Hallo! Also, hat alles geklappt mit dem Zurückkehren nach Deutschland. Fliegen lief glatt usw., auch wenn die Landung wieda. Bin grad heute wieder eingetaucht in die Welt von "Kasseler Nackenbraten" und sog. "Brokkoli", da freu ich mich echt schon wieder vor auf die Cité-U-Mensa und "Couscous Royal", es ist ein ineinanderübergleiten. Und vielleicht, in den nächsten Tagen, wenn ich dann mein Semesterticket und den Studentenausweis hab (hatte doch wirklich vergessen, mich zurückzumelden, und nun kann ich den Uni-Internetraum nich nutzen, pfah!), dann kann ich ja auch mal Photos hoch.
Bis denn ma, teils in Paris, teils aber auch in Kiel! Und Björn, wa is n nun mit Israel? Aber wollt ja nicht drängen.
mercredi, avril 11, 2007
mercredi, avril 04, 2007

Der mit dem roten "x" da, das bin ich (stark stilisiert). Ja genau, ab morgen steht in den Métros/RERs des Pariser Gebietes ein zusätzlicher Sitzplatz zur Verfügung! Fast drei Wochen lang!!! Denn Lars is bis zum 23. April nämlich erstmal auf Heimaturlaub in der auch als "Förde-Paris" bekannten norddeutschen Metropole und Landeshauptstadt Kiel. Versauert doch hier, ihr Verlierer!
PS:
1. "Le Blog" wird natürlich, d.h. nur im Prinzip, aber immerhin, in der Zwischenzeit durchaus fortgesetzt!
2. Jetzt muss ich aber auch. Flug geht morgen früh um neune, und ich stehe um fünfe auf. Gute Nacht!
lundi, avril 02, 2007
dimanche, avril 01, 2007
Neue Meldung
Ähm, Paris kaputt. April, April! Was Besseres is mir jetz in der Minute, die ich noch vor dem Schlafengehen in einen Aprilscherz investieren wollte, nich eingefallen. Hats wenigstens wer geglaubt oder wars zu durchsichtig? Gute Nacht!
T wie Turm
samedi, mars 31, 2007
vendredi, mars 30, 2007
Pissoucis
Also echt mal: Auch im nunmehr sechsten Monat meiner Anwesenheit hier* kann ich es immer noch nicht verstehen, dass die Franzosen zwar ganz konsequent und stoisch ausschliesslich im Stehen pinkeln (und das nicht nur an denen für den Standgebrauch vorgesehenen Urinalen), es aber nicht hinkriegen, darin auch mal langsam Skills zu entwickeln. Alten eh!
--
* um die mich, das gebe ich immerhin zu, hier niemand gebeten hat
--
* um die mich, das gebe ich immerhin zu, hier niemand gebeten hat
jeudi, mars 29, 2007
Return Of The Mack (Once Again)
In genau einer Woche bin ich übrigens um diese Zeit, wenn nix schiefläuft, grad wieder in Hamburg und Umgebung! Für satte, wenngleich andererseits auch wieder viel zu kurze zwanzig, oder sagen wir lieber: neunzehneinhalb Tage wird mein unbeschwertes Gemüt wieder den Sonnenschein in eure tristen maritimen Lebenseinöden bringen! Krass, was?!

Tja, so sieht das aus. Wobei, ich lave mon cerveau ja heutzutage bevorzugt avec l'internet (hab gar kein TV) und sonst höchstens mit meinem Mini-FM-Radio namens "Fureur" (der eingefleischte "le-blog"-Fan erinnert sich natürlich noch - ärztlicher Rat...). Bzw., ähm, sag mal Holger: Hattest du mir das gestern eigentlich noch zurückgegeben? Wenn du auch eins haben willst, dann keine Panik, ich kann dir bestimmt noch ganz billig eins besorgen!
mardi, mars 27, 2007
Für lau dank ERASMUS (bzw. Europa): Konzertabend in der Maroquinerie
Als wüchsen uns hier nicht sowieso schon die Trauben ziemlich lässig in den Mund hinein, gabs vorgestern Abend für uns ERASMUS-Studenten noch n Extra-Schmanki: Kombi-Event zum 50. Geb. des Römer Vertrags zur Gründung der Europäischen Gemeinschaft sowie dem 20. des Erasmus-Programms, ein Gratis-Konzertabend! Danke!
Die erste Band waren die "Elderberries", so ne Art französische Hellacopters-Kopie. Schaut mal, der Sänger ist ganz klein, wie ein Mini-Me von David Lee Roth! Sie rockten wirklich ganz ordentlich, aber an den Anblick konnte ich mich nur schwer gewöhnen. An diesem Abend verfestigte sich mein Eindruck, nach dem Franzosen allgemein große Probleme mit dem Meistern des Konzeptes "Bandoptik" haben.
Danach spielten die deutschen "Mardi Gras.bb", die vor ein paar Jahren unserlandes einen moderaten Bekanntheitsgrad besaßen (und, ich weiss es nicht genau, womöglich sogar jetzt noch besitzen). Auch wenn sie durchaus n bisschen was Helmut-Zerlett-Studiomuckermäßiges hatten, sie unterhielten fein und nicht ganz unsympathisch mit ihren ganzen Bläsern und so, sogar nen Plattenjockey hatten se. Höhepunkt waren die drei letzten Zugaben, für die sich die akustische Fraktion (also Blasmänner & Perkussionisten, s. Video) nach den eigentlichen Zugaben einfach zum Jammen ins Publikum begab, während der Rest schon mal die Bühne für die dritte Band leerräumte. Die wir uns dann aber nicht mehr reintaten. Ehrlich mal, s war ja inzwischen auch schon fast halb zehn!
Einziger Wermutstropfen des Abends: das Bier. Ich, von allen guten Geistern verlassen, genehmigte mir nämlich gleich zwei "Kro"* (pro Becher drei Euro!!). Und des war, vermutlich in Anlehnung an Général de Gaulle, ziemlich schal.
Und hier noch ausschnittsweise die Elderberries und Mardi Gras.bb, per Bild zu euch (entschuldigt den abrupten Übergang, also: im Video)!!!
--
* "Kro": legeres Szenesprech für "Kronenbourg", ein elsässisches, nicht allzu starkes, nicht allzu gutes Bier.
Die erste Band waren die "Elderberries", so ne Art französische Hellacopters-Kopie. Schaut mal, der Sänger ist ganz klein, wie ein Mini-Me von David Lee Roth! Sie rockten wirklich ganz ordentlich, aber an den Anblick konnte ich mich nur schwer gewöhnen. An diesem Abend verfestigte sich mein Eindruck, nach dem Franzosen allgemein große Probleme mit dem Meistern des Konzeptes "Bandoptik" haben.
Danach spielten die deutschen "Mardi Gras.bb", die vor ein paar Jahren unserlandes einen moderaten Bekanntheitsgrad besaßen (und, ich weiss es nicht genau, womöglich sogar jetzt noch besitzen). Auch wenn sie durchaus n bisschen was Helmut-Zerlett-Studiomuckermäßiges hatten, sie unterhielten fein und nicht ganz unsympathisch mit ihren ganzen Bläsern und so, sogar nen Plattenjockey hatten se. Höhepunkt waren die drei letzten Zugaben, für die sich die akustische Fraktion (also Blasmänner & Perkussionisten, s. Video) nach den eigentlichen Zugaben einfach zum Jammen ins Publikum begab, während der Rest schon mal die Bühne für die dritte Band leerräumte. Die wir uns dann aber nicht mehr reintaten. Ehrlich mal, s war ja inzwischen auch schon fast halb zehn!
Einziger Wermutstropfen des Abends: das Bier. Ich, von allen guten Geistern verlassen, genehmigte mir nämlich gleich zwei "Kro"* (pro Becher drei Euro!!). Und des war, vermutlich in Anlehnung an Général de Gaulle, ziemlich schal.
Und hier noch ausschnittsweise die Elderberries und Mardi Gras.bb, per Bild zu euch (entschuldigt den abrupten Übergang, also: im Video)!!!
--
* "Kro": legeres Szenesprech für "Kronenbourg", ein elsässisches, nicht allzu starkes, nicht allzu gutes Bier.
lundi, mars 26, 2007
Show des Scheiterns (I)
Gescheitert hingegen sind vorerst folgende Vorhaben:
- "Substitute" sehen (wär in der Tat auch nur Ersatz fürs "Sommermärchen" gewesen, das immer noch aussteht)
- Filmkurse an der Nouvelle Sorbonne besuchen (kommt zweieinhalb Monate nach Kursbeginn wohl einfach nicht mehr so gut)
- die Sonne reinlassen nach wochenlanger Krankheit (Sonne is bereits schleichend von selbst zurückgekehrt)
Dauerbrenner und immer noch heiss aber: meine Hausarbeit! Welchen Themas auch immer: Die wird sicher!
