. Denn Anfang nächster Woche gehts schon weiter mit dem Sommer- oder aber Frühjahrs-Semester - wg. Trimester-Aufteilung (glaub ich*****). Eigentlich wollt ich mir nach Semesterende bloss ne kleine Krankheitsauszeit nehmen, und dann noch ein wenig Zeit zum Ausspannen und Kulturangebote wahrnehmen. Die Geschichte mit der Krankheit ist mir mit einem grippalen Infekt, der anschliessend noch in Magen-Darm-Seuche hinüberglitt, glaub ich auch ganz gut gelungen. Und mit der Kultur funktionierte es anfangs auch ganz gut. Doch dann muss ich, ich weiss nicht mehr wo, irgendwie ausgeglitten sein und bin seither auch nicht mehr aufgestanden. Steckengeblieben im Freizeit-Sumpf Paris. Geht schlimmer, ich gebs ja zu. Wenigstens ragt noch der Eiffelturm in den grauen Himmel meiner Depression!
Was das alles mit Franz Kafka zu tun hat? Nun ja, ich lese ja auf meiner Suche nach einem geeigneten Text gerade zur Inspiration nen Aufsatz über Kafkas Fragmente und sehe zwischen dem Genie und mir durchaus Parallelen: große Pläne, ausladende, allumfassende Entwürfe, und am Ende läuft es nach Phasen ekstatischer Inspiration doch immer wieder auf Kapitulation vor der Größe der Aufgabe und das Hinterlassen von Text-Torsi hinaus. Ich bin ein Kafka der Neueren Deutschen Literaturwissenschaft! Oder aber, wenn man vielleicht berücksichtigt, dass meinen Arbeiten das Kafkaeske größtenteils abgeht, zumindest: ein Franzmann der Neueren Deutschen Literaturwissenschaft. Das wenigstens das kann mir keiner nehmen: Denn mit den Franzmännern kenn ich mich mittlerweile ja nun zur Genüge aus!
--
* Nee, nicht auf Französisch - ich darf auf Deutsch!
** Das vermeintlich Rosige französischer Universitäten: demnächst kritischer im Blick in diesem Blog! Aber Hallo! In Zusammenfassung #4, oder #5, oder so.
*** Hello, ole Brothah Schlendrian!!
**** Ursprünglich wars ja nur Hofmannsthal & das "Andreas"-Fragment, doch dann brachte mich ein französischer Kommilitone mit einem brillanten, superausführlichen Referat in der letzten Seminarssitzung mich um ca. 50% meiner möglichen Thesen, und somit meinen Text. Gibt allerdings noch haufenweise andere Fragmente in der Moderne.
***** Zwischen Juli und Oktober gibts dann zwar erstmal keine geistige Nahrung mehr. Aber ich glaub, das haut trotzdem ungefähr hinne, denn: Dreiteilung schon eindeutig erkennbar wa?
Doch nun: It's ole brothah Schlendrian again***! Weiss auch nicht, wie. Vielleicht ja immer noch der Frust durch Textverlust****. Seit Mitte Januar pausiert die Uni andererseits nun schon. Semesterferien bereits im Januar, werdet ihr jetzt sicher denken - überlegenes Modell Frankreich, alles schon gesagt in dreieinhalb Monaten! Doch nee, ganz so krass isses auch nich**. Denn Anfang nächster Woche gehts schon weiter mit dem Sommer- oder aber Frühjahrs-Semester - wg. Trimester-Aufteilung (glaub ich*****). Eigentlich wollt ich mir nach Semesterende bloss ne kleine Krankheitsauszeit nehmen, und dann noch ein wenig Zeit zum Ausspannen und Kulturangebote wahrnehmen. Die Geschichte mit der Krankheit ist mir mit einem grippalen Infekt, der anschliessend noch in Magen-Darm-Seuche hinüberglitt, glaub ich auch ganz gut gelungen. Und mit der Kultur funktionierte es anfangs auch ganz gut. Doch dann muss ich, ich weiss nicht mehr wo, irgendwie ausgeglitten sein und bin seither auch nicht mehr aufgestanden. Steckengeblieben im Freizeit-Sumpf Paris. Geht schlimmer, ich gebs ja zu. Wenigstens ragt noch der Eiffelturm in den grauen Himmel meiner Depression!
Was das alles mit Franz Kafka zu tun hat? Nun ja, ich lese ja auf meiner Suche nach einem geeigneten Text gerade zur Inspiration nen Aufsatz über Kafkas Fragmente und sehe zwischen dem Genie und mir durchaus Parallelen: große Pläne, ausladende, allumfassende Entwürfe, und am Ende läuft es nach Phasen ekstatischer Inspiration doch immer wieder auf Kapitulation vor der Größe der Aufgabe und das Hinterlassen von Text-Torsi hinaus. Ich bin ein Kafka der Neueren Deutschen Literaturwissenschaft! Oder aber, wenn man vielleicht berücksichtigt, dass meinen Arbeiten das Kafkaeske größtenteils abgeht, zumindest: ein Franzmann der Neueren Deutschen Literaturwissenschaft. Das wenigstens das kann mir keiner nehmen: Denn mit den Franzmännern kenn ich mich mittlerweile ja nun zur Genüge aus!
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* Nee, nicht auf Französisch - ich darf auf Deutsch!
** Das vermeintlich Rosige französischer Universitäten: demnächst kritischer im Blick in diesem Blog! Aber Hallo! In Zusammenfassung #4, oder #5, oder so.
*** Hello, ole Brothah Schlendrian!!
**** Ursprünglich wars ja nur Hofmannsthal & das "Andreas"-Fragment, doch dann brachte mich ein französischer Kommilitone mit einem brillanten, superausführlichen Referat in der letzten Seminarssitzung mich um ca. 50% meiner möglichen Thesen, und somit meinen Text. Gibt allerdings noch haufenweise andere Fragmente in der Moderne.
***** Zwischen Juli und Oktober gibts dann zwar erstmal keine geistige Nahrung mehr. Aber ich glaub, das haut trotzdem ungefähr hinne, denn: Dreiteilung schon eindeutig erkennbar wa?
mercredi, février 07, 2007
Nachtrag Di Caprio
Ich glaub, ich weiss jetzt auch, woher ich meine krude Leonardo-di-Caprio-Behauptung hab: Es sind die Augen! Bin ja neulich nochmal an einem "Blood Diamond"-Plakat vorbeigerauscht (das ist leicht in Paris, denn die Stadt ist klein, und die Dinger hängen überall!). Der Leo hat nämlich auch solche Michael-Ballack-Schlitze. Und wenns da irgendwann mal Falten gibt, hauts ja gleich richtig rein. Hängelider!! Wollen wir wetten? Bis dahin trägts noch das Bubengesicht.
OK, Theorie Ende. War eh nicht so wichtig. Und auch gar keine richtige Theorie! Aber ist das nicht Tolle am Blog, dass man sich nicht nach so doofen journalistischen Dringlichkeits- und Kompositionsprinzipien halten muss, wa? Einfach irgendwo im Kopf ne Falltür öffnen, und raus fällt alles, was sich nicht halten kann, oder sich am Falschen festhält.
Was ist nochmal das Gegenteil von "Dichter"?
OK, Theorie Ende. War eh nicht so wichtig. Und auch gar keine richtige Theorie! Aber ist das nicht Tolle am Blog, dass man sich nicht nach so doofen journalistischen Dringlichkeits- und Kompositionsprinzipien halten muss, wa? Einfach irgendwo im Kopf ne Falltür öffnen, und raus fällt alles, was sich nicht halten kann, oder sich am Falschen festhält.
Was ist nochmal das Gegenteil von "Dichter"?
mardi, février 06, 2007
Zusammenfassung #3:
So wars in etwa bis ca. Silvester
Da die letzte Zusammenfassung viel zu lang war und sich irgendwie seltsam las, versuch ichs jetzt mal n bisschen kürzer:
Und zwar war ich Heiligabend und den ersten Weihnachtstag in Bordesholm, bei der Familie. Auf dem Foto sieht man, auf vielfachen Wunsch auch mal fotografiert, den Familienhund meiner Schwester. Er ist schätzungsweise wahrscheinlich einer der elf coolsten Hunde der Welt, so n richtiger Snoop Dogg. Nichts was nicht von ihm umgerannt würde, wenn er sich denn überlegt: Ich glaub, das renn ich jetzt einfach mal um! Keine Hündin, die vor ihm sicher wäre, wäre er nicht schon seit mehreren Monaten kastriert. Doch er ist zugleich auch wohl der freundlichstmögliche und zuvorkommendste Hund der Welt, von edelstem Gemüt, der nur ein wenig Auslauf braucht und, ja, eigentlich tatsächlich auch nur Spielen möchte. Und zwar ständig. Selbst die Katze sieht das mittlerweile ein.

