yeah, bin seit vorgestern wieder zuhause! das mit dem klein schreiben gefällt mir übrigens, das behalt ich mal so bei! aber nie wieder gullivers, schwör ich mir, das ist auf dauer nicht gesund für die seele.
und heut abend schau ich mir nicht nur mein erstes zimmer an, sondern lasse mich auch hoffentlich gebührend als rückkehrer feiern. und selbst wenn das heute noch nicht so doll klappen sollte, dann können wir das ja immer noch wiederholen, bin ja jetzt erstmal wieder für immer da! tolltoll!
ja, und sobald ich wieder einen computerzugang habe, bei dem die buchstaben etwas sachneller als im sekundentakt auf den bildschirm fliegen, werden auch noch die aufregenden abenteuer, die sara und ich in den letzten fünf tagen erlebten, aufbereitet, und vielleicht noch etwas geouttaked (muss ja heute, sowas, wichtig wichtig!). und dann berichtet ja noch björn detailliert und gänsehautevozierend über seinen aufregenden israel-abstecher: 'le blog - ruhe geht anders', könnte man auch sagen (wenns denn bloß nich so spacko klänge).
bis dann! ich hab jetzt lust auf einen schokoriegel aus dem automaten!
mardi, juillet 03, 2007
mardi, juin 26, 2007
erste worte nach dem aufwachen
hallo, mir gehts gut, auch die nicht weniger als 19stündige hinfahrt nach kiel ist mittlerweile gut runtergegangen (was so n paar autobahnpolizisten, ein keilriemen plus mechaniker und ein paar staus nicht so alles anrichten können). seit heute morgen bin ich wieder in paris, sara is bei mir, und gemeinsam brettern wir die lohnendsten locations der französischen hauptstadt in einem erschreckend abgebrühten höchsttempo durch. mehr demnächst (vielleicht).
vendredi, juin 22, 2007
letzte worte vor der autobahn
so, magen (der übrigens wohl einfach etwas übersäuert ist, wie mir der eben grad konsultierte arzt überzeugend darlegte) wird jetzt erstmal nicht mehr beachtet: ich mach mich gleich fertig und fahr los, und dann kiel, ich komme!!! hallo sara, hallo stephan, hallo björn - schaut mal, ich bin im internet!!!
jeudi, juin 21, 2007
annonce d'un prompt départ
so, mes valises sont fait (aber bis zum anschlag, mal wieder), und meine prognose für den transport der restlichen sachen nächste woche sieht soweit eigentlich auch ganz gut aus. hab mir genügend tickets ausgedruckt, so dass jedes gepäckstück eins bekommt (sehr sicher ist schliesslich sicher). und auch kafka hab ich vom backen: es kann losgehen!
mardi, juin 19, 2007
C'est fait!!
Sie ist fertig. Zumindest glaube ich das, ich trau mich nicht, auch nur noch einen schäbigen Blick hineinzuwerfen. Und: Sie ist brillant! 25 Seiten pures literaturwissenschaftliches Dynamit! Naja. Morgen geb ich sie jedenfalls ab.
Computer nach Deutschland schicken kostet wohl 50 EUR. Mir aber egal, solange das Geld reicht. Festplatte und DVD-Laufwerk sind rausgeschraubt, es kann losgehen! Heute pack ich morgen schick ich, überübermorgen sitz ich in dem Gulliver sein Bus. Achja, Amelie: An die telecontrôle denk ich natürlich auch. Hab schon ne schicke kleine Verpackung gefunden, und der Rest is ja eh bloß Formsache.
Computer nach Deutschland schicken kostet wohl 50 EUR. Mir aber egal, solange das Geld reicht. Festplatte und DVD-Laufwerk sind rausgeschraubt, es kann losgehen! Heute pack ich morgen schick ich, überübermorgen sitz ich in dem Gulliver sein Bus. Achja, Amelie: An die telecontrôle denk ich natürlich auch. Hab schon ne schicke kleine Verpackung gefunden, und der Rest is ja eh bloß Formsache.
Eau qui dort (IX)
So, die Beta-Version meiner HA ist jetzt schon mal draussen, konnte mir nicht das befriedigende Gefühl vorenthalten, alles schonmal komplett auszudrucken. Heute abend seh ich dann ma weiter.
Ich geh dann auch jetzt mal zu "La Poste", nachfragen, wie viel wohl der Versand von so m 15-kg-Paket mit Ausmaßen eines kleinen Koffers ungefähr kostet.
Ich geh dann auch jetzt mal zu "La Poste", nachfragen, wie viel wohl der Versand von so m 15-kg-Paket mit Ausmaßen eines kleinen Koffers ungefähr kostet.
lundi, juin 18, 2007
Il n'est pire eau que l'eau qui dort (VIII)
Bzw. vielleicht geb ich nicht auf jeden Fall ab. Aber vielleicht. Und fertig werd ich bestimmt, morgen. So viel wag ich jetzt zumindest mal zu sagen.
Gute Nacht (ich jetzt hoffentlich ajF)!
Gute Nacht (ich jetzt hoffentlich ajF)!
Eau Academique VII
Ja, und ich bin beinahe fertig mit meiner Kafka-Arbeit. So, dass ich jetzt mal sage: Morgen geb ich auf jeden Fall ab. Bin aber extrêmement immotivé zum Korrekturlesen.
Vielleicht also doch erst übermorgen.
Und: Hat vielleicht jemand mal n Kreuzschlitzschraubenzieher für mich? Möchte vor dem baldigen Rücktransport meines Computers nämlich lieber noch mal die Festplatte rausnehmen und irgendwo separat auf Seiden betten.
Vielleicht also doch erst übermorgen.
Und: Hat vielleicht jemand mal n Kreuzschlitzschraubenzieher für mich? Möchte vor dem baldigen Rücktransport meines Computers nämlich lieber noch mal die Festplatte rausnehmen und irgendwo separat auf Seiden betten.
jeudi, juin 14, 2007
Welcome to Techno-Hansaland:
The 360º Experience
Mein derzeitiger zwischen Torschlusspanik-Tourismus und Hausarbeit oszillierender Zustand verkürzt Entscheidungsfindungen bisweilen drastisch: Als ich also zu Nadine, meinte, ja klar würde ich gerne in La Géode mitkommen, schwebten neben dem Wunsch, einmal eine Dreiviertelstunde in einer futuristischen Silberkugel zu verbringen, vor allem solche Bilder vor meinem geistigen Auge, die infantil assoziierende junge Männer eben manchmal so entwickeln, wenn ein Schlagwort wie "360°-Imax-3D-Kino" unerläutert im Raum stehen bleibt.
Unser Weg in die hostende Cité des Sciences et de l'industrie war weit, und wir waren nicht willkommen: Die Servicekraft in der Billetterie verdiente sich keinen Bestandteil ihres berufsanzeigenden Kompositums wirklich, vor allem brachte sie nicht die Kraft auf, immer in ihr Mikrofon zu sprechen, wenn man sie mal wieder erneut um Rat zu bitten musste. Müssen ja auch komische Käuze sein, die extra so n weiten Weg machen nur um sich überdimensionale Bildschirmschoner mit Saurier- oder Tiefsee-Motiv anzuschauen. Vielleicht war ihre Laune aber auch als eine Art vorweggenommener Zorn Gottes auf kleinere Sünden zu lesen. Denn ich konnte sie bezüglich meines wahren Alters täuschen und mir ein Billet für unter 25jährige ergaunern! Ja, ab und an mal irgendwo zwei Euro schinden zu können, das macht mich glücklich!
Wir nahmen die Tiefsee-Variante; der Film hiess "Deep Sea" und zeigte das bizarre und irgendwie doch wieder disneyaffin peppige Leben am pazifischen Meeresgrund. Seltsamerweise spielten sprechende Schwämme und griesgrämige Tintenfische darin keine exponierten Rollen, aber ich sag ja immer, lasst diese Filmemacher mal nur machen! Der Film wurde im englischen Original übrigens erzählt von Johnny Depp und irgendeiner dieser berühmten Hollywood-Torten, deren Namen mir nie im rechten Moment einfallen wollen. Gezeigt wurde natürlich die französische Version.
"360 Grad", muss man wissen, bedeuten bei "360°-Kinos" selbstverständlich keinen totalen Rundum-Flash. Die 360° verteilen sich recht bieder auf die drei uns bekannten Raumdimensionen und mussten sich ganz schön abmühen, um überhaupt mal unser Blickfeld einigermassen vollzukriegen. Die auf Aushängen im Eingangsbereich angeberisch angepriesene 21000-Watt-Anlage hatte sich derweil offensichtlich auf 12000 Watt verkleinert.
Die eigentliche und beinahe tragische Komik dieser Hightech-Kinos liegt meiner Meinung nach vor allem darin, dass sie geradezu symbiotisch mit total drögen Dino- oder Tiefsee-Dokus verbandelt sind, die zudem meist noch (denn IMAX-Kameras produzieren angeblich einen höllischen Lärm) herzerweichend schlecht nachvertont sind - ich denke da vor allem an die kreischenden Muscheln, die vor einem sich zum Tiefseehorst machenden unförmigen Unterwasser-Blob fliehen. Da spielts gar keine Rolle mehr, ob 12000 oder 21000 - der Wurm lag halt nicht im Watt begraben (höhö!)! Auch die alles volle Kanne auf Riesenhaftigkeit setzende optische Überzeugungsstrategie schlug bei mir nicht an. Ob sies vor zwanzig Jahren getan hätte, weiss ich nicht.
Fazit: Das Prinzip Jahrmarktsschausteller des 19. Jahrhunderts wirkt ganz unvermutet in den 3-D-Kinos des 21. Jahrhunderts fort. Beworben als ästhetische Grenzerfahrung und gar listig der seriösen "Cité de la Science" angeschlossen (n Wissenschafts- und Technikmuseum, in das will ich auch noch unbedingt!), ists doch eigentlich nur Kirmes. Nur wird diese heutzutage eben nicht mehr in einem Zelt, sondern in nem grossen Silberball versteckt. Im Kern ists aber das gleiche: Die gespannte Erwartung und Hoffnung ob dem so forsch angekündigten Erlebnis wird fast zwangsläufig aufgelöst in Enttäuschung! Fast so wie damals bei mir mit der Götterspeise. Wegen genau sowas werden wir doch überhaupt erst zynisch!
Was ich in diesen 45 Minuten ausserdem noch gelernt habe, ist, dass ich meine Tierliebe wohl zukünftig besser ausschliesslich auf Landtiere konzentrieren werde. Für die unfreundlichen, teils hässlichen und einander nur hinterfotzig übers Ohr hauenden Tiefseewesen ist in meinem Herzen jedenfalls eher kein Platz. Die Tür zu meiner Zuneigung stand weit offen. Doch wo warst du nur, Nemo - wo?
Unser Weg in die hostende Cité des Sciences et de l'industrie war weit, und wir waren nicht willkommen: Die Servicekraft in der Billetterie verdiente sich keinen Bestandteil ihres berufsanzeigenden Kompositums wirklich, vor allem brachte sie nicht die Kraft auf, immer in ihr Mikrofon zu sprechen, wenn man sie mal wieder erneut um Rat zu bitten musste. Müssen ja auch komische Käuze sein, die extra so n weiten Weg machen nur um sich überdimensionale Bildschirmschoner mit Saurier- oder Tiefsee-Motiv anzuschauen. Vielleicht war ihre Laune aber auch als eine Art vorweggenommener Zorn Gottes auf kleinere Sünden zu lesen. Denn ich konnte sie bezüglich meines wahren Alters täuschen und mir ein Billet für unter 25jährige ergaunern! Ja, ab und an mal irgendwo zwei Euro schinden zu können, das macht mich glücklich!
Wir nahmen die Tiefsee-Variante; der Film hiess "Deep Sea" und zeigte das bizarre und irgendwie doch wieder disneyaffin peppige Leben am pazifischen Meeresgrund. Seltsamerweise spielten sprechende Schwämme und griesgrämige Tintenfische darin keine exponierten Rollen, aber ich sag ja immer, lasst diese Filmemacher mal nur machen! Der Film wurde im englischen Original übrigens erzählt von Johnny Depp und irgendeiner dieser berühmten Hollywood-Torten, deren Namen mir nie im rechten Moment einfallen wollen. Gezeigt wurde natürlich die französische Version.
"360 Grad", muss man wissen, bedeuten bei "360°-Kinos" selbstverständlich keinen totalen Rundum-Flash. Die 360° verteilen sich recht bieder auf die drei uns bekannten Raumdimensionen und mussten sich ganz schön abmühen, um überhaupt mal unser Blickfeld einigermassen vollzukriegen. Die auf Aushängen im Eingangsbereich angeberisch angepriesene 21000-Watt-Anlage hatte sich derweil offensichtlich auf 12000 Watt verkleinert.
Die eigentliche und beinahe tragische Komik dieser Hightech-Kinos liegt meiner Meinung nach vor allem darin, dass sie geradezu symbiotisch mit total drögen Dino- oder Tiefsee-Dokus verbandelt sind, die zudem meist noch (denn IMAX-Kameras produzieren angeblich einen höllischen Lärm) herzerweichend schlecht nachvertont sind - ich denke da vor allem an die kreischenden Muscheln, die vor einem sich zum Tiefseehorst machenden unförmigen Unterwasser-Blob fliehen. Da spielts gar keine Rolle mehr, ob 12000 oder 21000 - der Wurm lag halt nicht im Watt begraben (höhö!)! Auch die alles volle Kanne auf Riesenhaftigkeit setzende optische Überzeugungsstrategie schlug bei mir nicht an. Ob sies vor zwanzig Jahren getan hätte, weiss ich nicht.
Fazit: Das Prinzip Jahrmarktsschausteller des 19. Jahrhunderts wirkt ganz unvermutet in den 3-D-Kinos des 21. Jahrhunderts fort. Beworben als ästhetische Grenzerfahrung und gar listig der seriösen "Cité de la Science" angeschlossen (n Wissenschafts- und Technikmuseum, in das will ich auch noch unbedingt!), ists doch eigentlich nur Kirmes. Nur wird diese heutzutage eben nicht mehr in einem Zelt, sondern in nem grossen Silberball versteckt. Im Kern ists aber das gleiche: Die gespannte Erwartung und Hoffnung ob dem so forsch angekündigten Erlebnis wird fast zwangsläufig aufgelöst in Enttäuschung! Fast so wie damals bei mir mit der Götterspeise. Wegen genau sowas werden wir doch überhaupt erst zynisch!
Was ich in diesen 45 Minuten ausserdem noch gelernt habe, ist, dass ich meine Tierliebe wohl zukünftig besser ausschliesslich auf Landtiere konzentrieren werde. Für die unfreundlichen, teils hässlichen und einander nur hinterfotzig übers Ohr hauenden Tiefseewesen ist in meinem Herzen jedenfalls eher kein Platz. Die Tür zu meiner Zuneigung stand weit offen. Doch wo warst du nur, Nemo - wo?
mardi, juin 12, 2007
Ja hallo: Wie mir mein Lieblings-E-Mail-Account-Host (oder wie man das nennt) verrät, bin ich heute seit genau sieben Jahren "GMX Freemail"-User. Ei der Daus, ist das lang! Der Versuch, mich nun mindestens schon zum zwanzigsten Mal mit dem Geschenk "3 Monate lang kostenlos GMX TopMail" zu ködern, ging zwar wie üblich ins Leere (erinnert ein bisschen an "Stulli, das Pausenbrot"), aber trotzdem Danke für die nette Erinnerung!
Ebenfalls vermutlich heute zu feiern: Der tausendste (gezählte) Besucher meines Blogs! Yeah!
Vermutlich heute nicht zu feiern: Die Beendigung meiner Hausarbeit (dauert noch n paar Tage). No!
Ebenfalls vermutlich heute zu feiern: Der tausendste (gezählte) Besucher meines Blogs! Yeah!
Vermutlich heute nicht zu feiern: Die Beendigung meiner Hausarbeit (dauert noch n paar Tage). No!
dimanche, juin 10, 2007
samedi, juin 09, 2007
Nach Fontainebleau (inkl.: Die Wahrheit über Schwäne)
Gestern war Kulturabhaken am und im rund 70 Kilometer von Paris entfernten Schloss von Fontainebleau angesagt. Mit dabei: Nadine und Amelie (die Ausflugsimpulsgeberinnen), Amelies Besuche Inga und Heiko, unsere Kommilitonin Christina, und ich. Ja, ich war dabei. Das konnte lustig werden!
Ticketkauf: Mal wieder zeigt sich in Frankreich an einem Schalter oder einer Kasse* der am klarsten ersichtliche Unterschied zwischen dem, was wir haben und dem, was die haben. Wenn bei uns schon fehlende Servicementalität beklagt wird, ist das wirklich immer noch Jammern auf ausgesprochen hohem Niveau. Wir bekamen gestern bei unserer Besetzung von sechs Leuten drei verschiedene Tickettypen, davon einer garantiert nicht existent, wie die Christina und mich bedienende RATP-Mitarbeiterin sehr glaubwürdig zu versichern wusste. Fürs Protokoll: Ich erhielt die konservative Variante, einmal Paris - Fontainebleau hin und zurück (15,20 EUR), stringent, eindeutig, ohne Freiheitsgrade. so wie ichs auch in manch anderem Gebiet öfters mal gebrauchen könnte (mit etwas Glück krieg ich die Hausarbeit übrigens noch heute oder morgen fertig!). Christina bekam die flexible Variante fürs schnelle, moderne Leben: Sechs-Zonen-Ticket, Ziel egal, dafür nur einen Tag gültig (15,60 EUR). Amelie und Anhang hatten die unmögliche Variante, das sogenannte "Ticket Jeune", ebenfalls für den ganzen Tag und auf der ganzen Île-de-France (9,80 EUR). Aber das gabs ja wie gesagt gar nicht. Wäre ja auch in der Tat n bisschen sehr günstig gewesen.
Es war wirklich angenehm, aus einer engen Stadt wie Paris mal nach ausserhalb zu kommen. Wo man zur Fortbewegung nicht ständig durch Urinwolken gehen muss, die durch potthässliche Tunnel miteinander verbunden sind, sondern wo auch echte Natur gar nicht mal weit, nur einen vielleicht besonders stark geworfenen Stein entfernt ist. Auch für unser Tagesziel brauchte es nach kurzer Busfahrt nicht mehr als einen beherzt geworfenen Kiesel.
Im Schloss wurde wirklich für jedermann was geboten, also auch für den einfach veranrlagten Touristen, der, an Disneyland gewöhnt, erst einmal in flacher Progression an geschichtsträchtigere, reifere Orte herangeführt werden muss:
Das sollte übrigens eigentlich n Foto werden. Aber manche können mit Technik eben nicht so, da kann man machen was man will. Mal übrigens drauf achten, dass ich in dieser Anordnung als Marie Antoinette posiere und Inga als Ludwig XVI. Jaja, der neue androgyne Tourismus. Dass aber auch jeder Trend einmal die Massen erreichen muss. Marie Antoinette passte aber glaub ich ganz gut zu mir, auch weil ich ja diese Affinität zum Glamour habe.
Gleich danach ließen wir uns - früh ausgelaugt von der SNCF und ihrer eigenartig kurvenverliebten, brüsken Fahrweise - auf einem freundlich uns heranwinkenden Steg am Schlossteich nieder, zur Erledigung einer kleinen Mahlzeit (danke auch nochmal für das Baguette!) und das Nachempfinden adeligen Idyllengenusses. Womit wir nicht rechneten: Das elektrisierte die ansässige Wasservogelwelt! Nevermind the Schwan, sagt ja auch der Volksmund. Von wegen! Mind bitte ab jetzt aber sowas von diese schrecklichen weissen Vögel! Wie Schulhofbullys, die schwächere Kinder einschüchtern und ihnen ihr Pausenbrot wegnehmen, kamen Herr und Frau Schwan mitsamt ihren mißratenen Blagen angepaddelt und forderten aggressiv die Herausgabe etwaiger Brotvorräte, und zwar alles bitte möglichst pronto und ohne groß Aufsehen zu erregen. Denkste, dachten wir da zunächst noch, hier spottet nämlich nur einer über den anderen, und das ist ja wohl seit Ewigkeiten immer noch der Mensch über die Natur! Doch weil wir diese Rechnung ohne den Schwan gemacht hatten, kam es in der Folgeviertelstunde auch immer wieder zu kleinen Meinungsverschiedenheiten zwischen Fauna und zivilisierter Weltsphäre, die wir am Ende, wenn auch mit einem Teilrückzug, knapp für uns entscheiden konnten.