- "Substitute" sehen (wär in der Tat auch nur Ersatz fürs "Sommermärchen" gewesen, das immer noch aussteht)
- Filmkurse an der Nouvelle Sorbonne besuchen (kommt zweieinhalb Monate nach Kursbeginn wohl einfach nicht mehr so gut)
- die Sonne reinlassen nach wochenlanger Krankheit (Sonne is bereits schleichend von selbst zurückgekehrt)
Dauerbrenner und immer noch heiss aber: meine Hausarbeit! Welchen Themas auch immer: Die wird sicher!
Wo das Wünschen noch hilft
Das Wunder ist tatsächlich geschehen! Der Star-Wars-Simulator des Euro-Disneyland Resort Paris konnte seine intriganten Fuchteln nicht länger als zwei Wochen auf dir halten. Denn dummerweise gingst du verloren in einem Land, in dem das Wünschen noch was hilft. Kleines blaues Nokia-Handy, dessen Akku kaum noch länger als drei Tage hält: Willkommen zurück in meinem Leben!
"Gehen Sie mal ins Museum"
Ja, Pariser Arztbesuch nun hinter mir, das bedeutet höchste Zeit für blogmäßige Verwurstung, wa? Arztbesuch in Paris, kann ich da nur fazitieren - ja hallo!
Wie mir ja bereits vorher in einschlägig frankophober Revolverliteratur angedeutet wurde, betrete ich, nachdem dieses Betreten tags zuvor telefonisch in beiderseitigem Einverständnis abgeklärt worden war, tatsächlich eine völlig handelsübliche, zur Praxis bloß umfunktionierte Wohnung* und nicht eine dieser Katakomben mit allgegenwärtig weissem Halo**, so wie bei uns. Allerdings eine, die vollgeräumt ist mit einer Überspitzung dessen, was allgemein so als Ärzte-Kunstgeschmack bekannt ist und ambivalent diskutiert wird. In diesem Fall, weils n Pariser Arzt ist, sogar noch mit Extra-Goldkante.
Auch an Dr. Adler, Médécine Générale, ist keine Spur von weiss zu sehen - in recht casual französischer Herren-Frezeitkleidung empfängt er mich höchstpersönlich an der Tür, ebenso wie er mich bereits am Vortag beim telefonischen Erstkontakt dadurch verwirrte, dass er höchstselbst am Apparillo war. Eine Sprechstundenhilfe, normalerweise das erste und das siebte Siegel, die eigentliche Schutzschicht zwischen weisser Arzt- und schmutziggrauer Patientensphäre, zu häufig Symbol des gebrochenen Verhältnisses beider, fehlt hier. N bisschen wie Telefonieren mit Gott. Das Wartezimmer bietet Wohnzimmer-Atmosphäre: Kamin (allerdings geschlossen), keine billigen Frauenjournale, sondern jede Menge Kunstbildbände sowie eine schön dick mit Stuck glasierte Decke. Viel zum Gucken. Aber dann kommt endlich der Safran an den Kuchen!
Der Einstieg in die Sprechstunde ist einfach: Kinderkrankheiten aufzählen! Leichtigkeit! Ich war doch ein Sanostol-Kind, entgegne ich selbstbewusst und schaue ihm dabei in seine listig funkelnden Allgemeinmediziner-Augen. Das das zähe Ringen zwischen Arzt und Patient ist damit eröffnet. Die zweite Hürde: Was ich in Paris so triebe und wie es mir gefiele. Ohne zu Zögern schnüre ich ein von öliger Rhetorik zusammengehaltenes Paket Satzhülsen aus dem ERASMUS-Leitfaden zusammen, das von "Interkulturalität", "wertvollen Erfahrungen", nicht zuletzt aber auch dem "globalen Zusammenwachsen" gespickt ist, was ich postwendend mit sterilen Wendungen über die Schönheiten der Stadt Paris heimgezahlt bekomme. Ausserdem, so seine weitere medizinische Expertise, solle ich mir mal ein Radio kaufen, denn fremde Sprachen lürnen*** sich am besten, wenn man permanent in den Sprachflow reingetunkt ist. Bei der Erwähnung der aktuellen Krankheitssymptome schlägt dann meine große Stunde: Gänsehaut evozierend erzeuge ich mit meiner am Blog und von den vielen Fachgesprächen über z.B. Literatur geschliffenen Sprache eine eindringliche verbale Repräsentation meines Leidens. Eine kurze Untersuchung im Neonlicht des angeschlossenen Untersuchungsraums, und die Diagnose ist klar: krank! Ich bekomme ne Menge eines seltsamen weissen Pulvers verschrieben, so viel, dass ich mir über eine evtl. aufkommende Knappheit an weissem Pulver zunächst mal keine Sorgen zu machen brauche. Das reicht bestimmt für n Monat oder so. Ich solle es, so Dr. Adlers Rat, in St. Denis oder Clichy-sous-bois**** verkaufen und mir davon mal was Ordentliches zu essen leisten, dann würds auch schon wieder besser werden alles. Um einen Moment später auf eine Weise mit der flachen Hand auf seinen Schreibtisch zu schlagen, die unwiderstehlich signalisiert: Sprechstunde vorbei jetzt!
Achja, eines noch: Auf dem Weg zurück zur Tür fällt mir dann noch ein, dass eine wesentliche Sache noch nicht geklärt war. Ob es hier in Frankreich nicht üblich sei, gleich direkt beim Arztbesuch seinen Obolus zu zahlen, frage ich ihn, worauf er abwinkt und mir bloß erwidert: Ja, normalerweise zwar schon. Aber er hätte so den Eindruck gewonnen, ich wäre finanziell nun nicht allzusehr auf Rosen gebettet und so, und das wäre schon in Ordnung: "Gehen Sie stattdessen mal ins Museum!" Stunning! Und in Deutschland, mit Verlaub, irgendwie nur schwer vorstellbar. Vielleicht hol ich mir von den gesparten Kröten dann später noch n bisschen mehr von diesem weissen Pulver. Das ist aber auch wirklich zu weiss!
Noch am selben Abend befolge ich einen weiteren Rat und kaufe mir im Sonderangebot des Franprix für nur einen Euro nen Mini-FM-Radioempfänger mit dem wilden Namen "Fureur" (inklusive Batterien und Kopfhörern)!! Naja, und noch zwei Ein-Euro-DVDs: "Interceptor", ein vermutlich holzdoofer Actionthriller mit Jürgen Prochnow, und "Boucle d'Or", ne französische Trickfilminterpretation des Goldlöckchen-Themas. Zum Französisch gucken, Staunen und Lernen! Wenns halt rockt.
Demnächst dann mutmaßlich in diesem Blog: Französische Medikamente - wie sie helfen, wann sie schaden (und wem). Ein Bericht am eigenen Körper.
--
* Liegt daran, dass das französische Gesundheitssystem - nach französischer Ansicht im übrigen "das beste der Welt" - es Medizinern erlaubt, sich völlig frei dort anzusiedeln, wo sie wollen. Was zur Folge hat, dass in Paris in Ärzten erstickt, während eher ländliche Regionen tendenziell unter Ärztemangel leiden.
** Doofes Wort, wollt ich aber einfach mal verwenden. Tut mir leid.
*** frei erfundene, stark gebeugte Konjunktiv-Form von "lernen".
**** Pariser Problem-Banlieues, s. z.B. hier oder hier. Wo vor 1,5 Jahren die Autos brannten!
Wie mir ja bereits vorher in einschlägig frankophober Revolverliteratur angedeutet wurde, betrete ich, nachdem dieses Betreten tags zuvor telefonisch in beiderseitigem Einverständnis abgeklärt worden war, tatsächlich eine völlig handelsübliche, zur Praxis bloß umfunktionierte Wohnung* und nicht eine dieser Katakomben mit allgegenwärtig weissem Halo**, so wie bei uns. Allerdings eine, die vollgeräumt ist mit einer Überspitzung dessen, was allgemein so als Ärzte-Kunstgeschmack bekannt ist und ambivalent diskutiert wird. In diesem Fall, weils n Pariser Arzt ist, sogar noch mit Extra-Goldkante.
Auch an Dr. Adler, Médécine Générale, ist keine Spur von weiss zu sehen - in recht casual französischer Herren-Frezeitkleidung empfängt er mich höchstpersönlich an der Tür, ebenso wie er mich bereits am Vortag beim telefonischen Erstkontakt dadurch verwirrte, dass er höchstselbst am Apparillo war. Eine Sprechstundenhilfe, normalerweise das erste und das siebte Siegel, die eigentliche Schutzschicht zwischen weisser Arzt- und schmutziggrauer Patientensphäre, zu häufig Symbol des gebrochenen Verhältnisses beider, fehlt hier. N bisschen wie Telefonieren mit Gott. Das Wartezimmer bietet Wohnzimmer-Atmosphäre: Kamin (allerdings geschlossen), keine billigen Frauenjournale, sondern jede Menge Kunstbildbände sowie eine schön dick mit Stuck glasierte Decke. Viel zum Gucken. Aber dann kommt endlich der Safran an den Kuchen!