Ansonsten aß ich viel, was ich in Paris aus finanziellen Erwägungen ja kaum tue. Gut, dass meine Familie in Bordesholm wohnt. Was hätte ich dieses Heiligabend über nur ohne sie gemacht in Bordesholm?
Wofür ich Bordesholm neben Familie, dem See und dem vielen Grün übrigens ausserdem mag, sind Plakate wie dieses:

Ich vertrau der FDP darin auf jeden Fall vollkommen!
Am 2. Weihnachtstag besuchte ich mit Jenne & Joana, nachdem ich auf dem Weg dorthin so getan hatte als wüde ich sie fotografieren, während ich sie in Wirklichkeit filmte, das "Cup & Cino". An Vieles kann ich aber mich nicht mehr erinnern, da ich noch an Krankheit litt und mein Gedächtnis in solchen Fällen immer die Aufzeichnung meiner Leidenszeit verweigert. Ich will ja mal auf ein fröhliches, unbeschwertes Leben zurückblicken später - doch nicht immer nur all das Leiden! Naja, aber dass es ein recht leckeres Kakaogetränk war, soviel ist noch klaro. Und dass unsere Pläne, Silvester zusammen zu feiern, dort noch unangegriffen Bestand hatten. Das war eine Vorausdeutung.
Ein tolles Weihnachtsfest unter Freunden wurde am folgenden Tag, dem 27. Dezember,durchgeführt. Sara, Jenne, Joana und ich schenkten uns lauter tolle Sachen und schmiedeten Pläne für den nahenden Silvestertag, der, soviel war schonmal mindestens klar, auf jeden Fall gemeinsam verbracht werden musste! Tjaja, was für seltsamen Verformungen unterziehen sich Pläne und Gedanken doch unter dem Einfluss der vorüberfließenden Zeit. Das war übrigens eine Andeutung!
Am nächsten Tag traf ich mich dann nochmal mit Jenne & Joana in Kiel, um im exlex eins dieser tollen Heissgetränke zu trinken, die dort immer angeboten werden. Und mit denen man sich, siehe Foto, selbst dann nicht unbedingt langweilen muss, wenn sie bereits ausgetrunken sind, man muss bloß die Möglichkeiten erkennen. Das hat in diesem Falle allerdings Joana und nicht etwa ich; ich hab bloß immer überall die Kamera hingehalten und war sonst zu nichts nütze. Weil die exlex-Asis ausserdem keinen Toast mehr gegen den kleinen Hunger hatten, war ich dazu gezwungen, Kuchen zu essen - mega-fascho!! Hier in Frankreich sind für solche Dinger ja schon welche unter der Guillotine gelandet, aber in Kiel gibts da sogar noch n Trinkgeld für. In was für einer visionslosen Softdemokratie leben wir eigentlich? Und dann verkündete Jenne noch, sie würde dann wohl Silvester doch nich dabei sein können, sie habe bessere und größere Pläne, die unsere Anwesenheit leider ausschlössen. Ich mein: Hallo! Aber wir sahens am Ende dann wohl ein. Dafür hatten Joana und ich noch ne top Idee, wie wir wenigstens zu dritt noch n gutes Silvesterfest begehen können, ne todsichere gute, die auf jeden Fall auch ohne Jenne ein überragendes Silvester garantiert hätte!! Aber gut geplant is eben nich immer so gut wie gewonnen. Ach ja: Auch das war jetzt ne Andeutung.

Ich hab da jetzt irgendwie ne Gedächtnislücke, ich weiss auch nicht, wie das kommt, vielleicht war ich ja die nächsten beiden Tagen auch noch wieder krank, jadoch, das könnte eine Erklärung sein. Ja, das muss es sein. Jedenfalls, irgendwie muss Sara dann auch noch was dazwischen gekommen sein. Das einzige, was ich jedenfalls noch weiss, ist, dass Joana und ich uns am Ende zum "Sille"-Feiern mit ihrer Schwester zusammengetan haben. Auch der Plan war gut: Lecker essen, schön Film schauen und später noch raus, ins neue Jahr!! Und diesmal ging eigentlich alles auf. Danja hat schliesslich ne überragende Wohnung mit großem Fernseher, großer Auswahl an Filmen und zwei Katzen, eine davon sehr, sehr dick. Joana tat zwar kaputtes Haselnuss-Öl ins Essen und zerkochte die Nudeln bis an die maximale Grenze, aber wenn man die Luft anhielt, gings. Ausserdem war jede Menge Rotwein da, mit dem man das Zeugs runterspülen konnte. Sogar so viel, dass ichs mir erlauben konnte, während des Films (ein illegaler Mitschnitt von "Nachts im Museum"; war so, wie man ihn etwa erwartet, würd ich sagen, aber auf jeden Fall gut unterhaltend!) ein fast volles Glas auf den Teppich umzuschmeissen, und es war immer noch genug da. PS: Ich hab übrigens erst dieses Jahr kapiert, dass das Ende von Dinner for one, also, ja schon ganz schön faustdick zweitdeutig is aber. Wahrscheinlich von dem ganzen trockenen englischen Humor! Deswegen lieben die Leute das so! Damals, als Kind, als ich sowas noch geguckt hab, war ich auf derlei ausgeklammerte Rede ja noch nicht so sensibilisiert.
Und dann weiss ich noch, dass sowohl Pumpe als auch Nachtcafé und Schaubude nachts um drei noch Eintritt haben wollten, weil Silvesterfeierpack eben arme Schweine sind. Die Schaubude war mit drei Euro noch am günstigsten, weshalb diese auch der Ort wurde, an dem Joana sich zuerst ein Jever Fun kaufte, weil sie hoffte, damit ihren Alkoholpegel zu erhöhen, und später einigen Leuten, die es verdient hatten, unangenehme Wahrheiten aufzutischen gezwungen war, die man nüchtern zu überbringen meist nicht das Rückgrat ist. Nach Hause musste sie dagegen den halben Weg geschoben werden. Dann kam mein Taxi nicht, und ich musste, eine erwähnenswert schwere Sporttasche auf dem Rücken, durch halb Kiel zurück zu Sara, meiner Behelfsunterkunft. Und halb Kiel, das ist, ich ewähnte es ja bereits, gar nicht mal ohne.
Und zwar war ich Heiligabend und den ersten Weihnachtstag in Bordesholm, bei der Familie. Auf dem Foto sieht man, auf vielfachen Wunsch auch mal fotografiert, den Familienhund meiner Schwester. Er ist schätzungsweise wahrscheinlich einer der elf coolsten Hunde der Welt, so n richtiger Snoop Dogg. Nichts was nicht von ihm umgerannt würde, wenn er sich denn überlegt: Ich glaub, das renn ich jetzt einfach mal um! Keine Hündin, die vor ihm sicher wäre, wäre er nicht schon seit mehreren Monaten kastriert. Doch er ist zugleich auch wohl der freundlichstmögliche und zuvorkommendste Hund der Welt, von edelstem Gemüt, der nur ein wenig Auslauf braucht und, ja, eigentlich tatsächlich auch nur Spielen möchte. Und zwar ständig. Selbst die Katze sieht das mittlerweile ein.

Ansonsten aß ich viel, was ich in Paris aus finanziellen Erwägungen ja kaum tue. Gut, dass meine Familie in Bordesholm wohnt. Was hätte ich dieses Heiligabend über nur ohne sie gemacht in Bordesholm?
Wofür ich Bordesholm neben Familie, dem See und dem vielen Grün übrigens ausserdem mag, sind Plakate wie dieses:

Ich vertrau der FDP darin auf jeden Fall vollkommen!
Am 2. Weihnachtstag besuchte ich mit Jenne & Joana, nachdem ich auf dem Weg dorthin so getan hatte als wüde ich sie fotografieren, während ich sie in Wirklichkeit filmte, das "Cup & Cino". An Vieles kann ich aber mich nicht mehr erinnern, da ich noch an Krankheit litt und mein Gedächtnis in solchen Fällen immer die Aufzeichnung meiner Leidenszeit verweigert. Ich will ja mal auf ein fröhliches, unbeschwertes Leben zurückblicken später - doch nicht immer nur all das Leiden! Naja, aber dass es ein recht leckeres Kakaogetränk war, soviel ist noch klaro. Und dass unsere Pläne, Silvester zusammen zu feiern, dort noch unangegriffen Bestand hatten. Das war eine Vorausdeutung.
Ein tolles Weihnachtsfest unter Freunden wurde am folgenden Tag, dem 27. Dezember,durchgeführt. Sara, Jenne, Joana und ich schenkten uns lauter tolle Sachen und schmiedeten Pläne für den nahenden Silvestertag, der, soviel war schonmal mindestens klar, auf jeden Fall gemeinsam verbracht werden musste! Tjaja, was für seltsamen Verformungen unterziehen sich Pläne und Gedanken doch unter dem Einfluss der vorüberfließenden Zeit. Das war übrigens eine Andeutung!
Am nächsten Tag traf ich mich dann nochmal mit Jenne & Joana in Kiel, um im exlex eins dieser tollen Heissgetränke zu trinken, die dort immer angeboten werden. Und mit denen man sich, siehe Foto, selbst dann nicht unbedingt langweilen muss, wenn sie bereits ausgetrunken sind, man muss bloß die Möglichkeiten erkennen. Das hat in diesem Falle allerdings Joana und nicht etwa ich; ich hab bloß immer überall die Kamera hingehalten und war sonst zu nichts nütze. Weil die exlex-Asis ausserdem keinen Toast mehr gegen den kleinen Hunger hatten, war ich dazu gezwungen, Kuchen zu essen - mega-fascho!! Hier in Frankreich sind für solche Dinger ja schon welche unter der Guillotine gelandet, aber in Kiel gibts da sogar noch n Trinkgeld für. In was für einer visionslosen Softdemokratie leben wir eigentlich? Und dann verkündete Jenne noch, sie würde dann wohl Silvester doch nich dabei sein können, sie habe bessere und größere Pläne, die unsere Anwesenheit leider ausschlössen. Ich mein: Hallo! Aber wir sahens am Ende dann wohl ein. Dafür hatten Joana und ich noch ne top Idee, wie wir wenigstens zu dritt noch n gutes Silvesterfest begehen können, ne todsichere gute, die auf jeden Fall auch ohne Jenne ein überragendes Silvester garantiert hätte!! Aber gut geplant is eben nich immer so gut wie gewonnen. Ach ja: Auch das war jetzt ne Andeutung.

Ich hab da jetzt irgendwie ne Gedächtnislücke, ich weiss auch nicht, wie das kommt, vielleicht war ich ja die nächsten beiden Tagen auch noch wieder krank, jadoch, das könnte eine Erklärung sein. Ja, das muss es sein. Jedenfalls, irgendwie muss Sara dann auch noch was dazwischen gekommen sein. Das einzige, was ich jedenfalls noch weiss, ist, dass Joana und ich uns am Ende zum "Sille"-Feiern mit ihrer Schwester zusammengetan haben. Auch der Plan war gut: Lecker essen, schön Film schauen und später noch raus, ins neue Jahr!! Und diesmal ging eigentlich alles auf. Danja hat schliesslich ne überragende Wohnung mit großem Fernseher, großer Auswahl an Filmen und zwei Katzen, eine davon sehr, sehr dick. Joana tat zwar kaputtes Haselnuss-Öl ins Essen und zerkochte die Nudeln bis an die maximale Grenze, aber wenn man die Luft anhielt, gings. Ausserdem war jede Menge Rotwein da, mit dem man das Zeugs runterspülen konnte. Sogar so viel, dass ichs mir erlauben konnte, während des Films (ein illegaler Mitschnitt von "Nachts im Museum"; war so, wie man ihn etwa erwartet, würd ich sagen, aber auf jeden Fall gut unterhaltend!) ein fast volles Glas auf den Teppich umzuschmeissen, und es war immer noch genug da. PS: Ich hab übrigens erst dieses Jahr kapiert, dass das Ende von Dinner for one, also, ja schon ganz schön faustdick zweitdeutig is aber. Wahrscheinlich von dem ganzen trockenen englischen Humor! Deswegen lieben die Leute das so! Damals, als Kind, als ich sowas noch geguckt hab, war ich auf derlei ausgeklammerte Rede ja noch nicht so sensibilisiert.
Und dann weiss ich noch, dass sowohl Pumpe als auch Nachtcafé und Schaubude nachts um drei noch Eintritt haben wollten, weil Silvesterfeierpack eben arme Schweine sind. Die Schaubude war mit drei Euro noch am günstigsten, weshalb diese auch der Ort wurde, an dem Joana sich zuerst ein Jever Fun kaufte, weil sie hoffte, damit ihren Alkoholpegel zu erhöhen, und später einigen Leuten, die es verdient hatten, unangenehme Wahrheiten aufzutischen gezwungen war, die man nüchtern zu überbringen meist nicht das Rückgrat ist. Nach Hause musste sie dagegen den halben Weg geschoben werden. Dann kam mein Taxi nicht, und ich musste, eine erwähnenswert schwere Sporttasche auf dem Rücken, durch halb Kiel zurück zu Sara, meiner Behelfsunterkunft. Und halb Kiel, das ist, ich ewähnte es ja bereits, gar nicht mal ohne.
Weihnachtszeit. Jenne und Joana denken, sie werden fotografiert.
Dabei werden sie eigentlich gefilmt.
lundi, février 05, 2007
Minus 1x großes Kino
War dann heut doch nix mit Big Rex. Erstens sollte der Film doch auf Französisch sein, was den generellen Egalo-Status entscheidend relativierte, zweitens war die allgemeine Stimmung eh grad etwas gedämpft, so dass wir uns am Ende drauf einigten, den Riesensaal mal mitzunehmen, wenn auch entsprechend leichte Filmkost die Sprachbarriere zunichte macht.
Dafür kann ich dann heute abend schön Wäschewaschen und vielleicht auch in meiner Suche nach einem Hausarbeitsthema entscheidend vorankommen. Oder aber meine Zeit im Internet verbummeln. Mal sehen. Bis zur Schlafenszeit fließen ja noch einige Liter Wasser die Seine herunter.
Dafür kann ich dann heute abend schön Wäschewaschen und vielleicht auch in meiner Suche nach einem Hausarbeitsthema entscheidend vorankommen. Oder aber meine Zeit im Internet verbummeln. Mal sehen. Bis zur Schlafenszeit fließen ja noch einige Liter Wasser die Seine herunter.
2x Großes Kino
War am selbigen Katakomben-Abend* dann übrigens noch mit den beiden Nadines im "Leben der Anderen" (resp. "La vie des autres", aber auf deutsch mit französischem Untertext) und fand den überraschenderweise doch echt ziemlich gut! Beste Wünsche für die Oscarverleihung auf jeden Fall! Irgendwie ein wenig doof, dass aus Deutschland immer nur** so komisch Nachdenkliches, entweder mit drittem Reich oder DDR Rumhantierendes nominiert wird, aber den Film hier fand ich dann doch prima! Wollte mir den im Nachhinein zwar anhand einiger vermeintlich kitschiger oder allzu mechanischer Szenen noch schlecht reden, aber das ist bloß zynisches Papperlapapp. Viel Glück, Florian Henckel von Donnersmarck***!
Und dann geht ich heut noch mit der Kieler Nadine I in ein großes Kino, das "Le Grand Rex". In den großen Saal, der rund 2500 Leute fasst, und in dem gerade "Blood Diamond" läuft. Wobei der Film superegal ist, wir wollten bloß mal in den großen Saal. A propos "Blood Diamond": Findet ihr nicht auch, dass Leonardo Di Caprio auf dem Plakat irgendwie aussieht wie ein junger Jack Nicholson? Hatte jedenfalls den sehr zwiespältigen Eindruck, dass Leo, so lang er noch einigermaßen jung ist, immer aussehen wird wie ein ewig junger Milchbart. Um dann irgendwann plötzlich so zu altern, dass er so aussehen wird wie einer, der (wenn auch vital) irgendwie schon immer das Alter in sich trug. Wenn ihr wisst, was ich meine. Ist aber auch egal. Vielleicht isses ja auch nur Quatsch. Ich freu mich jedenfalls auf den Film.
--
* Katakomben-Abend: 1. Februar.
** "immer nur": gefühlter Wert. Eigentlich weiss ich ausserdem nur noch von "Sophie Scholl".
*** Das muss man einfach mal ausschreiben, was für ein Name! Den stell ich mir jetzt ungefähr so vor wie Gert Fröbe in dem Film mit den fliegenden Kisten. Hoffentlich werd ich bloß nicht enttäuscht!
Und dann geht ich heut noch mit der Kieler Nadine I in ein großes Kino, das "Le Grand Rex". In den großen Saal, der rund 2500 Leute fasst, und in dem gerade "Blood Diamond" läuft. Wobei der Film superegal ist, wir wollten bloß mal in den großen Saal. A propos "Blood Diamond": Findet ihr nicht auch, dass Leonardo Di Caprio auf dem Plakat irgendwie aussieht wie ein junger Jack Nicholson? Hatte jedenfalls den sehr zwiespältigen Eindruck, dass Leo, so lang er noch einigermaßen jung ist, immer aussehen wird wie ein ewig junger Milchbart. Um dann irgendwann plötzlich so zu altern, dass er so aussehen wird wie einer, der (wenn auch vital) irgendwie schon immer das Alter in sich trug. Wenn ihr wisst, was ich meine. Ist aber auch egal. Vielleicht isses ja auch nur Quatsch. Ich freu mich jedenfalls auf den Film.
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* Katakomben-Abend: 1. Februar.
** "immer nur": gefühlter Wert. Eigentlich weiss ich ausserdem nur noch von "Sophie Scholl".
*** Das muss man einfach mal ausschreiben, was für ein Name! Den stell ich mir jetzt ungefähr so vor wie Gert Fröbe in dem Film mit den fliegenden Kisten. Hoffentlich werd ich bloß nicht enttäuscht!
Frühreifer Frühlingsspaziergang an der Seine
Jedem die Seine. Höhö. Nee, war nicht witzig. Was wollt ich nun erzählen? Achja, Lichtdunkel-Faden weiterspinnen. Dies hier setzt da an, wo Katakomben-Ausflug endete: im gleißenden Licht! Denn auf jedes Imperium der Schatten muss, uralte Regel ja, die Rückkehr des Lichtes folgen. Der Frühling war zurück, oder zumindest ein leicht bekleideter Winter da, der gerne etwas beliebter wäre. Der Plan ging durchaus irgendwie auf, wenns einen auch halb wieder beunruhigte, am Wochenende die ersten Vögel wieder singen zu hören.
Nach tagelangem Computer-Autismus war es gestern dennoch mal wieder Zeit, etwas an die Luft zu kommen. Nadine I (also: die von Nadine und Amelie) hatte ebenfalls einen relativen Vierwandkoller und konnte mich mit ihrem durchdachten Wegplan an der Seine entlang bis zu den Tuileries recht wirksam aus meiner 10-Stunden-Schlaf-Lethargie hinauslocken. Denn wo flaniert sichs in Paris besser und klassischer als an der Seine entlang?

