Aus dem Leben einer Métrotür-Warnleuchte (und ihres Sidekicks, dem Métrotür-Warnton):
mardi, mai 29, 2007
lundi, mai 28, 2007
Akademischer Wasserstand III
Also hallo ich bin echt fertig und hör jetzt für heute auch erstmal auf. Nun bei Seite 19 angekommen, wobei ich aber vom Geschriebenen ernsthaft nicht so überzeugt bin, da mir doch son fuckin' Spoiler-Aufsatz über eigentlich genau mein Thema, den ich unvorsichtigerweise zu lesen wagte, ne ganze Menge Eigenanteil verhagelt. Und der Rest hat mit meinem Thema eigentlich nicht unmittelbar was zu tun. Trrrrmer. Stell die Verbindung her. Und zwar sofort, alta!
Gut. Jetzt noch merken: Bier koofen und vor Verlassen des Hauses nochmal bei Dingens, also den beiden eben anrufen wg. evtl. McDonald's-Affinität. Vorher Geld ziehen. Denn heut abend wird der vierte Harry Potter geschaut! Nicht nur das einzige, was ich heut jetzt ansonsten noch mache, sondern schier das einzige, dat noch geht. Gute Nacht!
Gut. Jetzt noch merken: Bier koofen und vor Verlassen des Hauses nochmal bei Dingens, also den beiden eben anrufen wg. evtl. McDonald's-Affinität. Vorher Geld ziehen. Denn heut abend wird der vierte Harry Potter geschaut! Nicht nur das einzige, was ich heut jetzt ansonsten noch mache, sondern schier das einzige, dat noch geht. Gute Nacht!
Neuer Besuch; abgehakt: Eiffelturm, Arc de Triomphe, Montmartre
Stephan und Kristen waren zu Besuch! Stephan aus Schönwohld und Kristen aus Orlando, Florida! Extra von so weit dahergekommen, extra um Paris zu sehen, die alte schöne Stadt, und dennoch noch Zeit für mich, den alten Lars! Ja wie finde ich denn das? Super finde ich das!
Machte daher fast gar nix, dass ich dafür ne Dreiviertelstunde unterm Eiffelturm warten musste. S&K, ich wusste es zu der Zeit noch nicht, wollten diesen vorher nämlich unbedingt noch mal erklettern, bloß war da oben vor den Aufzügen, komisch eigentlich, ne wirklich lange Schlange - richtig viele Touristen sollen da gewesen sein! So n Ding aber auch! Auch das unterdessen vor meinen Augen vor und um Paris aggressiv funkelnd Stellung beziehende Unwetter beobachtete ich zu dem Zeitpunkt noch mit einer Mischung aus Sorglosigkeit und aufrichtigem Interesse. Später kippte sich meine ungezwungene Gemütslage zwar noch auf ein gesundes Maß zurecht, aber da Stephan und Kristen da auch schon unten waren, hatten wir Glück und haben wir die Métro gewissermaßen noch in der letzten Sekunde vor Einsetzen der alles vernichtenden Regenfälle erreicht. Hier ein Film aus der Ligne 6 heraus zu ungefähr der Zeit. Ich hab auch extra acht gegeben auf biblisch-apokalyptische Inszenierung (hört man eigentlich bei den Vollbremsungen die quietschenden Métro-Gummibereifungen?):
Und hier noch einige Worte zum Gruß, von Stephan und Kristen für Euch:
Dann spielte in der Cité-U-Mensa eine antillische Band, irgendsonen abgeschmackten karibischen Gute-Laune-Beat, gerade als wir uns zum Verzehr leckerer Antillen-Spezialitäten (wie zB Huhn und Reis!) niedergelassen haben, so laut, dass man sein eigenes Wort nicht verstehen konnte. Naja, wenn man wie ich eh nix weiss, kann das ja auch manchmal ganz gut sein. Des war auch das letzte, was wir an dem Abend erlebt haben.
Der nächste Tag war eine exakte Kopie. Also, nu von nix Konkretem, sondern ersma überhaupt. Jedenfalls kam er mir so bekannt vor auf ne ganz un-déjàvuige Weise, und schliesslich kommt doch alles wieder, nich nur die Trends, sondern eben auch die ganz normalen Tage. Wir machten einige nette Bekanntschaften vor dem Arc de Triomphe und am Montmartre und hätten ihnen auch beinahe einige schöne typische Pariser bunte Fäden abgekauft, die man sich ums Handgelenk wickeln kann und die schon ihre Vorfahren so in Handarbeit zusammengewickelt und nichtsahnenden Touristen vergangener Zeitalter verkauft oder einfach für sich selbst behalten haben. Aber irgendwie sind wir nie so richtig ins Gespräch miteinander gekommen und redeten ständig aneinander vorbei. Schade, hätte gerne so Bindfäden gekauft, auch gerne zu jedem Preis und so.
Dann war auch die Zeit reif. Der Zug rief, und schneller als der Wind sie in die Stadt hineingeblasen hatte, waren se dann auch wieder verschwunden, denn es handelte sich um den Thalys, den legendären Schnellzug! Bis dann, bis zum nächsten Mal! Das nächste Mal funktioniert die Funiculaire auch bestimmt wieder und wir schaffens auf den Berg rauf!
Le Lars Parisien
Machte daher fast gar nix, dass ich dafür ne Dreiviertelstunde unterm Eiffelturm warten musste. S&K, ich wusste es zu der Zeit noch nicht, wollten diesen vorher nämlich unbedingt noch mal erklettern, bloß war da oben vor den Aufzügen, komisch eigentlich, ne wirklich lange Schlange - richtig viele Touristen sollen da gewesen sein! So n Ding aber auch! Auch das unterdessen vor meinen Augen vor und um Paris aggressiv funkelnd Stellung beziehende Unwetter beobachtete ich zu dem Zeitpunkt noch mit einer Mischung aus Sorglosigkeit und aufrichtigem Interesse. Später kippte sich meine ungezwungene Gemütslage zwar noch auf ein gesundes Maß zurecht, aber da Stephan und Kristen da auch schon unten waren, hatten wir Glück und haben wir die Métro gewissermaßen noch in der letzten Sekunde vor Einsetzen der alles vernichtenden Regenfälle erreicht. Hier ein Film aus der Ligne 6 heraus zu ungefähr der Zeit. Ich hab auch extra acht gegeben auf biblisch-apokalyptische Inszenierung (hört man eigentlich bei den Vollbremsungen die quietschenden Métro-Gummibereifungen?):
Und hier noch einige Worte zum Gruß, von Stephan und Kristen für Euch:
Dann spielte in der Cité-U-Mensa eine antillische Band, irgendsonen abgeschmackten karibischen Gute-Laune-Beat, gerade als wir uns zum Verzehr leckerer Antillen-Spezialitäten (wie zB Huhn und Reis!) niedergelassen haben, so laut, dass man sein eigenes Wort nicht verstehen konnte. Naja, wenn man wie ich eh nix weiss, kann das ja auch manchmal ganz gut sein. Des war auch das letzte, was wir an dem Abend erlebt haben.
