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samedi, juin 09, 2007
Ausflug!
Heute fahrn wir nach Fontainebleau. Dort jibbet n Schloß und nen Wald! Das erste Mal Natur, seit ich in Paris bin. Beileibe nicht das erste Mal Schloß bzw. Museum, seit ich in Paris bin. Dennoch: Bin vielleicht mal sowas von gespannt! Bis später!
lundi, mai 28, 2007
Neuer Besuch; abgehakt: Eiffelturm, Arc de Triomphe, Montmartre
Stephan und Kristen waren zu Besuch! Stephan aus Schönwohld und Kristen aus Orlando, Florida! Extra von so weit dahergekommen, extra um Paris zu sehen, die alte schöne Stadt, und dennoch noch Zeit für mich, den alten Lars! Ja wie finde ich denn das? Super finde ich das!
Machte daher fast gar nix, dass ich dafür ne Dreiviertelstunde unterm Eiffelturm warten musste. S&K, ich wusste es zu der Zeit noch nicht, wollten diesen vorher nämlich unbedingt noch mal erklettern, bloß war da oben vor den Aufzügen, komisch eigentlich, ne wirklich lange Schlange - richtig viele Touristen sollen da gewesen sein! So n Ding aber auch! Auch das unterdessen vor meinen Augen vor und um Paris aggressiv funkelnd Stellung beziehende Unwetter beobachtete ich zu dem Zeitpunkt noch mit einer Mischung aus Sorglosigkeit und aufrichtigem Interesse. Später kippte sich meine ungezwungene Gemütslage zwar noch auf ein gesundes Maß zurecht, aber da Stephan und Kristen da auch schon unten waren, hatten wir Glück und haben wir die Métro gewissermaßen noch in der letzten Sekunde vor Einsetzen der alles vernichtenden Regenfälle erreicht. Hier ein Film aus der Ligne 6 heraus zu ungefähr der Zeit. Ich hab auch extra acht gegeben auf biblisch-apokalyptische Inszenierung (hört man eigentlich bei den Vollbremsungen die quietschenden Métro-Gummibereifungen?):
Und hier noch einige Worte zum Gruß, von Stephan und Kristen für Euch:
Dann spielte in der Cité-U-Mensa eine antillische Band, irgendsonen abgeschmackten karibischen Gute-Laune-Beat, gerade als wir uns zum Verzehr leckerer Antillen-Spezialitäten (wie zB Huhn und Reis!) niedergelassen haben, so laut, dass man sein eigenes Wort nicht verstehen konnte. Naja, wenn man wie ich eh nix weiss, kann das ja auch manchmal ganz gut sein. Des war auch das letzte, was wir an dem Abend erlebt haben.
Der nächste Tag war eine exakte Kopie. Also, nu von nix Konkretem, sondern ersma überhaupt. Jedenfalls kam er mir so bekannt vor auf ne ganz un-déjàvuige Weise, und schliesslich kommt doch alles wieder, nich nur die Trends, sondern eben auch die ganz normalen Tage. Wir machten einige nette Bekanntschaften vor dem Arc de Triomphe und am Montmartre und hätten ihnen auch beinahe einige schöne typische Pariser bunte Fäden abgekauft, die man sich ums Handgelenk wickeln kann und die schon ihre Vorfahren so in Handarbeit zusammengewickelt und nichtsahnenden Touristen vergangener Zeitalter verkauft oder einfach für sich selbst behalten haben. Aber irgendwie sind wir nie so richtig ins Gespräch miteinander gekommen und redeten ständig aneinander vorbei. Schade, hätte gerne so Bindfäden gekauft, auch gerne zu jedem Preis und so.
Dann war auch die Zeit reif. Der Zug rief, und schneller als der Wind sie in die Stadt hineingeblasen hatte, waren se dann auch wieder verschwunden, denn es handelte sich um den Thalys, den legendären Schnellzug! Bis dann, bis zum nächsten Mal! Das nächste Mal funktioniert die Funiculaire auch bestimmt wieder und wir schaffens auf den Berg rauf!
Le Lars Parisien
Machte daher fast gar nix, dass ich dafür ne Dreiviertelstunde unterm Eiffelturm warten musste. S&K, ich wusste es zu der Zeit noch nicht, wollten diesen vorher nämlich unbedingt noch mal erklettern, bloß war da oben vor den Aufzügen, komisch eigentlich, ne wirklich lange Schlange - richtig viele Touristen sollen da gewesen sein! So n Ding aber auch! Auch das unterdessen vor meinen Augen vor und um Paris aggressiv funkelnd Stellung beziehende Unwetter beobachtete ich zu dem Zeitpunkt noch mit einer Mischung aus Sorglosigkeit und aufrichtigem Interesse. Später kippte sich meine ungezwungene Gemütslage zwar noch auf ein gesundes Maß zurecht, aber da Stephan und Kristen da auch schon unten waren, hatten wir Glück und haben wir die Métro gewissermaßen noch in der letzten Sekunde vor Einsetzen der alles vernichtenden Regenfälle erreicht. Hier ein Film aus der Ligne 6 heraus zu ungefähr der Zeit. Ich hab auch extra acht gegeben auf biblisch-apokalyptische Inszenierung (hört man eigentlich bei den Vollbremsungen die quietschenden Métro-Gummibereifungen?):
Und hier noch einige Worte zum Gruß, von Stephan und Kristen für Euch:
Dann spielte in der Cité-U-Mensa eine antillische Band, irgendsonen abgeschmackten karibischen Gute-Laune-Beat, gerade als wir uns zum Verzehr leckerer Antillen-Spezialitäten (wie zB Huhn und Reis!) niedergelassen haben, so laut, dass man sein eigenes Wort nicht verstehen konnte. Naja, wenn man wie ich eh nix weiss, kann das ja auch manchmal ganz gut sein. Des war auch das letzte, was wir an dem Abend erlebt haben.
Der nächste Tag war eine exakte Kopie. Also, nu von nix Konkretem, sondern ersma überhaupt. Jedenfalls kam er mir so bekannt vor auf ne ganz un-déjàvuige Weise, und schliesslich kommt doch alles wieder, nich nur die Trends, sondern eben auch die ganz normalen Tage. Wir machten einige nette Bekanntschaften vor dem Arc de Triomphe und am Montmartre und hätten ihnen auch beinahe einige schöne typische Pariser bunte Fäden abgekauft, die man sich ums Handgelenk wickeln kann und die schon ihre Vorfahren so in Handarbeit zusammengewickelt und nichtsahnenden Touristen vergangener Zeitalter verkauft oder einfach für sich selbst behalten haben. Aber irgendwie sind wir nie so richtig ins Gespräch miteinander gekommen und redeten ständig aneinander vorbei. Schade, hätte gerne so Bindfäden gekauft, auch gerne zu jedem Preis und so.
Dann war auch die Zeit reif. Der Zug rief, und schneller als der Wind sie in die Stadt hineingeblasen hatte, waren se dann auch wieder verschwunden, denn es handelte sich um den Thalys, den legendären Schnellzug! Bis dann, bis zum nächsten Mal! Das nächste Mal funktioniert die Funiculaire auch bestimmt wieder und wir schaffens auf den Berg rauf!
Le Lars Parisien
dimanche, mai 06, 2007
Wenn die Könige einen Zwischenstopp einlegen
Der 2.5.: ein aufregender Tag. Zunächst mal machte Steffi auf ihrem Weg nach Pamplona einen Zwischenstopp in Paris, was für mich bedeutete: Besuch - Gelegenheit, meine Hometown, mein Paris vorzustellen! Da Besuch für mich König ist, stellte ich für den Tag einen recht komplizierten Aktivitäten-Plan auf, der selbstverständlich eine moderierte Begleitung (also: mich!) durch den gesamten Tag beinhaltete. Ich nahm sie also morgens knapp nach neun am Gare du Nord in Empfang. Die Lok ihres Zuges hatte eine echt komische Form, und sie selbst trug eine schwarze Trainingshose und graue Sporttreter von Adidas* mit einem mäßig eingängigen Streifenarrangement drauf. Das nur fürs Protokoll.
Mit Baguettes und Croissants vom besten Bäcker von Paris bei Nadine und Amelie um die Ecke sowie dem tollen "Ail & fines herbes"-Frischkäse vom Franprix konnte ich ihr gleich ma demonstrieren, wie sich der perfekte Start in den Tag auf Pariserisch buchstabiert. A propos Nadine und Amelie: Diese spielten bei der ganzen Sache eine durchaus lobend zu erwähnende, wenn auch keinesfalls unnötig groß zu redende Nebenrolle, indem sie Steffi in ihrem sympathisch schratigen HQ am Place Gambetta (mitten im Herzen des "20.") zu beherbergen so nett waren. Da fällt mir ein: Erstere, also Nadine, äusserte übrigens auch die "Ansicht", dass ich mich in meinem Blogeintrag zum Basilique-de-Saint-Denis-Ausflug im Vergleich zu meinen drei Begleiterinnen oder, ich möchte fast sagen: Hosts (denn der Ausflug war deren Idee), arg in den Vordergrund schiebe. Nun gut, wir sind ja in einem "demokratischen" Medium. Ich kann mir darüber kein Urteil bilden. Ausserdem bin ich zu faul, jetzt gerade noch mal den betreffenden Post nachzuschlagen und zu beweisen, dass natürlich das schiere Gegenteil der Fall ist.
Auf das Vergnügen folgte die Arbeit: Es ging los mit dem Touri-Nerv-Teil! Ich versuchte, den Ball zunächst ma flach zu halten und zeigte ihr auf dem Père Lachaise mal, wie das ungefähr so aussieht, wenn man Jim Morrison oder Oscar Wilde heisst und tot ist: Recht eintönig, was aber die ausserhalb des goldenen Käfigs Stehenden keinesfalls davon abhält, einem weiterhin mit Fotoapparaten und aufmunternden Blumensträussen nachzustellen. Tja, wenn der Rock'n'Roll-Lifestyle in biederem Steinmetz-Hackwerk und dem Sound künstlicher Klick-Sounds der Digitalkameras endet, da muss man sich wohl doch mal fragen, obs wirklich besser war auszubrennen als so wegzufaden, wa?
A propos Rock'n'Roll Lifestyle: Besonderes Schmankerl des Steffi-Guide-Tags war natürlich ein anderer königlicher Zwischenstopp, nämlich das von den Veranstaltern geschmackvoll Richtung Ende des Tages angesetzte Konzert von The Whitest Boy Alive, dem aktuellen Projekt von Erlend Oye, strange guy of brutalstem Kings-Of-Convenience-Fame, Chill-Titan und akustischer Halbgott!! Zu allem dekadenten Überfluss obendrein noch mit Tourbegleitung Kommode, dem aktuellen Projekt von Eirik Glambek Boe, der zweiten KoC-Hälfte, der sein Klingelschild ebenfalls am Pantheon des Akustik-Songwriterwesens hat. Lieu de la spectacle était dabei der ganz in Nadine & Amelies Nähe gelegene ehemalige Bahnhof "Flèche d'Or", nun Indie-Kabuff der feinsten Sorte.
Doch bevor dieser eher angenehme Teil des Abends endlich anvisiert werden konnte, mussten wir noch eine endlos langweilige Wanderung an der Seine entlang über die Champs-Elysees (Wegbeschreibung schon ungefähr hier) bis zum ätzenden Arc de Triomphe hinter uns bringen. Einzig der Crepestand bei jedoch schon ungefähr drei Vierteln der Strecke vermochte uns für fünf Minuten aus unserer Apathie zu reissen. Auch Steffi findet, glaub ich, so die primären Tourismus-Attraktionen jetzt eher doof, geilo Sichtachse zwischen Arc de Triomphe und La Defense mal hin bzw. her. Gut war vielleicht noch das abenteuerlich rasante 9-km/h-Rollband im Gare Montparnasse, auf dem wir all die 6km/h-Trottel doch ziemlich hinter uns ließen und mondän den Fahrtwind um die Ohren sausen lassen konnten (s. auch u.). Wobei das, genaugenommen, auch schon wieder auf dem Rückweg war.
Aber unserer Laune konnte das nichts mehr, denn ich vergaß zu erwähnen: Bereits am Vormittag, ein gutes Zeichen, lief uns Nahe Place Gambetta ein mit roter Mütze bedeckter und von bonbonblauem T-Shirt bekleideter Erlend Oye über den Weg, so dicht, dass er, hätte ich fünfzig Zentimeter weiter links gestanden, krass in mich reingerannt wäre und in der Folge wahrscheinlich folgender Dialog entstanden wäre:
E: "Oh, excuse me please Mr." (will eigtl weitergehen, aber guckt noch mal genauer, überlegt es sich dann anders)
E: "You're lookin pretty cool man! Do you want to play with me in a band?"
Ich dann (ehrlich überrascht): "Oh, I'm sorry, I mean, I would like to but you're so famous and cool and I am a nothing! And also I don't play any instrument."
Und dann E: "No, I am a nothing. YOU are cool!"
schließlich ich: "Am I? I'm not sure. Not really. Or? You're kidding me."
E: "No, not at all. You're one of the coolest guys I've ever met. Do you want to join the 'Kings Of Convenience', a small group I play in? I'll fire Eirik, my co-musician. He's ugly and an idiot!"
I: "Yes, that would be nice perhaps."
E: "OK, so we're in a band from now on!" (geht ab; ich bleibe bescheiden zurück, ehrlich überrascht, dass ich anscheinend wirklich so cool bin; während ich noch überlege, arrangiert sich um mich herum ein ausgesuchtes Assortement attraktiver französischer Indie-Girls; Fadeout)
Doch manchmal nimmt das Schicksal eben doch andere Abbiegungen als vorgesehen. Butterfly Effect - ihr kennt das.
Nach der Champs-Elysees-Episode gings noch mal zu Nadine und Amelie zum Ausruhen, Stärken (mit lecker Pizza, Erdbeeren, Salat, so Zeugs und Tiramisu), bis wir dann alle gemeinsam Richtung Flèche d'Or losgingen und uns den Weg dorthin mit Vorfreude auf Erlend (ähm, und natürlich auch den Rest der Band) verkürzten.
Und das Konzert war dann auch nur einfach nur geilo und machte sehr, sehr glücklich: Erlend sah genau so aus wie Erlend auf all seinen Plattencovern, was ja schon mal die halbe Miete ist. WBA spielten ihr (allerdings kaum einstündiges) Konzert wie ein DJ-Set, liessen Song in Song übergehen, improvisierten mehr oder weniger ausschweifend und gaben in ihren vielleicht zwei, drei Ansagen zwischendrin eine sympathische und gutgelaunte Figur ab. Das ist oben auch ganz gut in dem etwas längeren Zusammenschnitt zu verfolgen. Was ich, Konzert umsonst hin oder her, jedoch als ein wenig asi anzuprangern mich gezwungen fühle ist, dass das Flêche d'Or anscheinend grundsätzlich keine Zugaben spielen lässt: Nach dem letzten Song wurde rabiat der Vorhang vorgezogen, und nur wenige Sekunden später startete, noch unter dem "Zugabe"-Skandieren des links vor der Bühne stehenden, anscheinend vor allem aus Deutschen bestehenden Flügels, das zynische Indie-Gedudel der Hausanlage. Wenig später kam auch die Band von der Bühne und begann, nächster Programmpunkt, höchstselbst unter eigener Anwesenheit das Verticken von WBA-CDs und -Shirts.
Auch der zweite King of Convenience, Eirik hing noch weiter im Flêche d'Or rum, hielt schüchtern ein Glas in der Hand und schaute, soweit ich ihn im Blick hatte, vor allem schnuffig und lieb in der Gegend herum. Seine Band hatten wir leider verpasst, weil wir, noch essend und slouchend, unmöglich glauben mochten, dass die Prominenz gleich als erstes spielt und die Staffage dann den Rest des Abends (geschweige denn dass es rechtzeitig losgeht). Aber genau so war es dann gekommen. Schadeschade, aber eben nicht zu ändern, und WBA waren ja auch allein schon das Kommen wert (ich mein, es war ja umsonst, erwähnte ich das eigentlich schon?).
Natürlich war der Reiz, von Erlend Oye persönlich ne WBA-CD zu kaufen, zu groß um ernsthaft zu erwägen, ihm zu widerstehen. Ich bekam sogar noch einen Button dazu, und er gab mir zum Abschied die Hand!!! Dann machte ich mich, abschliessend, noch zum Horst, indem ich mich, euphorisiert durch den Abend, den glatt über die Bühne gegangenen Plattenkauf und nicht zuletzt durch die vom Akustik-Titan geschüttelte Hand, noch zu folgendem nervösem Satz hinreissen ließ und glatt darlegte: "Thank you for the great concert!". Fucking Groupie-Shit irgendwie, wa? Ich erkannte mich selbst nicht wieder. Dennoch wankte ich beglückt nach Hause (bzw. war es, bei den Bierpreisen, doch eher noch ein strammes und ausgesprochen kontrolliertes Flanieren). Erlend Hand gegeben: Das musste ich allen meinen Freunden erzählen! Ach PS: Und die CD signiert hat er mir auch noch. Groß, groß, das, alta!
Und jetzt mal ehrlich: Bei DEM Tag verkommt DAS hier doch zur bloßen Lappalie, oder? (aber hinschauen musste ich dann doch)