Der Einstieg in die Sprechstunde ist einfach: Kinderkrankheiten aufzählen! Leichtigkeit! Ich war doch ein Sanostol-Kind, entgegne ich selbstbewusst und schaue ihm dabei in seine listig funkelnden Allgemeinmediziner-Augen. Das das zähe Ringen zwischen Arzt und Patient ist damit eröffnet. Die zweite Hürde: Was ich in Paris so triebe und wie es mir gefiele. Ohne zu Zögern schnüre ich ein von öliger Rhetorik zusammengehaltenes Paket Satzhülsen aus dem ERASMUS-Leitfaden zusammen, das von "Interkulturalität", "wertvollen Erfahrungen", nicht zuletzt aber auch dem "globalen Zusammenwachsen" gespickt ist, was ich postwendend mit sterilen Wendungen über die Schönheiten der Stadt Paris heimgezahlt bekomme. Ausserdem, so seine weitere medizinische Expertise, solle ich mir mal ein Radio kaufen, denn fremde Sprachen lürnen*** sich am besten, wenn man permanent in den Sprachflow reingetunkt ist. Bei der Erwähnung der aktuellen Krankheitssymptome schlägt dann meine große Stunde: Gänsehaut evozierend erzeuge ich mit meiner am Blog und von den vielen Fachgesprächen über z.B. Literatur geschliffenen Sprache eine eindringliche verbale Repräsentation meines Leidens. Eine kurze Untersuchung im Neonlicht des angeschlossenen Untersuchungsraums, und die Diagnose ist klar: krank! Ich bekomme ne Menge eines seltsamen weissen Pulvers verschrieben, so viel, dass ich mir über eine evtl. aufkommende Knappheit an weissem Pulver zunächst mal keine Sorgen zu machen brauche. Das reicht bestimmt für n Monat oder so. Ich solle es, so Dr. Adlers Rat, in St. Denis oder Clichy-sous-bois**** verkaufen und mir davon mal was Ordentliches zu essen leisten, dann würds auch schon wieder besser werden alles. Um einen Moment später auf eine Weise mit der flachen Hand auf seinen Schreibtisch zu schlagen, die unwiderstehlich signalisiert: Sprechstunde vorbei jetzt!
Achja, eines noch: Auf dem Weg zurück zur Tür fällt mir dann noch ein, dass eine wesentliche Sache noch nicht geklärt war. Ob es hier in Frankreich nicht üblich sei, gleich direkt beim Arztbesuch seinen Obolus zu zahlen, frage ich ihn, worauf er abwinkt und mir bloß erwidert: Ja, normalerweise zwar schon. Aber er hätte so den Eindruck gewonnen, ich wäre finanziell nun nicht allzusehr auf Rosen gebettet und so, und das wäre schon in Ordnung: "Gehen Sie stattdessen mal ins Museum!" Stunning! Und in Deutschland, mit Verlaub, irgendwie nur schwer vorstellbar. Vielleicht hol ich mir von den gesparten Kröten dann später noch n bisschen mehr von diesem weissen Pulver. Das ist aber auch wirklich zu weiss!
Noch am selben Abend befolge ich einen weiteren Rat und kaufe mir im Sonderangebot des Franprix für nur einen Euro nen Mini-FM-Radioempfänger mit dem wilden Namen "Fureur" (inklusive Batterien und Kopfhörern)!! Naja, und noch zwei Ein-Euro-DVDs: "Interceptor", ein vermutlich holzdoofer Actionthriller mit Jürgen Prochnow, und "Boucle d'Or", ne französische Trickfilminterpretation des Goldlöckchen-Themas. Zum Französisch gucken, Staunen und Lernen! Wenns halt rockt.
Demnächst dann mutmaßlich in diesem Blog: Französische Medikamente - wie sie helfen, wann sie schaden (und wem). Ein Bericht am eigenen Körper.
--
* Liegt daran, dass das französische Gesundheitssystem - nach französischer Ansicht im übrigen "das beste der Welt" - es Medizinern erlaubt, sich völlig frei dort anzusiedeln, wo sie wollen. Was zur Folge hat, dass in Paris in Ärzten erstickt, während eher ländliche Regionen tendenziell unter Ärztemangel leiden.
** Doofes Wort, wollt ich aber einfach mal verwenden. Tut mir leid.
*** frei erfundene, stark gebeugte Konjunktiv-Form von "lernen".
**** Pariser Problem-Banlieues, s. z.B. hier oder hier. Wo vor 1,5 Jahren die Autos brannten!
jeudi, mars 22, 2007
(Immer noch krank in) Paris
Guter Songtitel eigentlich. Oder?
Aber eigentlich wollte ich erzählen, dass ich es nach nun schon beinahe oder gar mehr als vierwöchiger Gesundheitsflaute doch mal probieren will mit den Pariser Ärzten: Hab morgen um 13 Uhr einen Termin beim (deutschsprachigen, darunter gings einfach nicht!) "Dr. Pierre Adler" in der einigermassen nahen Avenue de Général Leclerc. Und wenn der so diagnostiziert wie er heisst, dann bin ich ja schon mal in guten Händen und mutmasslich in einer Welt, die nur Happy Ends kennt. Bin auch mal gespannt, wie teuer das wird* und ob und wie viel meine deutsche Versicherung da Bock hat sich dran zu beteiligen. Die Zuzahlungen sind jedenfalls angeblich deutlich höher als bei uns. Und ach ja: In Frankreich kassiert der Arzt angeblich direkt bei der Sprechstunde bar ein. Gut fürs Vertrauensverhältnis Arzt-Patient, nehm ich mal an. Meinen Fünfziger, den ich, das kann ich jetzt ja verraten, vorher an keinem geheimeren Ort als zwischen meinen MP3-DVDs versteckt hielt, hab ich jedenfalls schon mal eingesteckt.
A propos: Mein mexikanischer Nachbar, dem ich gestern abend noch von meinen Plänen erzählt hab, erzählte mir übrigens heute morgen unbeschwert, er hätte geträumt, ich müsste ins Krankenhaus. Na, das wolln wa doch mal sehn! Mehr dazu später an (in etwa) dieser Stelle (wohl n paar Zentimeter höher)!
Und dann klappts vielleicht auch bald wieder mit Sonne reinlassen (s. "Agenda")!
PS: "santé et bien-être" - neues Label!!!!
--
* 25 EUR für den Allgemeinmediziner, hab ich mir sagen lassen.
Aber eigentlich wollte ich erzählen, dass ich es nach nun schon beinahe oder gar mehr als vierwöchiger Gesundheitsflaute doch mal probieren will mit den Pariser Ärzten: Hab morgen um 13 Uhr einen Termin beim (deutschsprachigen, darunter gings einfach nicht!) "Dr. Pierre Adler" in der einigermassen nahen Avenue de Général Leclerc. Und wenn der so diagnostiziert wie er heisst, dann bin ich ja schon mal in guten Händen und mutmasslich in einer Welt, die nur Happy Ends kennt. Bin auch mal gespannt, wie teuer das wird* und ob und wie viel meine deutsche Versicherung da Bock hat sich dran zu beteiligen. Die Zuzahlungen sind jedenfalls angeblich deutlich höher als bei uns. Und ach ja: In Frankreich kassiert der Arzt angeblich direkt bei der Sprechstunde bar ein. Gut fürs Vertrauensverhältnis Arzt-Patient, nehm ich mal an. Meinen Fünfziger, den ich, das kann ich jetzt ja verraten, vorher an keinem geheimeren Ort als zwischen meinen MP3-DVDs versteckt hielt, hab ich jedenfalls schon mal eingesteckt.
A propos: Mein mexikanischer Nachbar, dem ich gestern abend noch von meinen Plänen erzählt hab, erzählte mir übrigens heute morgen unbeschwert, er hätte geträumt, ich müsste ins Krankenhaus. Na, das wolln wa doch mal sehn! Mehr dazu später an (in etwa) dieser Stelle (wohl n paar Zentimeter höher)!
Und dann klappts vielleicht auch bald wieder mit Sonne reinlassen (s. "Agenda")!
PS: "santé et bien-être" - neues Label!!!!
--
* 25 EUR für den Allgemeinmediziner, hab ich mir sagen lassen.