Der nächste Tag war eine exakte Kopie. Also, nu von nix Konkretem, sondern ersma überhaupt. Jedenfalls kam er mir so bekannt vor auf ne ganz un-déjàvuige Weise, und schliesslich kommt doch alles wieder, nich nur die Trends, sondern eben auch die ganz normalen Tage. Wir machten einige nette Bekanntschaften vor dem Arc de Triomphe und am Montmartre und hätten ihnen auch beinahe einige schöne typische Pariser bunte Fäden abgekauft, die man sich ums Handgelenk wickeln kann und die schon ihre Vorfahren so in Handarbeit zusammengewickelt und nichtsahnenden Touristen vergangener Zeitalter verkauft oder einfach für sich selbst behalten haben. Aber irgendwie sind wir nie so richtig ins Gespräch miteinander gekommen und redeten ständig aneinander vorbei. Schade, hätte gerne so Bindfäden gekauft, auch gerne zu jedem Preis und so.
Dann war auch die Zeit reif. Der Zug rief, und schneller als der Wind sie in die Stadt hineingeblasen hatte, waren se dann auch wieder verschwunden, denn es handelte sich um den Thalys, den legendären Schnellzug! Bis dann, bis zum nächsten Mal! Das nächste Mal funktioniert die Funiculaire auch bestimmt wieder und wir schaffens auf den Berg rauf!
Le Lars Parisien
A Rough Guide To Laissez Faire
Lasst die Franzosen tun, was die Franzosen am besten können. Ich also am Mittwoch beim Mineralwassereinkauf im Franprix. Kaufe ja mein Mineralwasser immer in Sixpacks, weil das erstens jenen Muskel des rechten Armes, den dieser zum Heben schwererer Gegenstände benötigt, z.B. Sixpacks, trainiert (für den linken muss ich mir noch irgendeine Lösung einfallen lassen) und zweitens weils nämlich auch billiger ist als Einzel-Bouteilles. Es sei denn Frankreich will nich.
Frankreich verfleischlichte sich an jenem Nachmittag in Gestalt eines Franprix-Kassierers, seine sechs Buchstaben* unauflösbar dem Kassiererstuhl verbunden, den Schalk einer ganzen Grande Nation im Nacken, der es einfach nicht hinkriegte, mein Chantereine-Eau-de-Source-Ensemble als Einheit einzuscannen und daher (anstatt etwa ein paar Schritte in den Laden zurückzugehen und nachzuschauen) mir also einfach sechs einzelne Flaschen auf die Rechnung setzte, so als wärs die selbstverständlichste Sache der Welt. Es ging nicht um viel, aber immerhin doch zwanzig Cent! Meine anfangs noch wortgewaltigen Proteste schlugen jedoch nicht an, gingen an ihrer eigenen argumentativen Verstiegenheit zugrunde und verflachten in etwa so schnell wie die Brandung an der Ostsee, denn ich sah an der Weise, mit der der Mann mit stoischem Gesicht meinen Ausführungen folgte: Erklärungen zwecklos, das hier folgt keiner Argumentationslogik, es geht hier um andere Dinge, wie Selbstverständnis und kulturelle Identität. Laissez-Faire! Nicht Bosheit, sondern diese kulturell geschützte Chuzpe, dass einen einfach mal alles mal total kann, auch König Kunde, der sich heute mal in Gestalt eines notorisch den Schalk im Nacken habenden deutschen Stylers mit diesen irgendwie toll glimmenden Augen auf die Weltoberfläche projiziert hat. Davon sind wir Deutschen einfach noch voll weit entfernt! Ich find ja sowieso, wir könnten uns von den Franzosen manchmal noch mal ne ganze Menge Scheiben abschneiden. Und das soll für Fritz aus der Fußgängerzone genau so gelten wie für "Herr Oliver Schwoch, Marktleiter" des Kieler SKY in der Holtenauer Straße. Ende der Durchsage.
--
* fesses, (f., pl.) - der Popo (steht jedenfalls so auf leo.org)
Frankreich verfleischlichte sich an jenem Nachmittag in Gestalt eines Franprix-Kassierers, seine sechs Buchstaben* unauflösbar dem Kassiererstuhl verbunden, den Schalk einer ganzen Grande Nation im Nacken, der es einfach nicht hinkriegte, mein Chantereine-Eau-de-Source-Ensemble als Einheit einzuscannen und daher (anstatt etwa ein paar Schritte in den Laden zurückzugehen und nachzuschauen) mir also einfach sechs einzelne Flaschen auf die Rechnung setzte, so als wärs die selbstverständlichste Sache der Welt. Es ging nicht um viel, aber immerhin doch zwanzig Cent! Meine anfangs noch wortgewaltigen Proteste schlugen jedoch nicht an, gingen an ihrer eigenen argumentativen Verstiegenheit zugrunde und verflachten in etwa so schnell wie die Brandung an der Ostsee, denn ich sah an der Weise, mit der der Mann mit stoischem Gesicht meinen Ausführungen folgte: Erklärungen zwecklos, das hier folgt keiner Argumentationslogik, es geht hier um andere Dinge, wie Selbstverständnis und kulturelle Identität. Laissez-Faire! Nicht Bosheit, sondern diese kulturell geschützte Chuzpe, dass einen einfach mal alles mal total kann, auch König Kunde, der sich heute mal in Gestalt eines notorisch den Schalk im Nacken habenden deutschen Stylers mit diesen irgendwie toll glimmenden Augen auf die Weltoberfläche projiziert hat. Davon sind wir Deutschen einfach noch voll weit entfernt! Ich find ja sowieso, wir könnten uns von den Franzosen manchmal noch mal ne ganze Menge Scheiben abschneiden. Und das soll für Fritz aus der Fußgängerzone genau so gelten wie für "Herr Oliver Schwoch, Marktleiter" des Kieler SKY in der Holtenauer Straße. Ende der Durchsage.
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* fesses, (f., pl.) - der Popo (steht jedenfalls so auf leo.org)
jeudi, mai 24, 2007
Bärtige Männer, Bilder und Beinfreiheit (keine)
Am besten waren dann doch die Bilder, und das gilt sowohl als auch:
1. Da der Film auf Französisch lief, mussten wir uns zum Verfolgen der Handlung vor allem auf die optischen Aspekte unserer Wahrnehmung beschränken. Die sichtfeldfüllende Leinwand im Grand Rex kamen dem, genau wie unsere Balkonplätze zweite Reihe, zum Glück sehr entgegen. Im übrigen folgten wir dann einfach den emotionalen Cues, die uns die Reaktionen der uns gleichsam massiv ringförmig flankierenden Einheimischen legten. 2. Nadine und Amelie fanden es ziemlich witzig, sich wie Piraten zum bemalen und zu verkleiden! Ja, und ich mach ja, ihr kennt mich, gerne jeden sog. "Scheiss" mit. War zwar glaub ich mit meinem blauen, pyjamastreifigen Hemd und dem Schal um den Kopf, den ich bei H&M im Winter gekauft, aber seitdem fast gar nicht benutzt habe (wurstet sich am Hals immer so auf), nicht unbedingt eine authentisch diesseitige Spiegelung des Leinwandcontents. Aber mit Kajal könnte ich jedenfalls noch gut Freund werden, ich sah aus wie ne Mischung aus Jack Sparrow, Tokio und Hotel, nur eben besser, weil ich ja eben halt noch meinen eigenen Style hab. Und da gibts auch Bilder von (s. Bild). Und die waren am besten.