--
* oder so ner Firma
Mit Baguettes und Croissants vom besten Bäcker von Paris bei Nadine und Amelie um die Ecke sowie dem tollen "Ail & fines herbes"-Frischkäse vom Franprix konnte ich ihr gleich ma demonstrieren, wie sich der perfekte Start in den Tag auf Pariserisch buchstabiert. A propos Nadine und Amelie: Diese spielten bei der ganzen Sache eine durchaus lobend zu erwähnende, wenn auch keinesfalls unnötig groß zu redende Nebenrolle, indem sie Steffi in ihrem sympathisch schratigen HQ am Place Gambetta (mitten im Herzen des "20.") zu beherbergen so nett waren. Da fällt mir ein: Erstere, also Nadine, äusserte übrigens auch die "Ansicht", dass ich mich in meinem Blogeintrag zum Basilique-de-Saint-Denis-Ausflug im Vergleich zu meinen drei Begleiterinnen oder, ich möchte fast sagen: Hosts (denn der Ausflug war deren Idee), arg in den Vordergrund schiebe. Nun gut, wir sind ja in einem "demokratischen" Medium. Ich kann mir darüber kein Urteil bilden. Ausserdem bin ich zu faul, jetzt gerade noch mal den betreffenden Post nachzuschlagen und zu beweisen, dass natürlich das schiere Gegenteil der Fall ist.
Auf das Vergnügen folgte die Arbeit: Es ging los mit dem Touri-Nerv-Teil! Ich versuchte, den Ball zunächst ma flach zu halten und zeigte ihr auf dem Père Lachaise mal, wie das ungefähr so aussieht, wenn man Jim Morrison oder Oscar Wilde heisst und tot ist: Recht eintönig, was aber die ausserhalb des goldenen Käfigs Stehenden keinesfalls davon abhält, einem weiterhin mit Fotoapparaten und aufmunternden Blumensträussen nachzustellen. Tja, wenn der Rock'n'Roll-Lifestyle in biederem Steinmetz-Hackwerk und dem Sound künstlicher Klick-Sounds der Digitalkameras endet, da muss man sich wohl doch mal fragen, obs wirklich besser war auszubrennen als so wegzufaden, wa?
A propos Rock'n'Roll Lifestyle: Besonderes Schmankerl des Steffi-Guide-Tags war natürlich ein anderer königlicher Zwischenstopp, nämlich das von den Veranstaltern geschmackvoll Richtung Ende des Tages angesetzte Konzert von The Whitest Boy Alive, dem aktuellen Projekt von Erlend Oye, strange guy of brutalstem Kings-Of-Convenience-Fame, Chill-Titan und akustischer Halbgott!! Zu allem dekadenten Überfluss obendrein noch mit Tourbegleitung Kommode, dem aktuellen Projekt von Eirik Glambek Boe, der zweiten KoC-Hälfte, der sein Klingelschild ebenfalls am Pantheon des Akustik-Songwriterwesens hat. Lieu de la spectacle était dabei der ganz in Nadine & Amelies Nähe gelegene ehemalige Bahnhof "Flèche d'Or", nun Indie-Kabuff der feinsten Sorte.
Doch bevor dieser eher angenehme Teil des Abends endlich anvisiert werden konnte, mussten wir noch eine endlos langweilige Wanderung an der Seine entlang über die Champs-Elysees (Wegbeschreibung schon ungefähr hier) bis zum ätzenden Arc de Triomphe hinter uns bringen. Einzig der Crepestand bei jedoch schon ungefähr drei Vierteln der Strecke vermochte uns für fünf Minuten aus unserer Apathie zu reissen. Auch Steffi findet, glaub ich, so die primären Tourismus-Attraktionen jetzt eher doof, geilo Sichtachse zwischen Arc de Triomphe und La Defense mal hin bzw. her. Gut war vielleicht noch das abenteuerlich rasante 9-km/h-Rollband im Gare Montparnasse, auf dem wir all die 6km/h-Trottel doch ziemlich hinter uns ließen und mondän den Fahrtwind um die Ohren sausen lassen konnten (s. auch u.). Wobei das, genaugenommen, auch schon wieder auf dem Rückweg war.
Aber unserer Laune konnte das nichts mehr, denn ich vergaß zu erwähnen: Bereits am Vormittag, ein gutes Zeichen, lief uns Nahe Place Gambetta ein mit roter Mütze bedeckter und von bonbonblauem T-Shirt bekleideter Erlend Oye über den Weg, so dicht, dass er, hätte ich fünfzig Zentimeter weiter links gestanden, krass in mich reingerannt wäre und in der Folge wahrscheinlich folgender Dialog entstanden wäre:
E: "Oh, excuse me please Mr." (will eigtl weitergehen, aber guckt noch mal genauer, überlegt es sich dann anders)
E: "You're lookin pretty cool man! Do you want to play with me in a band?"
Ich dann (ehrlich überrascht): "Oh, I'm sorry, I mean, I would like to but you're so famous and cool and I am a nothing! And also I don't play any instrument."
Und dann E: "No, I am a nothing. YOU are cool!"
schließlich ich: "Am I? I'm not sure. Not really. Or? You're kidding me."
E: "No, not at all. You're one of the coolest guys I've ever met. Do you want to join the 'Kings Of Convenience', a small group I play in? I'll fire Eirik, my co-musician. He's ugly and an idiot!"
I: "Yes, that would be nice perhaps."
E: "OK, so we're in a band from now on!" (geht ab; ich bleibe bescheiden zurück, ehrlich überrascht, dass ich anscheinend wirklich so cool bin; während ich noch überlege, arrangiert sich um mich herum ein ausgesuchtes Assortement attraktiver französischer Indie-Girls; Fadeout)
Doch manchmal nimmt das Schicksal eben doch andere Abbiegungen als vorgesehen. Butterfly Effect - ihr kennt das.
Nach der Champs-Elysees-Episode gings noch mal zu Nadine und Amelie zum Ausruhen, Stärken (mit lecker Pizza, Erdbeeren, Salat, so Zeugs und Tiramisu), bis wir dann alle gemeinsam Richtung Flèche d'Or losgingen und uns den Weg dorthin mit Vorfreude auf Erlend (ähm, und natürlich auch den Rest der Band) verkürzten.
Und das Konzert war dann auch nur einfach nur geilo und machte sehr, sehr glücklich: Erlend sah genau so aus wie Erlend auf all seinen Plattencovern, was ja schon mal die halbe Miete ist. WBA spielten ihr (allerdings kaum einstündiges) Konzert wie ein DJ-Set, liessen Song in Song übergehen, improvisierten mehr oder weniger ausschweifend und gaben in ihren vielleicht zwei, drei Ansagen zwischendrin eine sympathische und gutgelaunte Figur ab. Das ist oben auch ganz gut in dem etwas längeren Zusammenschnitt zu verfolgen. Was ich, Konzert umsonst hin oder her, jedoch als ein wenig asi anzuprangern mich gezwungen fühle ist, dass das Flêche d'Or anscheinend grundsätzlich keine Zugaben spielen lässt: Nach dem letzten Song wurde rabiat der Vorhang vorgezogen, und nur wenige Sekunden später startete, noch unter dem "Zugabe"-Skandieren des links vor der Bühne stehenden, anscheinend vor allem aus Deutschen bestehenden Flügels, das zynische Indie-Gedudel der Hausanlage. Wenig später kam auch die Band von der Bühne und begann, nächster Programmpunkt, höchstselbst unter eigener Anwesenheit das Verticken von WBA-CDs und -Shirts.
Auch der zweite King of Convenience, Eirik hing noch weiter im Flêche d'Or rum, hielt schüchtern ein Glas in der Hand und schaute, soweit ich ihn im Blick hatte, vor allem schnuffig und lieb in der Gegend herum. Seine Band hatten wir leider verpasst, weil wir, noch essend und slouchend, unmöglich glauben mochten, dass die Prominenz gleich als erstes spielt und die Staffage dann den Rest des Abends (geschweige denn dass es rechtzeitig losgeht). Aber genau so war es dann gekommen. Schadeschade, aber eben nicht zu ändern, und WBA waren ja auch allein schon das Kommen wert (ich mein, es war ja umsonst, erwähnte ich das eigentlich schon?).
Natürlich war der Reiz, von Erlend Oye persönlich ne WBA-CD zu kaufen, zu groß um ernsthaft zu erwägen, ihm zu widerstehen. Ich bekam sogar noch einen Button dazu, und er gab mir zum Abschied die Hand!!! Dann machte ich mich, abschliessend, noch zum Horst, indem ich mich, euphorisiert durch den Abend, den glatt über die Bühne gegangenen Plattenkauf und nicht zuletzt durch die vom Akustik-Titan geschüttelte Hand, noch zu folgendem nervösem Satz hinreissen ließ und glatt darlegte: "Thank you for the great concert!". Fucking Groupie-Shit irgendwie, wa? Ich erkannte mich selbst nicht wieder. Dennoch wankte ich beglückt nach Hause (bzw. war es, bei den Bierpreisen, doch eher noch ein strammes und ausgesprochen kontrolliertes Flanieren). Erlend Hand gegeben: Das musste ich allen meinen Freunden erzählen! Ach PS: Und die CD signiert hat er mir auch noch. Groß, groß, das, alta!
Und jetzt mal ehrlich: Bei DEM Tag verkommt DAS hier doch zur bloßen Lappalie, oder? (aber hinschauen musste ich dann doch)

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dimanche, avril 29, 2007
Die wahrscheinlich hässlichste Stimme der Welt (aka Denk nicht du bist im Recall aka Meine Abenteuer in Kiel Teil 2):
Ja da hören doch die Blumen auf zu blühen! Und vor allem: sensationell artikuliert, wie direkt aus der Sprechblase! Das sind die Schafe, die direkt gegenüber meiner Schwester wohnen. Eigentlich sonst aber ganz cool. Und eigentlich auch gar kein richtiges Abenteuer, was ich da erlebt habe. Das, muss ich gestehen, zu allem Überfluss auch gar nicht in Kiel spielte, sondern ungefähr zwanzig Kilometer unterhalb. Aber im großen Maßstab, also gemessen am Ganzen, besonders eingedenk der Größe des Universums und Stuff, is das natürlich nix un eben auch mal egal. Wa?
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mardi, avril 24, 2007
The Mack Is Back (In Paris)
Kaum endete die 8. Episode der 19. CD meines Harry-Potter-Hörspiels, schon hielt der in dezentem multivitamin-gelb und grün gehaltene Flughafenbus "Kielius" an Terminal Eins des Hamburger Flughafens.
Kaum stiess die Maschine zackig in die Wolken, schon warf sie sich wieder energisch in Richtung Boden, um irgendwo in der Nähe der Stadt mit dem vermutlich größten Sendemast der Welt den Boden abzuchecken.
Lars ist wieder da. Der Mack ist back! This is no trick!!
Kaum stiess die Maschine zackig in die Wolken, schon warf sie sich wieder energisch in Richtung Boden, um irgendwo in der Nähe der Stadt mit dem vermutlich größten Sendemast der Welt den Boden abzuchecken.
Lars ist wieder da. Der Mack ist back! This is no trick!!
mercredi, avril 04, 2007

