Hat alles nicht sein sollen, mit den Aktualisierungen. Ist aber auch alles aufwendig vielleicht, ich kann euch was sagen/ein Lied davon singen! Nun gut, bis auf Weiteres denn aber stattdessen wenigstens n Weihnachtsstern, der blinkt. Aufgenommen auf dem tollen Weihnachtsmarkt in La Défense. Bis dann! Ich fliege bald! Oh Gott!
vendredi, décembre 22, 2006
mercredi, décembre 20, 2006
Der Schokoladenkönig von Paris, 2. Anlauf
Fast keine Übers mehr da: Übermorgen gehts zum Flug. Und dann bin ich da. In Deutschland. Yeppo! (-> Das ist ein neues Wort von mir; es wird explizit darum gebeten, es in den persönlichen Wortschatz zu übernehmen, um es möglichst populär zu machen. Danke!)
Heute aber erstma noch Schokoladenmus, zweite Chance. Ich geh gleich Schlagsahne* einkaufen, direkt nach dem Essen. Und morgen wirds hier wieder etwas ausführlicher: Da geht, so es denn sein soll, der letzte, aus zwei Teilen zusammengestitchte Centre-Malesherbes-Film an den Start, feiere ich meinen Aufstieg zum neuen Schokoladenkönig des Pariser Ostens und geb ma bescheid über die Sorbonne-Begrüßung der Pariser ERASMUS-Studenten, die vorgestern (!) stattfand. Ich sach ma: Die verstehens, Studenten aus grauen deutschen Zweckbau-Unis mit ihrem dekadenten Blattgold-Marmor-Protz zu beeindrucken. Nur mich natürlich nicht: Denn ich habe ja, wie man auf dem Foto rechts auch gut erkennen kann, den kritischen Blick.
* Schlagsahne: 1. Crème Chantilly (ist bereits geschlagen), 2. Crème Fleurette (Schlagsahne flüssig - die will ich!), 3. Crème fouettée (ohne Zucker: schockt nicht, würd ich aber zur Not auch kaufen und um Zucker ergänzen - selbst ist der Mann!)
Heute aber erstma noch Schokoladenmus, zweite Chance. Ich geh gleich Schlagsahne* einkaufen, direkt nach dem Essen. Und morgen wirds hier wieder etwas ausführlicher: Da geht, so es denn sein soll, der letzte, aus zwei Teilen zusammengestitchte Centre-Malesherbes-Film an den Start, feiere ich meinen Aufstieg zum neuen Schokoladenkönig des Pariser Ostens und geb ma bescheid über die Sorbonne-Begrüßung der Pariser ERASMUS-Studenten, die vorgestern (!) stattfand. Ich sach ma: Die verstehens, Studenten aus grauen deutschen Zweckbau-Unis mit ihrem dekadenten Blattgold-Marmor-Protz zu beeindrucken. Nur mich natürlich nicht: Denn ich habe ja, wie man auf dem Foto rechts auch gut erkennen kann, den kritischen Blick.
* Schlagsahne: 1. Crème Chantilly (ist bereits geschlagen), 2. Crème Fleurette (Schlagsahne flüssig - die will ich!), 3. Crème fouettée (ohne Zucker: schockt nicht, würd ich aber zur Not auch kaufen und um Zucker ergänzen - selbst ist der Mann!)
mardi, décembre 19, 2006
dimanche, décembre 17, 2006
samedi, décembre 16, 2006
Vin Chaud & Mousse au Desaster (ohne Sahne wirds nix)
Mousse au Chocolat war Pustekuchen, die französische Sahne ließ sich nicht schlagen. Jedenfalls nicht mit Mitteln, die man unserlandes so benutzt. Ich hätte womöglich nicht die "Légère" mit nur 15% Fett, sondern die "Entière" nehmen sollen. Aber ich weiss auch nicht, ob das ne Lösung gewesen wäre, die Sahnepackungen sehen hier alle so komisch aus. Mann bin ich froh, über Weihnachten wieder in Deutschland zu sein! Da weiss man wenigstens im Supermarkt, woran man ist, alta! Auch der Film ("Garden State") fand leider nur bedingt Anklang. Ein paar Lacher an den obligatorischen Stellen, das wars. Sonst nur Genörgel. Noch nicht mal Dank bekam ich!