Der grosse Saal des Grand Rex ist übrigens wirklich alleine den Besuch wert. Das war zwar immer so dunkel da, deswegen hab ich kein richtiges Foto machen können. Aber ich kann ja beschreiben: Orientalische Kulisse an den Aussenseiten und nachtblaue Decke mit künstlichem Sternenzelt, ne richtige Traumfabrik. Dazu ne riesige Leinwand, die im dramaturgisch richtigen Moment runtergefahren wird. Kritik übe ich, aber das kann man den Franzosen wohl in hundert Jahren nicht abgewöhnen, allerdings am an Verschaukelung angrenzenden Mangel an Beinfreiheit (das ist auch in den Hörsälen der Sorbonne teils einfach no-no!). Ehrlich, ungefähr zur Hälfte der Spielzeit dachte ich, ich wäre jetzt lieber in einem dieser Busse von Gulliver (Hamburg-Paris und zurück jeweils zwölf Stunden), denn mein linkes Bein tat zunehmend weh, und in den Bussen kann man wenigstens noch ein wenig die Beine unter den Sitz des Vordermanns runterstrecken. Ist das Rex-Defizit noch alleine mit der unterdurchschnittlichen Körpergrösse des durchschnittlichen Franzosen zu erklären oder steckt da irgendne unantastbare Tradition dahinter? Wo stellt der Pierre bloss seine Beine ab?
Das Beste am Abend war wohl aber, dass ich jetzt zwar "Fluch der Karibik 3" gesehen habe, aber trotzdem noch gar nicht weiss, ob er überhaupt gut ist. Ich bin schon jetzt ganz gespannt auf eine Erklärung dieser speziellen beinahe dreistündigen Abfolge bunter Bilder. Und warum z.B. genau da diese eine Sache mit den Piraten jetzt so war. Vielleicht läufts ja nach meiner Rückkehr sogar noch im Cinemaxx, der zwar deutlich armseligeren und flairloseren, dafür aber bestimmt deutlich beinfreieren Kieler Entsprechung zum Grand Rex.
So, und jetzt checkt den kostenlos von mir zu euch getragenen Trailer für ein Videogame aus, das, glaub ich, "Speedermann 3" oder so heisst. Da war die große Leinwand des Grand Rex übrigens noch nich losgelassen.
1. Da der Film auf Französisch lief, mussten wir uns zum Verfolgen der Handlung vor allem auf die optischen Aspekte unserer Wahrnehmung beschränken. Die sichtfeldfüllende Leinwand im Grand Rex kamen dem, genau wie unsere Balkonplätze zweite Reihe, zum Glück sehr entgegen. Im übrigen folgten wir dann einfach den emotionalen Cues, die uns die Reaktionen der uns gleichsam massiv ringförmig flankierenden Einheimischen legten. 2. Nadine und Amelie fanden es ziemlich witzig, sich wie Piraten zum bemalen und zu verkleiden! Ja, und ich mach ja, ihr kennt mich, gerne jeden sog. "Scheiss" mit. War zwar glaub ich mit meinem blauen, pyjamastreifigen Hemd und dem Schal um den Kopf, den ich bei H&M im Winter gekauft, aber seitdem fast gar nicht benutzt habe (wurstet sich am Hals immer so auf), nicht unbedingt eine authentisch diesseitige Spiegelung des Leinwandcontents. Aber mit Kajal könnte ich jedenfalls noch gut Freund werden, ich sah aus wie ne Mischung aus Jack Sparrow, Tokio und Hotel, nur eben besser, weil ich ja eben halt noch meinen eigenen Style hab. Und da gibts auch Bilder von (s. Bild). Und die waren am besten.
Der grosse Saal des Grand Rex ist übrigens wirklich alleine den Besuch wert. Das war zwar immer so dunkel da, deswegen hab ich kein richtiges Foto machen können. Aber ich kann ja beschreiben: Orientalische Kulisse an den Aussenseiten und nachtblaue Decke mit künstlichem Sternenzelt, ne richtige Traumfabrik. Dazu ne riesige Leinwand, die im dramaturgisch richtigen Moment runtergefahren wird. Kritik übe ich, aber das kann man den Franzosen wohl in hundert Jahren nicht abgewöhnen, allerdings am an Verschaukelung angrenzenden Mangel an Beinfreiheit (das ist auch in den Hörsälen der Sorbonne teils einfach no-no!). Ehrlich, ungefähr zur Hälfte der Spielzeit dachte ich, ich wäre jetzt lieber in einem dieser Busse von Gulliver (Hamburg-Paris und zurück jeweils zwölf Stunden), denn mein linkes Bein tat zunehmend weh, und in den Bussen kann man wenigstens noch ein wenig die Beine unter den Sitz des Vordermanns runterstrecken. Ist das Rex-Defizit noch alleine mit der unterdurchschnittlichen Körpergrösse des durchschnittlichen Franzosen zu erklären oder steckt da irgendne unantastbare Tradition dahinter? Wo stellt der Pierre bloss seine Beine ab?
Das Beste am Abend war wohl aber, dass ich jetzt zwar "Fluch der Karibik 3" gesehen habe, aber trotzdem noch gar nicht weiss, ob er überhaupt gut ist. Ich bin schon jetzt ganz gespannt auf eine Erklärung dieser speziellen beinahe dreistündigen Abfolge bunter Bilder. Und warum z.B. genau da diese eine Sache mit den Piraten jetzt so war. Vielleicht läufts ja nach meiner Rückkehr sogar noch im Cinemaxx, der zwar deutlich armseligeren und flairloseren, dafür aber bestimmt deutlich beinfreieren Kieler Entsprechung zum Grand Rex.
So, und jetzt checkt den kostenlos von mir zu euch getragenen Trailer für ein Videogame aus, das, glaub ich, "Speedermann 3" oder so heisst. Da war die große Leinwand des Grand Rex übrigens noch nich losgelassen.
mercredi, mai 23, 2007
Müssen wohl Männer mit Bärten sein
Heute abend gehts denn endlich doch mal ins Grand Rex. Gesichtet wird: Der Fluch der Karibik drei, der, holla, ja auch gerade jetzt heute überhaupt anläuft!! Um uns vorzubereiten haben wir gestern abend extra noch mal Fluch der Karibik zwei gesehen. Was ist denn eigentlich überhaupt falsch an dem? Also ich fand den sehr lustig und musste daher auch mehrmals lachen. Ich mein, vielleicht ist er manchmal ein bisschen unrealistisch an manchen Stellen. Aber von derlei Schwächen abgesehen ein eindringliches und spannungsgeladenes Portrait, wie unsere Vorfahren mal gelebt haben. Weiss gar nicht, wie das heute abend zu toppen gehn soll. Hoffentlich nich so kommerziell und Mainsteram, jetzt wo man mal die Chance hat, eine etwas grössere Öffentlichkeit zu erreichen. Aber man wird sehen, spätestens morgen (oder sagen wir ma: übermorgen) wird euch ja mein Bericht Aufschluss über die wichtigsten Fragen geben.
lundi, mai 21, 2007
Akademischer Wasserstand II
Heute dem bereits Erreichten noch fünfeinhalb weitere Seiten beigefügt - mir ist noch eingefallen, wie ich das Ganze doch noch in Zusammenhang mit meinem Hauptthema bringen kann. Die 15 Seiten dürften jedenfalls zu knacken sein. Ich pokere gerade auf die 20. Mann, was fürchte ich mich schon vor der Reinschrift und den Korrekturen.
