jeudi, octobre 19, 2006

Mein Weg zum Master (II)

Wie schon gesagt, Vergesslichkeit lohnt sich doch: Um fehlende Unterlagen nachzureichen, mache ich Anfang der folgenden Woche noch einmal meinen Weg in die Abteilung „Einschreibung, Master“. Ich erkläre mich kurz; wo ich schon mal da bin, werden auch die Fehler auf meinem Einschreibeformular korrigiert, die unter Anleitung des vom Erasmus-Koordinator verschickten Modells ins Formular geschleust wurden. Ich bekomme in Nullkommanix meinen Ausweis und meine Einschreibung.

Doch ein Problem bleibt: Die Einstufung. Denn der Erasmus-Student ist an der Sorbonne eine Kategorie für sich, er darf an Veranstaltungen sämtlicher angebotener Fachrichtungen und Leistungsniveaus teilnehmen. Mein dringend benötigter Master-Äquivalenz-Status wird nirgendwo ersichtlich. Erneut wird die Odysseen-Maschinierie angeschmissen – mühsam französisch erkläre ich mich quer durchs Einschreibungsbüro, lerne dann ich im Laufe der nächsten zwanzig Minuten dank der Hilfe diverser (im übrigen ausgesprochen hilfsbereiter) Franzosen weite Teile des bürokratischen Apparats der Sorbonne kennen: Connections, die sich später vielleicht einmal auszahlen! Es wogt hin und her, ein Argument sticht das andere aus und die Spannung bleibt bis zur letzten Sekunde da.
Schließlich erklärt sich eine sehr freundliche Angestellte des Einschreibungsbüros bereit (wohlgemerkt: ohne, dass sie dazu in irgendeiner Weise verpflichtet gewesen wäre), mir eine Attestation über mein Studienniveau auszustellen. Auf welchem Niveau ich mich befinde, kann ich selbst bestimmen: Gut, ich bin denn also mal Master, würd ich sagen.


Mit dem bestmöglich Erreichbaren verlasse ich zufrieden das Hauptgebäude der Sorbonne. Jetzt müssen die Spanier das noch akzeptieren. Überlasst sie nur mir. Ich bin ein Krieger!

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