Unser Waldspaziergang blieb, da unsere Arglosigkeit der Natur gegenüber verloren war, bloß eine kurze Episode. Aber schön ist das da wohl. Wald können die Franzosen auch echt gut, direkt nach dem Herstellen leckeren Essens!
Blieb ja zum Glück noch ein ganzes Schloss! Dank Audioguide weiss ich jetzt auch, was es damit überhaupt auf sich hat: Das war Napoleons Schloss! Wer hätte das gedacht - der große Korse, der rastlose Korse: Hier lebte er, hier liebte er, hier wirkte und dankte er er dankend ab. "Au Revoir les enfants!", und dann ins Exil nach St. Helena! Was für ein Mann! Ich weiss, das ist jetzt mal wieder unpopulär, aber ich hab schließlich noch nie ein Blatt vor den Mund genommen, wenns darum ging, unbequeme Wahrheiten auszusprechen: So einen wie "Nap" bräuchten wir mal wieder ganz dringend. Und zwar für unsere Fußball-Nationalmannschaft! Der hat vielleicht Dinge gestemmt! Alter! Ballack hin, Frings her: So was gibt es heute gar nicht mehr!
--
* Am Abend war ich dann noch im Franprix einkaufen und bekam Geld zurück: 26 Cent, schön in Ein-Cent-Stücken. Da musste ich Lachen. Die Kassiererin lachte mit.
Ticketkauf: Mal wieder zeigt sich in Frankreich an einem Schalter oder einer Kasse* der am klarsten ersichtliche Unterschied zwischen dem, was wir haben und dem, was die haben. Wenn bei uns schon fehlende Servicementalität beklagt wird, ist das wirklich immer noch Jammern auf ausgesprochen hohem Niveau. Wir bekamen gestern bei unserer Besetzung von sechs Leuten drei verschiedene Tickettypen, davon einer garantiert nicht existent, wie die Christina und mich bedienende RATP-Mitarbeiterin sehr glaubwürdig zu versichern wusste. Fürs Protokoll: Ich erhielt die konservative Variante, einmal Paris - Fontainebleau hin und zurück (15,20 EUR), stringent, eindeutig, ohne Freiheitsgrade. so wie ichs auch in manch anderem Gebiet öfters mal gebrauchen könnte (mit etwas Glück krieg ich die Hausarbeit übrigens noch heute oder morgen fertig!). Christina bekam die flexible Variante fürs schnelle, moderne Leben: Sechs-Zonen-Ticket, Ziel egal, dafür nur einen Tag gültig (15,60 EUR). Amelie und Anhang hatten die unmögliche Variante, das sogenannte "Ticket Jeune", ebenfalls für den ganzen Tag und auf der ganzen Île-de-France (9,80 EUR). Aber das gabs ja wie gesagt gar nicht. Wäre ja auch in der Tat n bisschen sehr günstig gewesen.
Es war wirklich angenehm, aus einer engen Stadt wie Paris mal nach ausserhalb zu kommen. Wo man zur Fortbewegung nicht ständig durch Urinwolken gehen muss, die durch potthässliche Tunnel miteinander verbunden sind, sondern wo auch echte Natur gar nicht mal weit, nur einen vielleicht besonders stark geworfenen Stein entfernt ist. Auch für unser Tagesziel brauchte es nach kurzer Busfahrt nicht mehr als einen beherzt geworfenen Kiesel.
Im Schloss wurde wirklich für jedermann was geboten, also auch für den einfach veranrlagten Touristen, der, an Disneyland gewöhnt, erst einmal in flacher Progression an geschichtsträchtigere, reifere Orte herangeführt werden muss:
Das sollte übrigens eigentlich n Foto werden. Aber manche können mit Technik eben nicht so, da kann man machen was man will. Mal übrigens drauf achten, dass ich in dieser Anordnung als Marie Antoinette posiere und Inga als Ludwig XVI. Jaja, der neue androgyne Tourismus. Dass aber auch jeder Trend einmal die Massen erreichen muss. Marie Antoinette passte aber glaub ich ganz gut zu mir, auch weil ich ja diese Affinität zum Glamour habe.
Gleich danach ließen wir uns - früh ausgelaugt von der SNCF und ihrer eigenartig kurvenverliebten, brüsken Fahrweise - auf einem freundlich uns heranwinkenden Steg am Schlossteich nieder, zur Erledigung einer kleinen Mahlzeit (danke auch nochmal für das Baguette!) und das Nachempfinden adeligen Idyllengenusses. Womit wir nicht rechneten: Das elektrisierte die ansässige Wasservogelwelt! Nevermind the Schwan, sagt ja auch der Volksmund. Von wegen! Mind bitte ab jetzt aber sowas von diese schrecklichen weissen Vögel! Wie Schulhofbullys, die schwächere Kinder einschüchtern und ihnen ihr Pausenbrot wegnehmen, kamen Herr und Frau Schwan mitsamt ihren mißratenen Blagen angepaddelt und forderten aggressiv die Herausgabe etwaiger Brotvorräte, und zwar alles bitte möglichst pronto und ohne groß Aufsehen zu erregen. Denkste, dachten wir da zunächst noch, hier spottet nämlich nur einer über den anderen, und das ist ja wohl seit Ewigkeiten immer noch der Mensch über die Natur! Doch weil wir diese Rechnung ohne den Schwan gemacht hatten, kam es in der Folgeviertelstunde auch immer wieder zu kleinen Meinungsverschiedenheiten zwischen Fauna und zivilisierter Weltsphäre, die wir am Ende, wenn auch mit einem Teilrückzug, knapp für uns entscheiden konnten.

Unser Waldspaziergang blieb, da unsere Arglosigkeit der Natur gegenüber verloren war, bloß eine kurze Episode. Aber schön ist das da wohl. Wald können die Franzosen auch echt gut, direkt nach dem Herstellen leckeren Essens!
Blieb ja zum Glück noch ein ganzes Schloss! Dank Audioguide weiss ich jetzt auch, was es damit überhaupt auf sich hat: Das war Napoleons Schloss! Wer hätte das gedacht - der große Korse, der rastlose Korse: Hier lebte er, hier liebte er, hier wirkte und dankte er er dankend ab. "Au Revoir les enfants!", und dann ins Exil nach St. Helena! Was für ein Mann! Ich weiss, das ist jetzt mal wieder unpopulär, aber ich hab schließlich noch nie ein Blatt vor den Mund genommen, wenns darum ging, unbequeme Wahrheiten auszusprechen: So einen wie "Nap" bräuchten wir mal wieder ganz dringend. Und zwar für unsere Fußball-Nationalmannschaft! Der hat vielleicht Dinge gestemmt! Alter! Ballack hin, Frings her: So was gibt es heute gar nicht mehr!
--* Am Abend war ich dann noch im Franprix einkaufen und bekam Geld zurück: 26 Cent, schön in Ein-Cent-Stücken. Da musste ich Lachen. Die Kassiererin lachte mit.
Ausflug!
Heute fahrn wir nach Fontainebleau. Dort jibbet n Schloß und nen Wald! Das erste Mal Natur, seit ich in Paris bin. Beileibe nicht das erste Mal Schloß bzw. Museum, seit ich in Paris bin. Dennoch: Bin vielleicht mal sowas von gespannt! Bis später!
jeudi, juin 07, 2007
Une mauvaise odeur
Wie ich gerade bei der Rückkehr in mein Zimmer feststellen musste, benutzen die Reinigungskräfte neuerdings ein Putzmittel mit Pfirsich-Geruch, der im Abgang eine ziemlich authentische sich gleichmässig im Raum ausbreitende Kacka-Note annimmt. So von hinten rum riecht jetzt also die neue Sauberkeit! Ich mein, bei sich in Spanien dürfen die das von mir aus ja gerne machen. Hiermit eine Lanze für Geruchsdesign, die hoffentlich bald die längste Zeit ihr Dasein als Nischendisziplin fristen musste!
Meinen 44-Schein bin ich übrigens losgeworden. Nicht mal n Blick haben die drauf geworfen. Idioten, hehe!
Meinen 44-Schein bin ich übrigens losgeworden. Nicht mal n Blick haben die drauf geworfen. Idioten, hehe!
Und wenn se denn mal grad Kleingeld rausgeben können im Franprix, sehen die Scheine, die man zurückbekommt allerdings auch so aus:

Überhaupt, wieso denn ausgerechnet 44? Wunschdenken? Durchnummerierung bei Kassensturz? Oder ne korrigierte Antwort auf das Leben, das Universum und den ganzen Rest? Vielleicht ja auch endlich die richtige Frage.
Wie dem auch sei, ich versuch mal, den Lappen jetzt gleich in der Mensa wieder unter Leute zu bringen, die das eher verdienen als ich, diejenigen, die mit mässigem Essen Profit machen. Schmeckt dies!