Ja, ich halte euch auf dem Laufenden, interessierte Folks!!
Ja, ich halte euch auf dem Laufenden, interessierte Folks!!
dimanche, mai 20, 2007
Akademischer Wasserstand I
Unterdessen heute vier Seiten für meine Hausarbeit vorgelegt. Mannomann! Macht jetzt insgesamt ca. sechs. Das ist beinahe ein Viertel dessen, was ich so ca. brauche. Wollt ihr mal wissen, wie das ist mit Kafka und seinem Fragment "Der Verschollene"? Schreibt mir einfach ne Mail, klingelt ma an oder, am praktischsten, fragt unten an der Rezeption nach mir! Ich weiss ganz viel!
Ich glaub aber auch, d.h. ich fürchte, ich hab jetzt heute auch schon einen nicht unbeträchtlichen Teil meines Gesamtpulvers verschossen. Wo soll ich jetzt neues herkriegen, kann mir das ma wer sagen?
Hm a propos da fällt mir ein, ich wollt ja noch ma zum Arzt.
Oder gibts an unserem Institut vielleicht irgendwo für 15 Seiten nen Hausarbeitenschein? Das wär ja vielleicht auch noch n plausibles Ziel.
Ich glaub aber auch, d.h. ich fürchte, ich hab jetzt heute auch schon einen nicht unbeträchtlichen Teil meines Gesamtpulvers verschossen. Wo soll ich jetzt neues herkriegen, kann mir das ma wer sagen?
Hm a propos da fällt mir ein, ich wollt ja noch ma zum Arzt.
Oder gibts an unserem Institut vielleicht irgendwo für 15 Seiten nen Hausarbeitenschein? Das wär ja vielleicht auch noch n plausibles Ziel.
samedi, mai 19, 2007
"le blog" beglückwünscht den VfB Stuttgart, den Deutschen Fußballmeister 2007!
Die zweitwichtigste Meldung war heute allerdings: "Röcke werden wieder kürzer: Experten verraten die Gründe"*. Weil es im ersten Moment irgendwie lustig ist, sich so einen Experten mal vorzustellen. Obwohl, dann gehts auch ganz schnell wieder.
Ansonsten is jetzt nix weiter.
--
* auf der GMX-/Web-Page (gewiss aber auch fast überall sonst im Online-"Vermischten")
Die zweitwichtigste Meldung war heute allerdings: "Röcke werden wieder kürzer: Experten verraten die Gründe"*. Weil es im ersten Moment irgendwie lustig ist, sich so einen Experten mal vorzustellen. Obwohl, dann gehts auch ganz schnell wieder.
Ansonsten is jetzt nix weiter.
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* auf der GMX-/Web-Page (gewiss aber auch fast überall sonst im Online-"Vermischten")
Und "leblog" (bzw. das was sein créateur so treibt; bzw. vielleicht hat es auch gar nix persönlich mit mir zu tun; aber man wird doch eben noch einen Zusammenhang übers Knie brechen dürfen) schlägt Wellen, das Internet hat Augen, Ohren und Geschmack: Seit der Premiere am Dienstag wurde mein Scorpions-Video bei youtube satte 466mal abgerufen und hatte noch heute morgen 4 sog. "honors"* inne. Gestern heulten bei einigen youtube-Servern schon auf beängstigende Weise die Lüftungen auf. Mal sehen wies weitergeht.

NACHTRAG 21.5.: jetzt neuerdings sogar 6 "honors"!
--
* War honortechnisch sicher auch nich ganz dumm, mein Video bei "Travel & Places" anstatt bei "Music" einzuordnen, hihi! Denn wer bewertet und "diskutiert" denn schon Reisevideos?

NACHTRAG 21.5.: jetzt neuerdings sogar 6 "honors"!
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* War honortechnisch sicher auch nich ganz dumm, mein Video bei "Travel & Places" anstatt bei "Music" einzuordnen, hihi! Denn wer bewertet und "diskutiert" denn schon Reisevideos?
Auch nach siebeneinhalb Monaten gibt es noch Premieren. Vorgestern abend: Meine erste Tiefkühlpizza (mit Paprika & Chorizo-Salami)! Dahinter kann man meinen Zimmerschlüssel (links) und eines meiner im Oktober erstandenen "Snitta"-Messer von IKEA (rechts) sehen. In der Mitte spielt die Sonne, beide miteinander verbindend, mit ihrem Licht auf der glatten Tischoberfläche.
jeudi, mai 17, 2007
Oase (bzw. Zyklopen AG bzw. meine Abenteuer in Kiel, Teil 4 [war aber in Hamburg!])
Die Oase: Ich könnte schwören, eine Sekunde vorher war se noch nicht da!
mardi, mai 15, 2007
Hab übrigens grad noch auf Wikipedia gelesen, dass die "Scorpions" als die Miterfinder der sogenannten "Powerballade" gelten. Hut ab! Da könnte ich nicht so einfach mit einschlafen!
Like A Hurricane (Smells Like Melting Sitzfleisch)
Ja hallo zu den Bildern brauch ich ja wohl nix mehr hinzufügen! Die Scorpions rockten heut nachmittag zur besten Tea Time im Virgin Megastore dermaßen Klartext, dass dessen Grundfeste nunmehr wohl besser als nich mehr ganz so fest wie vorher bezeichnet werden sollten. Da war wirklich Schluss mit lustig, und ich denk ma jetz is auch dem letzten Franzosen klar geworden wie der Zucker an den Crêpe kommt und wieso das alles in die Fresse gehört. "Etwas statische Bühnenshow" wurde zwar hier und da gemunkelt, "Playback" und "Mineralwasser-Rocker" anderenorts geargwohnt, aber ich glaub, die das sagen haben keine Ahnung und sind auch nur neidisch. Die Scorpions sind det Beste, seit sich "Rudolf Schenker" auf "Rock'n'Roll" reimt! Still alive!
Und heute, hat man mir gesagt, sollen in irgendeinem der Virgin Mega Stores (ich glaub mal, es war der auf den Champs Elysees) die Scorpions spielen (ja genau, DER deutsche Rock-Export #1; natürlich für lau, wie alle diese Store-Gigs)!!!! Da muss ich mich unbedingt mal hinterklemmen, um mit all den anderen treuen Aficionados die neuen Hurrikan-Rocker und supersoften Balladen des am 25. Mai erscheinenden Albums "Humanity - Hour I" (was für ein Titel - also wenn das nix wird Freunde der Sonne!) freundlich zu beklatschen! Später an dieser Stelle mehr.
dimanche, mai 13, 2007
De La Chanson
Wer bei Nadine und Amelie den Grand Prix schauen will, der muss stark sein. Am besten aber stärkt man sich mit Pfannekuchen und Salat (s. Foto!). Und dazu natürlich ein Kronenbourg! Da zischt das hoffnungslose Abnudeln des Ciceros noch einmal umso mehr! Wir haben ja, knapp daneben, unsere kollektive Stimme der Ukraine gegeben, weil die, wie wir fanden, insgesamt vom musikalischen Gesichtspunkt her, aber auch fürs Auge das überzeugendste Gesamtpaket am Start hatten, eben einfach "einen Tick" besser als die anderen, ne "Millimeterentscheidung", falls ihr versteht. Wobei, dass es Nadine und Amelie bloß tröpfchenweise aufging, dass man von französischen Telefonanschlüssen aus sehr wohl auch für deutsche Beiträge stimmen darf, hat sicherlich auch ein bisschen geholfen. Als das Glas dann endlich voll war, wars schon zu spät.