Labels:
misc,
Quoi neuf à Paris?,
santé et bien-être
mercredi, mars 21, 2007
Der virtuelle Touri
Und weil ich grad immer noch nix zu sagen hab, mal noch n Video: Fahrt mit der Linie 6, einer der wenigen schönen Linien mit oberirdischem Streckenabschnitt. Da bekommt man allerlei von Paris zu sehen! Bevor sich jedoch bei der Überquerung der Seine über den Pont de Bir-Hakeim schiesslich das opulente Eiffelturm-Panorama ins Blickfeld wuchten kann, muss natürlich zuerst noch kitischige Akkordeon-Musik her. Et voilà!
lundi, mars 19, 2007
Nach Null in der Großstadt
Nach fünf im Urwald is noch gar nix. Viel besser is, wenn in der Métro die Bürgersteige hochgeklappt werden:
PS: Und wie immer bei hochkant aufgenommenen Videos gilt auch hier: Irgendwie geht das bei youtube mittem Format nich so recht. Tut mir leid! Werd mich aber noch zumindest um provisorische Abhilfe bemühen, irgendwie. Tipps sind immer willkommen!
PS: Und wie immer bei hochkant aufgenommenen Videos gilt auch hier: Irgendwie geht das bei youtube mittem Format nich so recht. Tut mir leid! Werd mich aber noch zumindest um provisorische Abhilfe bemühen, irgendwie. Tipps sind immer willkommen!
samedi, mars 17, 2007
Frühling in der Stadt der Liebe
Aber eben noch nicht ganz. Schade, hatte sich die eine Taube doch extra richtig schick gemacht!
jeudi, mars 15, 2007
Vier Deutsche und eine Mission:
Unser Ausflug ins Disneyland Resort Paris
Am Sonntag dann also im Disneyland gewesen und Frankreich mal n gutes Land gewesen sein lassen! Was eine angenehme Abwechslung: auf französischem Terrain, und es ist mal nicht jede zweite Straße nach einem General, Heiligen oder Gastronomen(!)* benannt. Das amüsante europäische Drehkreuz der Familienkirmes präsentierte sich passend zu unserer** Anwesenheit zudem in fotogener Postkartenlaune und war gedippt in Sonnenschein. Doch davon liessen wir uns nicht blenden. Schließlich, das vergaß ich zu erklären, waren wir nämich nicht aus dem reinem Trieb hier, entertaint zu werden, sondern aus gemeinsam geteilter Sorge. Denn die Welt, so unser Eindruck, ist mittlerweile viel zu kommerzialisiert - eine Entwicklung, die auch vor dem Disneyland Resort Paris nicht Halt gemacht zu haben scheint. Diese unangenehme Wahrheit wollten wir nun dem versammelten Team hier mal geradeheraus ins Gesicht sagen. Die durch den Impuls unserer Direktheit gerissenen Lücken sollten daraufhin schonungslos für die Eröffnung eines produktiven Dialogs für eine bessere Zukunft ausgenutzt werden.
Es ging gleich los mit ner großen Nummer, bei der Autogrammstunde von Winnie Puuh, die gleich am Morgen zwischen zehn und zwölf stattfand. Winnie konnte leider nicht mehr tun als uns zu versichern, dass auch er über die Entwicklung ausgespochen beunruhigt sei. Nur leider läge eben vieles ausserhalb seiner Macht. Er würde sich aber auf jeden Fall für uns einsetzen. Toller Typ, Winnie Puuh: superentspannt, überhaupt keine Allüren! Ließ sich total unkompliziert mit allen fotografieren, auch den Kindern, hatte für jeden ein Lächeln übrig! Er meinte übrigens noch, dass ich alle Leser von "le blog" ganz herzlich grüßen soll. Und dass diese so weiter machen sollten wie bisher.

Bis zur Chance, auf der Prinzessinnen-Parade ein paar andere hochrangige Figuren abzupassen, testeten wir u.a. die drehenden Tassen des verrückten Hutmachers und die Indiana-Jones-Achterbahn. Leider sahen wir unsere Befürchtungen bestätigt und mussten feststellen: Beide sind total durchkommerzialisiert! Peter-Pan-Nimmerlandbahn und Fluch-der-Karibik-Bootstour gingen gerade mal eben so, wobei, da will ich mich nicht entscheiden. Aber die waren auch ganz schön mau.
Bei der Prinzessinnen-Parade am Nachmittag war es schwieriger als erwartet, an die "Stars" heranzukommen. Keiner war so touchy und locker wie noch Winnie Puuh am Morgen. Hier präsentierte sich eine größtenteils neuere Figurengeneration mit einem ganz anderem Selbstverständnis, was das Verhältnis zur Öffentlichkeit angeht. Kaum jemand wollte sich die Blöße geben und wagte es, aus der anonym-amorphen Parademasse herauszutreten, alles dancte nur so an uns vorbei. Zusätzlich erschwert wurde es noch durch die große Menge der schaulustigen Kinder, die schonungslos den Weg dichtmachten. Frustriert zogen wir von dannen, nicht jedoch ohne dabei auch unsere Ellenbogen einzusetzen.
Auf dem Weg zurück ins Adventureland, der u.a. über das Dornröschenschloss führte, schauten wir noch mal bei den sieben Zwergen vorbei. Das war recht hübsch, dunkler Wald, bunte Bilderwelt, ganz gutes Kino. Nur die Hexe machte mir ein wenig Angst.
Der Big Thunder Mountain, eine lustige Bergbahn, überraschte angenehm durch nur wenig Komemrzialität. Nur die Schlangen waren ätzend lang. Den Star-Wars-Simulatur später, es war bereits Abend, hab ich gefressen, weil da ist mir mein Handy abhanden gekommen. Da ich aus diesem Grund etwas befangen bin, möchte ich fairerweise hier lieber keinen Kommentar zum Punkt "Kommerzialisierung" abgeben.
Später am Abend - es wurde dunkel, das Dornröschenschloss in buntes Licht getaucht, für die Muzak-Dauerbeschallung die Tangoplatten ausgepackt - waren wir abschliessend noch shoppen in der sog. "Main Street", a whole lotta shops, kann ich nur sagen! Doch trotz der großen Menge an lizensierten und beileibe nicht billigen Disney-Produkten wurden wir ausgerechnet hier angenehm überrascht: Eine Verkäuferin konnte uns versichern, dass von Kommerzialisierung hier keine Rede sein konnte! So blieb am Ende wenigstens ein kleiner Hoffnungsschimmer, der wie ein Regenbogen über den dunklen Wolken des Kommerz stand.
Abschliessend kann ich nur sagen, dass ich hier mal mit eigenen Augen sehen konnte, dass es gar nicht so leicht ist, der immer wetiter zunehmenden Kommerzialisierung effektiv entegegenzuwirken. Zu oft wird man von dem donquichottesken Gefühl beschlichen, alleine, zu zweit, zu dritt oder auch - wie wir - zu viert, keine Chance zu haben. Moral: Wer gegen Windmühlenflügel kämpft, der ist oft wohl einfach besser beraten, gleich die ganze Mühle zu zerstören. Doch das kann nur funktionieren, wenn wir alle zusammenhalten. Nur dann haben wir noch eine Zukunft. Das ist jetzt sehr pessimistisch. Doch das denke jedenfalls ich. Für einen flammenderen Appell vermisse ich mein Handy leider zu sehr. Lars Austen aus Marne-le-Vallée (proche Paris, Zone 5).
--
* Na gut, hab ich zugegebenermaßen nur einmal gesehen bisher. Aber das musste ich einfach erwähnen.
** wir, das waren neben mir: Nadine & Amelie aus Kiel, sowie Debbie, auch aus Kiel (aber zugereist)
Es ging gleich los mit ner großen Nummer, bei der Autogrammstunde von Winnie Puuh, die gleich am Morgen zwischen zehn und zwölf stattfand. Winnie konnte leider nicht mehr tun als uns zu versichern, dass auch er über die Entwicklung ausgespochen beunruhigt sei. Nur leider läge eben vieles ausserhalb seiner Macht. Er würde sich aber auf jeden Fall für uns einsetzen. Toller Typ, Winnie Puuh: superentspannt, überhaupt keine Allüren! Ließ sich total unkompliziert mit allen fotografieren, auch den Kindern, hatte für jeden ein Lächeln übrig! Er meinte übrigens noch, dass ich alle Leser von "le blog" ganz herzlich grüßen soll. Und dass diese so weiter machen sollten wie bisher.

Bis zur Chance, auf der Prinzessinnen-Parade ein paar andere hochrangige Figuren abzupassen, testeten wir u.a. die drehenden Tassen des verrückten Hutmachers und die Indiana-Jones-Achterbahn. Leider sahen wir unsere Befürchtungen bestätigt und mussten feststellen: Beide sind total durchkommerzialisiert! Peter-Pan-Nimmerlandbahn und Fluch-der-Karibik-Bootstour gingen gerade mal eben so, wobei, da will ich mich nicht entscheiden. Aber die waren auch ganz schön mau.