Überhaupt, wieso denn ausgerechnet 44? Wunschdenken? Durchnummerierung bei Kassensturz? Oder ne korrigierte Antwort auf das Leben, das Universum und den ganzen Rest? Vielleicht ja auch endlich die richtige Frage.
Wie dem auch sei, ich versuch mal, den Lappen jetzt gleich in der Mensa wieder unter Leute zu bringen, die das eher verdienen als ich, diejenigen, die mit mässigem Essen Profit machen. Schmeckt dies!
mercredi, juin 06, 2007
Der Mammon & Dinge, die damit nicht zu bezahlen sind (bzw. Hausarbeit VI)
Und zweitens hab ich jetzt auch wieder Geld und darf also auch wieder Métro-Fahren (bei aller Liebe: also zu Fuss schockt das hier auch nich so) und essen!
Etwas Rückenwind verspür ich derweil auch wieder bei meiner Hausarbeit. Vielleicht ist der aber in echt auch nur Schall und Rauch. Jedenfalls verfolge ich momentan den Ansatz, das nicht zum Thema Passende einfach tricky und subtil in die Hausarbeit reinzureden, um nicht einen allzu großen Rückschlag hinnehmen zu müssen. Hihi - wir werden schäbig! Aber selbst dafür muss ja gearbeitet werden, und daher geh ich jetzt mal lieber wieder nach unten*.
--
* in den salle d'informatique des colegios: da sind irgendwie weniger ablenkende elemente
Etwas Rückenwind verspür ich derweil auch wieder bei meiner Hausarbeit. Vielleicht ist der aber in echt auch nur Schall und Rauch. Jedenfalls verfolge ich momentan den Ansatz, das nicht zum Thema Passende einfach tricky und subtil in die Hausarbeit reinzureden, um nicht einen allzu großen Rückschlag hinnehmen zu müssen. Hihi - wir werden schäbig! Aber selbst dafür muss ja gearbeitet werden, und daher geh ich jetzt mal lieber wieder nach unten*.
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* in den salle d'informatique des colegios: da sind irgendwie weniger ablenkende elemente
Kurzer Auftakt zum langen Abschied
Mein mutmaßlich letzter Kaffee aus dem verdammt nochmal besten Kaffeeautomaten Frankreichs:
Ich helf mal nach: der steht in der Cafeteria des Centre Malesherbes, da wo immer immer meine Kurse stattfanden. Heute Morgen hatte ich im Centre nämlich meine allerletzte Seminarssitzung, "Comique & Violence" bei Mme Peiter (nachdem das Semester offiziell bereits seit Freitag um ist), die mir auch zugleich noch meinen letzten intra-seminären (und von der Autorität zum Glück unbemerkten bzw. einfach übergangenen) Lachflash bescherte. Es ist aber auch ziemlich schwer die Haltung zu bewahren, wenn die Dozentin bei der Besprechung eines Holocaust-Romans statt "Auschwitz" konstant "Ausschwitz" sagt (hat sie allerdings angeblich schon seit der ersten Sitzung getan; sie ist übrigens Deutsche!). Zumal noch in einem Seminar, das das Nebeneinander und Zusammenwirken von Komik und Gewalt behandelt.
Ansonsten blüht Melancholie allenthalben. Auch das Grün an den Bäumen. War das jetzt poetisch?
Dann gings noch in den einen Katzensprung entfernten Parc Monceau. Also der ist auch ganz gut.
Und: Dreieinhalb Wochen noch.
Ich helf mal nach: der steht in der Cafeteria des Centre Malesherbes, da wo immer immer meine Kurse stattfanden. Heute Morgen hatte ich im Centre nämlich meine allerletzte Seminarssitzung, "Comique & Violence" bei Mme Peiter (nachdem das Semester offiziell bereits seit Freitag um ist), die mir auch zugleich noch meinen letzten intra-seminären (und von der Autorität zum Glück unbemerkten bzw. einfach übergangenen) Lachflash bescherte. Es ist aber auch ziemlich schwer die Haltung zu bewahren, wenn die Dozentin bei der Besprechung eines Holocaust-Romans statt "Auschwitz" konstant "Ausschwitz" sagt (hat sie allerdings angeblich schon seit der ersten Sitzung getan; sie ist übrigens Deutsche!). Zumal noch in einem Seminar, das das Nebeneinander und Zusammenwirken von Komik und Gewalt behandelt.
Ansonsten blüht Melancholie allenthalben. Auch das Grün an den Bäumen. War das jetzt poetisch?
Dann gings noch in den einen Katzensprung entfernten Parc Monceau. Also der ist auch ganz gut.
Und: Dreieinhalb Wochen noch.
mardi, juin 05, 2007
Hausarbeit V
Ich fang jetzt kurzerhand nochmal neu an. Naja eigentlich isses ja schon bereits in der Mitte. Aber irgendwie auch so: neu. So rundum mit slight Themenwechsel und so. Am Wochenende will ich fertig sein.
Wünscht mir Glück, ja, macht ihr? Und tut mir den Gefallen: Teller >NICHT!< leeressen!
Mein Geld für Juni is im übrigen auch noch nicht da. Spätestens seit heute lauf ich daher ein wenig auf Felgen. Jedenfalls wenns ums Métro-Fahren und Essen geht. Ansonsten läuft alles rund. Finanziell wird mein Paris-Aufenthalt aber in etwa ne Punktlandung gewesen sein. A propos: Nur noch dreieinhalb Wochen!
Wünscht mir Glück, ja, macht ihr? Und tut mir den Gefallen: Teller >NICHT!< leeressen!
Mein Geld für Juni is im übrigen auch noch nicht da. Spätestens seit heute lauf ich daher ein wenig auf Felgen. Jedenfalls wenns ums Métro-Fahren und Essen geht. Ansonsten läuft alles rund. Finanziell wird mein Paris-Aufenthalt aber in etwa ne Punktlandung gewesen sein. A propos: Nur noch dreieinhalb Wochen!
dimanche, juin 03, 2007
Akademischer Wasserstand inzwischen schon IV
So, irgendwie weiss ich jetzt nich mehr. Sitze an der Hausarbeit und nichts passt. Dabei erschien mir das alles noch so zusammenpassend vor n paar Tagen. Geradezu kafkaesk, das. Und währenddessen scheint draussen die Sonne und schreckliche Musik aus viel zu leistungsstarken Outdoor-Lautsprechern stört meine ohnehin schon viel zu unruhige Unruhe bis aufs Äusserste. Muss denn ausgerechnet an diesem Wochenende das "Fête de la Cité" sein? Hätte doch so schön von den Bier- und Bratwurstständen des deutschen Hauses berichten können. Stattdessen muss ich konstatieren: schlechte Themenwahl, meine, und auch etwas zu kühn-naive Annahme, ich könne die Fragmentarizität (sagt man das überhaupt so?) von Kafkas Verschollenem ohne weitere Erklärungen einfach so mit dem Sprechen über Ganzes und Bruchstück im Text in Verbindung setzen. Ja man sollte sich halt ma vorher Gedanken machen. Jetzt sitze ich da (bzw.: hier; aber für euch isses natürlich "da") mit meinen 18 Seiten.
Wollt nur mal sagen. Ich tauch dann mal wieder ein.
Wollt nur mal sagen. Ich tauch dann mal wieder ein.
mardi, mai 29, 2007
lundi, mai 28, 2007
Akademischer Wasserstand III
Also hallo ich bin echt fertig und hör jetzt für heute auch erstmal auf. Nun bei Seite 19 angekommen, wobei ich aber vom Geschriebenen ernsthaft nicht so überzeugt bin, da mir doch son fuckin' Spoiler-Aufsatz über eigentlich genau mein Thema, den ich unvorsichtigerweise zu lesen wagte, ne ganze Menge Eigenanteil verhagelt. Und der Rest hat mit meinem Thema eigentlich nicht unmittelbar was zu tun. Trrrrmer. Stell die Verbindung her. Und zwar sofort, alta!
Gut. Jetzt noch merken: Bier koofen und vor Verlassen des Hauses nochmal bei Dingens, also den beiden eben anrufen wg. evtl. McDonald's-Affinität. Vorher Geld ziehen. Denn heut abend wird der vierte Harry Potter geschaut! Nicht nur das einzige, was ich heut jetzt ansonsten noch mache, sondern schier das einzige, dat noch geht. Gute Nacht!
Gut. Jetzt noch merken: Bier koofen und vor Verlassen des Hauses nochmal bei Dingens, also den beiden eben anrufen wg. evtl. McDonald's-Affinität. Vorher Geld ziehen. Denn heut abend wird der vierte Harry Potter geschaut! Nicht nur das einzige, was ich heut jetzt ansonsten noch mache, sondern schier das einzige, dat noch geht. Gute Nacht!
Neuer Besuch; abgehakt: Eiffelturm, Arc de Triomphe, Montmartre
Stephan und Kristen waren zu Besuch! Stephan aus Schönwohld und Kristen aus Orlando, Florida! Extra von so weit dahergekommen, extra um Paris zu sehen, die alte schöne Stadt, und dennoch noch Zeit für mich, den alten Lars! Ja wie finde ich denn das? Super finde ich das!
Machte daher fast gar nix, dass ich dafür ne Dreiviertelstunde unterm Eiffelturm warten musste. S&K, ich wusste es zu der Zeit noch nicht, wollten diesen vorher nämlich unbedingt noch mal erklettern, bloß war da oben vor den Aufzügen, komisch eigentlich, ne wirklich lange Schlange - richtig viele Touristen sollen da gewesen sein! So n Ding aber auch! Auch das unterdessen vor meinen Augen vor und um Paris aggressiv funkelnd Stellung beziehende Unwetter beobachtete ich zu dem Zeitpunkt noch mit einer Mischung aus Sorglosigkeit und aufrichtigem Interesse. Später kippte sich meine ungezwungene Gemütslage zwar noch auf ein gesundes Maß zurecht, aber da Stephan und Kristen da auch schon unten waren, hatten wir Glück und haben wir die Métro gewissermaßen noch in der letzten Sekunde vor Einsetzen der alles vernichtenden Regenfälle erreicht. Hier ein Film aus der Ligne 6 heraus zu ungefähr der Zeit. Ich hab auch extra acht gegeben auf biblisch-apokalyptische Inszenierung (hört man eigentlich bei den Vollbremsungen die quietschenden Métro-Gummibereifungen?):
Und hier noch einige Worte zum Gruß, von Stephan und Kristen für Euch:
Dann spielte in der Cité-U-Mensa eine antillische Band, irgendsonen abgeschmackten karibischen Gute-Laune-Beat, gerade als wir uns zum Verzehr leckerer Antillen-Spezialitäten (wie zB Huhn und Reis!) niedergelassen haben, so laut, dass man sein eigenes Wort nicht verstehen konnte. Naja, wenn man wie ich eh nix weiss, kann das ja auch manchmal ganz gut sein. Des war auch das letzte, was wir an dem Abend erlebt haben.
Der nächste Tag war eine exakte Kopie. Also, nu von nix Konkretem, sondern ersma überhaupt. Jedenfalls kam er mir so bekannt vor auf ne ganz un-déjàvuige Weise, und schliesslich kommt doch alles wieder, nich nur die Trends, sondern eben auch die ganz normalen Tage. Wir machten einige nette Bekanntschaften vor dem Arc de Triomphe und am Montmartre und hätten ihnen auch beinahe einige schöne typische Pariser bunte Fäden abgekauft, die man sich ums Handgelenk wickeln kann und die schon ihre Vorfahren so in Handarbeit zusammengewickelt und nichtsahnenden Touristen vergangener Zeitalter verkauft oder einfach für sich selbst behalten haben. Aber irgendwie sind wir nie so richtig ins Gespräch miteinander gekommen und redeten ständig aneinander vorbei. Schade, hätte gerne so Bindfäden gekauft, auch gerne zu jedem Preis und so.
Dann war auch die Zeit reif. Der Zug rief, und schneller als der Wind sie in die Stadt hineingeblasen hatte, waren se dann auch wieder verschwunden, denn es handelte sich um den Thalys, den legendären Schnellzug! Bis dann, bis zum nächsten Mal! Das nächste Mal funktioniert die Funiculaire auch bestimmt wieder und wir schaffens auf den Berg rauf!
Le Lars Parisien
Machte daher fast gar nix, dass ich dafür ne Dreiviertelstunde unterm Eiffelturm warten musste. S&K, ich wusste es zu der Zeit noch nicht, wollten diesen vorher nämlich unbedingt noch mal erklettern, bloß war da oben vor den Aufzügen, komisch eigentlich, ne wirklich lange Schlange - richtig viele Touristen sollen da gewesen sein! So n Ding aber auch! Auch das unterdessen vor meinen Augen vor und um Paris aggressiv funkelnd Stellung beziehende Unwetter beobachtete ich zu dem Zeitpunkt noch mit einer Mischung aus Sorglosigkeit und aufrichtigem Interesse. Später kippte sich meine ungezwungene Gemütslage zwar noch auf ein gesundes Maß zurecht, aber da Stephan und Kristen da auch schon unten waren, hatten wir Glück und haben wir die Métro gewissermaßen noch in der letzten Sekunde vor Einsetzen der alles vernichtenden Regenfälle erreicht. Hier ein Film aus der Ligne 6 heraus zu ungefähr der Zeit. Ich hab auch extra acht gegeben auf biblisch-apokalyptische Inszenierung (hört man eigentlich bei den Vollbremsungen die quietschenden Métro-Gummibereifungen?):
Und hier noch einige Worte zum Gruß, von Stephan und Kristen für Euch:
Dann spielte in der Cité-U-Mensa eine antillische Band, irgendsonen abgeschmackten karibischen Gute-Laune-Beat, gerade als wir uns zum Verzehr leckerer Antillen-Spezialitäten (wie zB Huhn und Reis!) niedergelassen haben, so laut, dass man sein eigenes Wort nicht verstehen konnte. Naja, wenn man wie ich eh nix weiss, kann das ja auch manchmal ganz gut sein. Des war auch das letzte, was wir an dem Abend erlebt haben.
Der nächste Tag war eine exakte Kopie. Also, nu von nix Konkretem, sondern ersma überhaupt. Jedenfalls kam er mir so bekannt vor auf ne ganz un-déjàvuige Weise, und schliesslich kommt doch alles wieder, nich nur die Trends, sondern eben auch die ganz normalen Tage. Wir machten einige nette Bekanntschaften vor dem Arc de Triomphe und am Montmartre und hätten ihnen auch beinahe einige schöne typische Pariser bunte Fäden abgekauft, die man sich ums Handgelenk wickeln kann und die schon ihre Vorfahren so in Handarbeit zusammengewickelt und nichtsahnenden Touristen vergangener Zeitalter verkauft oder einfach für sich selbst behalten haben. Aber irgendwie sind wir nie so richtig ins Gespräch miteinander gekommen und redeten ständig aneinander vorbei. Schade, hätte gerne so Bindfäden gekauft, auch gerne zu jedem Preis und so.
Dann war auch die Zeit reif. Der Zug rief, und schneller als der Wind sie in die Stadt hineingeblasen hatte, waren se dann auch wieder verschwunden, denn es handelte sich um den Thalys, den legendären Schnellzug! Bis dann, bis zum nächsten Mal! Das nächste Mal funktioniert die Funiculaire auch bestimmt wieder und wir schaffens auf den Berg rauf!
Le Lars Parisien
A Rough Guide To Laissez Faire
Lasst die Franzosen tun, was die Franzosen am besten können. Ich also am Mittwoch beim Mineralwassereinkauf im Franprix. Kaufe ja mein Mineralwasser immer in Sixpacks, weil das erstens jenen Muskel des rechten Armes, den dieser zum Heben schwererer Gegenstände benötigt, z.B. Sixpacks, trainiert (für den linken muss ich mir noch irgendeine Lösung einfallen lassen) und zweitens weils nämlich auch billiger ist als Einzel-Bouteilles. Es sei denn Frankreich will nich.
Frankreich verfleischlichte sich an jenem Nachmittag in Gestalt eines Franprix-Kassierers, seine sechs Buchstaben* unauflösbar dem Kassiererstuhl verbunden, den Schalk einer ganzen Grande Nation im Nacken, der es einfach nicht hinkriegte, mein Chantereine-Eau-de-Source-Ensemble als Einheit einzuscannen und daher (anstatt etwa ein paar Schritte in den Laden zurückzugehen und nachzuschauen) mir also einfach sechs einzelne Flaschen auf die Rechnung setzte, so als wärs die selbstverständlichste Sache der Welt. Es ging nicht um viel, aber immerhin doch zwanzig Cent! Meine anfangs noch wortgewaltigen Proteste schlugen jedoch nicht an, gingen an ihrer eigenen argumentativen Verstiegenheit zugrunde und verflachten in etwa so schnell wie die Brandung an der Ostsee, denn ich sah an der Weise, mit der der Mann mit stoischem Gesicht meinen Ausführungen folgte: Erklärungen zwecklos, das hier folgt keiner Argumentationslogik, es geht hier um andere Dinge, wie Selbstverständnis und kulturelle Identität. Laissez-Faire! Nicht Bosheit, sondern diese kulturell geschützte Chuzpe, dass einen einfach mal alles mal total kann, auch König Kunde, der sich heute mal in Gestalt eines notorisch den Schalk im Nacken habenden deutschen Stylers mit diesen irgendwie toll glimmenden Augen auf die Weltoberfläche projiziert hat. Davon sind wir Deutschen einfach noch voll weit entfernt! Ich find ja sowieso, wir könnten uns von den Franzosen manchmal noch mal ne ganze Menge Scheiben abschneiden. Und das soll für Fritz aus der Fußgängerzone genau so gelten wie für "Herr Oliver Schwoch, Marktleiter" des Kieler SKY in der Holtenauer Straße. Ende der Durchsage.
--
* fesses, (f., pl.) - der Popo (steht jedenfalls so auf leo.org)
Frankreich verfleischlichte sich an jenem Nachmittag in Gestalt eines Franprix-Kassierers, seine sechs Buchstaben* unauflösbar dem Kassiererstuhl verbunden, den Schalk einer ganzen Grande Nation im Nacken, der es einfach nicht hinkriegte, mein Chantereine-Eau-de-Source-Ensemble als Einheit einzuscannen und daher (anstatt etwa ein paar Schritte in den Laden zurückzugehen und nachzuschauen) mir also einfach sechs einzelne Flaschen auf die Rechnung setzte, so als wärs die selbstverständlichste Sache der Welt. Es ging nicht um viel, aber immerhin doch zwanzig Cent! Meine anfangs noch wortgewaltigen Proteste schlugen jedoch nicht an, gingen an ihrer eigenen argumentativen Verstiegenheit zugrunde und verflachten in etwa so schnell wie die Brandung an der Ostsee, denn ich sah an der Weise, mit der der Mann mit stoischem Gesicht meinen Ausführungen folgte: Erklärungen zwecklos, das hier folgt keiner Argumentationslogik, es geht hier um andere Dinge, wie Selbstverständnis und kulturelle Identität. Laissez-Faire! Nicht Bosheit, sondern diese kulturell geschützte Chuzpe, dass einen einfach mal alles mal total kann, auch König Kunde, der sich heute mal in Gestalt eines notorisch den Schalk im Nacken habenden deutschen Stylers mit diesen irgendwie toll glimmenden Augen auf die Weltoberfläche projiziert hat. Davon sind wir Deutschen einfach noch voll weit entfernt! Ich find ja sowieso, wir könnten uns von den Franzosen manchmal noch mal ne ganze Menge Scheiben abschneiden. Und das soll für Fritz aus der Fußgängerzone genau so gelten wie für "Herr Oliver Schwoch, Marktleiter" des Kieler SKY in der Holtenauer Straße. Ende der Durchsage.
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* fesses, (f., pl.) - der Popo (steht jedenfalls so auf leo.org)
jeudi, mai 24, 2007
Bärtige Männer, Bilder und Beinfreiheit (keine)
Am besten waren dann doch die Bilder, und das gilt sowohl als auch:
1. Da der Film auf Französisch lief, mussten wir uns zum Verfolgen der Handlung vor allem auf die optischen Aspekte unserer Wahrnehmung beschränken. Die sichtfeldfüllende Leinwand im Grand Rex kamen dem, genau wie unsere Balkonplätze zweite Reihe, zum Glück sehr entgegen. Im übrigen folgten wir dann einfach den emotionalen Cues, die uns die Reaktionen der uns gleichsam massiv ringförmig flankierenden Einheimischen legten. 2. Nadine und Amelie fanden es ziemlich witzig, sich wie Piraten zum bemalen und zu verkleiden! Ja, und ich mach ja, ihr kennt mich, gerne jeden sog. "Scheiss" mit. War zwar glaub ich mit meinem blauen, pyjamastreifigen Hemd und dem Schal um den Kopf, den ich bei H&M im Winter gekauft, aber seitdem fast gar nicht benutzt habe (wurstet sich am Hals immer so auf), nicht unbedingt eine authentisch diesseitige Spiegelung des Leinwandcontents. Aber mit Kajal könnte ich jedenfalls noch gut Freund werden, ich sah aus wie ne Mischung aus Jack Sparrow, Tokio und Hotel, nur eben besser, weil ich ja eben halt noch meinen eigenen Style hab. Und da gibts auch Bilder von (s. Bild). Und die waren am besten.