Der mit dem roten "x" da, das bin ich (stark stilisiert). Ja genau, ab morgen steht in den Métros/RERs des Pariser Gebietes ein zusätzlicher Sitzplatz zur Verfügung! Fast drei Wochen lang!!! Denn Lars is bis zum 23. April nämlich erstmal auf Heimaturlaub in der auch als "Förde-Paris" bekannten norddeutschen Metropole und Landeshauptstadt Kiel. Versauert doch hier, ihr Verlierer!
PS:
1. "Le Blog" wird natürlich, d.h. nur im Prinzip, aber immerhin, in der Zwischenzeit durchaus fortgesetzt!
2. Jetzt muss ich aber auch. Flug geht morgen früh um neune, und ich stehe um fünfe auf. Gute Nacht!
jeudi, mars 29, 2007
Return Of The Mack (Once Again)
In genau einer Woche bin ich übrigens um diese Zeit, wenn nix schiefläuft, grad wieder in Hamburg und Umgebung! Für satte, wenngleich andererseits auch wieder viel zu kurze zwanzig, oder sagen wir lieber: neunzehneinhalb Tage wird mein unbeschwertes Gemüt wieder den Sonnenschein in eure tristen maritimen Lebenseinöden bringen! Krass, was?!
lundi, mars 26, 2007
Wo das Wünschen noch hilft
Das Wunder ist tatsächlich geschehen! Der Star-Wars-Simulator des Euro-Disneyland Resort Paris konnte seine intriganten Fuchteln nicht länger als zwei Wochen auf dir halten. Denn dummerweise gingst du verloren in einem Land, in dem das Wünschen noch was hilft. Kleines blaues Nokia-Handy, dessen Akku kaum noch länger als drei Tage hält: Willkommen zurück in meinem Leben!
mercredi, mars 21, 2007
Der virtuelle Touri
Und weil ich grad immer noch nix zu sagen hab, mal noch n Video: Fahrt mit der Linie 6, einer der wenigen schönen Linien mit oberirdischem Streckenabschnitt. Da bekommt man allerlei von Paris zu sehen! Bevor sich jedoch bei der Überquerung der Seine über den Pont de Bir-Hakeim schiesslich das opulente Eiffelturm-Panorama ins Blickfeld wuchten kann, muss natürlich zuerst noch kitischige Akkordeon-Musik her. Et voilà!
jeudi, mars 15, 2007
Vier Deutsche und eine Mission:
Unser Ausflug ins Disneyland Resort Paris
Am Sonntag dann also im Disneyland gewesen und Frankreich mal n gutes Land gewesen sein lassen! Was eine angenehme Abwechslung: auf französischem Terrain, und es ist mal nicht jede zweite Straße nach einem General, Heiligen oder Gastronomen(!)* benannt. Das amüsante europäische Drehkreuz der Familienkirmes präsentierte sich passend zu unserer** Anwesenheit zudem in fotogener Postkartenlaune und war gedippt in Sonnenschein. Doch davon liessen wir uns nicht blenden. Schließlich, das vergaß ich zu erklären, waren wir nämich nicht aus dem reinem Trieb hier, entertaint zu werden, sondern aus gemeinsam geteilter Sorge. Denn die Welt, so unser Eindruck, ist mittlerweile viel zu kommerzialisiert - eine Entwicklung, die auch vor dem Disneyland Resort Paris nicht Halt gemacht zu haben scheint. Diese unangenehme Wahrheit wollten wir nun dem versammelten Team hier mal geradeheraus ins Gesicht sagen. Die durch den Impuls unserer Direktheit gerissenen Lücken sollten daraufhin schonungslos für die Eröffnung eines produktiven Dialogs für eine bessere Zukunft ausgenutzt werden.
Es ging gleich los mit ner großen Nummer, bei der Autogrammstunde von Winnie Puuh, die gleich am Morgen zwischen zehn und zwölf stattfand. Winnie konnte leider nicht mehr tun als uns zu versichern, dass auch er über die Entwicklung ausgespochen beunruhigt sei. Nur leider läge eben vieles ausserhalb seiner Macht. Er würde sich aber auf jeden Fall für uns einsetzen. Toller Typ, Winnie Puuh: superentspannt, überhaupt keine Allüren! Ließ sich total unkompliziert mit allen fotografieren, auch den Kindern, hatte für jeden ein Lächeln übrig! Er meinte übrigens noch, dass ich alle Leser von "le blog" ganz herzlich grüßen soll. Und dass diese so weiter machen sollten wie bisher.

Bis zur Chance, auf der Prinzessinnen-Parade ein paar andere hochrangige Figuren abzupassen, testeten wir u.a. die drehenden Tassen des verrückten Hutmachers und die Indiana-Jones-Achterbahn. Leider sahen wir unsere Befürchtungen bestätigt und mussten feststellen: Beide sind total durchkommerzialisiert! Peter-Pan-Nimmerlandbahn und Fluch-der-Karibik-Bootstour gingen gerade mal eben so, wobei, da will ich mich nicht entscheiden. Aber die waren auch ganz schön mau.
Bei der Prinzessinnen-Parade am Nachmittag war es schwieriger als erwartet, an die "Stars" heranzukommen. Keiner war so touchy und locker wie noch Winnie Puuh am Morgen. Hier präsentierte sich eine größtenteils neuere Figurengeneration mit einem ganz anderem Selbstverständnis, was das Verhältnis zur Öffentlichkeit angeht. Kaum jemand wollte sich die Blöße geben und wagte es, aus der anonym-amorphen Parademasse herauszutreten, alles dancte nur so an uns vorbei. Zusätzlich erschwert wurde es noch durch die große Menge der schaulustigen Kinder, die schonungslos den Weg dichtmachten. Frustriert zogen wir von dannen, nicht jedoch ohne dabei auch unsere Ellenbogen einzusetzen.
Auf dem Weg zurück ins Adventureland, der u.a. über das Dornröschenschloss führte, schauten wir noch mal bei den sieben Zwergen vorbei. Das war recht hübsch, dunkler Wald, bunte Bilderwelt, ganz gutes Kino. Nur die Hexe machte mir ein wenig Angst.
Der Big Thunder Mountain, eine lustige Bergbahn, überraschte angenehm durch nur wenig Komemrzialität. Nur die Schlangen waren ätzend lang. Den Star-Wars-Simulatur später, es war bereits Abend, hab ich gefressen, weil da ist mir mein Handy abhanden gekommen. Da ich aus diesem Grund etwas befangen bin, möchte ich fairerweise hier lieber keinen Kommentar zum Punkt "Kommerzialisierung" abgeben.
Später am Abend - es wurde dunkel, das Dornröschenschloss in buntes Licht getaucht, für die Muzak-Dauerbeschallung die Tangoplatten ausgepackt - waren wir abschliessend noch shoppen in der sog. "Main Street", a whole lotta shops, kann ich nur sagen! Doch trotz der großen Menge an lizensierten und beileibe nicht billigen Disney-Produkten wurden wir ausgerechnet hier angenehm überrascht: Eine Verkäuferin konnte uns versichern, dass von Kommerzialisierung hier keine Rede sein konnte! So blieb am Ende wenigstens ein kleiner Hoffnungsschimmer, der wie ein Regenbogen über den dunklen Wolken des Kommerz stand.
Abschliessend kann ich nur sagen, dass ich hier mal mit eigenen Augen sehen konnte, dass es gar nicht so leicht ist, der immer wetiter zunehmenden Kommerzialisierung effektiv entegegenzuwirken. Zu oft wird man von dem donquichottesken Gefühl beschlichen, alleine, zu zweit, zu dritt oder auch - wie wir - zu viert, keine Chance zu haben. Moral: Wer gegen Windmühlenflügel kämpft, der ist oft wohl einfach besser beraten, gleich die ganze Mühle zu zerstören. Doch das kann nur funktionieren, wenn wir alle zusammenhalten. Nur dann haben wir noch eine Zukunft. Das ist jetzt sehr pessimistisch. Doch das denke jedenfalls ich. Für einen flammenderen Appell vermisse ich mein Handy leider zu sehr. Lars Austen aus Marne-le-Vallée (proche Paris, Zone 5).
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* Na gut, hab ich zugegebenermaßen nur einmal gesehen bisher. Aber das musste ich einfach erwähnen.
** wir, das waren neben mir: Nadine & Amelie aus Kiel, sowie Debbie, auch aus Kiel (aber zugereist)
Es ging gleich los mit ner großen Nummer, bei der Autogrammstunde von Winnie Puuh, die gleich am Morgen zwischen zehn und zwölf stattfand. Winnie konnte leider nicht mehr tun als uns zu versichern, dass auch er über die Entwicklung ausgespochen beunruhigt sei. Nur leider läge eben vieles ausserhalb seiner Macht. Er würde sich aber auf jeden Fall für uns einsetzen. Toller Typ, Winnie Puuh: superentspannt, überhaupt keine Allüren! Ließ sich total unkompliziert mit allen fotografieren, auch den Kindern, hatte für jeden ein Lächeln übrig! Er meinte übrigens noch, dass ich alle Leser von "le blog" ganz herzlich grüßen soll. Und dass diese so weiter machen sollten wie bisher.

Bis zur Chance, auf der Prinzessinnen-Parade ein paar andere hochrangige Figuren abzupassen, testeten wir u.a. die drehenden Tassen des verrückten Hutmachers und die Indiana-Jones-Achterbahn. Leider sahen wir unsere Befürchtungen bestätigt und mussten feststellen: Beide sind total durchkommerzialisiert! Peter-Pan-Nimmerlandbahn und Fluch-der-Karibik-Bootstour gingen gerade mal eben so, wobei, da will ich mich nicht entscheiden. Aber die waren auch ganz schön mau.
Bei der Prinzessinnen-Parade am Nachmittag war es schwieriger als erwartet, an die "Stars" heranzukommen. Keiner war so touchy und locker wie noch Winnie Puuh am Morgen. Hier präsentierte sich eine größtenteils neuere Figurengeneration mit einem ganz anderem Selbstverständnis, was das Verhältnis zur Öffentlichkeit angeht. Kaum jemand wollte sich die Blöße geben und wagte es, aus der anonym-amorphen Parademasse herauszutreten, alles dancte nur so an uns vorbei. Zusätzlich erschwert wurde es noch durch die große Menge der schaulustigen Kinder, die schonungslos den Weg dichtmachten. Frustriert zogen wir von dannen, nicht jedoch ohne dabei auch unsere Ellenbogen einzusetzen.
Auf dem Weg zurück ins Adventureland, der u.a. über das Dornröschenschloss führte, schauten wir noch mal bei den sieben Zwergen vorbei. Das war recht hübsch, dunkler Wald, bunte Bilderwelt, ganz gutes Kino. Nur die Hexe machte mir ein wenig Angst.
Der Big Thunder Mountain, eine lustige Bergbahn, überraschte angenehm durch nur wenig Komemrzialität. Nur die Schlangen waren ätzend lang. Den Star-Wars-Simulatur später, es war bereits Abend, hab ich gefressen, weil da ist mir mein Handy abhanden gekommen. Da ich aus diesem Grund etwas befangen bin, möchte ich fairerweise hier lieber keinen Kommentar zum Punkt "Kommerzialisierung" abgeben.
Später am Abend - es wurde dunkel, das Dornröschenschloss in buntes Licht getaucht, für die Muzak-Dauerbeschallung die Tangoplatten ausgepackt - waren wir abschliessend noch shoppen in der sog. "Main Street", a whole lotta shops, kann ich nur sagen! Doch trotz der großen Menge an lizensierten und beileibe nicht billigen Disney-Produkten wurden wir ausgerechnet hier angenehm überrascht: Eine Verkäuferin konnte uns versichern, dass von Kommerzialisierung hier keine Rede sein konnte! So blieb am Ende wenigstens ein kleiner Hoffnungsschimmer, der wie ein Regenbogen über den dunklen Wolken des Kommerz stand.
Abschliessend kann ich nur sagen, dass ich hier mal mit eigenen Augen sehen konnte, dass es gar nicht so leicht ist, der immer wetiter zunehmenden Kommerzialisierung effektiv entegegenzuwirken. Zu oft wird man von dem donquichottesken Gefühl beschlichen, alleine, zu zweit, zu dritt oder auch - wie wir - zu viert, keine Chance zu haben. Moral: Wer gegen Windmühlenflügel kämpft, der ist oft wohl einfach besser beraten, gleich die ganze Mühle zu zerstören. Doch das kann nur funktionieren, wenn wir alle zusammenhalten. Nur dann haben wir noch eine Zukunft. Das ist jetzt sehr pessimistisch. Doch das denke jedenfalls ich. Für einen flammenderen Appell vermisse ich mein Handy leider zu sehr. Lars Austen aus Marne-le-Vallée (proche Paris, Zone 5).
--
* Na gut, hab ich zugegebenermaßen nur einmal gesehen bisher. Aber das musste ich einfach erwähnen.
** wir, das waren neben mir: Nadine & Amelie aus Kiel, sowie Debbie, auch aus Kiel (aber zugereist)
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jeudi, mars 08, 2007
Goin' to where tha flavor is
Und yeah! Le weekend gehts, jedenfalls wenn die französische Post, die mir meine Eintrittskarte zuschickten soll, es zulässt*, str8 in2 Eurodisney! Nur trente** Euros, offre spéciale!! Das ist gut. Weil ich hab eh noch n paar Worte mit Mickey Mouse zu bereden. N paar Takte, wenn ihr versteht was ich meine.
Dafür müssen sich zwar wahrscheinlich die Jungens von der Philosophischen Fakultät des Wunderlandes noch ein wenig länger gedulden, mich mal als Gast zu haben, aber was macht das schon, wenn man dafür eine mutmaßlich authentische Nachstellung des tatsächlichen Wunderlandes zu sehen bekommt! Nicht wahr? Oder? Gibt ansonsten ausserdem sicher noch ne Menge sehenswerter Konzerte vorm endgültigem Abflug, hab ja zum Glück ne immer eins a Quelle.
--
* Post in Paris rechtzeitig: keine Selbstverständlichkeit! Mein Adventskalender war erst im Januar da. Was letztlich noch ging, denn ich konnte ihn ja im Februar gut zum Geburtstags-Countdown gebrauchen.
** trente = dreissig; Fortsetzung meines Französischkurses für Blogleser mit flacher Lernkurve; normal kostet Eurodisney fünfundvierzig (= quarante cinq).
Dafür müssen sich zwar wahrscheinlich die Jungens von der Philosophischen Fakultät des Wunderlandes noch ein wenig länger gedulden, mich mal als Gast zu haben, aber was macht das schon, wenn man dafür eine mutmaßlich authentische Nachstellung des tatsächlichen Wunderlandes zu sehen bekommt! Nicht wahr? Oder? Gibt ansonsten ausserdem sicher noch ne Menge sehenswerter Konzerte vorm endgültigem Abflug, hab ja zum Glück ne immer eins a Quelle.
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* Post in Paris rechtzeitig: keine Selbstverständlichkeit! Mein Adventskalender war erst im Januar da. Was letztlich noch ging, denn ich konnte ihn ja im Februar gut zum Geburtstags-Countdown gebrauchen.
** trente = dreissig; Fortsetzung meines Französischkurses für Blogleser mit flacher Lernkurve; normal kostet Eurodisney fünfundvierzig (= quarante cinq).
mercredi, février 28, 2007
Ich und Babylon
Der Bäcker macht's. Seit heute hab ichs endlich endgültig drinne: Es heisst "la baguette". Zwar ist der Groschen theoretisch schon etwas länger gefallen. Aber man muss ja auch immer erst mal genau erkennen können, auf welche Seite.
jeudi, février 22, 2007
Une visite guidée à la Sorbonne
(oder: Ein Kreis schliesst sich dank einer mehr als nur langweiligen Überschrift)
Und am Samstagmorgen waren wir dann mal unsere eigene Universität besichtigen. Jaja richtig, hier geht das, das alte Sorbonne-Gebäude hat sich eine historische Abgehangenheit und veritable Musealität bewahrt, der mit der plumpen Nennung von Jahreszahlen sicher nur unzureichend Genüge getan werden würde. Ich sach trotzdem mal: 1257. Daher war sich dann von uns auch keiner zu schade, bereits um zehne in der Früh auf dem Hof der Sorbonne bereit zu stehen, um sich hier mal nach allen Regeln der Kunst durchführen zu lassen. Zumal noch angekündigt war, dass bei der Führung auch Räume in die Besichtigung integriert werden würden, die nicht zum alltäglichen Kanon des durchschnittlichen Sorbonne-Benutzers gehören. "Eigentlich verboten", das klang doch gut, denn das reizte mich schon als Kind am meisten. Das roch nach Kammer des Schreckens und nach Bernsteinzimmern, vollständig mit Schokolade glasiert! Und der Clou: Für Sorbonne-Studenten, also damit mein ich uns ureigene Eigengewächse, wars auch noch umsonst!
Mit Abenteuer oder Schoki lief dann aber doch nix, die Franzosen hatten sich wohl im letzten Augenblick für die biedere Variante entschieden. Diejenige, die einen entlang an wenig meisterlichen, aber dafür ordentlich großen Gemälden, durch Gänge und Treppenhäuser mit Fleures de Lys und teils auch weniger offensichtlichen Verzierungen führen sollte, begleitet von jeder Menge abgehangener Schnurren rund um die Zeit des Zweiten Weltkriegs und, natürlich: der Französischen Revolution! Vorgetragen (auf Französisch!) von einem Mann, der in Bartwuchs, Kopfform und Frisur entfernt, aber dennoch irritierend an Kurt Beck erinnerte. Sicher, sicher, war auch so nich so ganz schlecht, das alles, ginge schlimmer. Aber es hätte eben auch ganz anders sein können. Wieso bloß ist es niemals anders, wieso?! Wessen Gesetz und Befehl ist es, dass die Selbstdefinition des Erwachsenseins die fundamentale Ernüchterung der Kindheit zu sein scheint?
Posh dann allerdings schon das "Grand Amphithéathre*" (s. Foto; Draufklicken, ums groß zu sehen!). Dort, liebe Freunde der Sonne, wurde wirklich ganze Arbeit geleistet, kein Quadratzentimeter blieb ungenutzt! Wo es nicht protzte, da prunkte es eben, wo nicht die Blicke der steinernen Universitätsväter ruhten, da war eben noch Platz für eine Trikolore oder das Abfeiern der Wissenschaft im Allgemeinen! Herkömmliche Vorlesungen finden dort allerdings schon lange nicht mehr statt - das "Grand Amphithéatre" ist gleichsam die Galauniform der Sorbonne und wird genutzt für Examensverabschiedungen, Empfänge, Konzerte und Konferenzen. Und so weiter natürlich. Rund 1300 Menschen fasst der Saal in Vollbesetzung! Nur halb so groß wie das Grand Rex, mag da vielleicht manch ein Kenner dieses Blogs vorschnell denken. Jaja, schon wahr, schon richtig! Aber auch 1300, auch das ist Holz, auch da muss man ja nun mal überhaupt hinkommen!

Auch die abschliessend besuchte Universitätskapelle "Ste. Ursule", erbaut 1635 in Auftrag Kardinal Richelieus, war OK. Sie ist im übrigen zugleich Wahrzeichen und Wappen der Sorbonne; auch ich hab auf meiner Carte d'Étudiant oben rechts die charakteristische Fassade mit dem schönen Kuppeldach! Innen gabs neben der inversen Kuppel und dem recht eindrucksvollen Grabmal Richelieus dann zumindest für meinen Laienblick nicht mehr allzu viel zu sehen, was sicherlich auch den anscheinend gerade halbwegs intensiv** betriebenen Restaurations- und Reparaturarbeiten gezollt war.

Übrigens, das wichtigste und coolste Fact fällt mir erst ganz zum Schluss ein: Wenn man in Frankreich über die Sorbonne spricht, sagt man nicht etwa "à la Sorbonne", wie mans eben bei jeder anderen beliebigen Feld-Wald'n'Wiesen-Universität machen würde, sondern man sagt: "en Sorbonne". Und damit besteht ab jetzt nicht nur ein unterirdischer linguistischer Geheimtunnel zwischen Gelsenkirchen und Paris, sondern schliesst sich auch noch ganz wunderbar ein Kreis, der ganz oben bei der zugegebenermaßen für sich alleine schnarchöden Überschrift begann. So, und jetzt muss ich aus dem Zimmer, wird gleich saubergemacht hier.

PS: Trotz Paris hier, Paris da - wichtiger ists, zur heutigen Leselounge in Kiel zu gehen! Das findet auch die diese organisierende Daniela.
--
* Amphithéatre: frankophon für "Hörsaal".
** In Frankreich täuscht der äussere Schein da manchmal; es sah eben ein wenig aus wie auf ner Baustelle, teils abgesperrt, teils verklebt bzw. abgedeckt. Eben so, als stünden umfassende Reparaturen und Restaurationen unmittelbar bevor. Andererseits sahen einige zur Abdeckung verwendete Pappen bereits besorgniserregend intensiv durchgerottet aus.
Mit Abenteuer oder Schoki lief dann aber doch nix, die Franzosen hatten sich wohl im letzten Augenblick für die biedere Variante entschieden. Diejenige, die einen entlang an wenig meisterlichen, aber dafür ordentlich großen Gemälden, durch Gänge und Treppenhäuser mit Fleures de Lys und teils auch weniger offensichtlichen Verzierungen führen sollte, begleitet von jeder Menge abgehangener Schnurren rund um die Zeit des Zweiten Weltkriegs und, natürlich: der Französischen Revolution! Vorgetragen (auf Französisch!) von einem Mann, der in Bartwuchs, Kopfform und Frisur entfernt, aber dennoch irritierend an Kurt Beck erinnerte. Sicher, sicher, war auch so nich so ganz schlecht, das alles, ginge schlimmer. Aber es hätte eben auch ganz anders sein können. Wieso bloß ist es niemals anders, wieso?! Wessen Gesetz und Befehl ist es, dass die Selbstdefinition des Erwachsenseins die fundamentale Ernüchterung der Kindheit zu sein scheint?
Posh dann allerdings schon das "Grand Amphithéathre*" (s. Foto; Draufklicken, ums groß zu sehen!). Dort, liebe Freunde der Sonne, wurde wirklich ganze Arbeit geleistet, kein Quadratzentimeter blieb ungenutzt! Wo es nicht protzte, da prunkte es eben, wo nicht die Blicke der steinernen Universitätsväter ruhten, da war eben noch Platz für eine Trikolore oder das Abfeiern der Wissenschaft im Allgemeinen! Herkömmliche Vorlesungen finden dort allerdings schon lange nicht mehr statt - das "Grand Amphithéatre" ist gleichsam die Galauniform der Sorbonne und wird genutzt für Examensverabschiedungen, Empfänge, Konzerte und Konferenzen. Und so weiter natürlich. Rund 1300 Menschen fasst der Saal in Vollbesetzung! Nur halb so groß wie das Grand Rex, mag da vielleicht manch ein Kenner dieses Blogs vorschnell denken. Jaja, schon wahr, schon richtig! Aber auch 1300, auch das ist Holz, auch da muss man ja nun mal überhaupt hinkommen!

Auch die abschliessend besuchte Universitätskapelle "Ste. Ursule", erbaut 1635 in Auftrag Kardinal Richelieus, war OK. Sie ist im übrigen zugleich Wahrzeichen und Wappen der Sorbonne; auch ich hab auf meiner Carte d'Étudiant oben rechts die charakteristische Fassade mit dem schönen Kuppeldach! Innen gabs neben der inversen Kuppel und dem recht eindrucksvollen Grabmal Richelieus dann zumindest für meinen Laienblick nicht mehr allzu viel zu sehen, was sicherlich auch den anscheinend gerade halbwegs intensiv** betriebenen Restaurations- und Reparaturarbeiten gezollt war.

Übrigens, das wichtigste und coolste Fact fällt mir erst ganz zum Schluss ein: Wenn man in Frankreich über die Sorbonne spricht, sagt man nicht etwa "à la Sorbonne", wie mans eben bei jeder anderen beliebigen Feld-Wald'n'Wiesen-Universität machen würde, sondern man sagt: "en Sorbonne". Und damit besteht ab jetzt nicht nur ein unterirdischer linguistischer Geheimtunnel zwischen Gelsenkirchen und Paris, sondern schliesst sich auch noch ganz wunderbar ein Kreis, der ganz oben bei der zugegebenermaßen für sich alleine schnarchöden Überschrift begann. So, und jetzt muss ich aus dem Zimmer, wird gleich saubergemacht hier.

PS: Trotz Paris hier, Paris da - wichtiger ists, zur heutigen Leselounge in Kiel zu gehen! Das findet auch die diese organisierende Daniela.
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* Amphithéatre: frankophon für "Hörsaal".
** In Frankreich täuscht der äussere Schein da manchmal; es sah eben ein wenig aus wie auf ner Baustelle, teils abgesperrt, teils verklebt bzw. abgedeckt. Eben so, als stünden umfassende Reparaturen und Restaurationen unmittelbar bevor. Andererseits sahen einige zur Abdeckung verwendete Pappen bereits besorgniserregend intensiv durchgerottet aus.
lundi, février 12, 2007
Wie man in die Toilette bei Starbucks, Boulevard St. Michel, hineinkommt
In den meisten Pariser Restaurants und Cafés der Systemgastronomie benötigt man für die Toilette nen Türcode, der einem nur gegen Kauf eines Kulinariums per Bon verraten wird. Heute morgen hab ich das exklusiv für euch, die Leser von "le blog", mal bei Starbucks, 13 Boulevard St. Michel gefilmt. Die Zahlenkombination lautet dort: 3525 5 (für den Fall, dass ihr in Paris mal müsst).
Und noch ein Insidertipp: Um die heiligen Hallen des Verdauungsabschlusses im McDonald's am Jardin de Luxembourg (ein paar hundert Meter weiter den Boulevard St. Michel hoch) zu betreten, gebt ihr einfach ein: 11111*. Jetzt ist es raus. Ob man mir dafür wohl was kann?
--
* fast wie bei Spaceballs; Starbucks, McDonald's, Spaceballs: alles das Gleiche!
Und noch ein Insidertipp: Um die heiligen Hallen des Verdauungsabschlusses im McDonald's am Jardin de Luxembourg (ein paar hundert Meter weiter den Boulevard St. Michel hoch) zu betreten, gebt ihr einfach ein: 11111*. Jetzt ist es raus. Ob man mir dafür wohl was kann?
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* fast wie bei Spaceballs; Starbucks, McDonald's, Spaceballs: alles das Gleiche!
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dimanche, février 11, 2007
Zusammenfassung #4:
Und dann
Ich glaub, ich hör jetzt mal auf mit den Zusammenfassungen, will von nun an mehr nach vorne schauen. Nur so viel noch: Hab noch was mit Freunden unternommen. In der letzten Woche allerdings weniger in den Tag hinein als zuvor, sondern schon mit Stift und Terminplaner. A propos: Ich wil mir ja noch einen neuen kaufen. Am 7. dann Abflug: Auf dem Hamburger Flughafen fiels mir nach dem Quick-Checkin schwer, den Gepäckabgabeschalter zu finden, weil da so sehr keine Spur von Schlange war. Nadine, die den selben Flug zurück nach Paris nahm, half mir da etwas, was nicht bedeuten soll, dass ichs mit etwas mehr Zeit nicht auch selbst gefunden hätte. Wir waren eine Stunde zu früh im Boarding-Bereich. Der Flug startete rechtzeitig und verlief reibungslos. Nur das Flügelwackeln beim Landen können sich die Piloten einfach nicht abgewöhnen, ich werd noch verrückt! In Paris schien derweil die Zeit stehengeblieben zu sein - alle Weihnachtsdekoration hing noch. Erst im Laufe der Woche fing man an, sie hier und da abzunehmen, allerdings nicht ganz bei der Sache, erst gestern hab ich die weihnachtlich geschmückte Linie 3 in der Station Malesherbes gesichtet (Foto aus dem Archiv).

Und die Uni hier ist gar nicht so toll, zumindest in den Diszplinen, die ich bzw. die anderen Deutschen besuchen. Die Studenten sind bloß fleißiger. Ansonsten ists wie in der Schule, die Inhalte werden superflach und unkritisch präsentiert, meist sogar im wörtlich-schulischen Sinne diktiert, und zumindest die älteren Professoren geraten richtig ins Schwimmen, wenn jemand mal etwas kritischer nachhakt (hat einer der deutschen Austauschstudenten mal gemacht, war gut!). Ähnliches hört man auch von den Kunstgeschichtlern: Niveau flach, Dozenten schlecht vorbereitet, aber die Studenten lernen superviel. Bei uns in den Études Germaniques sind aber wenigstens alle supernett und unglaublich entgegenkommend: Da wir nicht aus dem hier praktizierten LMD-System (entsprechend dem Bachelor-Master-System) stammen, werden bezüglich der Leistungsnachweise sämtliche Freiheiten gewährt und dürfen Hausarbeiten schreiben wie wir sie für Kiel benötigen, ohne besondere Abgabefrist. Auch die Studenten sind supernett, auch wenn die Kontakte eher oberflächlich bleiben. Was vielleicht auch daran liegt, dass wir einfach zu viele Deutsche sind (teilweise der halbe Kurs, ein Fünferkurs über Hölderlin sogar völlig) und man ja doch eher zu Grüppchenbildung neigt. Vielleicht ja aber auch an denen, man weiss es nicht. So, und diesen Absatz hier kann ich, glaub ich, ohne große Änderungen auch in meinen Erfahrungsbericht übernemen.

Und die Uni hier ist gar nicht so toll, zumindest in den Diszplinen, die ich bzw. die anderen Deutschen besuchen. Die Studenten sind bloß fleißiger. Ansonsten ists wie in der Schule, die Inhalte werden superflach und unkritisch präsentiert, meist sogar im wörtlich-schulischen Sinne diktiert, und zumindest die älteren Professoren geraten richtig ins Schwimmen, wenn jemand mal etwas kritischer nachhakt (hat einer der deutschen Austauschstudenten mal gemacht, war gut!). Ähnliches hört man auch von den Kunstgeschichtlern: Niveau flach, Dozenten schlecht vorbereitet, aber die Studenten lernen superviel. Bei uns in den Études Germaniques sind aber wenigstens alle supernett und unglaublich entgegenkommend: Da wir nicht aus dem hier praktizierten LMD-System (entsprechend dem Bachelor-Master-System) stammen, werden bezüglich der Leistungsnachweise sämtliche Freiheiten gewährt und dürfen Hausarbeiten schreiben wie wir sie für Kiel benötigen, ohne besondere Abgabefrist. Auch die Studenten sind supernett, auch wenn die Kontakte eher oberflächlich bleiben. Was vielleicht auch daran liegt, dass wir einfach zu viele Deutsche sind (teilweise der halbe Kurs, ein Fünferkurs über Hölderlin sogar völlig) und man ja doch eher zu Grüppchenbildung neigt. Vielleicht ja aber auch an denen, man weiss es nicht. So, und diesen Absatz hier kann ich, glaub ich, ohne große Änderungen auch in meinen Erfahrungsbericht übernemen.
lundi, février 05, 2007
Frühreifer Frühlingsspaziergang an der Seine
Jedem die Seine. Höhö. Nee, war nicht witzig. Was wollt ich nun erzählen? Achja, Lichtdunkel-Faden weiterspinnen. Dies hier setzt da an, wo Katakomben-Ausflug endete: im gleißenden Licht! Denn auf jedes Imperium der Schatten muss, uralte Regel ja, die Rückkehr des Lichtes folgen. Der Frühling war zurück, oder zumindest ein leicht bekleideter Winter da, der gerne etwas beliebter wäre. Der Plan ging durchaus irgendwie auf, wenns einen auch halb wieder beunruhigte, am Wochenende die ersten Vögel wieder singen zu hören.
Nach tagelangem Computer-Autismus war es gestern dennoch mal wieder Zeit, etwas an die Luft zu kommen. Nadine I (also: die von Nadine und Amelie) hatte ebenfalls einen relativen Vierwandkoller und konnte mich mit ihrem durchdachten Wegplan an der Seine entlang bis zu den Tuileries recht wirksam aus meiner 10-Stunden-Schlaf-Lethargie hinauslocken. Denn wo flaniert sichs in Paris besser und klassischer als an der Seine entlang?

Immerhin wars trotz makellos blauem Himmel noch recht ordentlich winterkalt, und zerstreut wurden sämtliche unbequeme algoreschen Restbedenken dann eh bei dem Anblick, in dem Paris wohl so schnell keine andere Stadt das Wasser reichen kann: Es ist alles wahr, was die Postkarten erzählen!! Die Seine-Brücken sind auch bei Nacht und Winter schön, aber sonnenbeschienen wirklich schier die Wucht! Und all die tollen Buchhändler an den Uferstraßen! Der ganze Weg dauerte ca. drei Stunden, ich hab ungefähr sechs oder sieben Panorama-Foto-Versuche gemacht (unten einer zu sehen), und endete nach einem Abstecher in die Tuilerien des Louvre schließlich mit einem Crêpe in der Hand auf den Champs Elysees. Sehr lecker, wenn auch nicht unbedingt besser als bei uns, die kochen die Crêpes hier auch nur mit Wasser, kann ich sagen. Ja, und am Ende noch die Coolness zu besitzen, eine lange Flanage am Arc de Triomphe für beendet zu erklären, gehört auch zum Rüstzeug des guten Bloggers.

Möwen gibts übrigens auch in Paris, und schaut euch mal an, was DAS für coole Säue sind:
Nach tagelangem Computer-Autismus war es gestern dennoch mal wieder Zeit, etwas an die Luft zu kommen. Nadine I (also: die von Nadine und Amelie) hatte ebenfalls einen relativen Vierwandkoller und konnte mich mit ihrem durchdachten Wegplan an der Seine entlang bis zu den Tuileries recht wirksam aus meiner 10-Stunden-Schlaf-Lethargie hinauslocken. Denn wo flaniert sichs in Paris besser und klassischer als an der Seine entlang?
Immerhin wars trotz makellos blauem Himmel noch recht ordentlich winterkalt, und zerstreut wurden sämtliche unbequeme algoreschen Restbedenken dann eh bei dem Anblick, in dem Paris wohl so schnell keine andere Stadt das Wasser reichen kann: Es ist alles wahr, was die Postkarten erzählen!! Die Seine-Brücken sind auch bei Nacht und Winter schön, aber sonnenbeschienen wirklich schier die Wucht! Und all die tollen Buchhändler an den Uferstraßen! Der ganze Weg dauerte ca. drei Stunden, ich hab ungefähr sechs oder sieben Panorama-Foto-Versuche gemacht (unten einer zu sehen), und endete nach einem Abstecher in die Tuilerien des Louvre schließlich mit einem Crêpe in der Hand auf den Champs Elysees. Sehr lecker, wenn auch nicht unbedingt besser als bei uns, die kochen die Crêpes hier auch nur mit Wasser, kann ich sagen. Ja, und am Ende noch die Coolness zu besitzen, eine lange Flanage am Arc de Triomphe für beendet zu erklären, gehört auch zum Rüstzeug des guten Bloggers.

Möwen gibts übrigens auch in Paris, und schaut euch mal an, was DAS für coole Säue sind:
Der schattigste Platz von Paris:
Die Katakomben
Und dann gingen wir* nach ganz tief unten. Ein unscheinbarer Eingang mit der Aufschrift "Entrée Catacombes" führte uns nahe des Place Denfert-Rochereau** zunächst einmal bloß zum Kassenhäuschen, dann aber nach wenigen einfachen Abwicklungen letztlich doch in den Untergrund der Stadt Paris. Denjenigen, die, wie ich, weder unter 27 noch ein Mitglied des kunsthistorischen oder archäologischen Instituts der Université de Paris sind, kann ich ein Lied singen, das sie vielleicht schon kennen. Es heisst: "In dem Fall kostet es leider sieben Euro" (Melodie nach Engelbert Humperdinck und Radiohead).

Dann noch einmal eine generelle kurze Belehrung über Geschichte und Bedeutung der Katakomben (hab ich vom Catacombes-Flugblatt und wikipedia): Das unterirdische Stollennetz von Paris entstand im Laufe von insgesamt ca. zwei Jahrtausenden vor allem durch unterirdischen Kalksteinabbau. Der Kalkstein wiederum wurde zum grössten Teil in den Aufbau der Stadt Paris gesteckt. Die Zeit verging, und Paris wurde langsam zu der super Stadt, die es noch heute ist. Im 18. Jahrhundert stellten sich den Parisern dann zweierlei schwerwiegende Probleme, die einander allerdings ganz gut ergänzten: die zunehmende Überfüllung der Friedhöfe (durch Epidemien und Bevölkerungswachstum) und die stark fortgeschrittene Unterhöhlung der Stadt, die bereits zu Straßeneinstürzen geführt hatte. Der Rest ist ein etwas makabres Puzzle, für das man nicht so viel Phantasie benötigt: Durch die Exhumierung und Überführung der Toten in die Katakomben hatte man wieder Platz auf den Friedhöfen und füllte zudem die unterirdischen Gänge etwas auf. Heute befinden sich in den Katakomben die Überreste von ca. sechs Millionen Menschen. Geschichtslektion Ende.
Die zwanzig Meter Höhenunterschied zwischen Paris und Pariser Untergrund überwindet man durch eine sehr enge Wendeltreppe von exakt 83 Stufen*** Länge. Vorteil: Wer dort schwächelt, hat gar nicht richtig Platz für sämtliche Knochen im Leib gefährdende Stürze, sondern würde sich vermutlich eher kompliziert einklemmen. Das wäre vielleicht auch nicht angenehm, aber deutlich leichter für die Rettungskräfte.
Den ersten, den Spannungsbogen ohne große Mühe aufrechterhaltenden Abschnitt verbrachten wir vor allem in gespannter Erwartung der berühmten Knochensammlung und mit dem Ablaufen einiger schnurgerader, recht langweiliger Gänge und Info-Räume. Nachdem im finalen Info-Raum schliesslich noch einige guillotinierte Revolutionskinder thematisiert wurden, konnte das in bester Jason-Dark-Manier überschriebene "Empire de la mort" endlich betreten werden.

Ne Menge Holz: Links und rechts türmten sich die nächste Dreiviertelstunde fortan nichts anderes als kubikmeter- und tonnenweise pedantisch gestapelter Knochen in gruselig gemäßigtem Licht. Mal unterbrochen von in Stein gehauenen Bibelversen oder zur Abwechslung herz- oder kruzifixförmigen Anordnungen von Totenschädeln zwar, aber im Wesentlichen nichts anderes als massive Wände menschlicher Gebeine. Naja, und ein paar Gittertüren sowie Wächter, die wohl verhindern sollten, dass Knochen mitgenommen werden, man in die Gänge der "Banque de France"**** vordringt oder etwa mit Blitz fotografiert. Fotografieren nur ohne Blitz: Das hab ich nicht so wirklich verstanden, also wieso Schädel und Knochen, die in sichtlich ungünstigen klimatischen Bedingungen vor sich hin modern, an Kamerablitzen Schaden nehmen sollten. Sofern das die Begründung sein sollte jedenfalls. Die Totenruhe ists wohl hoffentlich nicht, denn so rücksichtsvoll im Hinblick auf die Würde der Toten ist es ja auch nicht, menschliche Knochen verschiedenster ehemaliger Individuen wie Zahnstocher übereinanderzustapeln und ab und zu mal mit Totenschädeln ästhetische Akzente zu setzen. Und überhaupt für Geld Leute hindurchzuschicken, die dann Fotos OHNE Blitz machen können. Für mich ist die Frage jedenfalls noch nicht beantwortet. Verkraftbar wars dennoch, denn irgendwie unterschieden sich die schwach beleuchteten auch nicht wesentlich von den lampennahen Knochenstapeln.
Schließlich endet auch der schönste Rundgang und man hat den letzten Knochen hinter sich gebracht. Interessant wars auf jeden Fall da unten, auch wenn der hohe Eintrittspreis durch die etwas alibimässige museale Aufbereitung nur mangelhaft gedeckt wurde. Es folgten noch einmal ein paar schnurgerade Gänge und zwei glockenförmige Höhlen, ehe eine weitere Wendeltreppe von 83 Stufen uns einem wundersamen, gleißenden Licht entgegenführte. Plötzlich befanden wir uns an einem ganz anderen Ort. Es war wunderschön!
--
* wir: Nadine II und ein mit ihr befreundeter Archäologie-Student
** Da wohn ich in gar nicht mal so großer Entfernung von. Ausserdem sowieso irgend n berühmter Platz.
*** Nachgezählt habe ich nicht, sondern verlasse mich mal völlig auf die Korrektheit der am Eingang angeschlagenen Angaben.
**** Die bewahrt einen Teil der französischen Goldvorräte in - allerdings dann doch weiter entfernten und sicher abgeriegelten - Teilen der Katakomben. Trotzem, irgednwie eine tolle Panzerknacker-Geschichte.
Dann noch einmal eine generelle kurze Belehrung über Geschichte und Bedeutung der Katakomben (hab ich vom Catacombes-Flugblatt und wikipedia): Das unterirdische Stollennetz von Paris entstand im Laufe von insgesamt ca. zwei Jahrtausenden vor allem durch unterirdischen Kalksteinabbau. Der Kalkstein wiederum wurde zum grössten Teil in den Aufbau der Stadt Paris gesteckt. Die Zeit verging, und Paris wurde langsam zu der super Stadt, die es noch heute ist. Im 18. Jahrhundert stellten sich den Parisern dann zweierlei schwerwiegende Probleme, die einander allerdings ganz gut ergänzten: die zunehmende Überfüllung der Friedhöfe (durch Epidemien und Bevölkerungswachstum) und die stark fortgeschrittene Unterhöhlung der Stadt, die bereits zu Straßeneinstürzen geführt hatte. Der Rest ist ein etwas makabres Puzzle, für das man nicht so viel Phantasie benötigt: Durch die Exhumierung und Überführung der Toten in die Katakomben hatte man wieder Platz auf den Friedhöfen und füllte zudem die unterirdischen Gänge etwas auf. Heute befinden sich in den Katakomben die Überreste von ca. sechs Millionen Menschen. Geschichtslektion Ende.
Die zwanzig Meter Höhenunterschied zwischen Paris und Pariser Untergrund überwindet man durch eine sehr enge Wendeltreppe von exakt 83 Stufen*** Länge. Vorteil: Wer dort schwächelt, hat gar nicht richtig Platz für sämtliche Knochen im Leib gefährdende Stürze, sondern würde sich vermutlich eher kompliziert einklemmen. Das wäre vielleicht auch nicht angenehm, aber deutlich leichter für die Rettungskräfte.
Den ersten, den Spannungsbogen ohne große Mühe aufrechterhaltenden Abschnitt verbrachten wir vor allem in gespannter Erwartung der berühmten Knochensammlung und mit dem Ablaufen einiger schnurgerader, recht langweiliger Gänge und Info-Räume. Nachdem im finalen Info-Raum schliesslich noch einige guillotinierte Revolutionskinder thematisiert wurden, konnte das in bester Jason-Dark-Manier überschriebene "Empire de la mort" endlich betreten werden.
Ne Menge Holz: Links und rechts türmten sich die nächste Dreiviertelstunde fortan nichts anderes als kubikmeter- und tonnenweise pedantisch gestapelter Knochen in gruselig gemäßigtem Licht. Mal unterbrochen von in Stein gehauenen Bibelversen oder zur Abwechslung herz- oder kruzifixförmigen Anordnungen von Totenschädeln zwar, aber im Wesentlichen nichts anderes als massive Wände menschlicher Gebeine. Naja, und ein paar Gittertüren sowie Wächter, die wohl verhindern sollten, dass Knochen mitgenommen werden, man in die Gänge der "Banque de France"**** vordringt oder etwa mit Blitz fotografiert. Fotografieren nur ohne Blitz: Das hab ich nicht so wirklich verstanden, also wieso Schädel und Knochen, die in sichtlich ungünstigen klimatischen Bedingungen vor sich hin modern, an Kamerablitzen Schaden nehmen sollten. Sofern das die Begründung sein sollte jedenfalls. Die Totenruhe ists wohl hoffentlich nicht, denn so rücksichtsvoll im Hinblick auf die Würde der Toten ist es ja auch nicht, menschliche Knochen verschiedenster ehemaliger Individuen wie Zahnstocher übereinanderzustapeln und ab und zu mal mit Totenschädeln ästhetische Akzente zu setzen. Und überhaupt für Geld Leute hindurchzuschicken, die dann Fotos OHNE Blitz machen können. Für mich ist die Frage jedenfalls noch nicht beantwortet. Verkraftbar wars dennoch, denn irgendwie unterschieden sich die schwach beleuchteten auch nicht wesentlich von den lampennahen Knochenstapeln.
Schließlich endet auch der schönste Rundgang und man hat den letzten Knochen hinter sich gebracht. Interessant wars auf jeden Fall da unten, auch wenn der hohe Eintrittspreis durch die etwas alibimässige museale Aufbereitung nur mangelhaft gedeckt wurde. Es folgten noch einmal ein paar schnurgerade Gänge und zwei glockenförmige Höhlen, ehe eine weitere Wendeltreppe von 83 Stufen uns einem wundersamen, gleißenden Licht entgegenführte. Plötzlich befanden wir uns an einem ganz anderen Ort. Es war wunderschön!
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* wir: Nadine II und ein mit ihr befreundeter Archäologie-Student
** Da wohn ich in gar nicht mal so großer Entfernung von. Ausserdem sowieso irgend n berühmter Platz.
*** Nachgezählt habe ich nicht, sondern verlasse mich mal völlig auf die Korrektheit der am Eingang angeschlagenen Angaben.
**** Die bewahrt einen Teil der französischen Goldvorräte in - allerdings dann doch weiter entfernten und sicher abgeriegelten - Teilen der Katakomben. Trotzem, irgednwie eine tolle Panzerknacker-Geschichte.
vendredi, février 02, 2007
Zusammenfassung #2:
Einige meiner schönsten Ferienerlebnisse
Wie es weiterging in Hamburg: Ich hatte in Teil eins meiner Jahreswechsel-Zusammenfassung ja bereits ausführlich dargelegt, wie ich es auf intelligente Weise schaffte, mich einerseits meines Gepäckes zu entledigen und gleichzeitig die Lufthansa zu überlisten und dazu zu zwingen, mir mein Gepäck am folgenden Tag nach Hause zu liefern. In diesem Post werde ich nun die Zeitspanne zwischen List und Lieferung näher thematisieren:
Es galt, in den folgenden Stunden:
a) Kathi in der Stadt Hamburg zu treffen, mit ihr Kaffee in einem Café zu trinken (um vom Kuchen essen mal gar nicht zu reden!) und dennoch wenig später bei Saturn in überlanger Kassenschlange zu stehen, gelöst und munter, das jährliche Geschenketableau um eine weitere Facette bereichernd SOWIE
b) Sara, die Weihnachtsfrau in höllisch engem Dress vorm Phonehouse in dem, was sich auf neumünsteranisch "Fußgängerzone" nennt, zu stippvisiten UND DANN NOCH
c) Jenne, Thomas, Carina und dingens (die Ex-Mitbewohnerin von Carina - solltest du das jemals lesen: es tut mir leid!!!) auf den Weihnachtsmarkt auf etwas zu treffen, was wir in Deutschland unter einem Glühwein verstehen, VORHER ABER NOCH
d) einen schicken grünen Pullover zu einem lächerlich geringen Preis bei H&M zu kaufen. Wie ich das alles unter einen Hut kriegte? Abwarten.
a) Hamburg:
Noch zwischen Flughafengebäude und Flughafenbus bemerkte ich ein erstes Kratzen in meinem Hals. Ich führte sofort einige einfache Untersuchungen an mir durch, die nur eine Diagnose zuließen: Halsschmerzen! Mich hatte es wieder erwischt. Es musste schnell gehen: Nichts wie zum Bahnhof mit dem Flughafenbus, mir blieb grad noch die Zeit zum Meditonsin kaufen. Mordsteuer, aber ich hatte keine Wahl. Meditonsin, beim ersten Kratzen im Hals! Schon holte mich Kathi an einem mönckebergstraßennahen Eingang des Hauptbahnhofs ab. Sie war im Vergleich zu früher kaum verändert, daher hatte ich keine Schwierigkeiten, sie allein nach äußeren Merkmalen aus dem Mob herauszudifferenzieren.
Es war kalt, daher hatte auch keiner von uns ein Problem damit, in der Fußgängerzone nach einem beliebigen Innenraum zum Kaffee trinken zu suchen. Kathi spielte mir auf dem Weg auf ihrem mp3-Player eine aus eigener Feder stammende Reportage vor, die als Arbeitsprobe einer Volontariats-Bewerbung beizulegen geplant war. Sie war sehr gut, muss man sagen, dochdoch: das hatte Kathi wirklich toll gemacht!
Wir wurden fündig: Das nach einem dicken kaffeesüchtigen französischen Autoren benannte "Balzac" irgendwo nahe der Mönckebergstraße bot einen guten Kompromiss zwischen Déjà Vu und Annehmlichkeit. So liess sichs leben: mit schwerem, kosmopolitisch benanntem Käsekuchen (weiss nicht, was da jetzt genau der Zusammenhang mit New York sein soll, aber gut) und einer von Sahne gekrönten Kakaospezialität. Wir waren fit fürs Weihnachtsgetümmel, das sich in Hamburg im Vergleich zu Paris freilich lachhaft ausmachte (ich glaub, diese Vergleiche hatten wir ja schon), aber aus Respekt vor den Gefühlen der Einheimischen hielt ich mich mit meinen Einschätzungen zurück.

Der Saturn war proppenvoll - also, für Hamburger Verhältnisse. Mit meinem technischen Fachwissen konnte ich Kathis Webcamsuche um ein entscheidendes Stück verkürzen und mein Kompetenzprofil um eine Nuance erweitern. Ich selbst musste noch ne CD besorgen, die in der - das muss man bei aller Abneigung gegen Kommerzialisierung, Globalisierung et al. doch zugeben - respektabel sortierten Saturn-Abteilung auch schnell gefunden war. Auch über die lange Kassenschlange hab ich mich doch n wenig gefreut, dabei weniger der Länge selbst wegen, sondern weil in Deutschland im Vergleich zu Frankreich nämlich schätzungsweise doppelt und einhalbmal so schnell kassiert wird. Ein Faktum, dass im übrigen sicherlich nicht ausschließlich mit bestimmten (wenn auch nicht gänzlich falschen) Lebensart-etc-Klischees erklärbar ist, sondern unter anderem seinen Grund auch darin hat, dass die Kassierer in Deutschland nicht alle fünf Minuten* ihren Arbeitsplatz verlassen müssen, um neue Kleingeldrollen zu holen. Hier im Franprix bei mir um die Ecke gibts aus diesem Grund nicht selten regelrechte Kleingelddeals zwischen den Anstehenden. Mir wurden mal von einem Mann, der vor mir dran war, zwei Cent ausgegeben. Dafür an dieser Stelle noch einmal vielen Dank!
Danach begann unser Abschied auf Raten. Zunächst mal liess ich mir von Kathi im Budnikowski ein seltsames Kombucha-Erfrischungsgetränk für die Heimfahrt andrehen (nee im Ernst: war lecker!), um mich dann von ihr am mordskalten, weil zu beiden Seiten weit offenen Bahnhof Hamburg-Dammtor absetzen zu lassen. Dammtor und nicht Hauptbahnhof, weil: Der Dammtor war eher in ihrer Richtung. Nun gut. Bis denne also mal wieda, alde!
b) mit dem Zug nach Neumünster:
Der Zug war proppenvoll - also, für schleswig-holsteinische Regionalexpress-Verhältnisse. Einen Sitzplatz gabs für mich erst in Elmshorn. Ich hatte übrigens in den Situationen, in denen ich mal aus Versehen gegen wen stiess oder an jemandem vorbei musste, immer noch das französische "pardon" einprogrammiert. Ist vielleicht keine aussergewöhnliche Geschichte, aber ich fands trotzdem süss.
Es war gar nicht bedeutend mehr Zeit vergangen als führe man mit der Métro irgendwo hin, schon hielt der Zug in Neumünster, im sogenannten "Hauptbahnhof". Man hätte sicherlich irgendwie sagen können, dass sich nun auf irgendeine Weise ein Kreis geschlossen hätte, wäre ich nicht am gleichen Abend noch weiter gefahren. Denn Neumünster ist ja meine Geburtsstadt. Da ich aber nach meinem Treffen mit Sara möglichst schnell wieder weiter nach Kiel wollte, kann man das leider nicht so sagen. Ich hab die Stadt nämlich in Wirklichkeit recht schnell, wenn nun auch nicht direkt fluchtartig wieder verlassen. Doch wenigstens das Potential für so nen Kreis hab ich nun mal angedeutet. Ich verleugne doch meine Wurzeln und meine Kreise nicht!
Ohne die letzten fünf Jahre in Neumünster gewesen zu sein, war ich innerhalb von zehn Minuten im sogenannten "Stadtzentrum". Das geht so: Vom Bahnsteig runter, nach links und aus dem Gebäude raus, Strasse überqueren, wieder nach links, wenns nicht mehr weitergeht nach rechts, sieben Minuten geradeaus - da! Der Weihnachtsmarkt war aber schon schön. Da ich Sara vor dem Phonehouse zunächst nicht antraf, nutzte ich die Gelegenheit, noch einmal durch die Fussgängerzone zu stromern und sogar in die legendären Passagen "Holstenpassage" und "Alte Post Passage" auf jeweils kurzen Besuch hereinzuschauen.
Danach dann Erfolg, Sara da. Eine Weihnachtsfrau, die sich sexy Kleidung auf der Strasse Passanten, ja sogar Kindern anbiedern muss - das ist nicht mehr die Welt, in die ich mal hineingeboren wurde. Aber ich deutete das ja bereits in Teil eins an.
Sara war von meinem Überraschungsbesuch wie erwartet schon ziemlich überrascht! Wir machen uns ne lustige halbe Stunde, während der wir nicht einfach nur untätig umherstanden und die Zeit verplauderten, sondern u.a. den Geschäftsführer des benachbarten O2-Ladens nach Strich und Faden in unseren Spaß integrierten, dem humorlos der Kamm anschwoll. Ob man wohl bei O2 nach Neumünster versetzt werden kann, wenn man der höheren Geschäftsleitung irgendwie peinlich ist? Wahrscheinlich schon. Ich trank zum Aufwärmen einen Kaffee, den man in Frankreich irgendwie besser hinkriegt. Die Halsschmerz-Erreger lieferten sich in meinem Körper derweil einen stummen, verbissenen Kampf mit den vom Meditonsin wie entfesselt auftretenden Abwehrkräften. Ich verabschiedete schließlich mich von Sara. Man würde sich ja noch am Abend in Kiel sehen.
Und dann drehte ich noch einen Film bei der Annäherung an Bordesholm:
c) Weihnachstmarkt in Kiel
Ich kam gerade mal rechtzeitig genug, um die vereinbarte Weihnachtsmarkt-Verabredung mit Jenne, Thomas, Carina und deren ehemaliger Mitbewohnerin einzuhalten. Ein wenig rechtzeitiger sogar noch, und so blieb mir noch ausreichend Zeit, bei H&M mit etwas wärmenden Textilien zu liebäugeln. Denn die Kälte klirrte auch in Kiel vernehmlich, und meine Abwehrkräfte hatten - ich erwähnte es ja bereits - wahrlich andere Dinge zu tun als sich mit derlei banalen Schwulitäten aufzuhalten.
Doch zunächst widerstand ich noch kühlen Kopfes, die Zeit rann auch an meiner Textilbesichtigung nicht spurlos vorbei. Ich begab mich pünktlich am Treffpunkt und lud einfach die Versammelten dazu ein, vor dem Glühwein noch mal kurz gemütlich mit mir durch H&M zu bummeln.
Zwischenbemerkung:
So, ich hab jetzt grad nicht mehr viel Lust zu schreiben, ist eh viel zu lang geworden der Beitrag. Von jetzt an Beschränkung aufs Wesentliche und Einbiegen auf die Zielgerade:
d) Der grüne Pullover
Schöne Textilien gibts ja viele und solche wie solche. Aber kein Textil war so sehr König wie jener grüne Pullover mit braunen Streifen, der uns zwischen all den mehr oder minder gemeinen Anziehwaren ein attraktiv reduziertes Lächeln schenkte (-50%!!!). Das Geld war schnell zur Hand und auf dem Tisch. Ich zog den Pullover an, er wärmte auf der Stelle! Hier ein Foto von mir mit dem Pullover, dass ich grad schnell nochmal gemacht hab:

Und weiter mit dem Weihnachtsmarkt:
c) Weihnachtsmarkt in Kiel
Nach Strich und Faden kehrten wir zurück und tranken ein Bild von einem Glühwein, den wir Deutschen ja noch richtig mit Alkohol zu pimpen verstehen (da können die Franzosen ruhig mal ein wenig über den Zaun gucken!). Ich wurde geistreich und eloquent. Wir sprachen lustige und ernste Dinge, wies unter Freunden halt so ist. Wir gingen auseinander und ich kaufte mir gebrannte Mandeln. A propos: Das Meditonsin peitschte derweil ohne Unterlass meine versammelte Reserve an Abwehrkräften leidenschaftlich in Richtung Bazillen. Die still leidenden Helden sind letzlich doch die, die Erwähnung am meisten verdient haben.
Ich traf Sara, wir kauften ein, aßen Pizza (lecker Markenpizza!) und sahen fern. Es lief irgendson Quatsch. Ich bin so froh, dass es Fernsehen gibt! Später schlief ich dann wie ein Stein. Zu dem ich inzwischen auch geworden war. Es wurde Weihnachten. Ende des Kapitels.
--
* alle fünf Minuten: überspitzte Darstellung; bewusste Übertreibung, um einen gezielten Akzent zu setzen
Es galt, in den folgenden Stunden:
a) Kathi in der Stadt Hamburg zu treffen, mit ihr Kaffee in einem Café zu trinken (um vom Kuchen essen mal gar nicht zu reden!) und dennoch wenig später bei Saturn in überlanger Kassenschlange zu stehen, gelöst und munter, das jährliche Geschenketableau um eine weitere Facette bereichernd SOWIE
b) Sara, die Weihnachtsfrau in höllisch engem Dress vorm Phonehouse in dem, was sich auf neumünsteranisch "Fußgängerzone" nennt, zu stippvisiten UND DANN NOCH
c) Jenne, Thomas, Carina und dingens (die Ex-Mitbewohnerin von Carina - solltest du das jemals lesen: es tut mir leid!!!) auf den Weihnachtsmarkt auf etwas zu treffen, was wir in Deutschland unter einem Glühwein verstehen, VORHER ABER NOCH
d) einen schicken grünen Pullover zu einem lächerlich geringen Preis bei H&M zu kaufen. Wie ich das alles unter einen Hut kriegte? Abwarten.
a) Hamburg:
Noch zwischen Flughafengebäude und Flughafenbus bemerkte ich ein erstes Kratzen in meinem Hals. Ich führte sofort einige einfache Untersuchungen an mir durch, die nur eine Diagnose zuließen: Halsschmerzen! Mich hatte es wieder erwischt. Es musste schnell gehen: Nichts wie zum Bahnhof mit dem Flughafenbus, mir blieb grad noch die Zeit zum Meditonsin kaufen. Mordsteuer, aber ich hatte keine Wahl. Meditonsin, beim ersten Kratzen im Hals! Schon holte mich Kathi an einem mönckebergstraßennahen Eingang des Hauptbahnhofs ab. Sie war im Vergleich zu früher kaum verändert, daher hatte ich keine Schwierigkeiten, sie allein nach äußeren Merkmalen aus dem Mob herauszudifferenzieren.
Es war kalt, daher hatte auch keiner von uns ein Problem damit, in der Fußgängerzone nach einem beliebigen Innenraum zum Kaffee trinken zu suchen. Kathi spielte mir auf dem Weg auf ihrem mp3-Player eine aus eigener Feder stammende Reportage vor, die als Arbeitsprobe einer Volontariats-Bewerbung beizulegen geplant war. Sie war sehr gut, muss man sagen, dochdoch: das hatte Kathi wirklich toll gemacht!
Wir wurden fündig: Das nach einem dicken kaffeesüchtigen französischen Autoren benannte "Balzac" irgendwo nahe der Mönckebergstraße bot einen guten Kompromiss zwischen Déjà Vu und Annehmlichkeit. So liess sichs leben: mit schwerem, kosmopolitisch benanntem Käsekuchen (weiss nicht, was da jetzt genau der Zusammenhang mit New York sein soll, aber gut) und einer von Sahne gekrönten Kakaospezialität. Wir waren fit fürs Weihnachtsgetümmel, das sich in Hamburg im Vergleich zu Paris freilich lachhaft ausmachte (ich glaub, diese Vergleiche hatten wir ja schon), aber aus Respekt vor den Gefühlen der Einheimischen hielt ich mich mit meinen Einschätzungen zurück.

Der Saturn war proppenvoll - also, für Hamburger Verhältnisse. Mit meinem technischen Fachwissen konnte ich Kathis Webcamsuche um ein entscheidendes Stück verkürzen und mein Kompetenzprofil um eine Nuance erweitern. Ich selbst musste noch ne CD besorgen, die in der - das muss man bei aller Abneigung gegen Kommerzialisierung, Globalisierung et al. doch zugeben - respektabel sortierten Saturn-Abteilung auch schnell gefunden war. Auch über die lange Kassenschlange hab ich mich doch n wenig gefreut, dabei weniger der Länge selbst wegen, sondern weil in Deutschland im Vergleich zu Frankreich nämlich schätzungsweise doppelt und einhalbmal so schnell kassiert wird. Ein Faktum, dass im übrigen sicherlich nicht ausschließlich mit bestimmten (wenn auch nicht gänzlich falschen) Lebensart-etc-Klischees erklärbar ist, sondern unter anderem seinen Grund auch darin hat, dass die Kassierer in Deutschland nicht alle fünf Minuten* ihren Arbeitsplatz verlassen müssen, um neue Kleingeldrollen zu holen. Hier im Franprix bei mir um die Ecke gibts aus diesem Grund nicht selten regelrechte Kleingelddeals zwischen den Anstehenden. Mir wurden mal von einem Mann, der vor mir dran war, zwei Cent ausgegeben. Dafür an dieser Stelle noch einmal vielen Dank!
Danach begann unser Abschied auf Raten. Zunächst mal liess ich mir von Kathi im Budnikowski ein seltsames Kombucha-Erfrischungsgetränk für die Heimfahrt andrehen (nee im Ernst: war lecker!), um mich dann von ihr am mordskalten, weil zu beiden Seiten weit offenen Bahnhof Hamburg-Dammtor absetzen zu lassen. Dammtor und nicht Hauptbahnhof, weil: Der Dammtor war eher in ihrer Richtung. Nun gut. Bis denne also mal wieda, alde!
b) mit dem Zug nach Neumünster:
Der Zug war proppenvoll - also, für schleswig-holsteinische Regionalexpress-Verhältnisse. Einen Sitzplatz gabs für mich erst in Elmshorn. Ich hatte übrigens in den Situationen, in denen ich mal aus Versehen gegen wen stiess oder an jemandem vorbei musste, immer noch das französische "pardon" einprogrammiert. Ist vielleicht keine aussergewöhnliche Geschichte, aber ich fands trotzdem süss.
Es war gar nicht bedeutend mehr Zeit vergangen als führe man mit der Métro irgendwo hin, schon hielt der Zug in Neumünster, im sogenannten "Hauptbahnhof". Man hätte sicherlich irgendwie sagen können, dass sich nun auf irgendeine Weise ein Kreis geschlossen hätte, wäre ich nicht am gleichen Abend noch weiter gefahren. Denn Neumünster ist ja meine Geburtsstadt. Da ich aber nach meinem Treffen mit Sara möglichst schnell wieder weiter nach Kiel wollte, kann man das leider nicht so sagen. Ich hab die Stadt nämlich in Wirklichkeit recht schnell, wenn nun auch nicht direkt fluchtartig wieder verlassen. Doch wenigstens das Potential für so nen Kreis hab ich nun mal angedeutet. Ich verleugne doch meine Wurzeln und meine Kreise nicht!
Ohne die letzten fünf Jahre in Neumünster gewesen zu sein, war ich innerhalb von zehn Minuten im sogenannten "Stadtzentrum". Das geht so: Vom Bahnsteig runter, nach links und aus dem Gebäude raus, Strasse überqueren, wieder nach links, wenns nicht mehr weitergeht nach rechts, sieben Minuten geradeaus - da! Der Weihnachtsmarkt war aber schon schön. Da ich Sara vor dem Phonehouse zunächst nicht antraf, nutzte ich die Gelegenheit, noch einmal durch die Fussgängerzone zu stromern und sogar in die legendären Passagen "Holstenpassage" und "Alte Post Passage" auf jeweils kurzen Besuch hereinzuschauen.
Danach dann Erfolg, Sara da. Eine Weihnachtsfrau, die sich sexy Kleidung auf der Strasse Passanten, ja sogar Kindern anbiedern muss - das ist nicht mehr die Welt, in die ich mal hineingeboren wurde. Aber ich deutete das ja bereits in Teil eins an.
Sara war von meinem Überraschungsbesuch wie erwartet schon ziemlich überrascht! Wir machen uns ne lustige halbe Stunde, während der wir nicht einfach nur untätig umherstanden und die Zeit verplauderten, sondern u.a. den Geschäftsführer des benachbarten O2-Ladens nach Strich und Faden in unseren Spaß integrierten, dem humorlos der Kamm anschwoll. Ob man wohl bei O2 nach Neumünster versetzt werden kann, wenn man der höheren Geschäftsleitung irgendwie peinlich ist? Wahrscheinlich schon. Ich trank zum Aufwärmen einen Kaffee, den man in Frankreich irgendwie besser hinkriegt. Die Halsschmerz-Erreger lieferten sich in meinem Körper derweil einen stummen, verbissenen Kampf mit den vom Meditonsin wie entfesselt auftretenden Abwehrkräften. Ich verabschiedete schließlich mich von Sara. Man würde sich ja noch am Abend in Kiel sehen.
Und dann drehte ich noch einen Film bei der Annäherung an Bordesholm:
c) Weihnachstmarkt in Kiel
Ich kam gerade mal rechtzeitig genug, um die vereinbarte Weihnachtsmarkt-Verabredung mit Jenne, Thomas, Carina und deren ehemaliger Mitbewohnerin einzuhalten. Ein wenig rechtzeitiger sogar noch, und so blieb mir noch ausreichend Zeit, bei H&M mit etwas wärmenden Textilien zu liebäugeln. Denn die Kälte klirrte auch in Kiel vernehmlich, und meine Abwehrkräfte hatten - ich erwähnte es ja bereits - wahrlich andere Dinge zu tun als sich mit derlei banalen Schwulitäten aufzuhalten.
Doch zunächst widerstand ich noch kühlen Kopfes, die Zeit rann auch an meiner Textilbesichtigung nicht spurlos vorbei. Ich begab mich pünktlich am Treffpunkt und lud einfach die Versammelten dazu ein, vor dem Glühwein noch mal kurz gemütlich mit mir durch H&M zu bummeln.
Zwischenbemerkung:
So, ich hab jetzt grad nicht mehr viel Lust zu schreiben, ist eh viel zu lang geworden der Beitrag. Von jetzt an Beschränkung aufs Wesentliche und Einbiegen auf die Zielgerade:
d) Der grüne Pullover
Schöne Textilien gibts ja viele und solche wie solche. Aber kein Textil war so sehr König wie jener grüne Pullover mit braunen Streifen, der uns zwischen all den mehr oder minder gemeinen Anziehwaren ein attraktiv reduziertes Lächeln schenkte (-50%!!!). Das Geld war schnell zur Hand und auf dem Tisch. Ich zog den Pullover an, er wärmte auf der Stelle! Hier ein Foto von mir mit dem Pullover, dass ich grad schnell nochmal gemacht hab:

Und weiter mit dem Weihnachtsmarkt:
c) Weihnachtsmarkt in Kiel
Nach Strich und Faden kehrten wir zurück und tranken ein Bild von einem Glühwein, den wir Deutschen ja noch richtig mit Alkohol zu pimpen verstehen (da können die Franzosen ruhig mal ein wenig über den Zaun gucken!). Ich wurde geistreich und eloquent. Wir sprachen lustige und ernste Dinge, wies unter Freunden halt so ist. Wir gingen auseinander und ich kaufte mir gebrannte Mandeln. A propos: Das Meditonsin peitschte derweil ohne Unterlass meine versammelte Reserve an Abwehrkräften leidenschaftlich in Richtung Bazillen. Die still leidenden Helden sind letzlich doch die, die Erwähnung am meisten verdient haben.
Ich traf Sara, wir kauften ein, aßen Pizza (lecker Markenpizza!) und sahen fern. Es lief irgendson Quatsch. Ich bin so froh, dass es Fernsehen gibt! Später schlief ich dann wie ein Stein. Zu dem ich inzwischen auch geworden war. Es wurde Weihnachten. Ende des Kapitels.
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* alle fünf Minuten: überspitzte Darstellung; bewusste Übertreibung, um einen gezielten Akzent zu setzen
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Reisen und Erleben,
Weihnachtszeit
mardi, janvier 23, 2007
Basilique de St. Denis Nachtrag:
Marie Antoinette
Ach, was ich noch vergessen hatte: Ich hab aus der Basilique ja auch noch ein Foto von Marie Antoinette* mitgebracht, wie se wirklich aussah. Nicht etwa wie Kirsten Dunst nämlich, sondern ungefähr so. Also, ich find, sie könnt ruhig mal lächeln. Setzt meiner Meinung nach ne etwas, Achtung: steinerne Miene auf. Höhö, *hüstel*!
--
* M.A. und Louis XVI. wurden auch in der Gruft der Basilique begraben.
--* M.A. und Louis XVI. wurden auch in der Gruft der Basilique begraben.
Risiko-Tourismus (2) (oder: Licht und Schatten) - Die Basilique de Saint-Denis
Ja, die Rastlosigkeit. Betrifft auch mich seit Jahren immer wieder. Als Mann. Als Student. Als Poet. Und bisweilen auch als Tourist. Gestern wars Letzteres, und Zielscheibe meines Tourismus wurde die Basilique de St-Denis. Eigentlich wollte ich mir die ja ursprünglich gar nicht anschauen, weil erstens war ich schon in der Notre-Dame, und die sieht ja ganz genau so aus (gotisches Gedöns eben), und zweitens liegt die Basilique de St-Denis dummerweise im nördlichen Pariser Super-Ultra-Problem-Banlieue St. Denis. Krasse Gegend, hier kommen, meinen Informationen zufolge, rund 80% der extremsten französischen HipHopper* her. Die haben starke und von den vielen Tätowierungen ganz wund perforierte Arme, Autos, mit denen sie falls nötig schnell die Kurve machen können, und sind nur durch sehr sensible Pädagogen einigermaßen zu bändigen. Das wilde Leben eben. Paris Banlieue - where some men do what others only dream about.

Wie gesagt, ich hatte es wirklich nicht vor, aber am Ende fand ich mich zu meinem eigenen Schrecken dann doch mit ner Digitalkamera in der Hand vor der Basilique wieder. Und das kam so: Ich hatte nämlich die Nacht zuvor geträumt, ich führe mit einigen mir bekannten Begleiterinnen nach St. Denis, um dort eben die Basilique zu besuchen. Das war ja auch gar nicht gefährlich oder weiter wild, schliesslich wars ja nur im Traum. Nach einiger Zeit aber kam mir das alles ein wenig komisch vor. Viel zu normal und geordnet, viel zu gradlinig und detailliert irgendwie. So träumt man doch nicht, sagte ich mir, und versuchte ich mich selbst zur Raison zu tadeln. Bis ich dann auf Nachfrage bei meinen drei Begleiterinnen feststellen musste, dass es wohl doch kein Traum war. Ich hatte mich selbst überlistet! Da musste ich doch etwas lachen. Egal. Ich fotografierte einfach weiter, und filmte auch ein wenig. Hier zu sehen der Info-Film im Vorraum, der, sowie ichs übersehe, im rechten (also: südlichen?) Seitenschiff der Kirche lag. Er ist ganz lustig, weil so mit Synchronübersetzung in Gebärdensprache. Vorbildhaft übrigens auch die Infotexte in der Basilique selbst - die waren alle nicht nur ins Englische, Spanische und Deutsche übersetzt, sondern auch in (mutmaßlich französischer) Brailleschrift präsentiert, die diskret auf die Laminierung geplottet war. So solls doch sein, Murrfaktor gleich Null! Zu St. Denis kann ich sonst nur sagen: Die Gerüchte stimmen alle - Zerstörung und Kriminalität ist allpräsent, sie wird quasi zusammen mit der Luft geatmet. Diesen Menschen hier ist nichts heilig. Alles inspiriert sie zu Verbrechen. In welches Gesicht man auch schaut: verletzte Seelen, vom Faktor Angst** traumatisiert, und das permanente Aufblitzen krimineller Geistesblitze in den verengten Augen. Umgekippte Bauzäune, aus dem Asphalt gerissene Anti-Auto-Betonklötze, abgebrochene Zweige, Müll NEBEN statt IN den Papierkörben, geschlossene Ladengeschäfte. Und die Polizei hat auch nix Patentes in petto. Kapituliert.
Nun von der Gesellschaft zur Kultur: Als etwas störend an historisch patinierten Bauwerke dieser Fasson empfinde ich ja, dass diese im Innern stets gänzlich anders als von Aussen aussehen. Das bringt einen immer, mehr oder minder unfreiwillig, dazu, sich doch beide Perspektiven mal antun zu müssen. Faktor Zeit, und nicht selten auch: Geld! Für den Fall der Basilique kann ich nur sagen, dass diese sich schwer tut, den Glanz des äusseren Putzes auf der Innenseite zu reproduzieren. Superdämmer darin, echt, ey danke für die schönen Fotos! Seis drum - ihre Portion Ruhm bekommt die Basilique eh durch die Geschichte: Denn erstens war sie seit dem 14. Jahrhundert fast 500 Jahre lang Grabstätte der französischen Könige, und zweitens gilt sie (ca. 1130 in Grundzügen erbaut) als erstes gotisches Bauwerk*** überhaupt! Spätestens wenn man das erfährt, fängt man an, authentischen Respekt zu empfinden und die Nase in Richtung "Kilomètre Zéro"**** zu rümpfen, an dem die Notre-Dame sich aufbaut und platziert und aufgeblasen Meriten empfängt, von denen sie zumindest einen Teil an ihren eigentlich nicht weniger bedeutungsvollen kleineren Nachbarn im Norden abzugeben verpflichtet wäre.

Nun noch einige lehrreiche Bemerkungen zum Titel "Basilique", die ich dem Audioguide entnehmen konnte: Streng genommen ist die Basilique de St-Denis nämlich gar keine Basilika, sondern eine im Laufe der Jahrhunderte zur Kathedrale aufgestiegene Abteikirche. Eine "Basilika" zeichnet sich durch eine Handvoll recht genauer architektonischer Merkmale aus, die ich mir leider nur unvollständig merken konnte. Wenn eine Kirche jedoch alle diese Merkmale nicht mitbringt, sich aber trotzdem unbedingt so schimpfen soll, kann ihr der Titel "Basilika" immer noch als eine Art Ehrentitel durch den Papst verliehen werden. Und so ists auch hier geschehen. Cooler Trick, oder? Genaueres, also das Wann und Wieso, kenn ich leider auch diesmal nicht. Ziemlich enttäuschend vielleicht, aber: Es liegt an euch, das hier durch mich ererbte Halbwissen vielleicht doch noch zu was Ganzem zu vervollständigen!
---
* Französische HipHopper: z.B. Booba, Joey Starr oder Mac Tyer aka Sokrate. Zweitgrößter Hip-Hop-Markt der Welt hinter den USA. Die machen genau son Heckmeck wie die Amis, bloß dass es eben reichlich tuntiger klingt. Höhö!
** Faktor Angst: Fear is the mother of violence.
*** Die gotische Bauweise gilt im übrigen, trotz der internen teils ziemlich mauen Lichtverhältnisse, als architektonische Ausdrucksweise einer Theologie des Lichtes, in deren Sinne das Licht als eigentliche Manifestation göttliche Schönheit angesehen wurde. Umgesetzt wurde das, wie auch hier, durch zum Teil riesige und vor allem atemberaubend superbunte Fenster, die aus den Fassaden regelrechte "Wände aus Licht" machen sollten. Auch das sagte mir der ausgesprochen lehrreiche Audioguide!
**** Kilomètre Zéro: Pariser Referenzpunkt für Entfernungsangaben und somit gewissermaßen die offizielle Mitte von Paris! Befindet sich vor dem Haupteingang der Kathedrale Notre-Dame
Wie gesagt, ich hatte es wirklich nicht vor, aber am Ende fand ich mich zu meinem eigenen Schrecken dann doch mit ner Digitalkamera in der Hand vor der Basilique wieder. Und das kam so: Ich hatte nämlich die Nacht zuvor geträumt, ich führe mit einigen mir bekannten Begleiterinnen nach St. Denis, um dort eben die Basilique zu besuchen. Das war ja auch gar nicht gefährlich oder weiter wild, schliesslich wars ja nur im Traum. Nach einiger Zeit aber kam mir das alles ein wenig komisch vor. Viel zu normal und geordnet, viel zu gradlinig und detailliert irgendwie. So träumt man doch nicht, sagte ich mir, und versuchte ich mich selbst zur Raison zu tadeln. Bis ich dann auf Nachfrage bei meinen drei Begleiterinnen feststellen musste, dass es wohl doch kein Traum war. Ich hatte mich selbst überlistet! Da musste ich doch etwas lachen. Egal. Ich fotografierte einfach weiter, und filmte auch ein wenig. Hier zu sehen der Info-Film im Vorraum, der, sowie ichs übersehe, im rechten (also: südlichen?) Seitenschiff der Kirche lag. Er ist ganz lustig, weil so mit Synchronübersetzung in Gebärdensprache. Vorbildhaft übrigens auch die Infotexte in der Basilique selbst - die waren alle nicht nur ins Englische, Spanische und Deutsche übersetzt, sondern auch in (mutmaßlich französischer) Brailleschrift präsentiert, die diskret auf die Laminierung geplottet war. So solls doch sein, Murrfaktor gleich Null! Zu St. Denis kann ich sonst nur sagen: Die Gerüchte stimmen alle - Zerstörung und Kriminalität ist allpräsent, sie wird quasi zusammen mit der Luft geatmet. Diesen Menschen hier ist nichts heilig. Alles inspiriert sie zu Verbrechen. In welches Gesicht man auch schaut: verletzte Seelen, vom Faktor Angst** traumatisiert, und das permanente Aufblitzen krimineller Geistesblitze in den verengten Augen. Umgekippte Bauzäune, aus dem Asphalt gerissene Anti-Auto-Betonklötze, abgebrochene Zweige, Müll NEBEN statt IN den Papierkörben, geschlossene Ladengeschäfte. Und die Polizei hat auch nix Patentes in petto. Kapituliert.
Nun von der Gesellschaft zur Kultur: Als etwas störend an historisch patinierten Bauwerke dieser Fasson empfinde ich ja, dass diese im Innern stets gänzlich anders als von Aussen aussehen. Das bringt einen immer, mehr oder minder unfreiwillig, dazu, sich doch beide Perspektiven mal antun zu müssen. Faktor Zeit, und nicht selten auch: Geld! Für den Fall der Basilique kann ich nur sagen, dass diese sich schwer tut, den Glanz des äusseren Putzes auf der Innenseite zu reproduzieren. Superdämmer darin, echt, ey danke für die schönen Fotos! Seis drum - ihre Portion Ruhm bekommt die Basilique eh durch die Geschichte: Denn erstens war sie seit dem 14. Jahrhundert fast 500 Jahre lang Grabstätte der französischen Könige, und zweitens gilt sie (ca. 1130 in Grundzügen erbaut) als erstes gotisches Bauwerk*** überhaupt! Spätestens wenn man das erfährt, fängt man an, authentischen Respekt zu empfinden und die Nase in Richtung "Kilomètre Zéro"**** zu rümpfen, an dem die Notre-Dame sich aufbaut und platziert und aufgeblasen Meriten empfängt, von denen sie zumindest einen Teil an ihren eigentlich nicht weniger bedeutungsvollen kleineren Nachbarn im Norden abzugeben verpflichtet wäre.

Nun noch einige lehrreiche Bemerkungen zum Titel "Basilique", die ich dem Audioguide entnehmen konnte: Streng genommen ist die Basilique de St-Denis nämlich gar keine Basilika, sondern eine im Laufe der Jahrhunderte zur Kathedrale aufgestiegene Abteikirche. Eine "Basilika" zeichnet sich durch eine Handvoll recht genauer architektonischer Merkmale aus, die ich mir leider nur unvollständig merken konnte. Wenn eine Kirche jedoch alle diese Merkmale nicht mitbringt, sich aber trotzdem unbedingt so schimpfen soll, kann ihr der Titel "Basilika" immer noch als eine Art Ehrentitel durch den Papst verliehen werden. Und so ists auch hier geschehen. Cooler Trick, oder? Genaueres, also das Wann und Wieso, kenn ich leider auch diesmal nicht. Ziemlich enttäuschend vielleicht, aber: Es liegt an euch, das hier durch mich ererbte Halbwissen vielleicht doch noch zu was Ganzem zu vervollständigen!
---
* Französische HipHopper: z.B. Booba, Joey Starr oder Mac Tyer aka Sokrate. Zweitgrößter Hip-Hop-Markt der Welt hinter den USA. Die machen genau son Heckmeck wie die Amis, bloß dass es eben reichlich tuntiger klingt. Höhö!
** Faktor Angst: Fear is the mother of violence.
*** Die gotische Bauweise gilt im übrigen, trotz der internen teils ziemlich mauen Lichtverhältnisse, als architektonische Ausdrucksweise einer Theologie des Lichtes, in deren Sinne das Licht als eigentliche Manifestation göttliche Schönheit angesehen wurde. Umgesetzt wurde das, wie auch hier, durch zum Teil riesige und vor allem atemberaubend superbunte Fenster, die aus den Fassaden regelrechte "Wände aus Licht" machen sollten. Auch das sagte mir der ausgesprochen lehrreiche Audioguide!
**** Kilomètre Zéro: Pariser Referenzpunkt für Entfernungsangaben und somit gewissermaßen die offizielle Mitte von Paris! Befindet sich vor dem Haupteingang der Kathedrale Notre-Dame
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