Wohnungssuche, Teil 1.2: Die Zeit dazwischen
Die französischen Telefonzellen sind irgendwie alle MP3. Nur paradox, also quasi genau andersrum: Es werden nur die wichtigsten Frequenzen rausgefiltert. Und um die Zellen herum braust stets Verkehr kafkaesker Lautstärke. Vermieter anrufen ist eine echte Qual, wenn man die Sprache nicht versteht. Mein Trick: Ich taste mich, dem allgemeinsten Skript für solche Kommunikationen folgend, einfach spekulativ durch die Gespräche durch. Es funktioniert, ich bleibe zumindest unauffällig, doch: Entweder alles vermietet oder doof, oder Vermieter doof.
Schließlich werde ich doch noch durch eine Besichtigung belohnt: 17. Arrondissement, 2 Zimmer, 4. oder 5. Etage (war egal: Aufzug!), nur 800,- EUR! Ich sachs kurz: Hätte mir der (im übrigen ansonsten wirklich freundliche) Mieter vorher mitgeteilt, dass er auf jeden Fall noch für 1000,- EUR sein Interieur verticken will, hätte man die Sache um einiges unkomplizierter abhandeln können. Andererseits wären sich dann zwei Männer nicht begegnet, die sich unter Umständen irgendwann einmal zum zweiten Mal begegnen werden. Muss alles bedacht werden.
jeudi, octobre 19, 2006
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