Der grosse Saal des Grand Rex ist übrigens wirklich alleine den Besuch wert. Das war zwar immer so dunkel da, deswegen hab ich kein richtiges Foto machen können. Aber ich kann ja beschreiben: Orientalische Kulisse an den Aussenseiten und nachtblaue Decke mit künstlichem Sternenzelt, ne richtige Traumfabrik. Dazu ne riesige Leinwand, die im dramaturgisch richtigen Moment runtergefahren wird. Kritik übe ich, aber das kann man den Franzosen wohl in hundert Jahren nicht abgewöhnen, allerdings am an Verschaukelung angrenzenden Mangel an Beinfreiheit (das ist auch in den Hörsälen der Sorbonne teils einfach no-no!). Ehrlich, ungefähr zur Hälfte der Spielzeit dachte ich, ich wäre jetzt lieber in einem dieser Busse von Gulliver (Hamburg-Paris und zurück jeweils zwölf Stunden), denn mein linkes Bein tat zunehmend weh, und in den Bussen kann man wenigstens noch ein wenig die Beine unter den Sitz des Vordermanns runterstrecken. Ist das Rex-Defizit noch alleine mit der unterdurchschnittlichen Körpergrösse des durchschnittlichen Franzosen zu erklären oder steckt da irgendne unantastbare Tradition dahinter? Wo stellt der Pierre bloss seine Beine ab?
Das Beste am Abend war wohl aber, dass ich jetzt zwar "Fluch der Karibik 3" gesehen habe, aber trotzdem noch gar nicht weiss, ob er überhaupt gut ist. Ich bin schon jetzt ganz gespannt auf eine Erklärung dieser speziellen beinahe dreistündigen Abfolge bunter Bilder. Und warum z.B. genau da diese eine Sache mit den Piraten jetzt so war. Vielleicht läufts ja nach meiner Rückkehr sogar noch im Cinemaxx, der zwar deutlich armseligeren und flairloseren, dafür aber bestimmt deutlich beinfreieren Kieler Entsprechung zum Grand Rex.
So, und jetzt checkt den kostenlos von mir zu euch getragenen Trailer für ein Videogame aus, das, glaub ich, "Speedermann 3" oder so heisst. Da war die große Leinwand des Grand Rex übrigens noch nich losgelassen.
1. Da der Film auf Französisch lief, mussten wir uns zum Verfolgen der Handlung vor allem auf die optischen Aspekte unserer Wahrnehmung beschränken. Die sichtfeldfüllende Leinwand im Grand Rex kamen dem, genau wie unsere Balkonplätze zweite Reihe, zum Glück sehr entgegen. Im übrigen folgten wir dann einfach den emotionalen Cues, die uns die Reaktionen der uns gleichsam massiv ringförmig flankierenden Einheimischen legten. 2. Nadine und Amelie fanden es ziemlich witzig, sich wie Piraten zum bemalen und zu verkleiden! Ja, und ich mach ja, ihr kennt mich, gerne jeden sog. "Scheiss" mit. War zwar glaub ich mit meinem blauen, pyjamastreifigen Hemd und dem Schal um den Kopf, den ich bei H&M im Winter gekauft, aber seitdem fast gar nicht benutzt habe (wurstet sich am Hals immer so auf), nicht unbedingt eine authentisch diesseitige Spiegelung des Leinwandcontents. Aber mit Kajal könnte ich jedenfalls noch gut Freund werden, ich sah aus wie ne Mischung aus Jack Sparrow, Tokio und Hotel, nur eben besser, weil ich ja eben halt noch meinen eigenen Style hab. Und da gibts auch Bilder von (s. Bild). Und die waren am besten.
Der grosse Saal des Grand Rex ist übrigens wirklich alleine den Besuch wert. Das war zwar immer so dunkel da, deswegen hab ich kein richtiges Foto machen können. Aber ich kann ja beschreiben: Orientalische Kulisse an den Aussenseiten und nachtblaue Decke mit künstlichem Sternenzelt, ne richtige Traumfabrik. Dazu ne riesige Leinwand, die im dramaturgisch richtigen Moment runtergefahren wird. Kritik übe ich, aber das kann man den Franzosen wohl in hundert Jahren nicht abgewöhnen, allerdings am an Verschaukelung angrenzenden Mangel an Beinfreiheit (das ist auch in den Hörsälen der Sorbonne teils einfach no-no!). Ehrlich, ungefähr zur Hälfte der Spielzeit dachte ich, ich wäre jetzt lieber in einem dieser Busse von Gulliver (Hamburg-Paris und zurück jeweils zwölf Stunden), denn mein linkes Bein tat zunehmend weh, und in den Bussen kann man wenigstens noch ein wenig die Beine unter den Sitz des Vordermanns runterstrecken. Ist das Rex-Defizit noch alleine mit der unterdurchschnittlichen Körpergrösse des durchschnittlichen Franzosen zu erklären oder steckt da irgendne unantastbare Tradition dahinter? Wo stellt der Pierre bloss seine Beine ab?
Das Beste am Abend war wohl aber, dass ich jetzt zwar "Fluch der Karibik 3" gesehen habe, aber trotzdem noch gar nicht weiss, ob er überhaupt gut ist. Ich bin schon jetzt ganz gespannt auf eine Erklärung dieser speziellen beinahe dreistündigen Abfolge bunter Bilder. Und warum z.B. genau da diese eine Sache mit den Piraten jetzt so war. Vielleicht läufts ja nach meiner Rückkehr sogar noch im Cinemaxx, der zwar deutlich armseligeren und flairloseren, dafür aber bestimmt deutlich beinfreieren Kieler Entsprechung zum Grand Rex.
So, und jetzt checkt den kostenlos von mir zu euch getragenen Trailer für ein Videogame aus, das, glaub ich, "Speedermann 3" oder so heisst. Da war die große Leinwand des Grand Rex übrigens noch nich losgelassen.
mercredi, mai 23, 2007
Müssen wohl Männer mit Bärten sein
Heute abend gehts denn endlich doch mal ins Grand Rex. Gesichtet wird: Der Fluch der Karibik drei, der, holla, ja auch gerade jetzt heute überhaupt anläuft!! Um uns vorzubereiten haben wir gestern abend extra noch mal Fluch der Karibik zwei gesehen. Was ist denn eigentlich überhaupt falsch an dem? Also ich fand den sehr lustig und musste daher auch mehrmals lachen. Ich mein, vielleicht ist er manchmal ein bisschen unrealistisch an manchen Stellen. Aber von derlei Schwächen abgesehen ein eindringliches und spannungsgeladenes Portrait, wie unsere Vorfahren mal gelebt haben. Weiss gar nicht, wie das heute abend zu toppen gehn soll. Hoffentlich nich so kommerziell und Mainsteram, jetzt wo man mal die Chance hat, eine etwas grössere Öffentlichkeit zu erreichen. Aber man wird sehen, spätestens morgen (oder sagen wir ma: übermorgen) wird euch ja mein Bericht Aufschluss über die wichtigsten Fragen geben.
lundi, mai 21, 2007
Akademischer Wasserstand II
Heute dem bereits Erreichten noch fünfeinhalb weitere Seiten beigefügt - mir ist noch eingefallen, wie ich das Ganze doch noch in Zusammenhang mit meinem Hauptthema bringen kann. Die 15 Seiten dürften jedenfalls zu knacken sein. Ich pokere gerade auf die 20. Mann, was fürchte ich mich schon vor der Reinschrift und den Korrekturen.
Ja, ich halte euch auf dem Laufenden, interessierte Folks!!
Ja, ich halte euch auf dem Laufenden, interessierte Folks!!
dimanche, mai 20, 2007
Akademischer Wasserstand I
Unterdessen heute vier Seiten für meine Hausarbeit vorgelegt. Mannomann! Macht jetzt insgesamt ca. sechs. Das ist beinahe ein Viertel dessen, was ich so ca. brauche. Wollt ihr mal wissen, wie das ist mit Kafka und seinem Fragment "Der Verschollene"? Schreibt mir einfach ne Mail, klingelt ma an oder, am praktischsten, fragt unten an der Rezeption nach mir! Ich weiss ganz viel!
Ich glaub aber auch, d.h. ich fürchte, ich hab jetzt heute auch schon einen nicht unbeträchtlichen Teil meines Gesamtpulvers verschossen. Wo soll ich jetzt neues herkriegen, kann mir das ma wer sagen?
Hm a propos da fällt mir ein, ich wollt ja noch ma zum Arzt.
Oder gibts an unserem Institut vielleicht irgendwo für 15 Seiten nen Hausarbeitenschein? Das wär ja vielleicht auch noch n plausibles Ziel.
Ich glaub aber auch, d.h. ich fürchte, ich hab jetzt heute auch schon einen nicht unbeträchtlichen Teil meines Gesamtpulvers verschossen. Wo soll ich jetzt neues herkriegen, kann mir das ma wer sagen?
Hm a propos da fällt mir ein, ich wollt ja noch ma zum Arzt.
Oder gibts an unserem Institut vielleicht irgendwo für 15 Seiten nen Hausarbeitenschein? Das wär ja vielleicht auch noch n plausibles Ziel.
samedi, mai 19, 2007
"le blog" beglückwünscht den VfB Stuttgart, den Deutschen Fußballmeister 2007!
Die zweitwichtigste Meldung war heute allerdings: "Röcke werden wieder kürzer: Experten verraten die Gründe"*. Weil es im ersten Moment irgendwie lustig ist, sich so einen Experten mal vorzustellen. Obwohl, dann gehts auch ganz schnell wieder.
Ansonsten is jetzt nix weiter.
--
* auf der GMX-/Web-Page (gewiss aber auch fast überall sonst im Online-"Vermischten")
Die zweitwichtigste Meldung war heute allerdings: "Röcke werden wieder kürzer: Experten verraten die Gründe"*. Weil es im ersten Moment irgendwie lustig ist, sich so einen Experten mal vorzustellen. Obwohl, dann gehts auch ganz schnell wieder.
Ansonsten is jetzt nix weiter.
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* auf der GMX-/Web-Page (gewiss aber auch fast überall sonst im Online-"Vermischten")
Und "leblog" (bzw. das was sein créateur so treibt; bzw. vielleicht hat es auch gar nix persönlich mit mir zu tun; aber man wird doch eben noch einen Zusammenhang übers Knie brechen dürfen) schlägt Wellen, das Internet hat Augen, Ohren und Geschmack: Seit der Premiere am Dienstag wurde mein Scorpions-Video bei youtube satte 466mal abgerufen und hatte noch heute morgen 4 sog. "honors"* inne. Gestern heulten bei einigen youtube-Servern schon auf beängstigende Weise die Lüftungen auf. Mal sehen wies weitergeht.

NACHTRAG 21.5.: jetzt neuerdings sogar 6 "honors"!
--
* War honortechnisch sicher auch nich ganz dumm, mein Video bei "Travel & Places" anstatt bei "Music" einzuordnen, hihi! Denn wer bewertet und "diskutiert" denn schon Reisevideos?

NACHTRAG 21.5.: jetzt neuerdings sogar 6 "honors"!
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* War honortechnisch sicher auch nich ganz dumm, mein Video bei "Travel & Places" anstatt bei "Music" einzuordnen, hihi! Denn wer bewertet und "diskutiert" denn schon Reisevideos?
Auch nach siebeneinhalb Monaten gibt es noch Premieren. Vorgestern abend: Meine erste Tiefkühlpizza (mit Paprika & Chorizo-Salami)! Dahinter kann man meinen Zimmerschlüssel (links) und eines meiner im Oktober erstandenen "Snitta"-Messer von IKEA (rechts) sehen. In der Mitte spielt die Sonne, beide miteinander verbindend, mit ihrem Licht auf der glatten Tischoberfläche.
jeudi, mai 17, 2007
Oase (bzw. Zyklopen AG bzw. meine Abenteuer in Kiel, Teil 4 [war aber in Hamburg!])
Die Oase: Ich könnte schwören, eine Sekunde vorher war se noch nicht da!
mardi, mai 15, 2007
Hab übrigens grad noch auf Wikipedia gelesen, dass die "Scorpions" als die Miterfinder der sogenannten "Powerballade" gelten. Hut ab! Da könnte ich nicht so einfach mit einschlafen!
Like A Hurricane (Smells Like Melting Sitzfleisch)
Ja hallo zu den Bildern brauch ich ja wohl nix mehr hinzufügen! Die Scorpions rockten heut nachmittag zur besten Tea Time im Virgin Megastore dermaßen Klartext, dass dessen Grundfeste nunmehr wohl besser als nich mehr ganz so fest wie vorher bezeichnet werden sollten. Da war wirklich Schluss mit lustig, und ich denk ma jetz is auch dem letzten Franzosen klar geworden wie der Zucker an den Crêpe kommt und wieso das alles in die Fresse gehört. "Etwas statische Bühnenshow" wurde zwar hier und da gemunkelt, "Playback" und "Mineralwasser-Rocker" anderenorts geargwohnt, aber ich glaub, die das sagen haben keine Ahnung und sind auch nur neidisch. Die Scorpions sind det Beste, seit sich "Rudolf Schenker" auf "Rock'n'Roll" reimt! Still alive!
Und heute, hat man mir gesagt, sollen in irgendeinem der Virgin Mega Stores (ich glaub mal, es war der auf den Champs Elysees) die Scorpions spielen (ja genau, DER deutsche Rock-Export #1; natürlich für lau, wie alle diese Store-Gigs)!!!! Da muss ich mich unbedingt mal hinterklemmen, um mit all den anderen treuen Aficionados die neuen Hurrikan-Rocker und supersoften Balladen des am 25. Mai erscheinenden Albums "Humanity - Hour I" (was für ein Titel - also wenn das nix wird Freunde der Sonne!) freundlich zu beklatschen! Später an dieser Stelle mehr.
dimanche, mai 13, 2007
De La Chanson
Wer bei Nadine und Amelie den Grand Prix schauen will, der muss stark sein. Am besten aber stärkt man sich mit Pfannekuchen und Salat (s. Foto!). Und dazu natürlich ein Kronenbourg! Da zischt das hoffnungslose Abnudeln des Ciceros noch einmal umso mehr! Wir haben ja, knapp daneben, unsere kollektive Stimme der Ukraine gegeben, weil die, wie wir fanden, insgesamt vom musikalischen Gesichtspunkt her, aber auch fürs Auge das überzeugendste Gesamtpaket am Start hatten, eben einfach "einen Tick" besser als die anderen, ne "Millimeterentscheidung", falls ihr versteht. Wobei, dass es Nadine und Amelie bloß tröpfchenweise aufging, dass man von französischen Telefonanschlüssen aus sehr wohl auch für deutsche Beiträge stimmen darf, hat sicherlich auch ein bisschen geholfen. Als das Glas dann endlich voll war, wars schon zu spät.
Aufgefallen ist uns zwangsweise Franko-Fixierten im Übrigen: Nicht nur, dass die französischen Kommentatoren es irgendwie immer wieder hinbekamen, ihren Geschwätz-Leitstrahl auch aus den unplausibelsten Zusammenhängen heraus immer wieder auf die Vielfältigkeit und Schönheit Frankreichs zurückzurichten (also, zumindest haben wirs so verstanden) - auch der, ansonsten stark an die Erste Allgemeine Verunsicherung anklingende, französische Beitrag selbst handelte vor allem von: Frankreich. Und wer am liebsten sich selbst feiert, hat man wieder einmal gesehen, der muss am Ende alleine feiern.
Was bleibt? Ein schöner Eindruck von mit französischen Zutaten hergestellten Pfannkuchen (die sich, entgegen meiner magischen Weltsicht, in der Pfanne nicht in Crêpes verwandelten) und Salat, der nie völlig Salat sein wollte, sondern sich auch mal ganz überraschend so oder so oder so, auf jeden Fall aber immer völlig anders gab!
Aufgefallen ist uns zwangsweise Franko-Fixierten im Übrigen: Nicht nur, dass die französischen Kommentatoren es irgendwie immer wieder hinbekamen, ihren Geschwätz-Leitstrahl auch aus den unplausibelsten Zusammenhängen heraus immer wieder auf die Vielfältigkeit und Schönheit Frankreichs zurückzurichten (also, zumindest haben wirs so verstanden) - auch der, ansonsten stark an die Erste Allgemeine Verunsicherung anklingende, französische Beitrag selbst handelte vor allem von: Frankreich. Und wer am liebsten sich selbst feiert, hat man wieder einmal gesehen, der muss am Ende alleine feiern.
Was bleibt? Ein schöner Eindruck von mit französischen Zutaten hergestellten Pfannkuchen (die sich, entgegen meiner magischen Weltsicht, in der Pfanne nicht in Crêpes verwandelten) und Salat, der nie völlig Salat sein wollte, sondern sich auch mal ganz überraschend so oder so oder so, auf jeden Fall aber immer völlig anders gab!
mercredi, mai 09, 2007
Tief in den 80ern (Meine Abenteuer in Kiel, Teil 3)
Was für ein Genuss: Alte ALF-Folgen goutiert, und dazu die gute, nein: tolle 80er-Werbung. Bei der verstand man wenigstens noch irgendwie, was die von einem wollte. Nicht so n postmoderner Quatsch wie heute eben. Damals nannte man es wohl auch noch "Tricktechnik" und noch nicht "Computeranimation".
PS "Crédit Lyonnais": Das Video ist zusammengeschnitten; unmittelbar vor meinem begeisterten Ausruf lief ein Werbespot der "bfg Bank" (gibts die überhaupt noch?), die zur "Gruppe Crédit Lyonnais" gehörte, jene Bank, bei der ich hier in Paris ein Konto innehabe. Da drehn bei mir, verständlich, natürlich schon mal die Sicherungen durch!
PS "Crédit Lyonnais": Das Video ist zusammengeschnitten; unmittelbar vor meinem begeisterten Ausruf lief ein Werbespot der "bfg Bank" (gibts die überhaupt noch?), die zur "Gruppe Crédit Lyonnais" gehörte, jene Bank, bei der ich hier in Paris ein Konto innehabe. Da drehn bei mir, verständlich, natürlich schon mal die Sicherungen durch!
mardi, mai 08, 2007
Runter mit den Waffen (her mit der Feder*)
Sie tanzen wieder auf unseren Leichen: Heute ist in Frankreich die "commémoration d'armistice" (oder, salopper: "Victoire 1945"). Das bedeutet Hubschrauber, Trilerpfeifen und "La France", vor allem aber: einen lupenreinen Feiertag! Jacques Chirac, trotz gezählter Tage im Amt bis zum Ende nicht faul, wird am Place de la République als symbolischen Höhepunkt der Zeremonie einen Kranz niederlegen - ein Ereignis, dem ich allerdings nicht beiwohnen werde. Denn Feiern is für mich heute leider, selbstverschuldet, nicht drin. Und damit mein ich jetzt weniger jene kollektive Schuld, der Nation anzugehören, die ehemals eine sog. "Entwaffnung" überhaupt erst nötig gemacht hatte. Meine Mission ist heute eine andere und dringlichere (weil immer noch extremely underaccomplished): nämlich die, das Werk Franz Kafkas ein kleines Stück weiter aus seiner literaturwissenschaftlichen Misere herauszuheben, und zwar konkret: um ein ganzes Hausarbeits-Unterkapitel! Bis heute abend! Ich sollte daher jetzt auch mal. Damit ich es den Franzosen nach Möglichkeit noch gleichtun und vielleicht heute auch noch einen Frieden feiern kann, nämlich den mit mir selbst (nach einem Sieg über mich selbst!**).
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* resp. Das macht man ja heutzutage alles mit Keyboard ('n'Memory Stick).
** geschmacklose analogiebildung? vielleicht. aber: n zusammenhang gefunden! immerhin! so!
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* resp. Das macht man ja heutzutage alles mit Keyboard ('n'Memory Stick).
** geschmacklose analogiebildung? vielleicht. aber: n zusammenhang gefunden! immerhin! so!
lundi, mai 07, 2007
A propos Könige: Die Wahl in Frankreich (oder auch: endlich ma politisches Tagesgeschehen in meinem Blog)

Nicht dass ihr das nicht schon wüsstet. Will mir bloß nicht den Ruf des politisch desinteressierten und unkritischen Gute-Laune-Bloggers einhandeln, der mit dem demokratischen Aktivierungspotential dieses 1a-Mediums einfach nicht umzugehen weiss. Und ausserdem sitze ich ja, zumindest theoretisch, derartig derbe am Puls der Geschehnisse, dass sicherlich zumindest ein kleiner Kommentar à la Parisien Allemand irgendwie erwartet wird.
Nun gut. Obwohl ich aufgrund meiner völligen Unkenntnis der politischen Verhältnisse und Traditionen Frankreichs lieber Abstand davon nehmen möchte, ein allzu starkes Urteil herauszuposaunen, denke ich, dass ich mich nicht zu weit aus dem Fenster lehne, wenn ich aus meiner Nahperspektive konstatiere: Die europäische (ganz besonders dabei natürlich die französische) Politik ist gestern abend mit der Wahl von Nicolas Sarkozy zum neuen Staatspräsidenten der Französischen Republik um eine recht bedeutsame Hackfresse reicher geworden. Dazu erstmal Félicitations, denn schließlich erhalten wir damit ein frisches, noch gänzlich unverbrauchtes Exemplar einer Figurenkategorie, die mir heutzutage für jede differenziertere Art kollektiver politischer Meinungsbildung unerlässlich zu sein scheint. In Hinblick auf die deutsche Perspektive möchte ich zudem noch anmerken: Sollte Frankreich mit der Wahl nun wirklich ein Stück weiter nach rechts gerückt sein, dann ist (nach optimistischer Logik) ja nun in der Mitte wieder n bisschen mehr Platz für uns. Ähm ja. Genau jetzt ist vielleicht die Grenze meines politischen Urteilsvermögens erreicht.
Ich möchte allerdings noch verkünden, dass ich, um gegen diesen neuerlichen Rückschlag im Projekt "ein schöneres neues Europa" ein kleines Zeichen zu setzen, mir heute spontan bei H&M zwei weitere Paare schöner neuer Socken gekauft habe (einmal braun mit blauen Sternen, einmal grün mit blauen Totenköpfen - s. auch Foto). Denn die Füße unseres Nachwuchses sollen dereinst in einer Welt ihre ersten Schritte gehen können, die so ist wie jene Socken, mit denen sie in ihren Kinderschuhen stecken: schön. Lars-Christian Austen aus Paris (hab heute schon zwei große Kaffee getrunken, daher).

War dieser Beitrag jetzt eigentlich lohnenswert?
PPS: Noch einmal a propos Könige: Hab jetzt den Zeit-Artikel wiedergefunden, den ich letztens im Flugzeug auf dem Weg in die Osterferien gelesen habe. Sehr einseitig, aber wahrscheinlich gerade deshalb auch interessant. Lisez!
dimanche, mai 06, 2007
Wenn die Könige einen Zwischenstopp einlegen
Der 2.5.: ein aufregender Tag. Zunächst mal machte Steffi auf ihrem Weg nach Pamplona einen Zwischenstopp in Paris, was für mich bedeutete: Besuch - Gelegenheit, meine Hometown, mein Paris vorzustellen! Da Besuch für mich König ist, stellte ich für den Tag einen recht komplizierten Aktivitäten-Plan auf, der selbstverständlich eine moderierte Begleitung (also: mich!) durch den gesamten Tag beinhaltete. Ich nahm sie also morgens knapp nach neun am Gare du Nord in Empfang. Die Lok ihres Zuges hatte eine echt komische Form, und sie selbst trug eine schwarze Trainingshose und graue Sporttreter von Adidas* mit einem mäßig eingängigen Streifenarrangement drauf. Das nur fürs Protokoll.
Mit Baguettes und Croissants vom besten Bäcker von Paris bei Nadine und Amelie um die Ecke sowie dem tollen "Ail & fines herbes"-Frischkäse vom Franprix konnte ich ihr gleich ma demonstrieren, wie sich der perfekte Start in den Tag auf Pariserisch buchstabiert. A propos Nadine und Amelie: Diese spielten bei der ganzen Sache eine durchaus lobend zu erwähnende, wenn auch keinesfalls unnötig groß zu redende Nebenrolle, indem sie Steffi in ihrem sympathisch schratigen HQ am Place Gambetta (mitten im Herzen des "20.") zu beherbergen so nett waren. Da fällt mir ein: Erstere, also Nadine, äusserte übrigens auch die "Ansicht", dass ich mich in meinem Blogeintrag zum Basilique-de-Saint-Denis-Ausflug im Vergleich zu meinen drei Begleiterinnen oder, ich möchte fast sagen: Hosts (denn der Ausflug war deren Idee), arg in den Vordergrund schiebe. Nun gut, wir sind ja in einem "demokratischen" Medium. Ich kann mir darüber kein Urteil bilden. Ausserdem bin ich zu faul, jetzt gerade noch mal den betreffenden Post nachzuschlagen und zu beweisen, dass natürlich das schiere Gegenteil der Fall ist.
Auf das Vergnügen folgte die Arbeit: Es ging los mit dem Touri-Nerv-Teil! Ich versuchte, den Ball zunächst ma flach zu halten und zeigte ihr auf dem Père Lachaise mal, wie das ungefähr so aussieht, wenn man Jim Morrison oder Oscar Wilde heisst und tot ist: Recht eintönig, was aber die ausserhalb des goldenen Käfigs Stehenden keinesfalls davon abhält, einem weiterhin mit Fotoapparaten und aufmunternden Blumensträussen nachzustellen. Tja, wenn der Rock'n'Roll-Lifestyle in biederem Steinmetz-Hackwerk und dem Sound künstlicher Klick-Sounds der Digitalkameras endet, da muss man sich wohl doch mal fragen, obs wirklich besser war auszubrennen als so wegzufaden, wa?
A propos Rock'n'Roll Lifestyle: Besonderes Schmankerl des Steffi-Guide-Tags war natürlich ein anderer königlicher Zwischenstopp, nämlich das von den Veranstaltern geschmackvoll Richtung Ende des Tages angesetzte Konzert von The Whitest Boy Alive, dem aktuellen Projekt von Erlend Oye, strange guy of brutalstem Kings-Of-Convenience-Fame, Chill-Titan und akustischer Halbgott!! Zu allem dekadenten Überfluss obendrein noch mit Tourbegleitung Kommode, dem aktuellen Projekt von Eirik Glambek Boe, der zweiten KoC-Hälfte, der sein Klingelschild ebenfalls am Pantheon des Akustik-Songwriterwesens hat. Lieu de la spectacle était dabei der ganz in Nadine & Amelies Nähe gelegene ehemalige Bahnhof "Flèche d'Or", nun Indie-Kabuff der feinsten Sorte.
Doch bevor dieser eher angenehme Teil des Abends endlich anvisiert werden konnte, mussten wir noch eine endlos langweilige Wanderung an der Seine entlang über die Champs-Elysees (Wegbeschreibung schon ungefähr hier) bis zum ätzenden Arc de Triomphe hinter uns bringen. Einzig der Crepestand bei jedoch schon ungefähr drei Vierteln der Strecke vermochte uns für fünf Minuten aus unserer Apathie zu reissen. Auch Steffi findet, glaub ich, so die primären Tourismus-Attraktionen jetzt eher doof, geilo Sichtachse zwischen Arc de Triomphe und La Defense mal hin bzw. her. Gut war vielleicht noch das abenteuerlich rasante 9-km/h-Rollband im Gare Montparnasse, auf dem wir all die 6km/h-Trottel doch ziemlich hinter uns ließen und mondän den Fahrtwind um die Ohren sausen lassen konnten (s. auch u.). Wobei das, genaugenommen, auch schon wieder auf dem Rückweg war.
Aber unserer Laune konnte das nichts mehr, denn ich vergaß zu erwähnen: Bereits am Vormittag, ein gutes Zeichen, lief uns Nahe Place Gambetta ein mit roter Mütze bedeckter und von bonbonblauem T-Shirt bekleideter Erlend Oye über den Weg, so dicht, dass er, hätte ich fünfzig Zentimeter weiter links gestanden, krass in mich reingerannt wäre und in der Folge wahrscheinlich folgender Dialog entstanden wäre:
E: "Oh, excuse me please Mr." (will eigtl weitergehen, aber guckt noch mal genauer, überlegt es sich dann anders)
E: "You're lookin pretty cool man! Do you want to play with me in a band?"
Ich dann (ehrlich überrascht): "Oh, I'm sorry, I mean, I would like to but you're so famous and cool and I am a nothing! And also I don't play any instrument."
Und dann E: "No, I am a nothing. YOU are cool!"
schließlich ich: "Am I? I'm not sure. Not really. Or? You're kidding me."
E: "No, not at all. You're one of the coolest guys I've ever met. Do you want to join the 'Kings Of Convenience', a small group I play in? I'll fire Eirik, my co-musician. He's ugly and an idiot!"
I: "Yes, that would be nice perhaps."
E: "OK, so we're in a band from now on!" (geht ab; ich bleibe bescheiden zurück, ehrlich überrascht, dass ich anscheinend wirklich so cool bin; während ich noch überlege, arrangiert sich um mich herum ein ausgesuchtes Assortement attraktiver französischer Indie-Girls; Fadeout)
Doch manchmal nimmt das Schicksal eben doch andere Abbiegungen als vorgesehen. Butterfly Effect - ihr kennt das.
Nach der Champs-Elysees-Episode gings noch mal zu Nadine und Amelie zum Ausruhen, Stärken (mit lecker Pizza, Erdbeeren, Salat, so Zeugs und Tiramisu), bis wir dann alle gemeinsam Richtung Flèche d'Or losgingen und uns den Weg dorthin mit Vorfreude auf Erlend (ähm, und natürlich auch den Rest der Band) verkürzten.
Und das Konzert war dann auch nur einfach nur geilo und machte sehr, sehr glücklich: Erlend sah genau so aus wie Erlend auf all seinen Plattencovern, was ja schon mal die halbe Miete ist. WBA spielten ihr (allerdings kaum einstündiges) Konzert wie ein DJ-Set, liessen Song in Song übergehen, improvisierten mehr oder weniger ausschweifend und gaben in ihren vielleicht zwei, drei Ansagen zwischendrin eine sympathische und gutgelaunte Figur ab. Das ist oben auch ganz gut in dem etwas längeren Zusammenschnitt zu verfolgen. Was ich, Konzert umsonst hin oder her, jedoch als ein wenig asi anzuprangern mich gezwungen fühle ist, dass das Flêche d'Or anscheinend grundsätzlich keine Zugaben spielen lässt: Nach dem letzten Song wurde rabiat der Vorhang vorgezogen, und nur wenige Sekunden später startete, noch unter dem "Zugabe"-Skandieren des links vor der Bühne stehenden, anscheinend vor allem aus Deutschen bestehenden Flügels, das zynische Indie-Gedudel der Hausanlage. Wenig später kam auch die Band von der Bühne und begann, nächster Programmpunkt, höchstselbst unter eigener Anwesenheit das Verticken von WBA-CDs und -Shirts.
Auch der zweite King of Convenience, Eirik hing noch weiter im Flêche d'Or rum, hielt schüchtern ein Glas in der Hand und schaute, soweit ich ihn im Blick hatte, vor allem schnuffig und lieb in der Gegend herum. Seine Band hatten wir leider verpasst, weil wir, noch essend und slouchend, unmöglich glauben mochten, dass die Prominenz gleich als erstes spielt und die Staffage dann den Rest des Abends (geschweige denn dass es rechtzeitig losgeht). Aber genau so war es dann gekommen. Schadeschade, aber eben nicht zu ändern, und WBA waren ja auch allein schon das Kommen wert (ich mein, es war ja umsonst, erwähnte ich das eigentlich schon?).
Natürlich war der Reiz, von Erlend Oye persönlich ne WBA-CD zu kaufen, zu groß um ernsthaft zu erwägen, ihm zu widerstehen. Ich bekam sogar noch einen Button dazu, und er gab mir zum Abschied die Hand!!! Dann machte ich mich, abschliessend, noch zum Horst, indem ich mich, euphorisiert durch den Abend, den glatt über die Bühne gegangenen Plattenkauf und nicht zuletzt durch die vom Akustik-Titan geschüttelte Hand, noch zu folgendem nervösem Satz hinreissen ließ und glatt darlegte: "Thank you for the great concert!". Fucking Groupie-Shit irgendwie, wa? Ich erkannte mich selbst nicht wieder. Dennoch wankte ich beglückt nach Hause (bzw. war es, bei den Bierpreisen, doch eher noch ein strammes und ausgesprochen kontrolliertes Flanieren). Erlend Hand gegeben: Das musste ich allen meinen Freunden erzählen! Ach PS: Und die CD signiert hat er mir auch noch. Groß, groß, das, alta!
Und jetzt mal ehrlich: Bei DEM Tag verkommt DAS hier doch zur bloßen Lappalie, oder? (aber hinschauen musste ich dann doch)

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* oder so ner Firma
Mit Baguettes und Croissants vom besten Bäcker von Paris bei Nadine und Amelie um die Ecke sowie dem tollen "Ail & fines herbes"-Frischkäse vom Franprix konnte ich ihr gleich ma demonstrieren, wie sich der perfekte Start in den Tag auf Pariserisch buchstabiert. A propos Nadine und Amelie: Diese spielten bei der ganzen Sache eine durchaus lobend zu erwähnende, wenn auch keinesfalls unnötig groß zu redende Nebenrolle, indem sie Steffi in ihrem sympathisch schratigen HQ am Place Gambetta (mitten im Herzen des "20.") zu beherbergen so nett waren. Da fällt mir ein: Erstere, also Nadine, äusserte übrigens auch die "Ansicht", dass ich mich in meinem Blogeintrag zum Basilique-de-Saint-Denis-Ausflug im Vergleich zu meinen drei Begleiterinnen oder, ich möchte fast sagen: Hosts (denn der Ausflug war deren Idee), arg in den Vordergrund schiebe. Nun gut, wir sind ja in einem "demokratischen" Medium. Ich kann mir darüber kein Urteil bilden. Ausserdem bin ich zu faul, jetzt gerade noch mal den betreffenden Post nachzuschlagen und zu beweisen, dass natürlich das schiere Gegenteil der Fall ist.
Auf das Vergnügen folgte die Arbeit: Es ging los mit dem Touri-Nerv-Teil! Ich versuchte, den Ball zunächst ma flach zu halten und zeigte ihr auf dem Père Lachaise mal, wie das ungefähr so aussieht, wenn man Jim Morrison oder Oscar Wilde heisst und tot ist: Recht eintönig, was aber die ausserhalb des goldenen Käfigs Stehenden keinesfalls davon abhält, einem weiterhin mit Fotoapparaten und aufmunternden Blumensträussen nachzustellen. Tja, wenn der Rock'n'Roll-Lifestyle in biederem Steinmetz-Hackwerk und dem Sound künstlicher Klick-Sounds der Digitalkameras endet, da muss man sich wohl doch mal fragen, obs wirklich besser war auszubrennen als so wegzufaden, wa?
A propos Rock'n'Roll Lifestyle: Besonderes Schmankerl des Steffi-Guide-Tags war natürlich ein anderer königlicher Zwischenstopp, nämlich das von den Veranstaltern geschmackvoll Richtung Ende des Tages angesetzte Konzert von The Whitest Boy Alive, dem aktuellen Projekt von Erlend Oye, strange guy of brutalstem Kings-Of-Convenience-Fame, Chill-Titan und akustischer Halbgott!! Zu allem dekadenten Überfluss obendrein noch mit Tourbegleitung Kommode, dem aktuellen Projekt von Eirik Glambek Boe, der zweiten KoC-Hälfte, der sein Klingelschild ebenfalls am Pantheon des Akustik-Songwriterwesens hat. Lieu de la spectacle était dabei der ganz in Nadine & Amelies Nähe gelegene ehemalige Bahnhof "Flèche d'Or", nun Indie-Kabuff der feinsten Sorte.
Doch bevor dieser eher angenehme Teil des Abends endlich anvisiert werden konnte, mussten wir noch eine endlos langweilige Wanderung an der Seine entlang über die Champs-Elysees (Wegbeschreibung schon ungefähr hier) bis zum ätzenden Arc de Triomphe hinter uns bringen. Einzig der Crepestand bei jedoch schon ungefähr drei Vierteln der Strecke vermochte uns für fünf Minuten aus unserer Apathie zu reissen. Auch Steffi findet, glaub ich, so die primären Tourismus-Attraktionen jetzt eher doof, geilo Sichtachse zwischen Arc de Triomphe und La Defense mal hin bzw. her. Gut war vielleicht noch das abenteuerlich rasante 9-km/h-Rollband im Gare Montparnasse, auf dem wir all die 6km/h-Trottel doch ziemlich hinter uns ließen und mondän den Fahrtwind um die Ohren sausen lassen konnten (s. auch u.). Wobei das, genaugenommen, auch schon wieder auf dem Rückweg war.
Aber unserer Laune konnte das nichts mehr, denn ich vergaß zu erwähnen: Bereits am Vormittag, ein gutes Zeichen, lief uns Nahe Place Gambetta ein mit roter Mütze bedeckter und von bonbonblauem T-Shirt bekleideter Erlend Oye über den Weg, so dicht, dass er, hätte ich fünfzig Zentimeter weiter links gestanden, krass in mich reingerannt wäre und in der Folge wahrscheinlich folgender Dialog entstanden wäre:
E: "Oh, excuse me please Mr." (will eigtl weitergehen, aber guckt noch mal genauer, überlegt es sich dann anders)
E: "You're lookin pretty cool man! Do you want to play with me in a band?"
Ich dann (ehrlich überrascht): "Oh, I'm sorry, I mean, I would like to but you're so famous and cool and I am a nothing! And also I don't play any instrument."
Und dann E: "No, I am a nothing. YOU are cool!"
schließlich ich: "Am I? I'm not sure. Not really. Or? You're kidding me."
E: "No, not at all. You're one of the coolest guys I've ever met. Do you want to join the 'Kings Of Convenience', a small group I play in? I'll fire Eirik, my co-musician. He's ugly and an idiot!"
I: "Yes, that would be nice perhaps."
E: "OK, so we're in a band from now on!" (geht ab; ich bleibe bescheiden zurück, ehrlich überrascht, dass ich anscheinend wirklich so cool bin; während ich noch überlege, arrangiert sich um mich herum ein ausgesuchtes Assortement attraktiver französischer Indie-Girls; Fadeout)
Doch manchmal nimmt das Schicksal eben doch andere Abbiegungen als vorgesehen. Butterfly Effect - ihr kennt das.
Nach der Champs-Elysees-Episode gings noch mal zu Nadine und Amelie zum Ausruhen, Stärken (mit lecker Pizza, Erdbeeren, Salat, so Zeugs und Tiramisu), bis wir dann alle gemeinsam Richtung Flèche d'Or losgingen und uns den Weg dorthin mit Vorfreude auf Erlend (ähm, und natürlich auch den Rest der Band) verkürzten.
Und das Konzert war dann auch nur einfach nur geilo und machte sehr, sehr glücklich: Erlend sah genau so aus wie Erlend auf all seinen Plattencovern, was ja schon mal die halbe Miete ist. WBA spielten ihr (allerdings kaum einstündiges) Konzert wie ein DJ-Set, liessen Song in Song übergehen, improvisierten mehr oder weniger ausschweifend und gaben in ihren vielleicht zwei, drei Ansagen zwischendrin eine sympathische und gutgelaunte Figur ab. Das ist oben auch ganz gut in dem etwas längeren Zusammenschnitt zu verfolgen. Was ich, Konzert umsonst hin oder her, jedoch als ein wenig asi anzuprangern mich gezwungen fühle ist, dass das Flêche d'Or anscheinend grundsätzlich keine Zugaben spielen lässt: Nach dem letzten Song wurde rabiat der Vorhang vorgezogen, und nur wenige Sekunden später startete, noch unter dem "Zugabe"-Skandieren des links vor der Bühne stehenden, anscheinend vor allem aus Deutschen bestehenden Flügels, das zynische Indie-Gedudel der Hausanlage. Wenig später kam auch die Band von der Bühne und begann, nächster Programmpunkt, höchstselbst unter eigener Anwesenheit das Verticken von WBA-CDs und -Shirts.
Auch der zweite King of Convenience, Eirik hing noch weiter im Flêche d'Or rum, hielt schüchtern ein Glas in der Hand und schaute, soweit ich ihn im Blick hatte, vor allem schnuffig und lieb in der Gegend herum. Seine Band hatten wir leider verpasst, weil wir, noch essend und slouchend, unmöglich glauben mochten, dass die Prominenz gleich als erstes spielt und die Staffage dann den Rest des Abends (geschweige denn dass es rechtzeitig losgeht). Aber genau so war es dann gekommen. Schadeschade, aber eben nicht zu ändern, und WBA waren ja auch allein schon das Kommen wert (ich mein, es war ja umsonst, erwähnte ich das eigentlich schon?).
Natürlich war der Reiz, von Erlend Oye persönlich ne WBA-CD zu kaufen, zu groß um ernsthaft zu erwägen, ihm zu widerstehen. Ich bekam sogar noch einen Button dazu, und er gab mir zum Abschied die Hand!!! Dann machte ich mich, abschliessend, noch zum Horst, indem ich mich, euphorisiert durch den Abend, den glatt über die Bühne gegangenen Plattenkauf und nicht zuletzt durch die vom Akustik-Titan geschüttelte Hand, noch zu folgendem nervösem Satz hinreissen ließ und glatt darlegte: "Thank you for the great concert!". Fucking Groupie-Shit irgendwie, wa? Ich erkannte mich selbst nicht wieder. Dennoch wankte ich beglückt nach Hause (bzw. war es, bei den Bierpreisen, doch eher noch ein strammes und ausgesprochen kontrolliertes Flanieren). Erlend Hand gegeben: Das musste ich allen meinen Freunden erzählen! Ach PS: Und die CD signiert hat er mir auch noch. Groß, groß, das, alta!
Und jetzt mal ehrlich: Bei DEM Tag verkommt DAS hier doch zur bloßen Lappalie, oder? (aber hinschauen musste ich dann doch)