Kam aber alles auch nicht ganz unverdient, denn immerhin war ich rekordverdächtig zu spät, ungefähr eine Stunde, weil ich mit der zweiten Nadine zuvor noch auf dem Weihnachtsmarkt in La Défense war, direkt vor dem Grande Arche und wir uns dabei zeitlich fatal überschätzt hatten. War allerdings auch, eine mindestens 20 Minuten einbringende Entschuldigung, von dort aus nicht möglich, anstelle der Métro die wesentlich schnellere RER zu nehmen, weil sich, wie ich nun weiss, die Gültigkeitszonen beider Verkehrsmittel nicht überall in Paris exakt decken.
Immerhin war der Weihnachtsmarkt begeisternd: So muss es sein! Verlockende Imbisse auch jenseits der typischen Kieler Schwenkgrill-Würste und gebrannten Mandeln (wobei: nichts dagegen, überhaupt nichts: ist auch wunderbar!), und Vin Chaud allüberall. Dazu Läden mit buntestem Krimskrams, der in den seltensten Fällen zu etwas nütze war, aber die Funktion des optischen Bonbonladens fast immer übererfüllte! Was ja auch meine kürzlich hier auf den Tisch gelegte These zum Verhältnis zwischen Großstadt und Mittelgroßstadt (ne andere Bezeichnung für Kiel fällt mir grad nicht ein) bestätigt: im Wesentlichen das gleiche, nur etwas bunter und ein paar Momente mehr up to date. Abgerundet wurde der Besuch durch einen Licht und Farbe sorgfältig in Szene setzenden Film unter drei Minuten mit meiner Digicam. Die Lokation war sogar meiner seichten Version von Humor gnädig, so dass ich den Film, bevor ich ins Bunte eintauchte, vor einer "Hilton"-Leuchtschrift beginnen und diese mit einer kurzen Bemerkung würdigen konnte.
Kam aber alles auch nicht ganz unverdient, denn immerhin war ich rekordverdächtig zu spät, ungefähr eine Stunde, weil ich mit der zweiten Nadine zuvor noch auf dem Weihnachtsmarkt in La Défense war, direkt vor dem Grande Arche und wir uns dabei zeitlich fatal überschätzt hatten. War allerdings auch, eine mindestens 20 Minuten einbringende Entschuldigung, von dort aus nicht möglich, anstelle der Métro die wesentlich schnellere RER zu nehmen, weil sich, wie ich nun weiss, die Gültigkeitszonen beider Verkehrsmittel nicht überall in Paris exakt decken.
Immerhin war der Weihnachtsmarkt begeisternd: So muss es sein! Verlockende Imbisse auch jenseits der typischen Kieler Schwenkgrill-Würste und gebrannten Mandeln (wobei: nichts dagegen, überhaupt nichts: ist auch wunderbar!), und Vin Chaud allüberall. Dazu Läden mit buntestem Krimskrams, der in den seltensten Fällen zu etwas nütze war, aber die Funktion des optischen Bonbonladens fast immer übererfüllte! Was ja auch meine kürzlich hier auf den Tisch gelegte These zum Verhältnis zwischen Großstadt und Mittelgroßstadt (ne andere Bezeichnung für Kiel fällt mir grad nicht ein) bestätigt: im Wesentlichen das gleiche, nur etwas bunter und ein paar Momente mehr up to date. Abgerundet wurde der Besuch durch einen Licht und Farbe sorgfältig in Szene setzenden Film unter drei Minuten mit meiner Digicam. Die Lokation war sogar meiner seichten Version von Humor gnädig, so dass ich den Film, bevor ich ins Bunte eintauchte, vor einer "Hilton"-Leuchtschrift beginnen und diese mit einer kurzen Bemerkung würdigen konnte.
vendredi, décembre 15, 2006
Referat-Fazit & Mousse-Ausblick
Hallo! Referat war gut. Danke. Sorbonne: 0, Lars: 1. Hab meine kühnen Thesen zu den Seiten 25-28 des "Andreas" von Hofmannsthal in einer dermaßenen berückenden Überzeugungskraft intellektueller Schönheit vortragen können, dass der ganze Raum für kurze Zeit etwas heller erstrahlte.
Hab auch noch einen Film gemacht, der letzte Centre-Malesherbes-Film, dann ist Schluss, is versprochen. Darin zeig ich ein wenig Gang und filme sogar etwas in den Unterrichtsraum hinein, in dem ich kurz darauf schweigend Männchen aufs Papier malen und per Zettel auf den Pullover des Dozenten hinweisen werde. Der kommt aber erst morgen oder, sagen wir mal, vielleicht auch übermorgen. Besteht nämlich aus zwei Teilen und muss erst noch digital zu einem Stück verarbeitet werden.