Aufgefallen ist uns zwangsweise Franko-Fixierten im Übrigen: Nicht nur, dass die französischen Kommentatoren es irgendwie immer wieder hinbekamen, ihren Geschwätz-Leitstrahl auch aus den unplausibelsten Zusammenhängen heraus immer wieder auf die Vielfältigkeit und Schönheit Frankreichs zurückzurichten (also, zumindest haben wirs so verstanden) - auch der, ansonsten stark an die Erste Allgemeine Verunsicherung anklingende, französische Beitrag selbst handelte vor allem von: Frankreich. Und wer am liebsten sich selbst feiert, hat man wieder einmal gesehen, der muss am Ende alleine feiern.
Was bleibt? Ein schöner Eindruck von mit französischen Zutaten hergestellten Pfannkuchen (die sich, entgegen meiner magischen Weltsicht, in der Pfanne nicht in Crêpes verwandelten) und Salat, der nie völlig Salat sein wollte, sondern sich auch mal ganz überraschend so oder so oder so, auf jeden Fall aber immer völlig anders gab!
Aufgefallen ist uns zwangsweise Franko-Fixierten im Übrigen: Nicht nur, dass die französischen Kommentatoren es irgendwie immer wieder hinbekamen, ihren Geschwätz-Leitstrahl auch aus den unplausibelsten Zusammenhängen heraus immer wieder auf die Vielfältigkeit und Schönheit Frankreichs zurückzurichten (also, zumindest haben wirs so verstanden) - auch der, ansonsten stark an die Erste Allgemeine Verunsicherung anklingende, französische Beitrag selbst handelte vor allem von: Frankreich. Und wer am liebsten sich selbst feiert, hat man wieder einmal gesehen, der muss am Ende alleine feiern.
Was bleibt? Ein schöner Eindruck von mit französischen Zutaten hergestellten Pfannkuchen (die sich, entgegen meiner magischen Weltsicht, in der Pfanne nicht in Crêpes verwandelten) und Salat, der nie völlig Salat sein wollte, sondern sich auch mal ganz überraschend so oder so oder so, auf jeden Fall aber immer völlig anders gab!
mercredi, mai 09, 2007
Tief in den 80ern (Meine Abenteuer in Kiel, Teil 3)
Was für ein Genuss: Alte ALF-Folgen goutiert, und dazu die gute, nein: tolle 80er-Werbung. Bei der verstand man wenigstens noch irgendwie, was die von einem wollte. Nicht so n postmoderner Quatsch wie heute eben. Damals nannte man es wohl auch noch "Tricktechnik" und noch nicht "Computeranimation".
PS "Crédit Lyonnais": Das Video ist zusammengeschnitten; unmittelbar vor meinem begeisterten Ausruf lief ein Werbespot der "bfg Bank" (gibts die überhaupt noch?), die zur "Gruppe Crédit Lyonnais" gehörte, jene Bank, bei der ich hier in Paris ein Konto innehabe. Da drehn bei mir, verständlich, natürlich schon mal die Sicherungen durch!
PS "Crédit Lyonnais": Das Video ist zusammengeschnitten; unmittelbar vor meinem begeisterten Ausruf lief ein Werbespot der "bfg Bank" (gibts die überhaupt noch?), die zur "Gruppe Crédit Lyonnais" gehörte, jene Bank, bei der ich hier in Paris ein Konto innehabe. Da drehn bei mir, verständlich, natürlich schon mal die Sicherungen durch!
mardi, mai 08, 2007
Runter mit den Waffen (her mit der Feder*)
Sie tanzen wieder auf unseren Leichen: Heute ist in Frankreich die "commémoration d'armistice" (oder, salopper: "Victoire 1945"). Das bedeutet Hubschrauber, Trilerpfeifen und "La France", vor allem aber: einen lupenreinen Feiertag! Jacques Chirac, trotz gezählter Tage im Amt bis zum Ende nicht faul, wird am Place de la République als symbolischen Höhepunkt der Zeremonie einen Kranz niederlegen - ein Ereignis, dem ich allerdings nicht beiwohnen werde. Denn Feiern is für mich heute leider, selbstverschuldet, nicht drin. Und damit mein ich jetzt weniger jene kollektive Schuld, der Nation anzugehören, die ehemals eine sog. "Entwaffnung" überhaupt erst nötig gemacht hatte. Meine Mission ist heute eine andere und dringlichere (weil immer noch extremely underaccomplished): nämlich die, das Werk Franz Kafkas ein kleines Stück weiter aus seiner literaturwissenschaftlichen Misere herauszuheben, und zwar konkret: um ein ganzes Hausarbeits-Unterkapitel! Bis heute abend! Ich sollte daher jetzt auch mal. Damit ich es den Franzosen nach Möglichkeit noch gleichtun und vielleicht heute auch noch einen Frieden feiern kann, nämlich den mit mir selbst (nach einem Sieg über mich selbst!**).
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* resp. Das macht man ja heutzutage alles mit Keyboard ('n'Memory Stick).
** geschmacklose analogiebildung? vielleicht. aber: n zusammenhang gefunden! immerhin! so!
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* resp. Das macht man ja heutzutage alles mit Keyboard ('n'Memory Stick).
** geschmacklose analogiebildung? vielleicht. aber: n zusammenhang gefunden! immerhin! so!
lundi, mai 07, 2007
A propos Könige: Die Wahl in Frankreich (oder auch: endlich ma politisches Tagesgeschehen in meinem Blog)

Nicht dass ihr das nicht schon wüsstet. Will mir bloß nicht den Ruf des politisch desinteressierten und unkritischen Gute-Laune-Bloggers einhandeln, der mit dem demokratischen Aktivierungspotential dieses 1a-Mediums einfach nicht umzugehen weiss. Und ausserdem sitze ich ja, zumindest theoretisch, derartig derbe am Puls der Geschehnisse, dass sicherlich zumindest ein kleiner Kommentar à la Parisien Allemand irgendwie erwartet wird.
Nun gut. Obwohl ich aufgrund meiner völligen Unkenntnis der politischen Verhältnisse und Traditionen Frankreichs lieber Abstand davon nehmen möchte, ein allzu starkes Urteil herauszuposaunen, denke ich, dass ich mich nicht zu weit aus dem Fenster lehne, wenn ich aus meiner Nahperspektive konstatiere: Die europäische (ganz besonders dabei natürlich die französische) Politik ist gestern abend mit der Wahl von Nicolas Sarkozy zum neuen Staatspräsidenten der Französischen Republik um eine recht bedeutsame Hackfresse reicher geworden. Dazu erstmal Félicitations, denn schließlich erhalten wir damit ein frisches, noch gänzlich unverbrauchtes Exemplar einer Figurenkategorie, die mir heutzutage für jede differenziertere Art kollektiver politischer Meinungsbildung unerlässlich zu sein scheint. In Hinblick auf die deutsche Perspektive möchte ich zudem noch anmerken: Sollte Frankreich mit der Wahl nun wirklich ein Stück weiter nach rechts gerückt sein, dann ist (nach optimistischer Logik) ja nun in der Mitte wieder n bisschen mehr Platz für uns. Ähm ja. Genau jetzt ist vielleicht die Grenze meines politischen Urteilsvermögens erreicht.
Ich möchte allerdings noch verkünden, dass ich, um gegen diesen neuerlichen Rückschlag im Projekt "ein schöneres neues Europa" ein kleines Zeichen zu setzen, mir heute spontan bei H&M zwei weitere Paare schöner neuer Socken gekauft habe (einmal braun mit blauen Sternen, einmal grün mit blauen Totenköpfen - s. auch Foto). Denn die Füße unseres Nachwuchses sollen dereinst in einer Welt ihre ersten Schritte gehen können, die so ist wie jene Socken, mit denen sie in ihren Kinderschuhen stecken: schön. Lars-Christian Austen aus Paris (hab heute schon zwei große Kaffee getrunken, daher).

War dieser Beitrag jetzt eigentlich lohnenswert?
PPS: Noch einmal a propos Könige: Hab jetzt den Zeit-Artikel wiedergefunden, den ich letztens im Flugzeug auf dem Weg in die Osterferien gelesen habe. Sehr einseitig, aber wahrscheinlich gerade deshalb auch interessant. Lisez!
dimanche, mai 06, 2007
Wenn die Könige einen Zwischenstopp einlegen
Der 2.5.: ein aufregender Tag. Zunächst mal machte Steffi auf ihrem Weg nach Pamplona einen Zwischenstopp in Paris, was für mich bedeutete: Besuch - Gelegenheit, meine Hometown, mein Paris vorzustellen! Da Besuch für mich König ist, stellte ich für den Tag einen recht komplizierten Aktivitäten-Plan auf, der selbstverständlich eine moderierte Begleitung (also: mich!) durch den gesamten Tag beinhaltete. Ich nahm sie also morgens knapp nach neun am Gare du Nord in Empfang. Die Lok ihres Zuges hatte eine echt komische Form, und sie selbst trug eine schwarze Trainingshose und graue Sporttreter von Adidas* mit einem mäßig eingängigen Streifenarrangement drauf. Das nur fürs Protokoll.
Mit Baguettes und Croissants vom besten Bäcker von Paris bei Nadine und Amelie um die Ecke sowie dem tollen "Ail & fines herbes"-Frischkäse vom Franprix konnte ich ihr gleich ma demonstrieren, wie sich der perfekte Start in den Tag auf Pariserisch buchstabiert. A propos Nadine und Amelie: Diese spielten bei der ganzen Sache eine durchaus lobend zu erwähnende, wenn auch keinesfalls unnötig groß zu redende Nebenrolle, indem sie Steffi in ihrem sympathisch schratigen HQ am Place Gambetta (mitten im Herzen des "20.") zu beherbergen so nett waren. Da fällt mir ein: Erstere, also Nadine, äusserte übrigens auch die "Ansicht", dass ich mich in meinem Blogeintrag zum Basilique-de-Saint-Denis-Ausflug im Vergleich zu meinen drei Begleiterinnen oder, ich möchte fast sagen: Hosts (denn der Ausflug war deren Idee), arg in den Vordergrund schiebe. Nun gut, wir sind ja in einem "demokratischen" Medium. Ich kann mir darüber kein Urteil bilden. Ausserdem bin ich zu faul, jetzt gerade noch mal den betreffenden Post nachzuschlagen und zu beweisen, dass natürlich das schiere Gegenteil der Fall ist.
Auf das Vergnügen folgte die Arbeit: Es ging los mit dem Touri-Nerv-Teil! Ich versuchte, den Ball zunächst ma flach zu halten und zeigte ihr auf dem Père Lachaise mal, wie das ungefähr so aussieht, wenn man Jim Morrison oder Oscar Wilde heisst und tot ist: Recht eintönig, was aber die ausserhalb des goldenen Käfigs Stehenden keinesfalls davon abhält, einem weiterhin mit Fotoapparaten und aufmunternden Blumensträussen nachzustellen. Tja, wenn der Rock'n'Roll-Lifestyle in biederem Steinmetz-Hackwerk und dem Sound künstlicher Klick-Sounds der Digitalkameras endet, da muss man sich wohl doch mal fragen, obs wirklich besser war auszubrennen als so wegzufaden, wa?
A propos Rock'n'Roll Lifestyle: Besonderes Schmankerl des Steffi-Guide-Tags war natürlich ein anderer königlicher Zwischenstopp, nämlich das von den Veranstaltern geschmackvoll Richtung Ende des Tages angesetzte Konzert von The Whitest Boy Alive, dem aktuellen Projekt von Erlend Oye, strange guy of brutalstem Kings-Of-Convenience-Fame, Chill-Titan und akustischer Halbgott!! Zu allem dekadenten Überfluss obendrein noch mit Tourbegleitung Kommode, dem aktuellen Projekt von Eirik Glambek Boe, der zweiten KoC-Hälfte, der sein Klingelschild ebenfalls am Pantheon des Akustik-Songwriterwesens hat. Lieu de la spectacle était dabei der ganz in Nadine & Amelies Nähe gelegene ehemalige Bahnhof "Flèche d'Or", nun Indie-Kabuff der feinsten Sorte.
Doch bevor dieser eher angenehme Teil des Abends endlich anvisiert werden konnte, mussten wir noch eine endlos langweilige Wanderung an der Seine entlang über die Champs-Elysees (Wegbeschreibung schon ungefähr hier) bis zum ätzenden Arc de Triomphe hinter uns bringen. Einzig der Crepestand bei jedoch schon ungefähr drei Vierteln der Strecke vermochte uns für fünf Minuten aus unserer Apathie zu reissen. Auch Steffi findet, glaub ich, so die primären Tourismus-Attraktionen jetzt eher doof, geilo Sichtachse zwischen Arc de Triomphe und La Defense mal hin bzw. her. Gut war vielleicht noch das abenteuerlich rasante 9-km/h-Rollband im Gare Montparnasse, auf dem wir all die 6km/h-Trottel doch ziemlich hinter uns ließen und mondän den Fahrtwind um die Ohren sausen lassen konnten (s. auch u.). Wobei das, genaugenommen, auch schon wieder auf dem Rückweg war.
Aber unserer Laune konnte das nichts mehr, denn ich vergaß zu erwähnen: Bereits am Vormittag, ein gutes Zeichen, lief uns Nahe Place Gambetta ein mit roter Mütze bedeckter und von bonbonblauem T-Shirt bekleideter Erlend Oye über den Weg, so dicht, dass er, hätte ich fünfzig Zentimeter weiter links gestanden, krass in mich reingerannt wäre und in der Folge wahrscheinlich folgender Dialog entstanden wäre:
E: "Oh, excuse me please Mr." (will eigtl weitergehen, aber guckt noch mal genauer, überlegt es sich dann anders)
E: "You're lookin pretty cool man! Do you want to play with me in a band?"
Ich dann (ehrlich überrascht): "Oh, I'm sorry, I mean, I would like to but you're so famous and cool and I am a nothing! And also I don't play any instrument."
Und dann E: "No, I am a nothing. YOU are cool!"
schließlich ich: "Am I? I'm not sure. Not really. Or? You're kidding me."
E: "No, not at all. You're one of the coolest guys I've ever met. Do you want to join the 'Kings Of Convenience', a small group I play in? I'll fire Eirik, my co-musician. He's ugly and an idiot!"
I: "Yes, that would be nice perhaps."
E: "OK, so we're in a band from now on!" (geht ab; ich bleibe bescheiden zurück, ehrlich überrascht, dass ich anscheinend wirklich so cool bin; während ich noch überlege, arrangiert sich um mich herum ein ausgesuchtes Assortement attraktiver französischer Indie-Girls; Fadeout)
Doch manchmal nimmt das Schicksal eben doch andere Abbiegungen als vorgesehen. Butterfly Effect - ihr kennt das.
Nach der Champs-Elysees-Episode gings noch mal zu Nadine und Amelie zum Ausruhen, Stärken (mit lecker Pizza, Erdbeeren, Salat, so Zeugs und Tiramisu), bis wir dann alle gemeinsam Richtung Flèche d'Or losgingen und uns den Weg dorthin mit Vorfreude auf Erlend (ähm, und natürlich auch den Rest der Band) verkürzten.
Und das Konzert war dann auch nur einfach nur geilo und machte sehr, sehr glücklich: Erlend sah genau so aus wie Erlend auf all seinen Plattencovern, was ja schon mal die halbe Miete ist. WBA spielten ihr (allerdings kaum einstündiges) Konzert wie ein DJ-Set, liessen Song in Song übergehen, improvisierten mehr oder weniger ausschweifend und gaben in ihren vielleicht zwei, drei Ansagen zwischendrin eine sympathische und gutgelaunte Figur ab. Das ist oben auch ganz gut in dem etwas längeren Zusammenschnitt zu verfolgen. Was ich, Konzert umsonst hin oder her, jedoch als ein wenig asi anzuprangern mich gezwungen fühle ist, dass das Flêche d'Or anscheinend grundsätzlich keine Zugaben spielen lässt: Nach dem letzten Song wurde rabiat der Vorhang vorgezogen, und nur wenige Sekunden später startete, noch unter dem "Zugabe"-Skandieren des links vor der Bühne stehenden, anscheinend vor allem aus Deutschen bestehenden Flügels, das zynische Indie-Gedudel der Hausanlage. Wenig später kam auch die Band von der Bühne und begann, nächster Programmpunkt, höchstselbst unter eigener Anwesenheit das Verticken von WBA-CDs und -Shirts.
Auch der zweite King of Convenience, Eirik hing noch weiter im Flêche d'Or rum, hielt schüchtern ein Glas in der Hand und schaute, soweit ich ihn im Blick hatte, vor allem schnuffig und lieb in der Gegend herum. Seine Band hatten wir leider verpasst, weil wir, noch essend und slouchend, unmöglich glauben mochten, dass die Prominenz gleich als erstes spielt und die Staffage dann den Rest des Abends (geschweige denn dass es rechtzeitig losgeht). Aber genau so war es dann gekommen. Schadeschade, aber eben nicht zu ändern, und WBA waren ja auch allein schon das Kommen wert (ich mein, es war ja umsonst, erwähnte ich das eigentlich schon?).
Natürlich war der Reiz, von Erlend Oye persönlich ne WBA-CD zu kaufen, zu groß um ernsthaft zu erwägen, ihm zu widerstehen. Ich bekam sogar noch einen Button dazu, und er gab mir zum Abschied die Hand!!! Dann machte ich mich, abschliessend, noch zum Horst, indem ich mich, euphorisiert durch den Abend, den glatt über die Bühne gegangenen Plattenkauf und nicht zuletzt durch die vom Akustik-Titan geschüttelte Hand, noch zu folgendem nervösem Satz hinreissen ließ und glatt darlegte: "Thank you for the great concert!". Fucking Groupie-Shit irgendwie, wa? Ich erkannte mich selbst nicht wieder. Dennoch wankte ich beglückt nach Hause (bzw. war es, bei den Bierpreisen, doch eher noch ein strammes und ausgesprochen kontrolliertes Flanieren). Erlend Hand gegeben: Das musste ich allen meinen Freunden erzählen! Ach PS: Und die CD signiert hat er mir auch noch. Groß, groß, das, alta!
Und jetzt mal ehrlich: Bei DEM Tag verkommt DAS hier doch zur bloßen Lappalie, oder? (aber hinschauen musste ich dann doch)

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* oder so ner Firma
Mit Baguettes und Croissants vom besten Bäcker von Paris bei Nadine und Amelie um die Ecke sowie dem tollen "Ail & fines herbes"-Frischkäse vom Franprix konnte ich ihr gleich ma demonstrieren, wie sich der perfekte Start in den Tag auf Pariserisch buchstabiert. A propos Nadine und Amelie: Diese spielten bei der ganzen Sache eine durchaus lobend zu erwähnende, wenn auch keinesfalls unnötig groß zu redende Nebenrolle, indem sie Steffi in ihrem sympathisch schratigen HQ am Place Gambetta (mitten im Herzen des "20.") zu beherbergen so nett waren. Da fällt mir ein: Erstere, also Nadine, äusserte übrigens auch die "Ansicht", dass ich mich in meinem Blogeintrag zum Basilique-de-Saint-Denis-Ausflug im Vergleich zu meinen drei Begleiterinnen oder, ich möchte fast sagen: Hosts (denn der Ausflug war deren Idee), arg in den Vordergrund schiebe. Nun gut, wir sind ja in einem "demokratischen" Medium. Ich kann mir darüber kein Urteil bilden. Ausserdem bin ich zu faul, jetzt gerade noch mal den betreffenden Post nachzuschlagen und zu beweisen, dass natürlich das schiere Gegenteil der Fall ist.
Auf das Vergnügen folgte die Arbeit: Es ging los mit dem Touri-Nerv-Teil! Ich versuchte, den Ball zunächst ma flach zu halten und zeigte ihr auf dem Père Lachaise mal, wie das ungefähr so aussieht, wenn man Jim Morrison oder Oscar Wilde heisst und tot ist: Recht eintönig, was aber die ausserhalb des goldenen Käfigs Stehenden keinesfalls davon abhält, einem weiterhin mit Fotoapparaten und aufmunternden Blumensträussen nachzustellen. Tja, wenn der Rock'n'Roll-Lifestyle in biederem Steinmetz-Hackwerk und dem Sound künstlicher Klick-Sounds der Digitalkameras endet, da muss man sich wohl doch mal fragen, obs wirklich besser war auszubrennen als so wegzufaden, wa?