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* oder so ner Firma
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Kieler Tusen,
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mit Film,
Reisen und Erleben
dimanche, avril 29, 2007
Die wahrscheinlich hässlichste Stimme der Welt (aka Denk nicht du bist im Recall aka Meine Abenteuer in Kiel Teil 2):
Ja da hören doch die Blumen auf zu blühen! Und vor allem: sensationell artikuliert, wie direkt aus der Sprechblase! Das sind die Schafe, die direkt gegenüber meiner Schwester wohnen. Eigentlich sonst aber ganz cool. Und eigentlich auch gar kein richtiges Abenteuer, was ich da erlebt habe. Das, muss ich gestehen, zu allem Überfluss auch gar nicht in Kiel spielte, sondern ungefähr zwanzig Kilometer unterhalb. Aber im großen Maßstab, also gemessen am Ganzen, besonders eingedenk der Größe des Universums und Stuff, is das natürlich nix un eben auch mal egal. Wa?
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vacances de paques
samedi, avril 28, 2007
Juho! Erfahrungsbericht (also der ausführliche, bis zum 1. Mai einzuschickende) ist beinahe fertig, mir fehlt nur noch ein annehmbar exzentrischer Schluss, der das insgesamt höhepunktarme Gerede von mal was Neues Erleben, anderen Kulturen usw. noch etwas ausbalanciert!
Und für morgen haben Amelie und ich einen ersten Wegpunkt unserer Hausarbeits-Vorhaben übers Knie gebrochen: Einleitung und Gliederung müssen stehen und dem jeweils anderen flüssig und selbstsicher präsentiert werden können. Erscheint mir zwar jetzt schon alles etwas knapp, hat aber das Gute, dass ich dann also spätestens bis morgen kurz vor Verlassen des Hauses auch wissen muss, worüber ich überhaupt genau schreibe. Und darauf freu ich mich jetzt schon!
PS: Is bei euch auch eigentlich so gutes Wetter wie bei uns (Sonne knattert echt ganz schön militant runter vom Himmelszelt)?
Und für morgen haben Amelie und ich einen ersten Wegpunkt unserer Hausarbeits-Vorhaben übers Knie gebrochen: Einleitung und Gliederung müssen stehen und dem jeweils anderen flüssig und selbstsicher präsentiert werden können. Erscheint mir zwar jetzt schon alles etwas knapp, hat aber das Gute, dass ich dann also spätestens bis morgen kurz vor Verlassen des Hauses auch wissen muss, worüber ich überhaupt genau schreibe. Und darauf freu ich mich jetzt schon!
PS: Is bei euch auch eigentlich so gutes Wetter wie bei uns (Sonne knattert echt ganz schön militant runter vom Himmelszelt)?
mardi, avril 24, 2007
Möhrchen to the Schweinchen (Meine Abenteuer in Kiel, Teil 1)
Hart aber herzlich: Ich beweise Tierliebe beim Servieren einer Möhrchenmahlzeit an Saras Meerschweinchen Maja (rechts) und Louise (links). Sind die nicht niedlich?
The Mack Is Back (In Paris)
Kaum endete die 8. Episode der 19. CD meines Harry-Potter-Hörspiels, schon hielt der in dezentem multivitamin-gelb und grün gehaltene Flughafenbus "Kielius" an Terminal Eins des Hamburger Flughafens.
Kaum stiess die Maschine zackig in die Wolken, schon warf sie sich wieder energisch in Richtung Boden, um irgendwo in der Nähe der Stadt mit dem vermutlich größten Sendemast der Welt den Boden abzuchecken.
Lars ist wieder da. Der Mack ist back! This is no trick!!
Kaum stiess die Maschine zackig in die Wolken, schon warf sie sich wieder energisch in Richtung Boden, um irgendwo in der Nähe der Stadt mit dem vermutlich größten Sendemast der Welt den Boden abzuchecken.
Lars ist wieder da. Der Mack ist back! This is no trick!!
vendredi, avril 13, 2007
Neues von der anderen Seite
Gestern der Donnerstag: Semesterbeginn in Kiel! Die Sonne brennt! Lauter junge Leute, verständnisvoll ruht mein väterlicher Blick auf ihnen! Die Seminarräume - größentechnisch noch an die Abiturientenquote von 1985 angelehnt - laufen über. Und ich mittendrin (bzw. genaugenommen vorerst erstmal nur dabei), mit glänzenden Augen, wie ein neugeborener Erstsemester (ach, wär ich nur noch mal neu, wie viel würde ich anders machen, also: ausser meine Brillen weiterhin bei Fielmann kaufen). Vorbei an Jungspunden mit "St. Pauli"*-Shirt und diesem irgendwie Andersdenkenheit**, Unverbrauchtheit ausstrahlenden Blick, der sagt: Das Leben, zu kurz für so durchschnittliche Meinungen wie eure alle! Mann, ich freu mich so auf das Wulff***-Seminar, das Nadine, Amelie und ich ja nächste Woche besuchen wollen, um uns ein Referatsthema für den Juli zu holen!
Doch zunächst noch bin ich ganz ERASMUS und reiche zufriedenstellend von der Pflicht eingenommen die Kieler Learning Agreements fürs zweite Semester im Sekretariat der Germanistik ein. Dort muss ich noch die verrückte Frau Probst abwimmeln, die mir einen Schein für einen DaF-Kurs**** aus dem letzten Semester andrehen will. Ich sagte ihr zu, dass ich meinen Schein auf jeden Fall in den nächsten Tagen abholen werden. Eine zwar nicht ganz nette Notlüge, aber wer Frau Probst kennt, weiss, dass es nicht angeraten ist, sie über einen eigenen aktuellen Auslandsaufenthalt in Kenntnis zu setzen, jedenfalls wenn man noch was machen will am Vormittag.
Hier noch schnell eine Lanze für Frau Probst: Mit etwas Distanz ist sie ja eigentlich sonst total nett!
Und auch Kafka geht weiter. Ich sitze schon den ganzen Tag in der UB immer. Da wächst was Großes heran. Oh, ja!
--
* FC St.Pauli: Fußballklub für Fußballfans, die sich einen Dreck für Fußball interessieren.
** Absicht.
*** Hans Jürgen Wulff: deutscher Film- und Fernsehwissenschaftler, z.Zt. tätig u.a. an der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel.
**** DaF = "Deutsch als Fremdsprache"; Zusatzzertifikat, in dem ich vor ca. anderthalb Jahren mal saß, nun mittlerweile aber eben ungefähr so lange nicht mehr.
Doch zunächst noch bin ich ganz ERASMUS und reiche zufriedenstellend von der Pflicht eingenommen die Kieler Learning Agreements fürs zweite Semester im Sekretariat der Germanistik ein. Dort muss ich noch die verrückte Frau Probst abwimmeln, die mir einen Schein für einen DaF-Kurs**** aus dem letzten Semester andrehen will. Ich sagte ihr zu, dass ich meinen Schein auf jeden Fall in den nächsten Tagen abholen werden. Eine zwar nicht ganz nette Notlüge, aber wer Frau Probst kennt, weiss, dass es nicht angeraten ist, sie über einen eigenen aktuellen Auslandsaufenthalt in Kenntnis zu setzen, jedenfalls wenn man noch was machen will am Vormittag.
Hier noch schnell eine Lanze für Frau Probst: Mit etwas Distanz ist sie ja eigentlich sonst total nett!
Und auch Kafka geht weiter. Ich sitze schon den ganzen Tag in der UB immer. Da wächst was Großes heran. Oh, ja!
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* FC St.Pauli: Fußballklub für Fußballfans, die sich einen Dreck für Fußball interessieren.
** Absicht.
*** Hans Jürgen Wulff: deutscher Film- und Fernsehwissenschaftler, z.Zt. tätig u.a. an der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel.
**** DaF = "Deutsch als Fremdsprache"; Zusatzzertifikat, in dem ich vor ca. anderthalb Jahren mal saß, nun mittlerweile aber eben ungefähr so lange nicht mehr.
mercredi, avril 11, 2007
- kein Betreff -
Hallo! Also, hat alles geklappt mit dem Zurückkehren nach Deutschland. Fliegen lief glatt usw., auch wenn die Landung wieda. Bin grad heute wieder eingetaucht in die Welt von "Kasseler Nackenbraten" und sog. "Brokkoli", da freu ich mich echt schon wieder vor auf die Cité-U-Mensa und "Couscous Royal", es ist ein ineinanderübergleiten. Und vielleicht, in den nächsten Tagen, wenn ich dann mein Semesterticket und den Studentenausweis hab (hatte doch wirklich vergessen, mich zurückzumelden, und nun kann ich den Uni-Internetraum nich nutzen, pfah!), dann kann ich ja auch mal Photos hoch.
Bis denn ma, teils in Paris, teils aber auch in Kiel! Und Björn, wa is n nun mit Israel? Aber wollt ja nicht drängen.
Bis denn ma, teils in Paris, teils aber auch in Kiel! Und Björn, wa is n nun mit Israel? Aber wollt ja nicht drängen.
mercredi, avril 04, 2007

Der mit dem roten "x" da, das bin ich (stark stilisiert). Ja genau, ab morgen steht in den Métros/RERs des Pariser Gebietes ein zusätzlicher Sitzplatz zur Verfügung! Fast drei Wochen lang!!! Denn Lars is bis zum 23. April nämlich erstmal auf Heimaturlaub in der auch als "Förde-Paris" bekannten norddeutschen Metropole und Landeshauptstadt Kiel. Versauert doch hier, ihr Verlierer!
PS:
1. "Le Blog" wird natürlich, d.h. nur im Prinzip, aber immerhin, in der Zwischenzeit durchaus fortgesetzt!
2. Jetzt muss ich aber auch. Flug geht morgen früh um neune, und ich stehe um fünfe auf. Gute Nacht!
lundi, avril 02, 2007
dimanche, avril 01, 2007
Neue Meldung
Ähm, Paris kaputt. April, April! Was Besseres is mir jetz in der Minute, die ich noch vor dem Schlafengehen in einen Aprilscherz investieren wollte, nich eingefallen. Hats wenigstens wer geglaubt oder wars zu durchsichtig? Gute Nacht!
T wie Turm
samedi, mars 31, 2007
vendredi, mars 30, 2007
Pissoucis
Also echt mal: Auch im nunmehr sechsten Monat meiner Anwesenheit hier* kann ich es immer noch nicht verstehen, dass die Franzosen zwar ganz konsequent und stoisch ausschliesslich im Stehen pinkeln (und das nicht nur an denen für den Standgebrauch vorgesehenen Urinalen), es aber nicht hinkriegen, darin auch mal langsam Skills zu entwickeln. Alten eh!
--
* um die mich, das gebe ich immerhin zu, hier niemand gebeten hat
--
* um die mich, das gebe ich immerhin zu, hier niemand gebeten hat
jeudi, mars 29, 2007
Return Of The Mack (Once Again)
In genau einer Woche bin ich übrigens um diese Zeit, wenn nix schiefläuft, grad wieder in Hamburg und Umgebung! Für satte, wenngleich andererseits auch wieder viel zu kurze zwanzig, oder sagen wir lieber: neunzehneinhalb Tage wird mein unbeschwertes Gemüt wieder den Sonnenschein in eure tristen maritimen Lebenseinöden bringen! Krass, was?!

Tja, so sieht das aus. Wobei, ich lave mon cerveau ja heutzutage bevorzugt avec l'internet (hab gar kein TV) und sonst höchstens mit meinem Mini-FM-Radio namens "Fureur" (der eingefleischte "le-blog"-Fan erinnert sich natürlich noch - ärztlicher Rat...). Bzw., ähm, sag mal Holger: Hattest du mir das gestern eigentlich noch zurückgegeben? Wenn du auch eins haben willst, dann keine Panik, ich kann dir bestimmt noch ganz billig eins besorgen!
mardi, mars 27, 2007
Für lau dank ERASMUS (bzw. Europa): Konzertabend in der Maroquinerie
Als wüchsen uns hier nicht sowieso schon die Trauben ziemlich lässig in den Mund hinein, gabs vorgestern Abend für uns ERASMUS-Studenten noch n Extra-Schmanki: Kombi-Event zum 50. Geb. des Römer Vertrags zur Gründung der Europäischen Gemeinschaft sowie dem 20. des Erasmus-Programms, ein Gratis-Konzertabend! Danke!
Die erste Band waren die "Elderberries", so ne Art französische Hellacopters-Kopie. Schaut mal, der Sänger ist ganz klein, wie ein Mini-Me von David Lee Roth! Sie rockten wirklich ganz ordentlich, aber an den Anblick konnte ich mich nur schwer gewöhnen. An diesem Abend verfestigte sich mein Eindruck, nach dem Franzosen allgemein große Probleme mit dem Meistern des Konzeptes "Bandoptik" haben.
Danach spielten die deutschen "Mardi Gras.bb", die vor ein paar Jahren unserlandes einen moderaten Bekanntheitsgrad besaßen (und, ich weiss es nicht genau, womöglich sogar jetzt noch besitzen). Auch wenn sie durchaus n bisschen was Helmut-Zerlett-Studiomuckermäßiges hatten, sie unterhielten fein und nicht ganz unsympathisch mit ihren ganzen Bläsern und so, sogar nen Plattenjockey hatten se. Höhepunkt waren die drei letzten Zugaben, für die sich die akustische Fraktion (also Blasmänner & Perkussionisten, s. Video) nach den eigentlichen Zugaben einfach zum Jammen ins Publikum begab, während der Rest schon mal die Bühne für die dritte Band leerräumte. Die wir uns dann aber nicht mehr reintaten. Ehrlich mal, s war ja inzwischen auch schon fast halb zehn!
Einziger Wermutstropfen des Abends: das Bier. Ich, von allen guten Geistern verlassen, genehmigte mir nämlich gleich zwei "Kro"* (pro Becher drei Euro!!). Und des war, vermutlich in Anlehnung an Général de Gaulle, ziemlich schal.
Und hier noch ausschnittsweise die Elderberries und Mardi Gras.bb, per Bild zu euch (entschuldigt den abrupten Übergang, also: im Video)!!!
--
* "Kro": legeres Szenesprech für "Kronenbourg", ein elsässisches, nicht allzu starkes, nicht allzu gutes Bier.
Die erste Band waren die "Elderberries", so ne Art französische Hellacopters-Kopie. Schaut mal, der Sänger ist ganz klein, wie ein Mini-Me von David Lee Roth! Sie rockten wirklich ganz ordentlich, aber an den Anblick konnte ich mich nur schwer gewöhnen. An diesem Abend verfestigte sich mein Eindruck, nach dem Franzosen allgemein große Probleme mit dem Meistern des Konzeptes "Bandoptik" haben.
Danach spielten die deutschen "Mardi Gras.bb", die vor ein paar Jahren unserlandes einen moderaten Bekanntheitsgrad besaßen (und, ich weiss es nicht genau, womöglich sogar jetzt noch besitzen). Auch wenn sie durchaus n bisschen was Helmut-Zerlett-Studiomuckermäßiges hatten, sie unterhielten fein und nicht ganz unsympathisch mit ihren ganzen Bläsern und so, sogar nen Plattenjockey hatten se. Höhepunkt waren die drei letzten Zugaben, für die sich die akustische Fraktion (also Blasmänner & Perkussionisten, s. Video) nach den eigentlichen Zugaben einfach zum Jammen ins Publikum begab, während der Rest schon mal die Bühne für die dritte Band leerräumte. Die wir uns dann aber nicht mehr reintaten. Ehrlich mal, s war ja inzwischen auch schon fast halb zehn!
Einziger Wermutstropfen des Abends: das Bier. Ich, von allen guten Geistern verlassen, genehmigte mir nämlich gleich zwei "Kro"* (pro Becher drei Euro!!). Und des war, vermutlich in Anlehnung an Général de Gaulle, ziemlich schal.
Und hier noch ausschnittsweise die Elderberries und Mardi Gras.bb, per Bild zu euch (entschuldigt den abrupten Übergang, also: im Video)!!!
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* "Kro": legeres Szenesprech für "Kronenbourg", ein elsässisches, nicht allzu starkes, nicht allzu gutes Bier.
lundi, mars 26, 2007
Show des Scheiterns (I)
Gescheitert hingegen sind vorerst folgende Vorhaben:
- "Substitute" sehen (wär in der Tat auch nur Ersatz fürs "Sommermärchen" gewesen, das immer noch aussteht)
- Filmkurse an der Nouvelle Sorbonne besuchen (kommt zweieinhalb Monate nach Kursbeginn wohl einfach nicht mehr so gut)
- die Sonne reinlassen nach wochenlanger Krankheit (Sonne is bereits schleichend von selbst zurückgekehrt)
Dauerbrenner und immer noch heiss aber: meine Hausarbeit! Welchen Themas auch immer: Die wird sicher!
- "Substitute" sehen (wär in der Tat auch nur Ersatz fürs "Sommermärchen" gewesen, das immer noch aussteht)
- Filmkurse an der Nouvelle Sorbonne besuchen (kommt zweieinhalb Monate nach Kursbeginn wohl einfach nicht mehr so gut)
- die Sonne reinlassen nach wochenlanger Krankheit (Sonne is bereits schleichend von selbst zurückgekehrt)
Dauerbrenner und immer noch heiss aber: meine Hausarbeit! Welchen Themas auch immer: Die wird sicher!
Wo das Wünschen noch hilft
Das Wunder ist tatsächlich geschehen! Der Star-Wars-Simulator des Euro-Disneyland Resort Paris konnte seine intriganten Fuchteln nicht länger als zwei Wochen auf dir halten. Denn dummerweise gingst du verloren in einem Land, in dem das Wünschen noch was hilft. Kleines blaues Nokia-Handy, dessen Akku kaum noch länger als drei Tage hält: Willkommen zurück in meinem Leben!
"Gehen Sie mal ins Museum"
Ja, Pariser Arztbesuch nun hinter mir, das bedeutet höchste Zeit für blogmäßige Verwurstung, wa? Arztbesuch in Paris, kann ich da nur fazitieren - ja hallo!
Wie mir ja bereits vorher in einschlägig frankophober Revolverliteratur angedeutet wurde, betrete ich, nachdem dieses Betreten tags zuvor telefonisch in beiderseitigem Einverständnis abgeklärt worden war, tatsächlich eine völlig handelsübliche, zur Praxis bloß umfunktionierte Wohnung* und nicht eine dieser Katakomben mit allgegenwärtig weissem Halo**, so wie bei uns. Allerdings eine, die vollgeräumt ist mit einer Überspitzung dessen, was allgemein so als Ärzte-Kunstgeschmack bekannt ist und ambivalent diskutiert wird. In diesem Fall, weils n Pariser Arzt ist, sogar noch mit Extra-Goldkante.
Auch an Dr. Adler, Médécine Générale, ist keine Spur von weiss zu sehen - in recht casual französischer Herren-Frezeitkleidung empfängt er mich höchstpersönlich an der Tür, ebenso wie er mich bereits am Vortag beim telefonischen Erstkontakt dadurch verwirrte, dass er höchstselbst am Apparillo war. Eine Sprechstundenhilfe, normalerweise das erste und das siebte Siegel, die eigentliche Schutzschicht zwischen weisser Arzt- und schmutziggrauer Patientensphäre, zu häufig Symbol des gebrochenen Verhältnisses beider, fehlt hier. N bisschen wie Telefonieren mit Gott. Das Wartezimmer bietet Wohnzimmer-Atmosphäre: Kamin (allerdings geschlossen), keine billigen Frauenjournale, sondern jede Menge Kunstbildbände sowie eine schön dick mit Stuck glasierte Decke. Viel zum Gucken. Aber dann kommt endlich der Safran an den Kuchen!
Der Einstieg in die Sprechstunde ist einfach: Kinderkrankheiten aufzählen! Leichtigkeit! Ich war doch ein Sanostol-Kind, entgegne ich selbstbewusst und schaue ihm dabei in seine listig funkelnden Allgemeinmediziner-Augen. Das das zähe Ringen zwischen Arzt und Patient ist damit eröffnet. Die zweite Hürde: Was ich in Paris so triebe und wie es mir gefiele. Ohne zu Zögern schnüre ich ein von öliger Rhetorik zusammengehaltenes Paket Satzhülsen aus dem ERASMUS-Leitfaden zusammen, das von "Interkulturalität", "wertvollen Erfahrungen", nicht zuletzt aber auch dem "globalen Zusammenwachsen" gespickt ist, was ich postwendend mit sterilen Wendungen über die Schönheiten der Stadt Paris heimgezahlt bekomme. Ausserdem, so seine weitere medizinische Expertise, solle ich mir mal ein Radio kaufen, denn fremde Sprachen lürnen*** sich am besten, wenn man permanent in den Sprachflow reingetunkt ist. Bei der Erwähnung der aktuellen Krankheitssymptome schlägt dann meine große Stunde: Gänsehaut evozierend erzeuge ich mit meiner am Blog und von den vielen Fachgesprächen über z.B. Literatur geschliffenen Sprache eine eindringliche verbale Repräsentation meines Leidens. Eine kurze Untersuchung im Neonlicht des angeschlossenen Untersuchungsraums, und die Diagnose ist klar: krank! Ich bekomme ne Menge eines seltsamen weissen Pulvers verschrieben, so viel, dass ich mir über eine evtl. aufkommende Knappheit an weissem Pulver zunächst mal keine Sorgen zu machen brauche. Das reicht bestimmt für n Monat oder so. Ich solle es, so Dr. Adlers Rat, in St. Denis oder Clichy-sous-bois**** verkaufen und mir davon mal was Ordentliches zu essen leisten, dann würds auch schon wieder besser werden alles. Um einen Moment später auf eine Weise mit der flachen Hand auf seinen Schreibtisch zu schlagen, die unwiderstehlich signalisiert: Sprechstunde vorbei jetzt!
Achja, eines noch: Auf dem Weg zurück zur Tür fällt mir dann noch ein, dass eine wesentliche Sache noch nicht geklärt war. Ob es hier in Frankreich nicht üblich sei, gleich direkt beim Arztbesuch seinen Obolus zu zahlen, frage ich ihn, worauf er abwinkt und mir bloß erwidert: Ja, normalerweise zwar schon. Aber er hätte so den Eindruck gewonnen, ich wäre finanziell nun nicht allzusehr auf Rosen gebettet und so, und das wäre schon in Ordnung: "Gehen Sie stattdessen mal ins Museum!" Stunning! Und in Deutschland, mit Verlaub, irgendwie nur schwer vorstellbar. Vielleicht hol ich mir von den gesparten Kröten dann später noch n bisschen mehr von diesem weissen Pulver. Das ist aber auch wirklich zu weiss!
Noch am selben Abend befolge ich einen weiteren Rat und kaufe mir im Sonderangebot des Franprix für nur einen Euro nen Mini-FM-Radioempfänger mit dem wilden Namen "Fureur" (inklusive Batterien und Kopfhörern)!! Naja, und noch zwei Ein-Euro-DVDs: "Interceptor", ein vermutlich holzdoofer Actionthriller mit Jürgen Prochnow, und "Boucle d'Or", ne französische Trickfilminterpretation des Goldlöckchen-Themas. Zum Französisch gucken, Staunen und Lernen! Wenns halt rockt.
Demnächst dann mutmaßlich in diesem Blog: Französische Medikamente - wie sie helfen, wann sie schaden (und wem). Ein Bericht am eigenen Körper.
--
* Liegt daran, dass das französische Gesundheitssystem - nach französischer Ansicht im übrigen "das beste der Welt" - es Medizinern erlaubt, sich völlig frei dort anzusiedeln, wo sie wollen. Was zur Folge hat, dass in Paris in Ärzten erstickt, während eher ländliche Regionen tendenziell unter Ärztemangel leiden.
** Doofes Wort, wollt ich aber einfach mal verwenden. Tut mir leid.
*** frei erfundene, stark gebeugte Konjunktiv-Form von "lernen".
**** Pariser Problem-Banlieues, s. z.B. hier oder hier. Wo vor 1,5 Jahren die Autos brannten!
Wie mir ja bereits vorher in einschlägig frankophober Revolverliteratur angedeutet wurde, betrete ich, nachdem dieses Betreten tags zuvor telefonisch in beiderseitigem Einverständnis abgeklärt worden war, tatsächlich eine völlig handelsübliche, zur Praxis bloß umfunktionierte Wohnung* und nicht eine dieser Katakomben mit allgegenwärtig weissem Halo**, so wie bei uns. Allerdings eine, die vollgeräumt ist mit einer Überspitzung dessen, was allgemein so als Ärzte-Kunstgeschmack bekannt ist und ambivalent diskutiert wird. In diesem Fall, weils n Pariser Arzt ist, sogar noch mit Extra-Goldkante.
Auch an Dr. Adler, Médécine Générale, ist keine Spur von weiss zu sehen - in recht casual französischer Herren-Frezeitkleidung empfängt er mich höchstpersönlich an der Tür, ebenso wie er mich bereits am Vortag beim telefonischen Erstkontakt dadurch verwirrte, dass er höchstselbst am Apparillo war. Eine Sprechstundenhilfe, normalerweise das erste und das siebte Siegel, die eigentliche Schutzschicht zwischen weisser Arzt- und schmutziggrauer Patientensphäre, zu häufig Symbol des gebrochenen Verhältnisses beider, fehlt hier. N bisschen wie Telefonieren mit Gott. Das Wartezimmer bietet Wohnzimmer-Atmosphäre: Kamin (allerdings geschlossen), keine billigen Frauenjournale, sondern jede Menge Kunstbildbände sowie eine schön dick mit Stuck glasierte Decke. Viel zum Gucken. Aber dann kommt endlich der Safran an den Kuchen!
Der Einstieg in die Sprechstunde ist einfach: Kinderkrankheiten aufzählen! Leichtigkeit! Ich war doch ein Sanostol-Kind, entgegne ich selbstbewusst und schaue ihm dabei in seine listig funkelnden Allgemeinmediziner-Augen. Das das zähe Ringen zwischen Arzt und Patient ist damit eröffnet. Die zweite Hürde: Was ich in Paris so triebe und wie es mir gefiele. Ohne zu Zögern schnüre ich ein von öliger Rhetorik zusammengehaltenes Paket Satzhülsen aus dem ERASMUS-Leitfaden zusammen, das von "Interkulturalität", "wertvollen Erfahrungen", nicht zuletzt aber auch dem "globalen Zusammenwachsen" gespickt ist, was ich postwendend mit sterilen Wendungen über die Schönheiten der Stadt Paris heimgezahlt bekomme. Ausserdem, so seine weitere medizinische Expertise, solle ich mir mal ein Radio kaufen, denn fremde Sprachen lürnen*** sich am besten, wenn man permanent in den Sprachflow reingetunkt ist. Bei der Erwähnung der aktuellen Krankheitssymptome schlägt dann meine große Stunde: Gänsehaut evozierend erzeuge ich mit meiner am Blog und von den vielen Fachgesprächen über z.B. Literatur geschliffenen Sprache eine eindringliche verbale Repräsentation meines Leidens. Eine kurze Untersuchung im Neonlicht des angeschlossenen Untersuchungsraums, und die Diagnose ist klar: krank! Ich bekomme ne Menge eines seltsamen weissen Pulvers verschrieben, so viel, dass ich mir über eine evtl. aufkommende Knappheit an weissem Pulver zunächst mal keine Sorgen zu machen brauche. Das reicht bestimmt für n Monat oder so. Ich solle es, so Dr. Adlers Rat, in St. Denis oder Clichy-sous-bois**** verkaufen und mir davon mal was Ordentliches zu essen leisten, dann würds auch schon wieder besser werden alles. Um einen Moment später auf eine Weise mit der flachen Hand auf seinen Schreibtisch zu schlagen, die unwiderstehlich signalisiert: Sprechstunde vorbei jetzt!
Achja, eines noch: Auf dem Weg zurück zur Tür fällt mir dann noch ein, dass eine wesentliche Sache noch nicht geklärt war. Ob es hier in Frankreich nicht üblich sei, gleich direkt beim Arztbesuch seinen Obolus zu zahlen, frage ich ihn, worauf er abwinkt und mir bloß erwidert: Ja, normalerweise zwar schon. Aber er hätte so den Eindruck gewonnen, ich wäre finanziell nun nicht allzusehr auf Rosen gebettet und so, und das wäre schon in Ordnung: "Gehen Sie stattdessen mal ins Museum!" Stunning! Und in Deutschland, mit Verlaub, irgendwie nur schwer vorstellbar. Vielleicht hol ich mir von den gesparten Kröten dann später noch n bisschen mehr von diesem weissen Pulver. Das ist aber auch wirklich zu weiss!
Noch am selben Abend befolge ich einen weiteren Rat und kaufe mir im Sonderangebot des Franprix für nur einen Euro nen Mini-FM-Radioempfänger mit dem wilden Namen "Fureur" (inklusive Batterien und Kopfhörern)!! Naja, und noch zwei Ein-Euro-DVDs: "Interceptor", ein vermutlich holzdoofer Actionthriller mit Jürgen Prochnow, und "Boucle d'Or", ne französische Trickfilminterpretation des Goldlöckchen-Themas. Zum Französisch gucken, Staunen und Lernen! Wenns halt rockt.
Demnächst dann mutmaßlich in diesem Blog: Französische Medikamente - wie sie helfen, wann sie schaden (und wem). Ein Bericht am eigenen Körper.
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* Liegt daran, dass das französische Gesundheitssystem - nach französischer Ansicht im übrigen "das beste der Welt" - es Medizinern erlaubt, sich völlig frei dort anzusiedeln, wo sie wollen. Was zur Folge hat, dass in Paris in Ärzten erstickt, während eher ländliche Regionen tendenziell unter Ärztemangel leiden.
** Doofes Wort, wollt ich aber einfach mal verwenden. Tut mir leid.
*** frei erfundene, stark gebeugte Konjunktiv-Form von "lernen".
**** Pariser Problem-Banlieues, s. z.B. hier oder hier. Wo vor 1,5 Jahren die Autos brannten!
jeudi, mars 22, 2007
(Immer noch krank in) Paris
Guter Songtitel eigentlich. Oder?
Aber eigentlich wollte ich erzählen, dass ich es nach nun schon beinahe oder gar mehr als vierwöchiger Gesundheitsflaute doch mal probieren will mit den Pariser Ärzten: Hab morgen um 13 Uhr einen Termin beim (deutschsprachigen, darunter gings einfach nicht!) "Dr. Pierre Adler" in der einigermassen nahen Avenue de Général Leclerc. Und wenn der so diagnostiziert wie er heisst, dann bin ich ja schon mal in guten Händen und mutmasslich in einer Welt, die nur Happy Ends kennt. Bin auch mal gespannt, wie teuer das wird* und ob und wie viel meine deutsche Versicherung da Bock hat sich dran zu beteiligen. Die Zuzahlungen sind jedenfalls angeblich deutlich höher als bei uns. Und ach ja: In Frankreich kassiert der Arzt angeblich direkt bei der Sprechstunde bar ein. Gut fürs Vertrauensverhältnis Arzt-Patient, nehm ich mal an. Meinen Fünfziger, den ich, das kann ich jetzt ja verraten, vorher an keinem geheimeren Ort als zwischen meinen MP3-DVDs versteckt hielt, hab ich jedenfalls schon mal eingesteckt.
A propos: Mein mexikanischer Nachbar, dem ich gestern abend noch von meinen Plänen erzählt hab, erzählte mir übrigens heute morgen unbeschwert, er hätte geträumt, ich müsste ins Krankenhaus. Na, das wolln wa doch mal sehn! Mehr dazu später an (in etwa) dieser Stelle (wohl n paar Zentimeter höher)!
Und dann klappts vielleicht auch bald wieder mit Sonne reinlassen (s. "Agenda")!
PS: "santé et bien-être" - neues Label!!!!
--
* 25 EUR für den Allgemeinmediziner, hab ich mir sagen lassen.
Aber eigentlich wollte ich erzählen, dass ich es nach nun schon beinahe oder gar mehr als vierwöchiger Gesundheitsflaute doch mal probieren will mit den Pariser Ärzten: Hab morgen um 13 Uhr einen Termin beim (deutschsprachigen, darunter gings einfach nicht!) "Dr. Pierre Adler" in der einigermassen nahen Avenue de Général Leclerc. Und wenn der so diagnostiziert wie er heisst, dann bin ich ja schon mal in guten Händen und mutmasslich in einer Welt, die nur Happy Ends kennt. Bin auch mal gespannt, wie teuer das wird* und ob und wie viel meine deutsche Versicherung da Bock hat sich dran zu beteiligen. Die Zuzahlungen sind jedenfalls angeblich deutlich höher als bei uns. Und ach ja: In Frankreich kassiert der Arzt angeblich direkt bei der Sprechstunde bar ein. Gut fürs Vertrauensverhältnis Arzt-Patient, nehm ich mal an. Meinen Fünfziger, den ich, das kann ich jetzt ja verraten, vorher an keinem geheimeren Ort als zwischen meinen MP3-DVDs versteckt hielt, hab ich jedenfalls schon mal eingesteckt.
A propos: Mein mexikanischer Nachbar, dem ich gestern abend noch von meinen Plänen erzählt hab, erzählte mir übrigens heute morgen unbeschwert, er hätte geträumt, ich müsste ins Krankenhaus. Na, das wolln wa doch mal sehn! Mehr dazu später an (in etwa) dieser Stelle (wohl n paar Zentimeter höher)!
Und dann klappts vielleicht auch bald wieder mit Sonne reinlassen (s. "Agenda")!
PS: "santé et bien-être" - neues Label!!!!
--
* 25 EUR für den Allgemeinmediziner, hab ich mir sagen lassen.
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mercredi, mars 21, 2007
Der virtuelle Touri
Und weil ich grad immer noch nix zu sagen hab, mal noch n Video: Fahrt mit der Linie 6, einer der wenigen schönen Linien mit oberirdischem Streckenabschnitt. Da bekommt man allerlei von Paris zu sehen! Bevor sich jedoch bei der Überquerung der Seine über den Pont de Bir-Hakeim schiesslich das opulente Eiffelturm-Panorama ins Blickfeld wuchten kann, muss natürlich zuerst noch kitischige Akkordeon-Musik her. Et voilà!
lundi, mars 19, 2007
Nach Null in der Großstadt
Nach fünf im Urwald is noch gar nix. Viel besser is, wenn in der Métro die Bürgersteige hochgeklappt werden:
PS: Und wie immer bei hochkant aufgenommenen Videos gilt auch hier: Irgendwie geht das bei youtube mittem Format nich so recht. Tut mir leid! Werd mich aber noch zumindest um provisorische Abhilfe bemühen, irgendwie. Tipps sind immer willkommen!
PS: Und wie immer bei hochkant aufgenommenen Videos gilt auch hier: Irgendwie geht das bei youtube mittem Format nich so recht. Tut mir leid! Werd mich aber noch zumindest um provisorische Abhilfe bemühen, irgendwie. Tipps sind immer willkommen!
samedi, mars 17, 2007
Frühling in der Stadt der Liebe
Aber eben noch nicht ganz. Schade, hatte sich die eine Taube doch extra richtig schick gemacht!
jeudi, mars 15, 2007
Vier Deutsche und eine Mission:
Unser Ausflug ins Disneyland Resort Paris
Am Sonntag dann also im Disneyland gewesen und Frankreich mal n gutes Land gewesen sein lassen! Was eine angenehme Abwechslung: auf französischem Terrain, und es ist mal nicht jede zweite Straße nach einem General, Heiligen oder Gastronomen(!)* benannt. Das amüsante europäische Drehkreuz der Familienkirmes präsentierte sich passend zu unserer** Anwesenheit zudem in fotogener Postkartenlaune und war gedippt in Sonnenschein. Doch davon liessen wir uns nicht blenden. Schließlich, das vergaß ich zu erklären, waren wir nämich nicht aus dem reinem Trieb hier, entertaint zu werden, sondern aus gemeinsam geteilter Sorge. Denn die Welt, so unser Eindruck, ist mittlerweile viel zu kommerzialisiert - eine Entwicklung, die auch vor dem Disneyland Resort Paris nicht Halt gemacht zu haben scheint. Diese unangenehme Wahrheit wollten wir nun dem versammelten Team hier mal geradeheraus ins Gesicht sagen. Die durch den Impuls unserer Direktheit gerissenen Lücken sollten daraufhin schonungslos für die Eröffnung eines produktiven Dialogs für eine bessere Zukunft ausgenutzt werden.
Es ging gleich los mit ner großen Nummer, bei der Autogrammstunde von Winnie Puuh, die gleich am Morgen zwischen zehn und zwölf stattfand. Winnie konnte leider nicht mehr tun als uns zu versichern, dass auch er über die Entwicklung ausgespochen beunruhigt sei. Nur leider läge eben vieles ausserhalb seiner Macht. Er würde sich aber auf jeden Fall für uns einsetzen. Toller Typ, Winnie Puuh: superentspannt, überhaupt keine Allüren! Ließ sich total unkompliziert mit allen fotografieren, auch den Kindern, hatte für jeden ein Lächeln übrig! Er meinte übrigens noch, dass ich alle Leser von "le blog" ganz herzlich grüßen soll. Und dass diese so weiter machen sollten wie bisher.