Bei der Prinzessinnen-Parade am Nachmittag war es schwieriger als erwartet, an die "Stars" heranzukommen. Keiner war so touchy und locker wie noch Winnie Puuh am Morgen. Hier präsentierte sich eine größtenteils neuere Figurengeneration mit einem ganz anderem Selbstverständnis, was das Verhältnis zur Öffentlichkeit angeht. Kaum jemand wollte sich die Blöße geben und wagte es, aus der anonym-amorphen Parademasse herauszutreten, alles dancte nur so an uns vorbei. Zusätzlich erschwert wurde es noch durch die große Menge der schaulustigen Kinder, die schonungslos den Weg dichtmachten. Frustriert zogen wir von dannen, nicht jedoch ohne dabei auch unsere Ellenbogen einzusetzen.
Auf dem Weg zurück ins Adventureland, der u.a. über das Dornröschenschloss führte, schauten wir noch mal bei den sieben Zwergen vorbei. Das war recht hübsch, dunkler Wald, bunte Bilderwelt, ganz gutes Kino. Nur die Hexe machte mir ein wenig Angst.
Der Big Thunder Mountain, eine lustige Bergbahn, überraschte angenehm durch nur wenig Komemrzialität. Nur die Schlangen waren ätzend lang. Den Star-Wars-Simulatur später, es war bereits Abend, hab ich gefressen, weil da ist mir mein Handy abhanden gekommen. Da ich aus diesem Grund etwas befangen bin, möchte ich fairerweise hier lieber keinen Kommentar zum Punkt "Kommerzialisierung" abgeben.
Später am Abend - es wurde dunkel, das Dornröschenschloss in buntes Licht getaucht, für die Muzak-Dauerbeschallung die Tangoplatten ausgepackt - waren wir abschliessend noch shoppen in der sog. "Main Street", a whole lotta shops, kann ich nur sagen! Doch trotz der großen Menge an lizensierten und beileibe nicht billigen Disney-Produkten wurden wir ausgerechnet hier angenehm überrascht: Eine Verkäuferin konnte uns versichern, dass von Kommerzialisierung hier keine Rede sein konnte! So blieb am Ende wenigstens ein kleiner Hoffnungsschimmer, der wie ein Regenbogen über den dunklen Wolken des Kommerz stand.
Abschliessend kann ich nur sagen, dass ich hier mal mit eigenen Augen sehen konnte, dass es gar nicht so leicht ist, der immer wetiter zunehmenden Kommerzialisierung effektiv entegegenzuwirken. Zu oft wird man von dem donquichottesken Gefühl beschlichen, alleine, zu zweit, zu dritt oder auch - wie wir - zu viert, keine Chance zu haben. Moral: Wer gegen Windmühlenflügel kämpft, der ist oft wohl einfach besser beraten, gleich die ganze Mühle zu zerstören. Doch das kann nur funktionieren, wenn wir alle zusammenhalten. Nur dann haben wir noch eine Zukunft. Das ist jetzt sehr pessimistisch. Doch das denke jedenfalls ich. Für einen flammenderen Appell vermisse ich mein Handy leider zu sehr. Lars Austen aus Marne-le-Vallée (proche Paris, Zone 5).
--
* Na gut, hab ich zugegebenermaßen nur einmal gesehen bisher. Aber das musste ich einfach erwähnen.
** wir, das waren neben mir: Nadine & Amelie aus Kiel, sowie Debbie, auch aus Kiel (aber zugereist)
Labels:
Fackdz,
mit Film,
politisches Engagement,
Reisen und Erleben
jeudi, mars 08, 2007
Goin' to where tha flavor is
Und yeah! Le weekend gehts, jedenfalls wenn die französische Post, die mir meine Eintrittskarte zuschickten soll, es zulässt*, str8 in2 Eurodisney! Nur trente** Euros, offre spéciale!! Das ist gut. Weil ich hab eh noch n paar Worte mit Mickey Mouse zu bereden. N paar Takte, wenn ihr versteht was ich meine.
Dafür müssen sich zwar wahrscheinlich die Jungens von der Philosophischen Fakultät des Wunderlandes noch ein wenig länger gedulden, mich mal als Gast zu haben, aber was macht das schon, wenn man dafür eine mutmaßlich authentische Nachstellung des tatsächlichen Wunderlandes zu sehen bekommt! Nicht wahr? Oder? Gibt ansonsten ausserdem sicher noch ne Menge sehenswerter Konzerte vorm endgültigem Abflug, hab ja zum Glück ne immer eins a Quelle.
--
* Post in Paris rechtzeitig: keine Selbstverständlichkeit! Mein Adventskalender war erst im Januar da. Was letztlich noch ging, denn ich konnte ihn ja im Februar gut zum Geburtstags-Countdown gebrauchen.
** trente = dreissig; Fortsetzung meines Französischkurses für Blogleser mit flacher Lernkurve; normal kostet Eurodisney fünfundvierzig (= quarante cinq).
Dafür müssen sich zwar wahrscheinlich die Jungens von der Philosophischen Fakultät des Wunderlandes noch ein wenig länger gedulden, mich mal als Gast zu haben, aber was macht das schon, wenn man dafür eine mutmaßlich authentische Nachstellung des tatsächlichen Wunderlandes zu sehen bekommt! Nicht wahr? Oder? Gibt ansonsten ausserdem sicher noch ne Menge sehenswerter Konzerte vorm endgültigem Abflug, hab ja zum Glück ne immer eins a Quelle.
--
* Post in Paris rechtzeitig: keine Selbstverständlichkeit! Mein Adventskalender war erst im Januar da. Was letztlich noch ging, denn ich konnte ihn ja im Februar gut zum Geburtstags-Countdown gebrauchen.
** trente = dreissig; Fortsetzung meines Französischkurses für Blogleser mit flacher Lernkurve; normal kostet Eurodisney fünfundvierzig (= quarante cinq).
mardi, mars 06, 2007
Ein Zug mit Namen EWOK
Gestern morgen mal was ganz Wahnsinniges gemacht, was ich sonst realiter wie prinzipiell niemals mache: mich in einen vollbesetzten RER*-Zug reingequetscht! Weil ehrlich, da fühlt man sich plötzlich nur noch wie zweitrangig als Lebewesen auf dieser Welt irgendwie. Ein Gefühl, dass ich anderen ja gern mal über den Weg gönne, aber ich selbst muss das nicht unbedingt ertragen. Dass ichs dennoch gemacht hab, liegt daran, dass mein Zug nämlich den geilen Namen "EWOK" trug und ich spontan dachte, das wär ja was, worüber man im Blog mal berichten könnte. Und es klingt ja zugegebenermaßen eher mau, wenn man so sagt: "Fuhr eben EWOK an mir vorbei, ich liess passieren. Lustiger Name, wa?" Und da ich ja eh schon seit geraumer Zeit versuche, mir den Ruf einer Art Pariser embedded Action-Reporters zu erwerben, ich seh mich da so in der Tradition von Kisch oder Hemingway, gab es für mich nur eins: Nichts wie rein mitten in die Scheisse! (Ging auch gut ab da!)
Wer jetzt denkt, EWOK ist sicher ganz alleine auf der Welt, irrt: Es gibt ja auch noch ETUI, PEPE, LADY und nicht zuletzt aber ROMI, JILL und SARA**. Wo ich gestern morgen über Herkunft und Bedeutung der lustigen Namen nur rätseln konnte, bin ich heute abend dank Internet-Recherche aufgeräumt, cool, relaxt und: informiert! Es ist nämlich so: Die RER (Réseau Express Régional) ist ja sowas wie ne S-Bahn, deren Linien, wo die Métro kaum über die Stadtgrenzen kommt, weit ins Pariser Umland hinausreichen und somit auch das bevorzugte Transportmittel der zahlreichen Pendler ist. Zweite Eigenschaft: Wo innerhalb der Stadtgrenzen noch relative linienimmanente Einigkeit besteht, beginnt in der Regel spätestens ab Zone 3 der Linienspliss, der sich in wilden, irrationalen Gabelungen, atemberaubenden Kurven und konterkariert zueinander geführten Strecken ausdrückt. Der Pendler an sich muss ja aber nun, damit nicht alles in Verwirrung aufgeht, seinen Zug als den richtigen unter den im Fünfminutentakt einfahrenden Zügen der selben Linie identifizieren können. Daher bekamen die Züge von den RATP*** Namen in Form vierstelliger Codes, wobei der erste Buchstabe den Zielbahnhof anzeigt und der zweite Hinweis auf den Linienverlauf gibt (bezüglich genauerer Begründungen gaben sich meine Quellen leider sehr bedeckt). Die letzten beiden Buchstaben sind hingegen rein phonetische Ergänzungen, um den Code aussprechbar und eingängig für diwie betreffenden Fahrgäste zu machen. Gute Idee einerseits, find ich, andererseits aber auch irgendwie umständlich. Typisch Französisch halt. Mehr zum Thema RER und Codes (und auch mal wieder meine Quelle) hier.