A propos Rock'n'Roll Lifestyle: Besonderes Schmankerl des Steffi-Guide-Tags war natürlich ein anderer königlicher Zwischenstopp, nämlich das von den Veranstaltern geschmackvoll Richtung Ende des Tages angesetzte Konzert von The Whitest Boy Alive, dem aktuellen Projekt von Erlend Oye, strange guy of brutalstem Kings-Of-Convenience-Fame, Chill-Titan und akustischer Halbgott!! Zu allem dekadenten Überfluss obendrein noch mit Tourbegleitung Kommode, dem aktuellen Projekt von Eirik Glambek Boe, der zweiten KoC-Hälfte, der sein Klingelschild ebenfalls am Pantheon des Akustik-Songwriterwesens hat. Lieu de la spectacle était dabei der ganz in Nadine & Amelies Nähe gelegene ehemalige Bahnhof "Flèche d'Or", nun Indie-Kabuff der feinsten Sorte.
Doch bevor dieser eher angenehme Teil des Abends endlich anvisiert werden konnte, mussten wir noch eine endlos langweilige Wanderung an der Seine entlang über die Champs-Elysees (Wegbeschreibung schon ungefähr hier) bis zum ätzenden Arc de Triomphe hinter uns bringen. Einzig der Crepestand bei jedoch schon ungefähr drei Vierteln der Strecke vermochte uns für fünf Minuten aus unserer Apathie zu reissen. Auch Steffi findet, glaub ich, so die primären Tourismus-Attraktionen jetzt eher doof, geilo Sichtachse zwischen Arc de Triomphe und La Defense mal hin bzw. her. Gut war vielleicht noch das abenteuerlich rasante 9-km/h-Rollband im Gare Montparnasse, auf dem wir all die 6km/h-Trottel doch ziemlich hinter uns ließen und mondän den Fahrtwind um die Ohren sausen lassen konnten (s. auch u.). Wobei das, genaugenommen, auch schon wieder auf dem Rückweg war.
Aber unserer Laune konnte das nichts mehr, denn ich vergaß zu erwähnen: Bereits am Vormittag, ein gutes Zeichen, lief uns Nahe Place Gambetta ein mit roter Mütze bedeckter und von bonbonblauem T-Shirt bekleideter Erlend Oye über den Weg, so dicht, dass er, hätte ich fünfzig Zentimeter weiter links gestanden, krass in mich reingerannt wäre und in der Folge wahrscheinlich folgender Dialog entstanden wäre:
E: "Oh, excuse me please Mr." (will eigtl weitergehen, aber guckt noch mal genauer, überlegt es sich dann anders)
E: "You're lookin pretty cool man! Do you want to play with me in a band?"
Ich dann (ehrlich überrascht): "Oh, I'm sorry, I mean, I would like to but you're so famous and cool and I am a nothing! And also I don't play any instrument."
Und dann E: "No, I am a nothing. YOU are cool!"
schließlich ich: "Am I? I'm not sure. Not really. Or? You're kidding me."
E: "No, not at all. You're one of the coolest guys I've ever met. Do you want to join the 'Kings Of Convenience', a small group I play in? I'll fire Eirik, my co-musician. He's ugly and an idiot!"
I: "Yes, that would be nice perhaps."
E: "OK, so we're in a band from now on!" (geht ab; ich bleibe bescheiden zurück, ehrlich überrascht, dass ich anscheinend wirklich so cool bin; während ich noch überlege, arrangiert sich um mich herum ein ausgesuchtes Assortement attraktiver französischer Indie-Girls; Fadeout)
Doch manchmal nimmt das Schicksal eben doch andere Abbiegungen als vorgesehen. Butterfly Effect - ihr kennt das.
Nach der Champs-Elysees-Episode gings noch mal zu Nadine und Amelie zum Ausruhen, Stärken (mit lecker Pizza, Erdbeeren, Salat, so Zeugs und Tiramisu), bis wir dann alle gemeinsam Richtung Flèche d'Or losgingen und uns den Weg dorthin mit Vorfreude auf Erlend (ähm, und natürlich auch den Rest der Band) verkürzten.
Und das Konzert war dann auch nur einfach nur geilo und machte sehr, sehr glücklich: Erlend sah genau so aus wie Erlend auf all seinen Plattencovern, was ja schon mal die halbe Miete ist. WBA spielten ihr (allerdings kaum einstündiges) Konzert wie ein DJ-Set, liessen Song in Song übergehen, improvisierten mehr oder weniger ausschweifend und gaben in ihren vielleicht zwei, drei Ansagen zwischendrin eine sympathische und gutgelaunte Figur ab. Das ist oben auch ganz gut in dem etwas längeren Zusammenschnitt zu verfolgen. Was ich, Konzert umsonst hin oder her, jedoch als ein wenig asi anzuprangern mich gezwungen fühle ist, dass das Flêche d'Or anscheinend grundsätzlich keine Zugaben spielen lässt: Nach dem letzten Song wurde rabiat der Vorhang vorgezogen, und nur wenige Sekunden später startete, noch unter dem "Zugabe"-Skandieren des links vor der Bühne stehenden, anscheinend vor allem aus Deutschen bestehenden Flügels, das zynische Indie-Gedudel der Hausanlage. Wenig später kam auch die Band von der Bühne und begann, nächster Programmpunkt, höchstselbst unter eigener Anwesenheit das Verticken von WBA-CDs und -Shirts.
Auch der zweite King of Convenience, Eirik hing noch weiter im Flêche d'Or rum, hielt schüchtern ein Glas in der Hand und schaute, soweit ich ihn im Blick hatte, vor allem schnuffig und lieb in der Gegend herum. Seine Band hatten wir leider verpasst, weil wir, noch essend und slouchend, unmöglich glauben mochten, dass die Prominenz gleich als erstes spielt und die Staffage dann den Rest des Abends (geschweige denn dass es rechtzeitig losgeht). Aber genau so war es dann gekommen. Schadeschade, aber eben nicht zu ändern, und WBA waren ja auch allein schon das Kommen wert (ich mein, es war ja umsonst, erwähnte ich das eigentlich schon?).
Natürlich war der Reiz, von Erlend Oye persönlich ne WBA-CD zu kaufen, zu groß um ernsthaft zu erwägen, ihm zu widerstehen. Ich bekam sogar noch einen Button dazu, und er gab mir zum Abschied die Hand!!! Dann machte ich mich, abschliessend, noch zum Horst, indem ich mich, euphorisiert durch den Abend, den glatt über die Bühne gegangenen Plattenkauf und nicht zuletzt durch die vom Akustik-Titan geschüttelte Hand, noch zu folgendem nervösem Satz hinreissen ließ und glatt darlegte: "Thank you for the great concert!". Fucking Groupie-Shit irgendwie, wa? Ich erkannte mich selbst nicht wieder. Dennoch wankte ich beglückt nach Hause (bzw. war es, bei den Bierpreisen, doch eher noch ein strammes und ausgesprochen kontrolliertes Flanieren). Erlend Hand gegeben: Das musste ich allen meinen Freunden erzählen! Ach PS: Und die CD signiert hat er mir auch noch. Groß, groß, das, alta!
Und jetzt mal ehrlich: Bei DEM Tag verkommt DAS hier doch zur bloßen Lappalie, oder? (aber hinschauen musste ich dann doch)

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