Bis zur Chance, auf der Prinzessinnen-Parade ein paar andere hochrangige Figuren abzupassen, testeten wir u.a. die drehenden Tassen des verrückten Hutmachers und die Indiana-Jones-Achterbahn. Leider sahen wir unsere Befürchtungen bestätigt und mussten feststellen: Beide sind total durchkommerzialisiert! Peter-Pan-Nimmerlandbahn und Fluch-der-Karibik-Bootstour gingen gerade mal eben so, wobei, da will ich mich nicht entscheiden. Aber die waren auch ganz schön mau.
Bei der Prinzessinnen-Parade am Nachmittag war es schwieriger als erwartet, an die "Stars" heranzukommen. Keiner war so touchy und locker wie noch Winnie Puuh am Morgen. Hier präsentierte sich eine größtenteils neuere Figurengeneration mit einem ganz anderem Selbstverständnis, was das Verhältnis zur Öffentlichkeit angeht. Kaum jemand wollte sich die Blöße geben und wagte es, aus der anonym-amorphen Parademasse herauszutreten, alles dancte nur so an uns vorbei. Zusätzlich erschwert wurde es noch durch die große Menge der schaulustigen Kinder, die schonungslos den Weg dichtmachten. Frustriert zogen wir von dannen, nicht jedoch ohne dabei auch unsere Ellenbogen einzusetzen.
Auf dem Weg zurück ins Adventureland, der u.a. über das Dornröschenschloss führte, schauten wir noch mal bei den sieben Zwergen vorbei. Das war recht hübsch, dunkler Wald, bunte Bilderwelt, ganz gutes Kino. Nur die Hexe machte mir ein wenig Angst.
Der Big Thunder Mountain, eine lustige Bergbahn, überraschte angenehm durch nur wenig Komemrzialität. Nur die Schlangen waren ätzend lang. Den Star-Wars-Simulatur später, es war bereits Abend, hab ich gefressen, weil da ist mir mein Handy abhanden gekommen. Da ich aus diesem Grund etwas befangen bin, möchte ich fairerweise hier lieber keinen Kommentar zum Punkt "Kommerzialisierung" abgeben.
Später am Abend - es wurde dunkel, das Dornröschenschloss in buntes Licht getaucht, für die Muzak-Dauerbeschallung die Tangoplatten ausgepackt - waren wir abschliessend noch shoppen in der sog. "Main Street", a whole lotta shops, kann ich nur sagen! Doch trotz der großen Menge an lizensierten und beileibe nicht billigen Disney-Produkten wurden wir ausgerechnet hier angenehm überrascht: Eine Verkäuferin konnte uns versichern, dass von Kommerzialisierung hier keine Rede sein konnte! So blieb am Ende wenigstens ein kleiner Hoffnungsschimmer, der wie ein Regenbogen über den dunklen Wolken des Kommerz stand.
Abschliessend kann ich nur sagen, dass ich hier mal mit eigenen Augen sehen konnte, dass es gar nicht so leicht ist, der immer wetiter zunehmenden Kommerzialisierung effektiv entegegenzuwirken. Zu oft wird man von dem donquichottesken Gefühl beschlichen, alleine, zu zweit, zu dritt oder auch - wie wir - zu viert, keine Chance zu haben. Moral: Wer gegen Windmühlenflügel kämpft, der ist oft wohl einfach besser beraten, gleich die ganze Mühle zu zerstören. Doch das kann nur funktionieren, wenn wir alle zusammenhalten. Nur dann haben wir noch eine Zukunft. Das ist jetzt sehr pessimistisch. Doch das denke jedenfalls ich. Für einen flammenderen Appell vermisse ich mein Handy leider zu sehr. Lars Austen aus Marne-le-Vallée (proche Paris, Zone 5).
--
* Na gut, hab ich zugegebenermaßen nur einmal gesehen bisher. Aber das musste ich einfach erwähnen.
** wir, das waren neben mir: Nadine & Amelie aus Kiel, sowie Debbie, auch aus Kiel (aber zugereist)
Es ging gleich los mit ner großen Nummer, bei der Autogrammstunde von Winnie Puuh, die gleich am Morgen zwischen zehn und zwölf stattfand. Winnie konnte leider nicht mehr tun als uns zu versichern, dass auch er über die Entwicklung ausgespochen beunruhigt sei. Nur leider läge eben vieles ausserhalb seiner Macht. Er würde sich aber auf jeden Fall für uns einsetzen. Toller Typ, Winnie Puuh: superentspannt, überhaupt keine Allüren! Ließ sich total unkompliziert mit allen fotografieren, auch den Kindern, hatte für jeden ein Lächeln übrig! Er meinte übrigens noch, dass ich alle Leser von "le blog" ganz herzlich grüßen soll. Und dass diese so weiter machen sollten wie bisher.

Bis zur Chance, auf der Prinzessinnen-Parade ein paar andere hochrangige Figuren abzupassen, testeten wir u.a. die drehenden Tassen des verrückten Hutmachers und die Indiana-Jones-Achterbahn. Leider sahen wir unsere Befürchtungen bestätigt und mussten feststellen: Beide sind total durchkommerzialisiert! Peter-Pan-Nimmerlandbahn und Fluch-der-Karibik-Bootstour gingen gerade mal eben so, wobei, da will ich mich nicht entscheiden. Aber die waren auch ganz schön mau.
Bei der Prinzessinnen-Parade am Nachmittag war es schwieriger als erwartet, an die "Stars" heranzukommen. Keiner war so touchy und locker wie noch Winnie Puuh am Morgen. Hier präsentierte sich eine größtenteils neuere Figurengeneration mit einem ganz anderem Selbstverständnis, was das Verhältnis zur Öffentlichkeit angeht. Kaum jemand wollte sich die Blöße geben und wagte es, aus der anonym-amorphen Parademasse herauszutreten, alles dancte nur so an uns vorbei. Zusätzlich erschwert wurde es noch durch die große Menge der schaulustigen Kinder, die schonungslos den Weg dichtmachten. Frustriert zogen wir von dannen, nicht jedoch ohne dabei auch unsere Ellenbogen einzusetzen.
Auf dem Weg zurück ins Adventureland, der u.a. über das Dornröschenschloss führte, schauten wir noch mal bei den sieben Zwergen vorbei. Das war recht hübsch, dunkler Wald, bunte Bilderwelt, ganz gutes Kino. Nur die Hexe machte mir ein wenig Angst.
Der Big Thunder Mountain, eine lustige Bergbahn, überraschte angenehm durch nur wenig Komemrzialität. Nur die Schlangen waren ätzend lang. Den Star-Wars-Simulatur später, es war bereits Abend, hab ich gefressen, weil da ist mir mein Handy abhanden gekommen. Da ich aus diesem Grund etwas befangen bin, möchte ich fairerweise hier lieber keinen Kommentar zum Punkt "Kommerzialisierung" abgeben.
Später am Abend - es wurde dunkel, das Dornröschenschloss in buntes Licht getaucht, für die Muzak-Dauerbeschallung die Tangoplatten ausgepackt - waren wir abschliessend noch shoppen in der sog. "Main Street", a whole lotta shops, kann ich nur sagen! Doch trotz der großen Menge an lizensierten und beileibe nicht billigen Disney-Produkten wurden wir ausgerechnet hier angenehm überrascht: Eine Verkäuferin konnte uns versichern, dass von Kommerzialisierung hier keine Rede sein konnte! So blieb am Ende wenigstens ein kleiner Hoffnungsschimmer, der wie ein Regenbogen über den dunklen Wolken des Kommerz stand.
Abschliessend kann ich nur sagen, dass ich hier mal mit eigenen Augen sehen konnte, dass es gar nicht so leicht ist, der immer wetiter zunehmenden Kommerzialisierung effektiv entegegenzuwirken. Zu oft wird man von dem donquichottesken Gefühl beschlichen, alleine, zu zweit, zu dritt oder auch - wie wir - zu viert, keine Chance zu haben. Moral: Wer gegen Windmühlenflügel kämpft, der ist oft wohl einfach besser beraten, gleich die ganze Mühle zu zerstören. Doch das kann nur funktionieren, wenn wir alle zusammenhalten. Nur dann haben wir noch eine Zukunft. Das ist jetzt sehr pessimistisch. Doch das denke jedenfalls ich. Für einen flammenderen Appell vermisse ich mein Handy leider zu sehr. Lars Austen aus Marne-le-Vallée (proche Paris, Zone 5).
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* Na gut, hab ich zugegebenermaßen nur einmal gesehen bisher. Aber das musste ich einfach erwähnen.
** wir, das waren neben mir: Nadine & Amelie aus Kiel, sowie Debbie, auch aus Kiel (aber zugereist)
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jeudi, mars 08, 2007
Goin' to where tha flavor is
Und yeah! Le weekend gehts, jedenfalls wenn die französische Post, die mir meine Eintrittskarte zuschickten soll, es zulässt*, str8 in2 Eurodisney! Nur trente** Euros, offre spéciale!! Das ist gut. Weil ich hab eh noch n paar Worte mit Mickey Mouse zu bereden. N paar Takte, wenn ihr versteht was ich meine.
Dafür müssen sich zwar wahrscheinlich die Jungens von der Philosophischen Fakultät des Wunderlandes noch ein wenig länger gedulden, mich mal als Gast zu haben, aber was macht das schon, wenn man dafür eine mutmaßlich authentische Nachstellung des tatsächlichen Wunderlandes zu sehen bekommt! Nicht wahr? Oder? Gibt ansonsten ausserdem sicher noch ne Menge sehenswerter Konzerte vorm endgültigem Abflug, hab ja zum Glück ne immer eins a Quelle.
--
* Post in Paris rechtzeitig: keine Selbstverständlichkeit! Mein Adventskalender war erst im Januar da. Was letztlich noch ging, denn ich konnte ihn ja im Februar gut zum Geburtstags-Countdown gebrauchen.
** trente = dreissig; Fortsetzung meines Französischkurses für Blogleser mit flacher Lernkurve; normal kostet Eurodisney fünfundvierzig (= quarante cinq).
Dafür müssen sich zwar wahrscheinlich die Jungens von der Philosophischen Fakultät des Wunderlandes noch ein wenig länger gedulden, mich mal als Gast zu haben, aber was macht das schon, wenn man dafür eine mutmaßlich authentische Nachstellung des tatsächlichen Wunderlandes zu sehen bekommt! Nicht wahr? Oder? Gibt ansonsten ausserdem sicher noch ne Menge sehenswerter Konzerte vorm endgültigem Abflug, hab ja zum Glück ne immer eins a Quelle.
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* Post in Paris rechtzeitig: keine Selbstverständlichkeit! Mein Adventskalender war erst im Januar da. Was letztlich noch ging, denn ich konnte ihn ja im Februar gut zum Geburtstags-Countdown gebrauchen.
** trente = dreissig; Fortsetzung meines Französischkurses für Blogleser mit flacher Lernkurve; normal kostet Eurodisney fünfundvierzig (= quarante cinq).
mardi, mars 06, 2007
Ein Zug mit Namen EWOK
Gestern morgen mal was ganz Wahnsinniges gemacht, was ich sonst realiter wie prinzipiell niemals mache: mich in einen vollbesetzten RER*-Zug reingequetscht! Weil ehrlich, da fühlt man sich plötzlich nur noch wie zweitrangig als Lebewesen auf dieser Welt irgendwie. Ein Gefühl, dass ich anderen ja gern mal über den Weg gönne, aber ich selbst muss das nicht unbedingt ertragen. Dass ichs dennoch gemacht hab, liegt daran, dass mein Zug nämlich den geilen Namen "EWOK" trug und ich spontan dachte, das wär ja was, worüber man im Blog mal berichten könnte. Und es klingt ja zugegebenermaßen eher mau, wenn man so sagt: "Fuhr eben EWOK an mir vorbei, ich liess passieren. Lustiger Name, wa?" Und da ich ja eh schon seit geraumer Zeit versuche, mir den Ruf einer Art Pariser embedded Action-Reporters zu erwerben, ich seh mich da so in der Tradition von Kisch oder Hemingway, gab es für mich nur eins: Nichts wie rein mitten in die Scheisse! (Ging auch gut ab da!)
Wer jetzt denkt, EWOK ist sicher ganz alleine auf der Welt, irrt: Es gibt ja auch noch ETUI, PEPE, LADY und nicht zuletzt aber ROMI, JILL und SARA**. Wo ich gestern morgen über Herkunft und Bedeutung der lustigen Namen nur rätseln konnte, bin ich heute abend dank Internet-Recherche aufgeräumt, cool, relaxt und: informiert! Es ist nämlich so: Die RER (Réseau Express Régional) ist ja sowas wie ne S-Bahn, deren Linien, wo die Métro kaum über die Stadtgrenzen kommt, weit ins Pariser Umland hinausreichen und somit auch das bevorzugte Transportmittel der zahlreichen Pendler ist. Zweite Eigenschaft: Wo innerhalb der Stadtgrenzen noch relative linienimmanente Einigkeit besteht, beginnt in der Regel spätestens ab Zone 3 der Linienspliss, der sich in wilden, irrationalen Gabelungen, atemberaubenden Kurven und konterkariert zueinander geführten Strecken ausdrückt. Der Pendler an sich muss ja aber nun, damit nicht alles in Verwirrung aufgeht, seinen Zug als den richtigen unter den im Fünfminutentakt einfahrenden Zügen der selben Linie identifizieren können. Daher bekamen die Züge von den RATP*** Namen in Form vierstelliger Codes, wobei der erste Buchstabe den Zielbahnhof anzeigt und der zweite Hinweis auf den Linienverlauf gibt (bezüglich genauerer Begründungen gaben sich meine Quellen leider sehr bedeckt). Die letzten beiden Buchstaben sind hingegen rein phonetische Ergänzungen, um den Code aussprechbar und eingängig für diwie betreffenden Fahrgäste zu machen. Gute Idee einerseits, find ich, andererseits aber auch irgendwie umständlich. Typisch Französisch halt. Mehr zum Thema RER und Codes (und auch mal wieder meine Quelle) hier.

PS: Was ich bisher noch verschwiegen hatte: Eigentlich hatte ich gestern morgen am Bahnsteig ja die Qual der Wahl, denn kurz vor EWOK fuhr auf der Gegenseite gerade der ULLE (mit Ziel: Laplace) ein. Doch eigentlich fiel die Wahl letztlich gar nicht so schwer, denn abgesehen davon, dass er von mir aus gesehen in die falsche Richtung fuhr, blieb ULLE wieder einmal hinter den Erwartungen zurück, wirkte langsam und schwerfällig. Soviel auch zum Thema Strapazierfähigkeit und Grenzen des Humor-Ansatzes "Wortwitz". Merkt euch das Beispiel gut und lernt, und jammert nicht an mir rum, seid lieber dankbar, denn so ne Bloßstellung gibt sich ja schließlich nicht jeder freiwillig!
--
* RER: kongenialer Kompagnon der Métros - wird n paar Zeilen weiter unten noch ausschweifig genug erklärt!
** Sara: die im übrigen trotz zahlreicher Versprechungen immer noch nicht in Paris war und beklagenswert um dieses Thema herumdruckst.
*** RATP: "Régie Autonome des Transports Parisiens", also quasi die Pariser Verkehrsverbünde.
Wer jetzt denkt, EWOK ist sicher ganz alleine auf der Welt, irrt: Es gibt ja auch noch ETUI, PEPE, LADY und nicht zuletzt aber ROMI, JILL und SARA**. Wo ich gestern morgen über Herkunft und Bedeutung der lustigen Namen nur rätseln konnte, bin ich heute abend dank Internet-Recherche aufgeräumt, cool, relaxt und: informiert! Es ist nämlich so: Die RER (Réseau Express Régional) ist ja sowas wie ne S-Bahn, deren Linien, wo die Métro kaum über die Stadtgrenzen kommt, weit ins Pariser Umland hinausreichen und somit auch das bevorzugte Transportmittel der zahlreichen Pendler ist. Zweite Eigenschaft: Wo innerhalb der Stadtgrenzen noch relative linienimmanente Einigkeit besteht, beginnt in der Regel spätestens ab Zone 3 der Linienspliss, der sich in wilden, irrationalen Gabelungen, atemberaubenden Kurven und konterkariert zueinander geführten Strecken ausdrückt. Der Pendler an sich muss ja aber nun, damit nicht alles in Verwirrung aufgeht, seinen Zug als den richtigen unter den im Fünfminutentakt einfahrenden Zügen der selben Linie identifizieren können. Daher bekamen die Züge von den RATP*** Namen in Form vierstelliger Codes, wobei der erste Buchstabe den Zielbahnhof anzeigt und der zweite Hinweis auf den Linienverlauf gibt (bezüglich genauerer Begründungen gaben sich meine Quellen leider sehr bedeckt). Die letzten beiden Buchstaben sind hingegen rein phonetische Ergänzungen, um den Code aussprechbar und eingängig für diwie betreffenden Fahrgäste zu machen. Gute Idee einerseits, find ich, andererseits aber auch irgendwie umständlich. Typisch Französisch halt. Mehr zum Thema RER und Codes (und auch mal wieder meine Quelle) hier.

PS: Was ich bisher noch verschwiegen hatte: Eigentlich hatte ich gestern morgen am Bahnsteig ja die Qual der Wahl, denn kurz vor EWOK fuhr auf der Gegenseite gerade der ULLE (mit Ziel: Laplace) ein. Doch eigentlich fiel die Wahl letztlich gar nicht so schwer, denn abgesehen davon, dass er von mir aus gesehen in die falsche Richtung fuhr, blieb ULLE wieder einmal hinter den Erwartungen zurück, wirkte langsam und schwerfällig. Soviel auch zum Thema Strapazierfähigkeit und Grenzen des Humor-Ansatzes "Wortwitz". Merkt euch das Beispiel gut und lernt, und jammert nicht an mir rum, seid lieber dankbar, denn so ne Bloßstellung gibt sich ja schließlich nicht jeder freiwillig!
--
* RER: kongenialer Kompagnon der Métros - wird n paar Zeilen weiter unten noch ausschweifig genug erklärt!
** Sara: die im übrigen trotz zahlreicher Versprechungen immer noch nicht in Paris war und beklagenswert um dieses Thema herumdruckst.
*** RATP: "Régie Autonome des Transports Parisiens", also quasi die Pariser Verkehrsverbünde.
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