jeudi, octobre 19, 2006

Sich aufeinander zu bewegen 2: Zwei Männer, ein Handtuch. Turbulente Verwechslunsgkomödie.

Im Gegensatz zum Verbrechen lohnt sich Vergesslichkeit manchmal und vermag in letzter Konsequenz Dinge ans Licht zu bringen, die sonst wohl für immer im Verborgenen geblieben wären (wo sie aber wiederum manchmal auch besser aufgehoben sind).

Muss auf halbem Weg zur Métro also nochmal zurück in die Auberge und erwische meinen einen (französischen) Zimmermitbewohner in flagranti mit einem meiner (!) benutzten (!!) Handtücher um die Hüften. Ich glaub, gleich gehts aber los! Heut morgen noch lags mit der restlichen Dreckwäsche vereintraut in einem Sack, den ich wiederum sicher in meiner Sporttasche verstaut glaubte.
Doch nicht nur das: Auch mein Duschmittel hat er sich aus meiner – sich ebenfalls in meiner Sporttasche befindlichen – Kulturtasche rausgeangelt. Immerhin, Fa, „mit Joghurt“: Mir steht ein auf hohem Niveau gepflegter Rotzlöffel gegenüber!

Obwohl er eigentlich eher bedürftig und verschüchtert wirkt als langfingeresk, wechsle ich trotzdem lieber das Zimmer. Wer weiss schon was. In meiner Tasche war jedenfalls noch wesentlich mehr als nur n Wäschesack. Und schlecht gelaunt war ich auch. Und: keine Ahnung, wer am Ende mit meiner Fahrkarte nach Hause gekommen wäre und in meinem Bett geschlafen, von meinem Teller gegessen hätte. Wer weiss denn sowas schon.

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