PS: Was ich bisher noch verschwiegen hatte: Eigentlich hatte ich gestern morgen am Bahnsteig ja die Qual der Wahl, denn kurz vor EWOK fuhr auf der Gegenseite gerade der ULLE (mit Ziel: Laplace) ein. Doch eigentlich fiel die Wahl letztlich gar nicht so schwer, denn abgesehen davon, dass er von mir aus gesehen in die falsche Richtung fuhr, blieb ULLE wieder einmal hinter den Erwartungen zurück, wirkte langsam und schwerfällig. Soviel auch zum Thema Strapazierfähigkeit und Grenzen des Humor-Ansatzes "Wortwitz". Merkt euch das Beispiel gut und lernt, und jammert nicht an mir rum, seid lieber dankbar, denn so ne Bloßstellung gibt sich ja schließlich nicht jeder freiwillig!
--
* RER: kongenialer Kompagnon der Métros - wird n paar Zeilen weiter unten noch ausschweifig genug erklärt!
** Sara: die im übrigen trotz zahlreicher Versprechungen immer noch nicht in Paris war und beklagenswert um dieses Thema herumdruckst.
*** RATP: "Régie Autonome des Transports Parisiens", also quasi die Pariser Verkehrsverbünde.
Wer jetzt denkt, EWOK ist sicher ganz alleine auf der Welt, irrt: Es gibt ja auch noch ETUI, PEPE, LADY und nicht zuletzt aber ROMI, JILL und SARA**. Wo ich gestern morgen über Herkunft und Bedeutung der lustigen Namen nur rätseln konnte, bin ich heute abend dank Internet-Recherche aufgeräumt, cool, relaxt und: informiert! Es ist nämlich so: Die RER (Réseau Express Régional) ist ja sowas wie ne S-Bahn, deren Linien, wo die Métro kaum über die Stadtgrenzen kommt, weit ins Pariser Umland hinausreichen und somit auch das bevorzugte Transportmittel der zahlreichen Pendler ist. Zweite Eigenschaft: Wo innerhalb der Stadtgrenzen noch relative linienimmanente Einigkeit besteht, beginnt in der Regel spätestens ab Zone 3 der Linienspliss, der sich in wilden, irrationalen Gabelungen, atemberaubenden Kurven und konterkariert zueinander geführten Strecken ausdrückt. Der Pendler an sich muss ja aber nun, damit nicht alles in Verwirrung aufgeht, seinen Zug als den richtigen unter den im Fünfminutentakt einfahrenden Zügen der selben Linie identifizieren können. Daher bekamen die Züge von den RATP*** Namen in Form vierstelliger Codes, wobei der erste Buchstabe den Zielbahnhof anzeigt und der zweite Hinweis auf den Linienverlauf gibt (bezüglich genauerer Begründungen gaben sich meine Quellen leider sehr bedeckt). Die letzten beiden Buchstaben sind hingegen rein phonetische Ergänzungen, um den Code aussprechbar und eingängig für diwie betreffenden Fahrgäste zu machen. Gute Idee einerseits, find ich, andererseits aber auch irgendwie umständlich. Typisch Französisch halt. Mehr zum Thema RER und Codes (und auch mal wieder meine Quelle) hier.

PS: Was ich bisher noch verschwiegen hatte: Eigentlich hatte ich gestern morgen am Bahnsteig ja die Qual der Wahl, denn kurz vor EWOK fuhr auf der Gegenseite gerade der ULLE (mit Ziel: Laplace) ein. Doch eigentlich fiel die Wahl letztlich gar nicht so schwer, denn abgesehen davon, dass er von mir aus gesehen in die falsche Richtung fuhr, blieb ULLE wieder einmal hinter den Erwartungen zurück, wirkte langsam und schwerfällig. Soviel auch zum Thema Strapazierfähigkeit und Grenzen des Humor-Ansatzes "Wortwitz". Merkt euch das Beispiel gut und lernt, und jammert nicht an mir rum, seid lieber dankbar, denn so ne Bloßstellung gibt sich ja schließlich nicht jeder freiwillig!
--
* RER: kongenialer Kompagnon der Métros - wird n paar Zeilen weiter unten noch ausschweifig genug erklärt!
** Sara: die im übrigen trotz zahlreicher Versprechungen immer noch nicht in Paris war und beklagenswert um dieses Thema herumdruckst.
*** RATP: "Régie Autonome des Transports Parisiens", also quasi die Pariser Verkehrsverbünde.
Labels:
Fackdz,
Kieler Tusen,
la vie quotidienne,
misc,
Paris Trivia
samedi, mars 03, 2007
Buch gekauft!
Prominente Unterstützung aus Amerika zur Konsolidierung meines Französisch eingeholt: Hab mir gestern im FNAC* "Anges et Démons" von Dan Brown gekauft und bin auch gleich mal gespannt, wie weit ich damit komme. Wurde dann doch nicht der anvisierte "Techno-Umwelt-Thriller" (O-Ton Agenda), aber Illuminaten sollte man ja auch nicht von der Bettkante stoßen. Und jemandem, der ein Buch mit Tom Hanks in der Hauptrolle geschrieben hat, auf jeden Fall Vertrauen schenken, oder nicht? Zumal, a propos Illuminaten: Wisst ihr, der wievielte gestern war? Hähäh ja, ne, da konnte ich ja nicht anders und musste einfach! Und dachte mir so: Techno hin, Umwelt her, Dan Brown egal - DAS ist es!
--
* Wieder eine dieser Abkürzungen: steht für "Fédération Nationale d'Achats pour Cadres". Das hiesse zwar, wenn ichs richtig übersetze, dass da nur Führungskräfte einkaufen dürfen, aber ich glaube, das kann man ruhig ignorieren. Was Franzosen eben nicht alles so reden. Ist jedenfalls nichts viel Anderes als der französische Mediamarkt, minus Haushaltswaren und Oliver Pocher, und plus Bücher.
--
* Wieder eine dieser Abkürzungen: steht für "Fédération Nationale d'Achats pour Cadres". Das hiesse zwar, wenn ichs richtig übersetze, dass da nur Führungskräfte einkaufen dürfen, aber ich glaube, das kann man ruhig ignorieren. Was Franzosen eben nicht alles so reden. Ist jedenfalls nichts viel Anderes als der französische Mediamarkt, minus Haushaltswaren und Oliver Pocher, und plus Bücher.
vendredi, mars 02, 2007
Bereits zu fast 73% Pariser
Passend zum im letzten Post angebrochenen Thema "Immersion in fremde Kulturen"* möchte ich an dieser Stelle mein Ergebnis des "Können Sie Pariserisch?"-Reisequiz von Spiegel Online vorstellen, dem ich mich heute morgen gestellt habe. In der Spiegel-Online-Redaktion einigte man sich auf eine Einordnung meiner Paris-Kenntnisse wie folgt:
"Sie haben 8 von 11 Punkten.
Félicitations, das war phantastique. Ihre Paris-Kenntnisse können sich sehen lassen – und hören. Am meisten lernt man ohnehin über eine Stadt, wenn man sich mit Einheimischen unterhält. Aber das wissen Sie ja längst. Oder Sie sind selbst einer."
Ja, oder eben so. Hihihi!
PS: Man schreibt es im übrigen "fantastique", seulement avec un f, ihr Spiegeltrottel!
--
* Ursprünglich ja sogar mal als Thema des gesamten Blogs angelegt, aber inzwischen haben reine Schenkelklopfer-Posts und langweiligste Alltagsbetrachtungen dessen Platz eingenommen. Passt z.B. mal auf, was als Nächstes kommt!
"Sie haben 8 von 11 Punkten.
Félicitations, das war phantastique. Ihre Paris-Kenntnisse können sich sehen lassen – und hören. Am meisten lernt man ohnehin über eine Stadt, wenn man sich mit Einheimischen unterhält. Aber das wissen Sie ja längst. Oder Sie sind selbst einer."
Ja, oder eben so. Hihihi!
PS: Man schreibt es im übrigen "fantastique", seulement avec un f, ihr Spiegeltrottel!
--
* Ursprünglich ja sogar mal als Thema des gesamten Blogs angelegt, aber inzwischen haben reine Schenkelklopfer-Posts und langweiligste Alltagsbetrachtungen dessen Platz eingenommen. Passt z.B. mal auf, was als Nächstes kommt!
mercredi, février 28, 2007
Ich und Babylon
Der Bäcker macht's. Seit heute hab ichs endlich endgültig drinne: Es heisst "la baguette". Zwar ist der Groschen theoretisch schon etwas länger gefallen. Aber man muss ja auch immer erst mal genau erkennen können, auf welche Seite.
lundi, février 26, 2007
Geburtstag vorgestern
Was ich euch desweiteren weder vorenthalten will noch kann, sind diese Ausschnitte aus der französischen Knight-Rider-Folge, die wir uns nach dem (wie ich meine) auch unter Schneider-Freunden etwas unterschätzten "Texas" und dem entnervenden Beginn der "César"-Verleihungen (französischer Filmpreis, der den Oscar nachstellt; u.a. bekam Jude Law von Juliette Binoche einen Preis für - wies schien - Anwesenheit und die Beantwortung der Frage, wofür er den französischen Film so sehr schätzt) ebenfalls reintaten.