Heute abend Paris-premieriert ausserdem mein legendäres Mousse au Chocolat im Rahmen eines DVD-Homekinoabends. Am 3 Place Emile Landrin wird die ausserordentlich hohe Dichte superfluffiger Schokoladigkeit die Experten weltweit in helle Aufregung versetzen. Ich muss gleich noch mal das Rezept suchen. Dann kauf ich ein. Und dann überleg ich vielleicht, werd aber wohl eher spontan und pragmatisch verfahren, wie ich die dort nicht vorhandene Mikrowelle ersetze, die ja das Eigelb zusammen mit dem Kakaopulver und dem Zucker zum Koagolieren/Kristallisieren/whatever bringen soll. Das wird noch was.
Hab auch noch einen Film gemacht, der letzte Centre-Malesherbes-Film, dann ist Schluss, is versprochen. Darin zeig ich ein wenig Gang und filme sogar etwas in den Unterrichtsraum hinein, in dem ich kurz darauf schweigend Männchen aufs Papier malen und per Zettel auf den Pullover des Dozenten hinweisen werde. Der kommt aber erst morgen oder, sagen wir mal, vielleicht auch übermorgen. Besteht nämlich aus zwei Teilen und muss erst noch digital zu einem Stück verarbeitet werden.
Heute abend Paris-premieriert ausserdem mein legendäres Mousse au Chocolat im Rahmen eines DVD-Homekinoabends. Am 3 Place Emile Landrin wird die ausserordentlich hohe Dichte superfluffiger Schokoladigkeit die Experten weltweit in helle Aufregung versetzen. Ich muss gleich noch mal das Rezept suchen. Dann kauf ich ein. Und dann überleg ich vielleicht, werd aber wohl eher spontan und pragmatisch verfahren, wie ich die dort nicht vorhandene Mikrowelle ersetze, die ja das Eigelb zusammen mit dem Kakaopulver und dem Zucker zum Koagolieren/Kristallisieren/whatever bringen soll. Das wird noch was.
jeudi, décembre 14, 2006
Fackdz about today
1. Hab heute Nosferatu in der Cinémathèque Francaise gesehen und fand ihn gut und muss dafür, gemäß Absprache, nicht zum La-Grande-Sophie*-Konzert gehen. Mein Vorschlag: Mehr Filme wie den machen. Ich werd gleich ma Sönke Wortmann mailen.
2. Ich hab jetzt meine Bankkarte! Es ist eine Carte Bancaire! Schaut nur her, wie schön sie ist:
Das ölig glitzernde Hologramm rechts stellt den Planeten Erde und sein berühmtes Ringsystem dar. Nach dem Mond sucht man vergeblich. Man muss mit den Franzosen manchmal etwas nachsichtig sein, die sind wie die Kinder. Das Emblem darunter symbolisiert sowas wie ein Ying und Yang. Aber nur ein ganz zaghaftes!
3. Morgen soll ich ein kleines Mini-Referat halten. Ich weiss ehrlich gesagt immer noch nicht, obs nun über fünf oder zehn Minuten gehen soll. Und hab auch noch nicht so viel vorbereitet. Aber es ist ja erst um neune. Wünscht mir toi toi toi!
4. Auch meinen CAF**-Antrag hab ich heute eingereicht. Damit ist das urgentste thing before Winterpause erstmal erledigt. Nun kann ich auch mal aufatmen und mich den angenehmen Dingen des Lebens widmen, wie z.B. dem Referat!
5. Und zur Belohnung gibts hier noch einen kleinen Cafetenfilm. Es passiert nicht viel, aber das Schlussbild ist zumindest bemerkenswert.
* irgendso n französischer Star
** französisches Wohngeld; kann man auch als ausländischer Student beantragen
2. Ich hab jetzt meine Bankkarte! Es ist eine Carte Bancaire! Schaut nur her, wie schön sie ist:
Das ölig glitzernde Hologramm rechts stellt den Planeten Erde und sein berühmtes Ringsystem dar. Nach dem Mond sucht man vergeblich. Man muss mit den Franzosen manchmal etwas nachsichtig sein, die sind wie die Kinder. Das Emblem darunter symbolisiert sowas wie ein Ying und Yang. Aber nur ein ganz zaghaftes!3. Morgen soll ich ein kleines Mini-Referat halten. Ich weiss ehrlich gesagt immer noch nicht, obs nun über fünf oder zehn Minuten gehen soll. Und hab auch noch nicht so viel vorbereitet. Aber es ist ja erst um neune. Wünscht mir toi toi toi!
4. Auch meinen CAF**-Antrag hab ich heute eingereicht. Damit ist das urgentste thing before Winterpause erstmal erledigt. Nun kann ich auch mal aufatmen und mich den angenehmen Dingen des Lebens widmen, wie z.B. dem Referat!
5. Und zur Belohnung gibts hier noch einen kleinen Cafetenfilm. Es passiert nicht viel, aber das Schlussbild ist zumindest bemerkenswert.
* irgendso n französischer Star
** französisches Wohngeld; kann man auch als ausländischer Student beantragen
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mercredi, décembre 13, 2006
Centre Malesherbes II

Noch etwas ergänzendes Anschauungsmaterial: ein Foto des mit Protz, Tradition und etwas Halali grad mal zwischen die anderen Gebäude des Boulevard Malesherbes geklemmten Eingangtores, hat ja gestern im Film nicht so gut geklappt. Ferner ein bewegter Blick von oben links auf den Hof und further eine Impression der Centre-Malesherbes-Gänge. So sieht das aus. Nicht viel anders als bei uns, nur eben in Farbe. Das ist, glaub ich, sowieso der ganz allgemeine Unterschied zwischen Metropolen und kleineren Pinkelstädten wie zB Kiel: Alles in Farbe, und vielleicht um ein paar Minuten, Stunden oder Wochen moderner. Nicht mehr, nicht weniger.
Infopoint: Das Centre Malesherbes ist natürlich nur eines der verschiedenen Universitäts-Centres und beherbergt, wenn ich mich nicht täusche, die größten Teile der Institute für deutsche, niederländische, skandinavische, russische und französische Literatur, Kultur und Geschichte und ferner die Musikwissenschaft (oder Teile derselben). Wie an Pariser Uni-Gebäuden üblich, ist auch das Centre Malesherbes sporadisch bewacht, so dass man immer seinen Studentenausweis dabei haben muss. Gibt ausser dem Malesherbes auch noch ein paar andere Centres (unter anderem ein sehr berühmtes für die Politikwissenschaft, die an der Sorbonne wirklich europäische Spitze sein soll), aber angesichts der Tatsache, dass die Paris-IV vor allem den humanistisch-geisteswissenschaftlichen Flügel bedient, sind es zumindest nicht mehr unübersichtlich viele. Gut, und da ich nun auch nicht mehr so recht weiterweiss, mach ich mal n Punkt hinterm Infopoint.Bzw. PS: Die Sorbonne hat natürlich auch noch ein sehr viel schöneres Hauptgebäude im fünften Arrondissement, direkt am Boulevard St. Michel gelegen und daher mit ziemlich gutem Anschluss an Sights wie das Panthéon, den Jardin du Luxembourg und nicht zuletzt auch die Notre-Dame. Dagegen kann das CAU-Hauptgebäude aber sowas von gar nicht.
mardi, décembre 12, 2006
Meine Hood:
Das Centre Universitaire Malesherbes
Ich beim Verlassen der Uni heute um ca. 15.30 Uhr. Mein bis dato längster Film. Will euch ja auch mal was sehen lassen. Läuft punkt drei Minuten, länger drehte die Kamera einfach nicht (ist wohl so n internes Kameralimit).
Da, wo ich bin, da im Film, da studier ich, als grobe Ortsangabe. Boulevard Malesherbes, im 16. Arrondissement. Natürlich studier ich nicht direkt aufm Pausenhof des Centre Malesherbes, sondern vom Initial-POV aus gesehen meist etwas weiter oben links oder oben rechts hinter mir. In meinem Rücken liegt derweil die Cafeteria, in der du an Gemütlichkeit besser gar nicht erst denkst, weil sie 1)klein sehr klein und 2) der einzige überdachte Durchgang zwischen Flügel A und Flügel B des Gebäudes ist. Dort trinke ich, falls begleitet, mit dem oder der oder denen bisweilen nen Kaffee und tue meinem Schokoladenjieper mit nem "Chocolat Suisse" genüge.
Ein echtes Highlight gibts in dieser Schmalspurcafete aber schon: den "Point Propre", ein erstaunlicher Zwitter aus Mülleimer und Glücksspielautomaten. Wer seinen benutzten Kaffeebecher da hineinwirft, gewinnt, möglicherweise (Hervorhebung, das fand ich niedlich, vom Automatenbetreiber selbst): noch einen Kaffee! Abgesehen davon, dass ich noch niemals einen glücklichen Gewinner vom "Point Propre" habe zurückkehren sehen, hab ich mich da soweit selbst noch gut im Griff. Doch immer wieder hört man, herbeirumort freilich, und von obskuren, wenig vertrauenswürdig wirkenden Quellen auf dunklen Gassen und Hintertreppen kolportiert, auch andere Geschichten, dunkle Geschichten, deren Ausgänge mit Koffeinsucht und Studienabbruch noch stark geschönt zusammengefasst sind: Endstation Mittagspause, dieses Ticket gilt nur für eine Richtung.