Immerhin wars trotz makellos blauem Himmel noch recht ordentlich winterkalt, und zerstreut wurden sämtliche unbequeme algoreschen Restbedenken dann eh bei dem Anblick, in dem Paris wohl so schnell keine andere Stadt das Wasser reichen kann: Es ist alles wahr, was die Postkarten erzählen!! Die Seine-Brücken sind auch bei Nacht und Winter schön, aber sonnenbeschienen wirklich schier die Wucht! Und all die tollen Buchhändler an den Uferstraßen! Der ganze Weg dauerte ca. drei Stunden, ich hab ungefähr sechs oder sieben Panorama-Foto-Versuche gemacht (unten einer zu sehen), und endete nach einem Abstecher in die Tuilerien des Louvre schließlich mit einem Crêpe in der Hand auf den Champs Elysees. Sehr lecker, wenn auch nicht unbedingt besser als bei uns, die kochen die Crêpes hier auch nur mit Wasser, kann ich sagen. Ja, und am Ende noch die Coolness zu besitzen, eine lange Flanage am Arc de Triomphe für beendet zu erklären, gehört auch zum Rüstzeug des guten Bloggers.

Möwen gibts übrigens auch in Paris, und schaut euch mal an, was DAS für coole Säue sind:
Nach tagelangem Computer-Autismus war es gestern dennoch mal wieder Zeit, etwas an die Luft zu kommen. Nadine I (also: die von Nadine und Amelie) hatte ebenfalls einen relativen Vierwandkoller und konnte mich mit ihrem durchdachten Wegplan an der Seine entlang bis zu den Tuileries recht wirksam aus meiner 10-Stunden-Schlaf-Lethargie hinauslocken. Denn wo flaniert sichs in Paris besser und klassischer als an der Seine entlang?
Immerhin wars trotz makellos blauem Himmel noch recht ordentlich winterkalt, und zerstreut wurden sämtliche unbequeme algoreschen Restbedenken dann eh bei dem Anblick, in dem Paris wohl so schnell keine andere Stadt das Wasser reichen kann: Es ist alles wahr, was die Postkarten erzählen!! Die Seine-Brücken sind auch bei Nacht und Winter schön, aber sonnenbeschienen wirklich schier die Wucht! Und all die tollen Buchhändler an den Uferstraßen! Der ganze Weg dauerte ca. drei Stunden, ich hab ungefähr sechs oder sieben Panorama-Foto-Versuche gemacht (unten einer zu sehen), und endete nach einem Abstecher in die Tuilerien des Louvre schließlich mit einem Crêpe in der Hand auf den Champs Elysees. Sehr lecker, wenn auch nicht unbedingt besser als bei uns, die kochen die Crêpes hier auch nur mit Wasser, kann ich sagen. Ja, und am Ende noch die Coolness zu besitzen, eine lange Flanage am Arc de Triomphe für beendet zu erklären, gehört auch zum Rüstzeug des guten Bloggers.

Möwen gibts übrigens auch in Paris, und schaut euch mal an, was DAS für coole Säue sind:
Der schattigste Platz von Paris:
Die Katakomben
Und dann gingen wir* nach ganz tief unten. Ein unscheinbarer Eingang mit der Aufschrift "Entrée Catacombes" führte uns nahe des Place Denfert-Rochereau** zunächst einmal bloß zum Kassenhäuschen, dann aber nach wenigen einfachen Abwicklungen letztlich doch in den Untergrund der Stadt Paris. Denjenigen, die, wie ich, weder unter 27 noch ein Mitglied des kunsthistorischen oder archäologischen Instituts der Université de Paris sind, kann ich ein Lied singen, das sie vielleicht schon kennen. Es heisst: "In dem Fall kostet es leider sieben Euro" (Melodie nach Engelbert Humperdinck und Radiohead).

Dann noch einmal eine generelle kurze Belehrung über Geschichte und Bedeutung der Katakomben (hab ich vom Catacombes-Flugblatt und wikipedia): Das unterirdische Stollennetz von Paris entstand im Laufe von insgesamt ca. zwei Jahrtausenden vor allem durch unterirdischen Kalksteinabbau. Der Kalkstein wiederum wurde zum grössten Teil in den Aufbau der Stadt Paris gesteckt. Die Zeit verging, und Paris wurde langsam zu der super Stadt, die es noch heute ist. Im 18. Jahrhundert stellten sich den Parisern dann zweierlei schwerwiegende Probleme, die einander allerdings ganz gut ergänzten: die zunehmende Überfüllung der Friedhöfe (durch Epidemien und Bevölkerungswachstum) und die stark fortgeschrittene Unterhöhlung der Stadt, die bereits zu Straßeneinstürzen geführt hatte. Der Rest ist ein etwas makabres Puzzle, für das man nicht so viel Phantasie benötigt: Durch die Exhumierung und Überführung der Toten in die Katakomben hatte man wieder Platz auf den Friedhöfen und füllte zudem die unterirdischen Gänge etwas auf. Heute befinden sich in den Katakomben die Überreste von ca. sechs Millionen Menschen. Geschichtslektion Ende.
Die zwanzig Meter Höhenunterschied zwischen Paris und Pariser Untergrund überwindet man durch eine sehr enge Wendeltreppe von exakt 83 Stufen*** Länge. Vorteil: Wer dort schwächelt, hat gar nicht richtig Platz für sämtliche Knochen im Leib gefährdende Stürze, sondern würde sich vermutlich eher kompliziert einklemmen. Das wäre vielleicht auch nicht angenehm, aber deutlich leichter für die Rettungskräfte.
Den ersten, den Spannungsbogen ohne große Mühe aufrechterhaltenden Abschnitt verbrachten wir vor allem in gespannter Erwartung der berühmten Knochensammlung und mit dem Ablaufen einiger schnurgerader, recht langweiliger Gänge und Info-Räume. Nachdem im finalen Info-Raum schliesslich noch einige guillotinierte Revolutionskinder thematisiert wurden, konnte das in bester Jason-Dark-Manier überschriebene "Empire de la mort" endlich betreten werden.

Ne Menge Holz: Links und rechts türmten sich die nächste Dreiviertelstunde fortan nichts anderes als kubikmeter- und tonnenweise pedantisch gestapelter Knochen in gruselig gemäßigtem Licht. Mal unterbrochen von in Stein gehauenen Bibelversen oder zur Abwechslung herz- oder kruzifixförmigen Anordnungen von Totenschädeln zwar, aber im Wesentlichen nichts anderes als massive Wände menschlicher Gebeine. Naja, und ein paar Gittertüren sowie Wächter, die wohl verhindern sollten, dass Knochen mitgenommen werden, man in die Gänge der "Banque de France"**** vordringt oder etwa mit Blitz fotografiert. Fotografieren nur ohne Blitz: Das hab ich nicht so wirklich verstanden, also wieso Schädel und Knochen, die in sichtlich ungünstigen klimatischen Bedingungen vor sich hin modern, an Kamerablitzen Schaden nehmen sollten. Sofern das die Begründung sein sollte jedenfalls. Die Totenruhe ists wohl hoffentlich nicht, denn so rücksichtsvoll im Hinblick auf die Würde der Toten ist es ja auch nicht, menschliche Knochen verschiedenster ehemaliger Individuen wie Zahnstocher übereinanderzustapeln und ab und zu mal mit Totenschädeln ästhetische Akzente zu setzen. Und überhaupt für Geld Leute hindurchzuschicken, die dann Fotos OHNE Blitz machen können. Für mich ist die Frage jedenfalls noch nicht beantwortet. Verkraftbar wars dennoch, denn irgendwie unterschieden sich die schwach beleuchteten auch nicht wesentlich von den lampennahen Knochenstapeln.
Schließlich endet auch der schönste Rundgang und man hat den letzten Knochen hinter sich gebracht. Interessant wars auf jeden Fall da unten, auch wenn der hohe Eintrittspreis durch die etwas alibimässige museale Aufbereitung nur mangelhaft gedeckt wurde. Es folgten noch einmal ein paar schnurgerade Gänge und zwei glockenförmige Höhlen, ehe eine weitere Wendeltreppe von 83 Stufen uns einem wundersamen, gleißenden Licht entgegenführte. Plötzlich befanden wir uns an einem ganz anderen Ort. Es war wunderschön!
--
* wir: Nadine II und ein mit ihr befreundeter Archäologie-Student
** Da wohn ich in gar nicht mal so großer Entfernung von. Ausserdem sowieso irgend n berühmter Platz.
*** Nachgezählt habe ich nicht, sondern verlasse mich mal völlig auf die Korrektheit der am Eingang angeschlagenen Angaben.
**** Die bewahrt einen Teil der französischen Goldvorräte in - allerdings dann doch weiter entfernten und sicher abgeriegelten - Teilen der Katakomben. Trotzem, irgednwie eine tolle Panzerknacker-Geschichte.
Dann noch einmal eine generelle kurze Belehrung über Geschichte und Bedeutung der Katakomben (hab ich vom Catacombes-Flugblatt und wikipedia): Das unterirdische Stollennetz von Paris entstand im Laufe von insgesamt ca. zwei Jahrtausenden vor allem durch unterirdischen Kalksteinabbau. Der Kalkstein wiederum wurde zum grössten Teil in den Aufbau der Stadt Paris gesteckt. Die Zeit verging, und Paris wurde langsam zu der super Stadt, die es noch heute ist. Im 18. Jahrhundert stellten sich den Parisern dann zweierlei schwerwiegende Probleme, die einander allerdings ganz gut ergänzten: die zunehmende Überfüllung der Friedhöfe (durch Epidemien und Bevölkerungswachstum) und die stark fortgeschrittene Unterhöhlung der Stadt, die bereits zu Straßeneinstürzen geführt hatte. Der Rest ist ein etwas makabres Puzzle, für das man nicht so viel Phantasie benötigt: Durch die Exhumierung und Überführung der Toten in die Katakomben hatte man wieder Platz auf den Friedhöfen und füllte zudem die unterirdischen Gänge etwas auf. Heute befinden sich in den Katakomben die Überreste von ca. sechs Millionen Menschen. Geschichtslektion Ende.
Die zwanzig Meter Höhenunterschied zwischen Paris und Pariser Untergrund überwindet man durch eine sehr enge Wendeltreppe von exakt 83 Stufen*** Länge. Vorteil: Wer dort schwächelt, hat gar nicht richtig Platz für sämtliche Knochen im Leib gefährdende Stürze, sondern würde sich vermutlich eher kompliziert einklemmen. Das wäre vielleicht auch nicht angenehm, aber deutlich leichter für die Rettungskräfte.
Den ersten, den Spannungsbogen ohne große Mühe aufrechterhaltenden Abschnitt verbrachten wir vor allem in gespannter Erwartung der berühmten Knochensammlung und mit dem Ablaufen einiger schnurgerader, recht langweiliger Gänge und Info-Räume. Nachdem im finalen Info-Raum schliesslich noch einige guillotinierte Revolutionskinder thematisiert wurden, konnte das in bester Jason-Dark-Manier überschriebene "Empire de la mort" endlich betreten werden.
Ne Menge Holz: Links und rechts türmten sich die nächste Dreiviertelstunde fortan nichts anderes als kubikmeter- und tonnenweise pedantisch gestapelter Knochen in gruselig gemäßigtem Licht. Mal unterbrochen von in Stein gehauenen Bibelversen oder zur Abwechslung herz- oder kruzifixförmigen Anordnungen von Totenschädeln zwar, aber im Wesentlichen nichts anderes als massive Wände menschlicher Gebeine. Naja, und ein paar Gittertüren sowie Wächter, die wohl verhindern sollten, dass Knochen mitgenommen werden, man in die Gänge der "Banque de France"**** vordringt oder etwa mit Blitz fotografiert. Fotografieren nur ohne Blitz: Das hab ich nicht so wirklich verstanden, also wieso Schädel und Knochen, die in sichtlich ungünstigen klimatischen Bedingungen vor sich hin modern, an Kamerablitzen Schaden nehmen sollten. Sofern das die Begründung sein sollte jedenfalls. Die Totenruhe ists wohl hoffentlich nicht, denn so rücksichtsvoll im Hinblick auf die Würde der Toten ist es ja auch nicht, menschliche Knochen verschiedenster ehemaliger Individuen wie Zahnstocher übereinanderzustapeln und ab und zu mal mit Totenschädeln ästhetische Akzente zu setzen. Und überhaupt für Geld Leute hindurchzuschicken, die dann Fotos OHNE Blitz machen können. Für mich ist die Frage jedenfalls noch nicht beantwortet. Verkraftbar wars dennoch, denn irgendwie unterschieden sich die schwach beleuchteten auch nicht wesentlich von den lampennahen Knochenstapeln.
Schließlich endet auch der schönste Rundgang und man hat den letzten Knochen hinter sich gebracht. Interessant wars auf jeden Fall da unten, auch wenn der hohe Eintrittspreis durch die etwas alibimässige museale Aufbereitung nur mangelhaft gedeckt wurde. Es folgten noch einmal ein paar schnurgerade Gänge und zwei glockenförmige Höhlen, ehe eine weitere Wendeltreppe von 83 Stufen uns einem wundersamen, gleißenden Licht entgegenführte. Plötzlich befanden wir uns an einem ganz anderen Ort. Es war wunderschön!
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* wir: Nadine II und ein mit ihr befreundeter Archäologie-Student
** Da wohn ich in gar nicht mal so großer Entfernung von. Ausserdem sowieso irgend n berühmter Platz.
*** Nachgezählt habe ich nicht, sondern verlasse mich mal völlig auf die Korrektheit der am Eingang angeschlagenen Angaben.
**** Die bewahrt einen Teil der französischen Goldvorräte in - allerdings dann doch weiter entfernten und sicher abgeriegelten - Teilen der Katakomben. Trotzem, irgednwie eine tolle Panzerknacker-Geschichte.
vendredi, février 02, 2007
Blöde Firefox-Formatierung (2)
So, geilo, Format ist zumindest für Firefox wieder OK. Vielleicht änder ich später noch was an der drögen Farbgebung. Vielleicht bleibts aber auch so.
Jung, smart, politisch engagiert
Nur um mal zu demonstrieren, was für ein gewichtiger Luxus-Place die Cité U so ist: Seit gestern läuft hier die von Jacques Chirac, Angela Merkel gehostete und auch von Bertrand Danoe (der Pariser Bürgermeister) gutgeheissene 3. Internationale Konferenz gegen die Todesstrafe. Auf einmal war alles voll mit Konferenzpersonal und allüberall Kamerateams. Ich kam gestern ganz normal und nichts Weiteres ahnend die Treppe runter*, da wurde grad der Chef des Hauses interviewt. Ob er für oder gegen die Todesstrafe war, konnte ich leider im Vorbeihören nicht aufschnappen. Kamerateams sieht man hier im übrigen sowieso öfters mal. Wenn auch leider nie meinetwegen.
Die zur Konferenz passende Website ist im übrigen www.abolition.fr, wo man auch ne Online-Petition mitunterschreiben kann. Ich habs bereits gemacht, was den angenehmen Nebeneffekt hatte, dass ich für gewisse Leute von nun an nur mehr noch als "Lars-Christian Austen (Paris)" bekannt bin. Ja, politisches Flaggezeigen tut eben bisweilen auch der Eitelkeit gut. Ob das als fragwürdige Motivation gesehen werden kann? Egal! Ich geh jedenfalls vielleicht morgen auch noch zum "Marche Citoyenne". Denn eventuell besteht da ja die Chance, dass mein smartes, aufgebrachtes Konterfei am nächsten Tag in einer der großen Pariser Zeitungen zu sehen sein wird.
.jpg)
--
* auf dem Weg in die berühmten Pariser Katakomben - ein Ausflug, über den hier ebenfalls noch zu sprechen sein wird
Die zur Konferenz passende Website ist im übrigen www.abolition.fr, wo man auch ne Online-Petition mitunterschreiben kann. Ich habs bereits gemacht, was den angenehmen Nebeneffekt hatte, dass ich für gewisse Leute von nun an nur mehr noch als "Lars-Christian Austen (Paris)" bekannt bin. Ja, politisches Flaggezeigen tut eben bisweilen auch der Eitelkeit gut. Ob das als fragwürdige Motivation gesehen werden kann? Egal! Ich geh jedenfalls vielleicht morgen auch noch zum "Marche Citoyenne". Denn eventuell besteht da ja die Chance, dass mein smartes, aufgebrachtes Konterfei am nächsten Tag in einer der großen Pariser Zeitungen zu sehen sein wird.
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* auf dem Weg in die berühmten Pariser Katakomben - ein Ausflug, über den hier ebenfalls noch zu sprechen sein wird
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Fackdz,
politisches Engagement,
Quoi neuf à Paris?
Blöde Firefox-Formatierung
Alten, ich hab vorhin wegen anhaltender Opera-Abstürze mal wieder den auch nicht schlechten alten Firefox installiert und musste seitdem leider mit ansehen, dass mein Blog nur noch komplett zentriert dargestellt wird. Hab auch keine Ahnung wie das kommt, Absicht ists jedenfalls bestimmt nicht. Wollt ich nur gesagt haben. Ich versuch mal, dem Problem irgendwie beizukommen, auch wenn ich grad nicht so recht Ahnung hab, wie. Ähm, ja. Bis dann!
Zusammenfassung #2:
Einige meiner schönsten Ferienerlebnisse
Wie es weiterging in Hamburg: Ich hatte in Teil eins meiner Jahreswechsel-Zusammenfassung ja bereits ausführlich dargelegt, wie ich es auf intelligente Weise schaffte, mich einerseits meines Gepäckes zu entledigen und gleichzeitig die Lufthansa zu überlisten und dazu zu zwingen, mir mein Gepäck am folgenden Tag nach Hause zu liefern. In diesem Post werde ich nun die Zeitspanne zwischen List und Lieferung näher thematisieren:
Es galt, in den folgenden Stunden:
a) Kathi in der Stadt Hamburg zu treffen, mit ihr Kaffee in einem Café zu trinken (um vom Kuchen essen mal gar nicht zu reden!) und dennoch wenig später bei Saturn in überlanger Kassenschlange zu stehen, gelöst und munter, das jährliche Geschenketableau um eine weitere Facette bereichernd SOWIE
b) Sara, die Weihnachtsfrau in höllisch engem Dress vorm Phonehouse in dem, was sich auf neumünsteranisch "Fußgängerzone" nennt, zu stippvisiten UND DANN NOCH
c) Jenne, Thomas, Carina und dingens (die Ex-Mitbewohnerin von Carina - solltest du das jemals lesen: es tut mir leid!!!) auf den Weihnachtsmarkt auf etwas zu treffen, was wir in Deutschland unter einem Glühwein verstehen, VORHER ABER NOCH
d) einen schicken grünen Pullover zu einem lächerlich geringen Preis bei H&M zu kaufen. Wie ich das alles unter einen Hut kriegte? Abwarten.
a) Hamburg:
Noch zwischen Flughafengebäude und Flughafenbus bemerkte ich ein erstes Kratzen in meinem Hals. Ich führte sofort einige einfache Untersuchungen an mir durch, die nur eine Diagnose zuließen: Halsschmerzen! Mich hatte es wieder erwischt. Es musste schnell gehen: Nichts wie zum Bahnhof mit dem Flughafenbus, mir blieb grad noch die Zeit zum Meditonsin kaufen. Mordsteuer, aber ich hatte keine Wahl. Meditonsin, beim ersten Kratzen im Hals! Schon holte mich Kathi an einem mönckebergstraßennahen Eingang des Hauptbahnhofs ab. Sie war im Vergleich zu früher kaum verändert, daher hatte ich keine Schwierigkeiten, sie allein nach äußeren Merkmalen aus dem Mob herauszudifferenzieren.
Es war kalt, daher hatte auch keiner von uns ein Problem damit, in der Fußgängerzone nach einem beliebigen Innenraum zum Kaffee trinken zu suchen. Kathi spielte mir auf dem Weg auf ihrem mp3-Player eine aus eigener Feder stammende Reportage vor, die als Arbeitsprobe einer Volontariats-Bewerbung beizulegen geplant war. Sie war sehr gut, muss man sagen, dochdoch: das hatte Kathi wirklich toll gemacht!
Wir wurden fündig: Das nach einem dicken kaffeesüchtigen französischen Autoren benannte "Balzac" irgendwo nahe der Mönckebergstraße bot einen guten Kompromiss zwischen Déjà Vu und Annehmlichkeit. So liess sichs leben: mit schwerem, kosmopolitisch benanntem Käsekuchen (weiss nicht, was da jetzt genau der Zusammenhang mit New York sein soll, aber gut) und einer von Sahne gekrönten Kakaospezialität. Wir waren fit fürs Weihnachtsgetümmel, das sich in Hamburg im Vergleich zu Paris freilich lachhaft ausmachte (ich glaub, diese Vergleiche hatten wir ja schon), aber aus Respekt vor den Gefühlen der Einheimischen hielt ich mich mit meinen Einschätzungen zurück.

Der Saturn war proppenvoll - also, für Hamburger Verhältnisse. Mit meinem technischen Fachwissen konnte ich Kathis Webcamsuche um ein entscheidendes Stück verkürzen und mein Kompetenzprofil um eine Nuance erweitern. Ich selbst musste noch ne CD besorgen, die in der - das muss man bei aller Abneigung gegen Kommerzialisierung, Globalisierung et al. doch zugeben - respektabel sortierten Saturn-Abteilung auch schnell gefunden war. Auch über die lange Kassenschlange hab ich mich doch n wenig gefreut, dabei weniger der Länge selbst wegen, sondern weil in Deutschland im Vergleich zu Frankreich nämlich schätzungsweise doppelt und einhalbmal so schnell kassiert wird. Ein Faktum, dass im übrigen sicherlich nicht ausschließlich mit bestimmten (wenn auch nicht gänzlich falschen) Lebensart-etc-Klischees erklärbar ist, sondern unter anderem seinen Grund auch darin hat, dass die Kassierer in Deutschland nicht alle fünf Minuten* ihren Arbeitsplatz verlassen müssen, um neue Kleingeldrollen zu holen. Hier im Franprix bei mir um die Ecke gibts aus diesem Grund nicht selten regelrechte Kleingelddeals zwischen den Anstehenden. Mir wurden mal von einem Mann, der vor mir dran war, zwei Cent ausgegeben. Dafür an dieser Stelle noch einmal vielen Dank!
Danach begann unser Abschied auf Raten. Zunächst mal liess ich mir von Kathi im Budnikowski ein seltsames Kombucha-Erfrischungsgetränk für die Heimfahrt andrehen (nee im Ernst: war lecker!), um mich dann von ihr am mordskalten, weil zu beiden Seiten weit offenen Bahnhof Hamburg-Dammtor absetzen zu lassen. Dammtor und nicht Hauptbahnhof, weil: Der Dammtor war eher in ihrer Richtung. Nun gut. Bis denne also mal wieda, alde!
b) mit dem Zug nach Neumünster:
Der Zug war proppenvoll - also, für schleswig-holsteinische Regionalexpress-Verhältnisse. Einen Sitzplatz gabs für mich erst in Elmshorn. Ich hatte übrigens in den Situationen, in denen ich mal aus Versehen gegen wen stiess oder an jemandem vorbei musste, immer noch das französische "pardon" einprogrammiert. Ist vielleicht keine aussergewöhnliche Geschichte, aber ich fands trotzdem süss.
Es war gar nicht bedeutend mehr Zeit vergangen als führe man mit der Métro irgendwo hin, schon hielt der Zug in Neumünster, im sogenannten "Hauptbahnhof". Man hätte sicherlich irgendwie sagen können, dass sich nun auf irgendeine Weise ein Kreis geschlossen hätte, wäre ich nicht am gleichen Abend noch weiter gefahren. Denn Neumünster ist ja meine Geburtsstadt. Da ich aber nach meinem Treffen mit Sara möglichst schnell wieder weiter nach Kiel wollte, kann man das leider nicht so sagen. Ich hab die Stadt nämlich in Wirklichkeit recht schnell, wenn nun auch nicht direkt fluchtartig wieder verlassen. Doch wenigstens das Potential für so nen Kreis hab ich nun mal angedeutet. Ich verleugne doch meine Wurzeln und meine Kreise nicht!
Ohne die letzten fünf Jahre in Neumünster gewesen zu sein, war ich innerhalb von zehn Minuten im sogenannten "Stadtzentrum". Das geht so: Vom Bahnsteig runter, nach links und aus dem Gebäude raus, Strasse überqueren, wieder nach links, wenns nicht mehr weitergeht nach rechts, sieben Minuten geradeaus - da! Der Weihnachtsmarkt war aber schon schön. Da ich Sara vor dem Phonehouse zunächst nicht antraf, nutzte ich die Gelegenheit, noch einmal durch die Fussgängerzone zu stromern und sogar in die legendären Passagen "Holstenpassage" und "Alte Post Passage" auf jeweils kurzen Besuch hereinzuschauen.
Danach dann Erfolg, Sara da. Eine Weihnachtsfrau, die sich sexy Kleidung auf der Strasse Passanten, ja sogar Kindern anbiedern muss - das ist nicht mehr die Welt, in die ich mal hineingeboren wurde. Aber ich deutete das ja bereits in Teil eins an.
Sara war von meinem Überraschungsbesuch wie erwartet schon ziemlich überrascht! Wir machen uns ne lustige halbe Stunde, während der wir nicht einfach nur untätig umherstanden und die Zeit verplauderten, sondern u.a. den Geschäftsführer des benachbarten O2-Ladens nach Strich und Faden in unseren Spaß integrierten, dem humorlos der Kamm anschwoll. Ob man wohl bei O2 nach Neumünster versetzt werden kann, wenn man der höheren Geschäftsleitung irgendwie peinlich ist? Wahrscheinlich schon. Ich trank zum Aufwärmen einen Kaffee, den man in Frankreich irgendwie besser hinkriegt. Die Halsschmerz-Erreger lieferten sich in meinem Körper derweil einen stummen, verbissenen Kampf mit den vom Meditonsin wie entfesselt auftretenden Abwehrkräften. Ich verabschiedete schließlich mich von Sara. Man würde sich ja noch am Abend in Kiel sehen.
Und dann drehte ich noch einen Film bei der Annäherung an Bordesholm:
c) Weihnachstmarkt in Kiel
Ich kam gerade mal rechtzeitig genug, um die vereinbarte Weihnachtsmarkt-Verabredung mit Jenne, Thomas, Carina und deren ehemaliger Mitbewohnerin einzuhalten. Ein wenig rechtzeitiger sogar noch, und so blieb mir noch ausreichend Zeit, bei H&M mit etwas wärmenden Textilien zu liebäugeln. Denn die Kälte klirrte auch in Kiel vernehmlich, und meine Abwehrkräfte hatten - ich erwähnte es ja bereits - wahrlich andere Dinge zu tun als sich mit derlei banalen Schwulitäten aufzuhalten.
Doch zunächst widerstand ich noch kühlen Kopfes, die Zeit rann auch an meiner Textilbesichtigung nicht spurlos vorbei. Ich begab mich pünktlich am Treffpunkt und lud einfach die Versammelten dazu ein, vor dem Glühwein noch mal kurz gemütlich mit mir durch H&M zu bummeln.
Zwischenbemerkung:
So, ich hab jetzt grad nicht mehr viel Lust zu schreiben, ist eh viel zu lang geworden der Beitrag. Von jetzt an Beschränkung aufs Wesentliche und Einbiegen auf die Zielgerade:
d) Der grüne Pullover
Schöne Textilien gibts ja viele und solche wie solche. Aber kein Textil war so sehr König wie jener grüne Pullover mit braunen Streifen, der uns zwischen all den mehr oder minder gemeinen Anziehwaren ein attraktiv reduziertes Lächeln schenkte (-50%!!!). Das Geld war schnell zur Hand und auf dem Tisch. Ich zog den Pullover an, er wärmte auf der Stelle! Hier ein Foto von mir mit dem Pullover, dass ich grad schnell nochmal gemacht hab:

Und weiter mit dem Weihnachtsmarkt:
c) Weihnachtsmarkt in Kiel
Nach Strich und Faden kehrten wir zurück und tranken ein Bild von einem Glühwein, den wir Deutschen ja noch richtig mit Alkohol zu pimpen verstehen (da können die Franzosen ruhig mal ein wenig über den Zaun gucken!). Ich wurde geistreich und eloquent. Wir sprachen lustige und ernste Dinge, wies unter Freunden halt so ist. Wir gingen auseinander und ich kaufte mir gebrannte Mandeln. A propos: Das Meditonsin peitschte derweil ohne Unterlass meine versammelte Reserve an Abwehrkräften leidenschaftlich in Richtung Bazillen. Die still leidenden Helden sind letzlich doch die, die Erwähnung am meisten verdient haben.
Ich traf Sara, wir kauften ein, aßen Pizza (lecker Markenpizza!) und sahen fern. Es lief irgendson Quatsch. Ich bin so froh, dass es Fernsehen gibt! Später schlief ich dann wie ein Stein. Zu dem ich inzwischen auch geworden war. Es wurde Weihnachten. Ende des Kapitels.
--
* alle fünf Minuten: überspitzte Darstellung; bewusste Übertreibung, um einen gezielten Akzent zu setzen
Es galt, in den folgenden Stunden:
a) Kathi in der Stadt Hamburg zu treffen, mit ihr Kaffee in einem Café zu trinken (um vom Kuchen essen mal gar nicht zu reden!) und dennoch wenig später bei Saturn in überlanger Kassenschlange zu stehen, gelöst und munter, das jährliche Geschenketableau um eine weitere Facette bereichernd SOWIE
b) Sara, die Weihnachtsfrau in höllisch engem Dress vorm Phonehouse in dem, was sich auf neumünsteranisch "Fußgängerzone" nennt, zu stippvisiten UND DANN NOCH
c) Jenne, Thomas, Carina und dingens (die Ex-Mitbewohnerin von Carina - solltest du das jemals lesen: es tut mir leid!!!) auf den Weihnachtsmarkt auf etwas zu treffen, was wir in Deutschland unter einem Glühwein verstehen, VORHER ABER NOCH
d) einen schicken grünen Pullover zu einem lächerlich geringen Preis bei H&M zu kaufen. Wie ich das alles unter einen Hut kriegte? Abwarten.
a) Hamburg:
Noch zwischen Flughafengebäude und Flughafenbus bemerkte ich ein erstes Kratzen in meinem Hals. Ich führte sofort einige einfache Untersuchungen an mir durch, die nur eine Diagnose zuließen: Halsschmerzen! Mich hatte es wieder erwischt. Es musste schnell gehen: Nichts wie zum Bahnhof mit dem Flughafenbus, mir blieb grad noch die Zeit zum Meditonsin kaufen. Mordsteuer, aber ich hatte keine Wahl. Meditonsin, beim ersten Kratzen im Hals! Schon holte mich Kathi an einem mönckebergstraßennahen Eingang des Hauptbahnhofs ab. Sie war im Vergleich zu früher kaum verändert, daher hatte ich keine Schwierigkeiten, sie allein nach äußeren Merkmalen aus dem Mob herauszudifferenzieren.
Es war kalt, daher hatte auch keiner von uns ein Problem damit, in der Fußgängerzone nach einem beliebigen Innenraum zum Kaffee trinken zu suchen. Kathi spielte mir auf dem Weg auf ihrem mp3-Player eine aus eigener Feder stammende Reportage vor, die als Arbeitsprobe einer Volontariats-Bewerbung beizulegen geplant war. Sie war sehr gut, muss man sagen, dochdoch: das hatte Kathi wirklich toll gemacht!
Wir wurden fündig: Das nach einem dicken kaffeesüchtigen französischen Autoren benannte "Balzac" irgendwo nahe der Mönckebergstraße bot einen guten Kompromiss zwischen Déjà Vu und Annehmlichkeit. So liess sichs leben: mit schwerem, kosmopolitisch benanntem Käsekuchen (weiss nicht, was da jetzt genau der Zusammenhang mit New York sein soll, aber gut) und einer von Sahne gekrönten Kakaospezialität. Wir waren fit fürs Weihnachtsgetümmel, das sich in Hamburg im Vergleich zu Paris freilich lachhaft ausmachte (ich glaub, diese Vergleiche hatten wir ja schon), aber aus Respekt vor den Gefühlen der Einheimischen hielt ich mich mit meinen Einschätzungen zurück.

Der Saturn war proppenvoll - also, für Hamburger Verhältnisse. Mit meinem technischen Fachwissen konnte ich Kathis Webcamsuche um ein entscheidendes Stück verkürzen und mein Kompetenzprofil um eine Nuance erweitern. Ich selbst musste noch ne CD besorgen, die in der - das muss man bei aller Abneigung gegen Kommerzialisierung, Globalisierung et al. doch zugeben - respektabel sortierten Saturn-Abteilung auch schnell gefunden war. Auch über die lange Kassenschlange hab ich mich doch n wenig gefreut, dabei weniger der Länge selbst wegen, sondern weil in Deutschland im Vergleich zu Frankreich nämlich schätzungsweise doppelt und einhalbmal so schnell kassiert wird. Ein Faktum, dass im übrigen sicherlich nicht ausschließlich mit bestimmten (wenn auch nicht gänzlich falschen) Lebensart-etc-Klischees erklärbar ist, sondern unter anderem seinen Grund auch darin hat, dass die Kassierer in Deutschland nicht alle fünf Minuten* ihren Arbeitsplatz verlassen müssen, um neue Kleingeldrollen zu holen. Hier im Franprix bei mir um die Ecke gibts aus diesem Grund nicht selten regelrechte Kleingelddeals zwischen den Anstehenden. Mir wurden mal von einem Mann, der vor mir dran war, zwei Cent ausgegeben. Dafür an dieser Stelle noch einmal vielen Dank!
Danach begann unser Abschied auf Raten. Zunächst mal liess ich mir von Kathi im Budnikowski ein seltsames Kombucha-Erfrischungsgetränk für die Heimfahrt andrehen (nee im Ernst: war lecker!), um mich dann von ihr am mordskalten, weil zu beiden Seiten weit offenen Bahnhof Hamburg-Dammtor absetzen zu lassen. Dammtor und nicht Hauptbahnhof, weil: Der Dammtor war eher in ihrer Richtung. Nun gut. Bis denne also mal wieda, alde!
b) mit dem Zug nach Neumünster:
Der Zug war proppenvoll - also, für schleswig-holsteinische Regionalexpress-Verhältnisse. Einen Sitzplatz gabs für mich erst in Elmshorn. Ich hatte übrigens in den Situationen, in denen ich mal aus Versehen gegen wen stiess oder an jemandem vorbei musste, immer noch das französische "pardon" einprogrammiert. Ist vielleicht keine aussergewöhnliche Geschichte, aber ich fands trotzdem süss.
Es war gar nicht bedeutend mehr Zeit vergangen als führe man mit der Métro irgendwo hin, schon hielt der Zug in Neumünster, im sogenannten "Hauptbahnhof". Man hätte sicherlich irgendwie sagen können, dass sich nun auf irgendeine Weise ein Kreis geschlossen hätte, wäre ich nicht am gleichen Abend noch weiter gefahren. Denn Neumünster ist ja meine Geburtsstadt. Da ich aber nach meinem Treffen mit Sara möglichst schnell wieder weiter nach Kiel wollte, kann man das leider nicht so sagen. Ich hab die Stadt nämlich in Wirklichkeit recht schnell, wenn nun auch nicht direkt fluchtartig wieder verlassen. Doch wenigstens das Potential für so nen Kreis hab ich nun mal angedeutet. Ich verleugne doch meine Wurzeln und meine Kreise nicht!
Ohne die letzten fünf Jahre in Neumünster gewesen zu sein, war ich innerhalb von zehn Minuten im sogenannten "Stadtzentrum". Das geht so: Vom Bahnsteig runter, nach links und aus dem Gebäude raus, Strasse überqueren, wieder nach links, wenns nicht mehr weitergeht nach rechts, sieben Minuten geradeaus - da! Der Weihnachtsmarkt war aber schon schön. Da ich Sara vor dem Phonehouse zunächst nicht antraf, nutzte ich die Gelegenheit, noch einmal durch die Fussgängerzone zu stromern und sogar in die legendären Passagen "Holstenpassage" und "Alte Post Passage" auf jeweils kurzen Besuch hereinzuschauen.
Danach dann Erfolg, Sara da. Eine Weihnachtsfrau, die sich sexy Kleidung auf der Strasse Passanten, ja sogar Kindern anbiedern muss - das ist nicht mehr die Welt, in die ich mal hineingeboren wurde. Aber ich deutete das ja bereits in Teil eins an.
Sara war von meinem Überraschungsbesuch wie erwartet schon ziemlich überrascht! Wir machen uns ne lustige halbe Stunde, während der wir nicht einfach nur untätig umherstanden und die Zeit verplauderten, sondern u.a. den Geschäftsführer des benachbarten O2-Ladens nach Strich und Faden in unseren Spaß integrierten, dem humorlos der Kamm anschwoll. Ob man wohl bei O2 nach Neumünster versetzt werden kann, wenn man der höheren Geschäftsleitung irgendwie peinlich ist? Wahrscheinlich schon. Ich trank zum Aufwärmen einen Kaffee, den man in Frankreich irgendwie besser hinkriegt. Die Halsschmerz-Erreger lieferten sich in meinem Körper derweil einen stummen, verbissenen Kampf mit den vom Meditonsin wie entfesselt auftretenden Abwehrkräften. Ich verabschiedete schließlich mich von Sara. Man würde sich ja noch am Abend in Kiel sehen.
Und dann drehte ich noch einen Film bei der Annäherung an Bordesholm:
c) Weihnachstmarkt in Kiel
Ich kam gerade mal rechtzeitig genug, um die vereinbarte Weihnachtsmarkt-Verabredung mit Jenne, Thomas, Carina und deren ehemaliger Mitbewohnerin einzuhalten. Ein wenig rechtzeitiger sogar noch, und so blieb mir noch ausreichend Zeit, bei H&M mit etwas wärmenden Textilien zu liebäugeln. Denn die Kälte klirrte auch in Kiel vernehmlich, und meine Abwehrkräfte hatten - ich erwähnte es ja bereits - wahrlich andere Dinge zu tun als sich mit derlei banalen Schwulitäten aufzuhalten.
Doch zunächst widerstand ich noch kühlen Kopfes, die Zeit rann auch an meiner Textilbesichtigung nicht spurlos vorbei. Ich begab mich pünktlich am Treffpunkt und lud einfach die Versammelten dazu ein, vor dem Glühwein noch mal kurz gemütlich mit mir durch H&M zu bummeln.
Zwischenbemerkung:
So, ich hab jetzt grad nicht mehr viel Lust zu schreiben, ist eh viel zu lang geworden der Beitrag. Von jetzt an Beschränkung aufs Wesentliche und Einbiegen auf die Zielgerade:
d) Der grüne Pullover
Schöne Textilien gibts ja viele und solche wie solche. Aber kein Textil war so sehr König wie jener grüne Pullover mit braunen Streifen, der uns zwischen all den mehr oder minder gemeinen Anziehwaren ein attraktiv reduziertes Lächeln schenkte (-50%!!!). Das Geld war schnell zur Hand und auf dem Tisch. Ich zog den Pullover an, er wärmte auf der Stelle! Hier ein Foto von mir mit dem Pullover, dass ich grad schnell nochmal gemacht hab:

Und weiter mit dem Weihnachtsmarkt:
c) Weihnachtsmarkt in Kiel
Nach Strich und Faden kehrten wir zurück und tranken ein Bild von einem Glühwein, den wir Deutschen ja noch richtig mit Alkohol zu pimpen verstehen (da können die Franzosen ruhig mal ein wenig über den Zaun gucken!). Ich wurde geistreich und eloquent. Wir sprachen lustige und ernste Dinge, wies unter Freunden halt so ist. Wir gingen auseinander und ich kaufte mir gebrannte Mandeln. A propos: Das Meditonsin peitschte derweil ohne Unterlass meine versammelte Reserve an Abwehrkräften leidenschaftlich in Richtung Bazillen. Die still leidenden Helden sind letzlich doch die, die Erwähnung am meisten verdient haben.
Ich traf Sara, wir kauften ein, aßen Pizza (lecker Markenpizza!) und sahen fern. Es lief irgendson Quatsch. Ich bin so froh, dass es Fernsehen gibt! Später schlief ich dann wie ein Stein. Zu dem ich inzwischen auch geworden war. Es wurde Weihnachten. Ende des Kapitels.
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* alle fünf Minuten: überspitzte Darstellung; bewusste Übertreibung, um einen gezielten Akzent zu setzen
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Weihnachtszeit
jeudi, février 01, 2007
Aus meinem Postfach
Mein Wort des Monats Januar hab ich gestern noch auf den letzten Drücker in meinem Spam-Ordner gefunden. Es lautet: "Must-Have Drug"*.
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* Ich nehm das jetzt einfach mal als ein Wort.
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