Danke übrigens überhaupt noch für die vielen Glückwünsche, hat mich sehr gefreut! Alle Karten sind mittlerweile durchgelesen und korrigiert, die Ergebnisse erhaltet ihr zeitnah.
Danke übrigens überhaupt noch für die vielen Glückwünsche, hat mich sehr gefreut! Alle Karten sind mittlerweile durchgelesen und korrigiert, die Ergebnisse erhaltet ihr zeitnah.
Labels:
Kultur und Einen Draufmachen,
misc,
mit Film
dimanche, février 25, 2007
Geburtstag gestern
Und hier das erste Bild meiner zünftigen Geburtstagsfeier gestern! Ich trag mal wieder meine geschmacklich umstrittene Zwei-Hemd-Kombi (doppelt Wärme -> noch krank!) und versuche ansonsten, noch einmal an mein längst überwunden geglaubtes Führerscheinbild 1997 anzuknüpfen.
Janusköpfiger Frühlingsbote
vendredi, février 23, 2007
Kandinsky plus Dimension vier
Hallo alle, ich war im Centre Pompidou und dachte dort, man soll Bilder nicht immer fotografieren, man kann auch filmen, auf Fotos geht ja immer so viel verloren.
Bei Kandinsky "Mit dem schwarzen Bogen" (1912) setz ich einfach mal 33 Sekunden Betrachtungsdauer voraus, inklusive Anmoderation. Viel Spaß!
PS: Ich hab ja heute auch Geburtstag. Wie findet ihr das?
PPS: Ich finds gut, dass wir die Dimensionen durchnumeriert haben, das macht sie menschlich und irgendwie begreiflich.
Bei Kandinsky "Mit dem schwarzen Bogen" (1912) setz ich einfach mal 33 Sekunden Betrachtungsdauer voraus, inklusive Anmoderation. Viel Spaß!
PS: Ich hab ja heute auch Geburtstag. Wie findet ihr das?
PPS: Ich finds gut, dass wir die Dimensionen durchnumeriert haben, das macht sie menschlich und irgendwie begreiflich.
jeudi, février 22, 2007
Une visite guidée à la Sorbonne
(oder: Ein Kreis schliesst sich dank einer mehr als nur langweiligen Überschrift)
Und am Samstagmorgen waren wir dann mal unsere eigene Universität besichtigen. Jaja richtig, hier geht das, das alte Sorbonne-Gebäude hat sich eine historische Abgehangenheit und veritable Musealität bewahrt, der mit der plumpen Nennung von Jahreszahlen sicher nur unzureichend Genüge getan werden würde. Ich sach trotzdem mal: 1257. Daher war sich dann von uns auch keiner zu schade, bereits um zehne in der Früh auf dem Hof der Sorbonne bereit zu stehen, um sich hier mal nach allen Regeln der Kunst durchführen zu lassen. Zumal noch angekündigt war, dass bei der Führung auch Räume in die Besichtigung integriert werden würden, die nicht zum alltäglichen Kanon des durchschnittlichen Sorbonne-Benutzers gehören. "Eigentlich verboten", das klang doch gut, denn das reizte mich schon als Kind am meisten. Das roch nach Kammer des Schreckens und nach Bernsteinzimmern, vollständig mit Schokolade glasiert! Und der Clou: Für Sorbonne-Studenten, also damit mein ich uns ureigene Eigengewächse, wars auch noch umsonst!
Mit Abenteuer oder Schoki lief dann aber doch nix, die Franzosen hatten sich wohl im letzten Augenblick für die biedere Variante entschieden. Diejenige, die einen entlang an wenig meisterlichen, aber dafür ordentlich großen Gemälden, durch Gänge und Treppenhäuser mit Fleures de Lys und teils auch weniger offensichtlichen Verzierungen führen sollte, begleitet von jeder Menge abgehangener Schnurren rund um die Zeit des Zweiten Weltkriegs und, natürlich: der Französischen Revolution! Vorgetragen (auf Französisch!) von einem Mann, der in Bartwuchs, Kopfform und Frisur entfernt, aber dennoch irritierend an Kurt Beck erinnerte. Sicher, sicher, war auch so nich so ganz schlecht, das alles, ginge schlimmer. Aber es hätte eben auch ganz anders sein können. Wieso bloß ist es niemals anders, wieso?! Wessen Gesetz und Befehl ist es, dass die Selbstdefinition des Erwachsenseins die fundamentale Ernüchterung der Kindheit zu sein scheint?
Posh dann allerdings schon das "Grand Amphithéathre*" (s. Foto; Draufklicken, ums groß zu sehen!). Dort, liebe Freunde der Sonne, wurde wirklich ganze Arbeit geleistet, kein Quadratzentimeter blieb ungenutzt! Wo es nicht protzte, da prunkte es eben, wo nicht die Blicke der steinernen Universitätsväter ruhten, da war eben noch Platz für eine Trikolore oder das Abfeiern der Wissenschaft im Allgemeinen! Herkömmliche Vorlesungen finden dort allerdings schon lange nicht mehr statt - das "Grand Amphithéatre" ist gleichsam die Galauniform der Sorbonne und wird genutzt für Examensverabschiedungen, Empfänge, Konzerte und Konferenzen. Und so weiter natürlich. Rund 1300 Menschen fasst der Saal in Vollbesetzung! Nur halb so groß wie das Grand Rex, mag da vielleicht manch ein Kenner dieses Blogs vorschnell denken. Jaja, schon wahr, schon richtig! Aber auch 1300, auch das ist Holz, auch da muss man ja nun mal überhaupt hinkommen!

Auch die abschliessend besuchte Universitätskapelle "Ste. Ursule", erbaut 1635 in Auftrag Kardinal Richelieus, war OK. Sie ist im übrigen zugleich Wahrzeichen und Wappen der Sorbonne; auch ich hab auf meiner Carte d'Étudiant oben rechts die charakteristische Fassade mit dem schönen Kuppeldach! Innen gabs neben der inversen Kuppel und dem recht eindrucksvollen Grabmal Richelieus dann zumindest für meinen Laienblick nicht mehr allzu viel zu sehen, was sicherlich auch den anscheinend gerade halbwegs intensiv** betriebenen Restaurations- und Reparaturarbeiten gezollt war.

Übrigens, das wichtigste und coolste Fact fällt mir erst ganz zum Schluss ein: Wenn man in Frankreich über die Sorbonne spricht, sagt man nicht etwa "à la Sorbonne", wie mans eben bei jeder anderen beliebigen Feld-Wald'n'Wiesen-Universität machen würde, sondern man sagt: "en Sorbonne". Und damit besteht ab jetzt nicht nur ein unterirdischer linguistischer Geheimtunnel zwischen Gelsenkirchen und Paris, sondern schliesst sich auch noch ganz wunderbar ein Kreis, der ganz oben bei der zugegebenermaßen für sich alleine schnarchöden Überschrift begann. So, und jetzt muss ich aus dem Zimmer, wird gleich saubergemacht hier.

PS: Trotz Paris hier, Paris da - wichtiger ists, zur heutigen Leselounge in Kiel zu gehen! Das findet auch die diese organisierende Daniela.
--
* Amphithéatre: frankophon für "Hörsaal".
** In Frankreich täuscht der äussere Schein da manchmal; es sah eben ein wenig aus wie auf ner Baustelle, teils abgesperrt, teils verklebt bzw. abgedeckt. Eben so, als stünden umfassende Reparaturen und Restaurationen unmittelbar bevor. Andererseits sahen einige zur Abdeckung verwendete Pappen bereits besorgniserregend intensiv durchgerottet aus.
Mit Abenteuer oder Schoki lief dann aber doch nix, die Franzosen hatten sich wohl im letzten Augenblick für die biedere Variante entschieden. Diejenige, die einen entlang an wenig meisterlichen, aber dafür ordentlich großen Gemälden, durch Gänge und Treppenhäuser mit Fleures de Lys und teils auch weniger offensichtlichen Verzierungen führen sollte, begleitet von jeder Menge abgehangener Schnurren rund um die Zeit des Zweiten Weltkriegs und, natürlich: der Französischen Revolution! Vorgetragen (auf Französisch!) von einem Mann, der in Bartwuchs, Kopfform und Frisur entfernt, aber dennoch irritierend an Kurt Beck erinnerte. Sicher, sicher, war auch so nich so ganz schlecht, das alles, ginge schlimmer. Aber es hätte eben auch ganz anders sein können. Wieso bloß ist es niemals anders, wieso?! Wessen Gesetz und Befehl ist es, dass die Selbstdefinition des Erwachsenseins die fundamentale Ernüchterung der Kindheit zu sein scheint?