Aber zurück zum Film: Es handelt sich dabei um eine Art spartanischen Roadmovie, eine neue Kurzform, die ich selbst erfunden habe, ad hoc, gerade mal so eben, weil die Welt eigentlich nicht oft genug upside down gestellt und um neue künstlerische Ausdrucksformen ergänzt werden kann. Das Setting ist auf den ersten Blick recht linear: Ich gehe vom Hof des Centre Malesherbes bis zur Métro-Station Malesherbes, Amelie, die nicht auf dem Film sein will, es aber dennoch ist, im Schlepptau (oder andersrum). Die Geschichte endet am Ticket-Validator. Dazwischen erlebe ich zwei, drei kleinere Abenteuer. Z.B. stolpere ich auf dem Weg zum Ausgangstor über so ein metallenes Automobil-Stoppding. Schlimme Sache das, wollte ich eigentlich rüberhüpfen. Dann kommt auch noch irgendwas. Unter anderem jede Menge Tiefenebenen, die der scheinbaren Linearität des Plots spotten. Ich sag auch noch ein paar doofe Sachen und denke jedes Mal aufs Neue, dass das witzig ist, wie zuhause auch immer. Schmankerl!
Da, wo ich bin, da im Film, da studier ich, als grobe Ortsangabe. Boulevard Malesherbes, im 16. Arrondissement. Natürlich studier ich nicht direkt aufm Pausenhof des Centre Malesherbes, sondern vom Initial-POV aus gesehen meist etwas weiter oben links oder oben rechts hinter mir. In meinem Rücken liegt derweil die Cafeteria, in der du an Gemütlichkeit besser gar nicht erst denkst, weil sie 1)

Ein echtes Highlight gibts in dieser Schmalspurcafete aber schon: den "Point Propre", ein erstaunlicher Zwitter aus Mülleimer und Glücksspielautomaten. Wer seinen benutzten Kaffeebecher da hineinwirft, gewinnt, möglicherweise (Hervorhebung, das fand ich niedlich, vom Automatenbetreiber selbst): noch einen Kaffee! Abgesehen davon, dass ich noch niemals einen glücklichen Gewinner vom "Point Propre" habe zurückkehren sehen, hab ich mich da soweit selbst noch gut im Griff. Doch immer wieder hört man, herbeirumort freilich, und von obskuren, wenig vertrauenswürdig wirkenden Quellen auf dunklen Gassen und Hintertreppen kolportiert, auch andere Geschichten, dunkle Geschichten, deren Ausgänge mit Koffeinsucht und Studienabbruch noch stark geschönt zusammengefasst sind: Endstation Mittagspause, dieses Ticket gilt nur für eine Richtung.
Aber zurück zum Film: Es handelt sich dabei um eine Art spartanischen Roadmovie, eine neue Kurzform, die ich selbst erfunden habe, ad hoc, gerade mal so eben, weil die Welt eigentlich nicht oft genug upside down gestellt und um neue künstlerische Ausdrucksformen ergänzt werden kann. Das Setting ist auf den ersten Blick recht linear: Ich gehe vom Hof des Centre Malesherbes bis zur Métro-Station Malesherbes, Amelie, die nicht auf dem Film sein will, es aber dennoch ist, im Schlepptau (oder andersrum). Die Geschichte endet am Ticket-Validator. Dazwischen erlebe ich zwei, drei kleinere Abenteuer. Z.B. stolpere ich auf dem Weg zum Ausgangstor über so ein metallenes Automobil-Stoppding. Schlimme Sache das, wollte ich eigentlich rüberhüpfen. Dann kommt auch noch irgendwas. Unter anderem jede Menge Tiefenebenen, die der scheinbaren Linearität des Plots spotten. Ich sag auch noch ein paar doofe Sachen und denke jedes Mal aufs Neue, dass das witzig ist, wie zuhause auch immer. Schmankerl!
Countdown
Noch 10 Tage, dann gehts nach Hause! Und jetzt erstmal Uni, wg. "Max Weber - Die protestantische Ethik" und "Le Lyrisme de Hölderlin".
lundi, décembre 11, 2006
samedi, décembre 09, 2006
Risiko-Tourismus: Bei Sturm zur Sacre-Coeur
Gestern großer Sturm hier, sagt man. Hab nicht viel davon mitgekriegt, ausser dass meine Frisur total verweht wurde. Musste nach Hause und sie wieder neu machen. Danach bin ich mit der restlichen Kieler Fraktion zu Fuß auf den Montmartre zur Sacre-Coeur (zu Fuß, weil: Bahn kaputt). Auf Schusters Rappen per pedes auf den Montmartre hochzusteigen ist jedoch nur halb so anstrengend als man sich das denkt, war jedenfalls auch oben noch fit wie so n Turnschuh. Die Kräfte reichten sogar noch, um einen Film den Mont herabzudrehen. Eine wirklich famose Aussicht: Die Wolken zogen alle kollektiv nach links, als gäbs da irgendwie was umsonst oder so. Auch die weniger fähigen Vögel konnten plötzlich seitwärts fliegen wie die Albatrosse; irgendwas war also doch dran am Sturm. Leider wird die Famosität des Ausblicks im Film etwas von den Pixeln verdeckt, aber was soll man machen, wenn man nur ne einfache (und dazu noch ramponierte) Digitalkamera mithat. Das große Hochhaus, das man am Anfang des Films inmitten des Dächergewimmels sieht, ist übrigens der Tour Montparnasse, das nach dem Eiffelturm größte Gebäude der Stadt. Zum Eiffelturm selbst hat man vom POV des Films aus leider keinen Ausblick.
Warnen sollte man die Touristen hingegen vor den ultra-aggressiven Armbandverkäufern am Fuß des Montmartre, die in ihrem Verkaufsvorhaben enttäuscht und in ihren aufdringlichen Kommunikationsaufnahmen (stellen sich einfach in Gruppe dazu, wickeln den Frauen die Bänder schon mal um den Arm) zurückgewiesen auch mal zu Beleidigungen der derberen Sorte greifen. Wenn die wenigstens Eiffeltürme oder so Kram gehabt hätten, aber derart souvenirkastriert müssen die sich nicht wundern, wenn man die nicht so ernstnimmt wie gewünscht. Was soll man denn mit bunten Armbändern?! Man hilft ja gerne, aber auch der Tourist hat seinen Stolz.

In der Sacre-Coeur wars hingegen doch unerwartet ganz schön*, ist ja alles auch noch relativ neu, verglichen etwa mit der Notre-Dame. Der Sacre-Coeur haftet ja immer der Ruf einer zu unrecht (und unter Zuhilfenahme des Montmartre als prominentem Aussichtspunkt) zu größerem touristischem Ruhm gekommenen Sehenswürdigkeit und eines architektonischen Kitschstücks an. Das kann ich so nicht bestätigen: Die ist aussen wie innen schön und wirklich sehenswert. Schon irgendwo optisches Marzipan, aber eben das gute von Niederegger, oder eines guten Marzipanfabrikanten eurer Wahl. Mit dem Wort "Marzipan" erschöpft sich leider auch bereits meine architektonische Beschreibungsmacht.
* vielleicht bis auf den diskret in einem Seitenraum untergebrachten Souvenirshop und den Souvenirmünzenpresser im Ausgangsbereich; macht sich irgendwie seltsam in einer Kirche, in der man "aus Respekt" nicht fotografieren darf und ebenfalls um "respektvolle" Kleidung gebeten wird
Warnen sollte man die Touristen hingegen vor den ultra-aggressiven Armbandverkäufern am Fuß des Montmartre, die in ihrem Verkaufsvorhaben enttäuscht und in ihren aufdringlichen Kommunikationsaufnahmen (stellen sich einfach in Gruppe dazu, wickeln den Frauen die Bänder schon mal um den Arm) zurückgewiesen auch mal zu Beleidigungen der derberen Sorte greifen. Wenn die wenigstens Eiffeltürme oder so Kram gehabt hätten, aber derart souvenirkastriert müssen die sich nicht wundern, wenn man die nicht so ernstnimmt wie gewünscht. Was soll man denn mit bunten Armbändern?! Man hilft ja gerne, aber auch der Tourist hat seinen Stolz.

In der Sacre-Coeur wars hingegen doch unerwartet ganz schön*, ist ja alles auch noch relativ neu, verglichen etwa mit der Notre-Dame. Der Sacre-Coeur haftet ja immer der Ruf einer zu unrecht (und unter Zuhilfenahme des Montmartre als prominentem Aussichtspunkt) zu größerem touristischem Ruhm gekommenen Sehenswürdigkeit und eines architektonischen Kitschstücks an. Das kann ich so nicht bestätigen: Die ist aussen wie innen schön und wirklich sehenswert. Schon irgendwo optisches Marzipan, aber eben das gute von Niederegger, oder eines guten Marzipanfabrikanten eurer Wahl. Mit dem Wort "Marzipan" erschöpft sich leider auch bereits meine architektonische Beschreibungsmacht.
* vielleicht bis auf den diskret in einem Seitenraum untergebrachten Souvenirshop und den Souvenirmünzenpresser im Ausgangsbereich; macht sich irgendwie seltsam in einer Kirche, in der man "aus Respekt" nicht fotografieren darf und ebenfalls um "respektvolle" Kleidung gebeten wird
lundi, décembre 04, 2006
dimanche, décembre 03, 2006
Eine Métro, ein Computer, ein Mann (und noch ein Mann)
Mein (echter! also Desktop-) Computer ist jetzt auch da! Ich hab ihn mir selbst per Hand von der Métro-Station Gallieni - da parkte Fabian, der ihn aus Kiel mitgenommen hat - ganz aus dem Westen von Paris bis hier nach unten in die Cité U transportiert, ganz alleine und alles auf einmal!!* Eine Sporttasche und ein Rucksack randvoll, und den Tower hab ich in den Armen getragen. Ein ganzer Strom von Franzosen floss in dieser Zeit an mir vorüber. Man steigt niemals zweimal in dieselbe U-Bahn.

PS: Und der totale Clou an dem Foto ist, falls noch nicht bemerkt: Ich schreib da gerade diesen Blogeintrag!! (ich gebe zu, vielleicht kann man das auch gar nicht erkennen)
PS II: Achja: War jetzt auch in "Borat", eigentlich grad gestern. Vielleicht schreib ich da auch noch mal was zu. Falls es sich lohnt, denn ich hab irgendwie so das Gefühl, also, dass das hier alles eigentlich gar keiner so richtig liest. Oder? Also dann vielleicht nur kurz: Ich fand "Borat" ziemlich lustig. Und dass es lediglich um die Spiegelung gewisser Vorurteile ging, war nicht schwer zu erkennen. Weiss allerdings nicht, ob ich ihn beim zweiten Mal noch genauso gut fände. Und dass die Kritik seitens derjenigen, die sich auf den Schlips getreten fühlten, andererseits irgendwie auch nicht so ganz falsch liegt, beweist ebenfalls der Film selbst am besten (Stichwort: Dissonanz Sender - Empfänger**). Und als letztes glaube ich noch, dass auch dieses wirklich mit Geschmack auserlesene amerikanische Tumbnasen-Best-Of nicht wirklich Aufschluss über irgendwelche tatsächlichen Zustände im Land der unbegrenzten Möglichkeiten gibt***. So, Sendung Ende. Bis dann!****
* Wobei, das war mal wieder sehr ungenau formuliert: Métro und RER waren natürlich auch mit im Spiel. Aber glaubt mir, es war trotzdem noch genug, um meinem Fame keinen Abbruch zu tun.
** Also, was ich meine: die ironische Intention muss für Aussenstehende (die im Verarbeiten bestimmter zu bestimmten kulturellen Subsystemen gehörenden Signale nicht unbedingt kompetent sein müssen) ja nicht zwingend rüberkommen. Und natürlich finden einige jetzt sicher Kasachstan lustig, weils n unwichtiges Land mit m lustigen Namen ist, das ja bekanntermaßen n wenig rückständig ist (hat zB keine nennenswerten Beiträge zur internationalen Populärkultur geleistet)*****, und mit dem man sowas eben machen kann , auch ohne dass man den Film für bare Münze nimmt. Denn als Omega-Tier unter den Nationen ist es eigentlich schon per se ein wenig lustig. Sowas wurde ja auch in den Simpsons mal verwendet, als Homer, glaub ich, Albanien oder Armenien (das "oder" spricht eigentlich auch Bände) als "eines dieser Verliererländer" bezeichnet hat, Und auch "Borat" betreibt ja in diesem Sinn gewissermaßen Verliererland-Namedropping. Daher ist es vielleicht nicht ganz von ungefähr (wenn auch wenig souverän), dass die Vertreter des kasachischen Staates etwas verschnupft sind. Denn die wenigsten sozialen Aussenseiter, auch wenn sie drum wissen, werden gerne als solche beim Namen genannt, und wenns nur darum geht, die Arschlöcher als Dummköpfe zu demaskieren.
Ich bin aber trotzdem für den Film (und solche Filme), denn der ist einfach lustig und hilft eben auch ein bisschen bei der Selbstwahrnehmung!
*** Ich hatte das Gefühl, dass das alles so ein wenig als in den Kanon der grassierenden Amerika-Kritik einstimmend interpretiert wird. Ich find aber, dass unsereins (oder: "der Deutsche") sich derart überrumpelt häufig zumindest nicht wesentlich anders verhalten hätte. Es geht also eher um den allgemeinen Umgang mit Vorurteilen/Stereotypen als die spezifisch amerikanische Überheblichkeit.
**** Hoffe, das alles kommt nicht allzu klugscheisserisch rübber. Habt ihr den Film eigentlich schon gesehen?
***** Ähm, nur bevor diese Formulierung als arrogant aufgefasst wird oder so: Die is natürlich auch ironisch (fehlen bloß klare Ironiesignale, wie so oft).

PS: Und der totale Clou an dem Foto ist, falls noch nicht bemerkt: Ich schreib da gerade diesen Blogeintrag!! (ich gebe zu, vielleicht kann man das auch gar nicht erkennen)
PS II: Achja: War jetzt auch in "Borat", eigentlich grad gestern. Vielleicht schreib ich da auch noch mal was zu. Falls es sich lohnt, denn ich hab irgendwie so das Gefühl, also, dass das hier alles eigentlich gar keiner so richtig liest. Oder? Also dann vielleicht nur kurz: Ich fand "Borat" ziemlich lustig. Und dass es lediglich um die Spiegelung gewisser Vorurteile ging, war nicht schwer zu erkennen. Weiss allerdings nicht, ob ich ihn beim zweiten Mal noch genauso gut fände. Und dass die Kritik seitens derjenigen, die sich auf den Schlips getreten fühlten, andererseits irgendwie auch nicht so ganz falsch liegt, beweist ebenfalls der Film selbst am besten (Stichwort: Dissonanz Sender - Empfänger**). Und als letztes glaube ich noch, dass auch dieses wirklich mit Geschmack auserlesene amerikanische Tumbnasen-Best-Of nicht wirklich Aufschluss über irgendwelche tatsächlichen Zustände im Land der unbegrenzten Möglichkeiten gibt***. So, Sendung Ende. Bis dann!****
* Wobei, das war mal wieder sehr ungenau formuliert: Métro und RER waren natürlich auch mit im Spiel. Aber glaubt mir, es war trotzdem noch genug, um meinem Fame keinen Abbruch zu tun.
** Also, was ich meine: die ironische Intention muss für Aussenstehende (die im Verarbeiten bestimmter zu bestimmten kulturellen Subsystemen gehörenden Signale nicht unbedingt kompetent sein müssen) ja nicht zwingend rüberkommen. Und natürlich finden einige jetzt sicher Kasachstan lustig, weils n unwichtiges Land mit m lustigen Namen ist, das ja bekanntermaßen n wenig rückständig ist (hat zB keine nennenswerten Beiträge zur internationalen Populärkultur geleistet)*****, und mit dem man sowas eben machen kann , auch ohne dass man den Film für bare Münze nimmt. Denn als Omega-Tier unter den Nationen ist es eigentlich schon per se ein wenig lustig. Sowas wurde ja auch in den Simpsons mal verwendet, als Homer, glaub ich, Albanien oder Armenien (das "oder" spricht eigentlich auch Bände) als "eines dieser Verliererländer" bezeichnet hat, Und auch "Borat" betreibt ja in diesem Sinn gewissermaßen Verliererland-Namedropping. Daher ist es vielleicht nicht ganz von ungefähr (wenn auch wenig souverän), dass die Vertreter des kasachischen Staates etwas verschnupft sind. Denn die wenigsten sozialen Aussenseiter, auch wenn sie drum wissen, werden gerne als solche beim Namen genannt, und wenns nur darum geht, die Arschlöcher als Dummköpfe zu demaskieren.
Ich bin aber trotzdem für den Film (und solche Filme), denn der ist einfach lustig und hilft eben auch ein bisschen bei der Selbstwahrnehmung!
*** Ich hatte das Gefühl, dass das alles so ein wenig als in den Kanon der grassierenden Amerika-Kritik einstimmend interpretiert wird. Ich find aber, dass unsereins (oder: "der Deutsche") sich derart überrumpelt häufig zumindest nicht wesentlich anders verhalten hätte. Es geht also eher um den allgemeinen Umgang mit Vorurteilen/Stereotypen als die spezifisch amerikanische Überheblichkeit.
**** Hoffe, das alles kommt nicht allzu klugscheisserisch rübber. Habt ihr den Film eigentlich schon gesehen?
***** Ähm, nur bevor diese Formulierung als arrogant aufgefasst wird oder so: Die is natürlich auch ironisch (fehlen bloß klare Ironiesignale, wie so oft).
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