Warnen sollte man die Touristen hingegen vor den ultra-aggressiven Armbandverkäufern am Fuß des Montmartre, die in ihrem Verkaufsvorhaben enttäuscht und in ihren aufdringlichen Kommunikationsaufnahmen (stellen sich einfach in Gruppe dazu, wickeln den Frauen die Bänder schon mal um den Arm) zurückgewiesen auch mal zu Beleidigungen der derberen Sorte greifen. Wenn die wenigstens Eiffeltürme oder so Kram gehabt hätten, aber derart souvenirkastriert müssen die sich nicht wundern, wenn man die nicht so ernstnimmt wie gewünscht. Was soll man denn mit bunten Armbändern?! Man hilft ja gerne, aber auch der Tourist hat seinen Stolz.

In der Sacre-Coeur wars hingegen doch unerwartet ganz schön*, ist ja alles auch noch relativ neu, verglichen etwa mit der Notre-Dame. Der Sacre-Coeur haftet ja immer der Ruf einer zu unrecht (und unter Zuhilfenahme des Montmartre als prominentem Aussichtspunkt) zu größerem touristischem Ruhm gekommenen Sehenswürdigkeit und eines architektonischen Kitschstücks an. Das kann ich so nicht bestätigen: Die ist aussen wie innen schön und wirklich sehenswert. Schon irgendwo optisches Marzipan, aber eben das gute von Niederegger, oder eines guten Marzipanfabrikanten eurer Wahl. Mit dem Wort "Marzipan" erschöpft sich leider auch bereits meine architektonische Beschreibungsmacht.
* vielleicht bis auf den diskret in einem Seitenraum untergebrachten Souvenirshop und den Souvenirmünzenpresser im Ausgangsbereich; macht sich irgendwie seltsam in einer Kirche, in der man "aus Respekt" nicht fotografieren darf und ebenfalls um "respektvolle" Kleidung gebeten wird


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