Posh dann allerdings schon das "Grand Amphithéathre*" (s. Foto; Draufklicken, ums groß zu sehen!). Dort, liebe Freunde der Sonne, wurde wirklich ganze Arbeit geleistet, kein Quadratzentimeter blieb ungenutzt! Wo es nicht protzte, da prunkte es eben, wo nicht die Blicke der steinernen Universitätsväter ruhten, da war eben noch Platz für eine Trikolore oder das Abfeiern der Wissenschaft im Allgemeinen! Herkömmliche Vorlesungen finden dort allerdings schon lange nicht mehr statt - das "Grand Amphithéatre" ist gleichsam die Galauniform der Sorbonne und wird genutzt für Examensverabschiedungen, Empfänge, Konzerte und Konferenzen. Und so weiter natürlich. Rund 1300 Menschen fasst der Saal in Vollbesetzung! Nur halb so groß wie das Grand Rex, mag da vielleicht manch ein Kenner dieses Blogs vorschnell denken. Jaja, schon wahr, schon richtig! Aber auch 1300, auch das ist Holz, auch da muss man ja nun mal überhaupt hinkommen!

Auch die abschliessend besuchte Universitätskapelle "Ste. Ursule", erbaut 1635 in Auftrag Kardinal Richelieus, war OK. Sie ist im übrigen zugleich Wahrzeichen und Wappen der Sorbonne; auch ich hab auf meiner Carte d'Étudiant oben rechts die charakteristische Fassade mit dem schönen Kuppeldach! Innen gabs neben der inversen Kuppel und dem recht eindrucksvollen Grabmal Richelieus dann zumindest für meinen Laienblick nicht mehr allzu viel zu sehen, was sicherlich auch den anscheinend gerade halbwegs intensiv** betriebenen Restaurations- und Reparaturarbeiten gezollt war.

Übrigens, das wichtigste und coolste Fact fällt mir erst ganz zum Schluss ein: Wenn man in Frankreich über die Sorbonne spricht, sagt man nicht etwa "à la Sorbonne", wie mans eben bei jeder anderen beliebigen Feld-Wald'n'Wiesen-Universität machen würde, sondern man sagt: "en Sorbonne". Und damit besteht ab jetzt nicht nur ein unterirdischer linguistischer Geheimtunnel zwischen Gelsenkirchen und Paris, sondern schliesst sich auch noch ganz wunderbar ein Kreis, der ganz oben bei der zugegebenermaßen für sich alleine schnarchöden Überschrift begann. So, und jetzt muss ich aus dem Zimmer, wird gleich saubergemacht hier.

PS: Trotz Paris hier, Paris da - wichtiger ists, zur heutigen Leselounge in Kiel zu gehen! Das findet auch die diese organisierende Daniela.
--
* Amphithéatre: frankophon für "Hörsaal".
** In Frankreich täuscht der äussere Schein da manchmal; es sah eben ein wenig aus wie auf ner Baustelle, teils abgesperrt, teils verklebt bzw. abgedeckt. Eben so, als stünden umfassende Reparaturen und Restaurationen unmittelbar bevor. Andererseits sahen einige zur Abdeckung verwendete Pappen bereits besorgniserregend intensiv durchgerottet aus.
mardi, février 20, 2007
NEUNEUNEU: Jetzt noch mehr Übersicht durch das "Agenda"-Fenster rechts!! Und: noch MEHR!!! Alten eh is DAS vielleicht modernes Bloggen!!
Und wieder einen richtigen Schritt in Richtung Leserorientierung gemacht! Ab jetzt gibt es in der Spalte rechts ein "Agenda"-Fenster, in dem zukünftige zu verbloggende Aktivitäten aufgeführt werden bzw. das Scheitern der Verbloggung zumindest indirekt beobachtet werden kann. Doch das ist noch nicht der ganze Clou: Durchgestrichene, also "gestrikte" Tasks sollen unmittelbar oder zumindest bald bevorstehende Posts ankündigen (oder aber deren Scheitern!). So ist also nicht nur der Blogger selbst, sondern auch der Leser zumindest ein wenig schlau. Na wenn das nicht was ist!
Hab mir ausserdem erlaubt, mit Hilfe von Photoshop und einem GIF-Editor eine nervige Animation ins Portraitfenster einzufügen, die auch den noch so ausgeglichenen Leser innert weniger Minuten todsicher völlig kirre machen wird! Lasse sie aber trotzdem mal n paar Tage stehen. Bleibt man überhaupt "wenige Minuten" im "leblog"? Ich weiss es nicht.
Beachtet ausserdem die neuen Links in der "Beyond tha Bloggosphere"-Sektion. Ist für euch sicherlich eher wenig aufregend Neues dabei, aber ich versuche auf jeden Fall, sie in Zukunft noch um das eine oder andere Interessante zu erweitern und bin natürlich für Winke mittem Zaun auch weiterhin gerne zu haben!
Hab mir ausserdem erlaubt, mit Hilfe von Photoshop und einem GIF-Editor eine nervige Animation ins Portraitfenster einzufügen, die auch den noch so ausgeglichenen Leser innert weniger Minuten todsicher völlig kirre machen wird! Lasse sie aber trotzdem mal n paar Tage stehen. Bleibt man überhaupt "wenige Minuten" im "leblog"? Ich weiss es nicht.
Beachtet ausserdem die neuen Links in der "Beyond tha Bloggosphere"-Sektion. Ist für euch sicherlich eher wenig aufregend Neues dabei, aber ich versuche auf jeden Fall, sie in Zukunft noch um das eine oder andere Interessante zu erweitern und bin natürlich für Winke mittem Zaun auch weiterhin gerne zu haben!
jeudi, février 15, 2007
Von nun an gehts bergab:
Bergfest mit Nadine & Amelie
Halbe Zeit Paris jetzt rum - das sind so Gefühle, wo man nur schwer beschreiben kann. Die zugehörige Feier am gestrigen Abend hingegen ist schnell und unkompliziert auf eine einfache Formel gebracht: Abwechselnd immer wieder die beiden größten Hits von "Toto" gehört, dann "Get rich or die trying" mit und ich glaub auch von 50 Cent gesehen.
"Toto", das ist, ich würd sagen, Heroic Keyboard Softrock von dicken gealterten Muckern, die ihren Stil allerdings selbst gerne als "Adult Oriented Rock" euphemisieren. "Toto" zeichnen verantwortlich für Welthits wie "Rosanna", "Hold The Line" und "Africa" (letztere beide auf unserer Tracklist!), nicht zuletzt aber auch "Stop Loving You". Ich möchte mich an dieser Stelle übrigens einmal explizit gegen die diskriminierende Defacto-Ausgrenzung des Soft Rock aus dem Kanon der zeitgenössischen Popkultur aussprechen, und mich, nun wo das erledigt ist, auch noch einmal an die Band selbst wenden: "Adult Oriented Rock", liebe "Toto" - ehrlich, das klingt doch wie ein anderes Wort für Porno-Mucke. Sprecht es doch aus wie es ist: Soft Rock. Das tut gut! Lord Voldemort. Ficken. So soll es sein! "Toto" spielen am 26. März 2007 übrigens im Pariser Zenith, und ich glaub, es gibt noch Karten.
"Get Rich Or Die Trying" danach war ein wichtiger Film, denn er zeigte uns, dass es im Leben in echt immer vor allem um eins gehen muss: Respekt. Das, muss ich nun zugeben, hat uns zuerst doch etwas auf dem falschen Fuß erwischt. Inzwischen können wir uns aber, und ich spreche da wohl für uns alle, einigermassen gut mit dieser Wahrheit arrangieren.
Am Ende bleibt also nur noch die Frage: Kann man ein Bergfest nicht auch schöner verbringen als mit Musik von "Toto" und einem 50-Cent-Film? Die Antwort lautet: Weissgott, ja! Aber: Wieso sollte man eigentlich?
Und hier ein weiterer wichtiger Film:
"Toto", das ist, ich würd sagen, Heroic Keyboard Softrock von dicken gealterten Muckern, die ihren Stil allerdings selbst gerne als "Adult Oriented Rock" euphemisieren. "Toto" zeichnen verantwortlich für Welthits wie "Rosanna", "Hold The Line" und "Africa" (letztere beide auf unserer Tracklist!), nicht zuletzt aber auch "Stop Loving You". Ich möchte mich an dieser Stelle übrigens einmal explizit gegen die diskriminierende Defacto-Ausgrenzung des Soft Rock aus dem Kanon der zeitgenössischen Popkultur aussprechen, und mich, nun wo das erledigt ist, auch noch einmal an die Band selbst wenden: "Adult Oriented Rock", liebe "Toto" - ehrlich, das klingt doch wie ein anderes Wort für Porno-Mucke. