Gestern der Donnerstag: Semesterbeginn in Kiel! Die Sonne brennt! Lauter junge Leute, verständnisvoll ruht mein väterlicher Blick auf ihnen! Die Seminarräume - größentechnisch noch an die Abiturientenquote von 1985 angelehnt - laufen über. Und ich mittendrin (bzw. genaugenommen vorerst erstmal nur dabei), mit glänzenden Augen, wie ein neugeborener Erstsemester (ach, wär ich nur noch mal neu, wie viel würde ich anders machen, also: ausser meine Brillen weiterhin bei Fielmann kaufen). Vorbei an Jungspunden mit "St. Pauli"*-Shirt und diesem irgendwie Andersdenkenheit**, Unverbrauchtheit ausstrahlenden Blick, der sagt: Das Leben, zu kurz für so durchschnittliche Meinungen wie eure alle! Mann, ich freu mich so auf das Wulff***-Seminar, das Nadine, Amelie und ich ja nächste Woche besuchen wollen, um uns ein Referatsthema für den Juli zu holen!
Doch zunächst noch bin ich ganz ERASMUS und reiche zufriedenstellend von der Pflicht eingenommen die Kieler Learning Agreements fürs zweite Semester im Sekretariat der Germanistik ein. Dort muss ich noch die verrückte Frau Probst abwimmeln, die mir einen Schein für einen DaF-Kurs**** aus dem letzten Semester andrehen will. Ich sagte ihr zu, dass ich meinen Schein auf jeden Fall in den nächsten Tagen abholen werden. Eine zwar nicht ganz nette Notlüge, aber wer Frau Probst kennt, weiss, dass es nicht angeraten ist, sie über einen eigenen aktuellen Auslandsaufenthalt in Kenntnis zu setzen, jedenfalls wenn man noch was machen will am Vormittag.
Hier noch schnell eine Lanze für Frau Probst: Mit etwas Distanz ist sie ja eigentlich sonst total nett!
Und auch Kafka geht weiter. Ich sitze schon den ganzen Tag in der UB immer. Da wächst was Großes heran. Oh, ja!
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* FC St.Pauli: Fußballklub für Fußballfans, die sich einen Dreck für Fußball interessieren.
** Absicht.
*** Hans Jürgen Wulff: deutscher Film- und Fernsehwissenschaftler, z.Zt. tätig u.a. an der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel.
**** DaF = "Deutsch als Fremdsprache"; Zusatzzertifikat, in dem ich vor ca. anderthalb Jahren mal saß, nun mittlerweile aber eben ungefähr so lange nicht mehr.
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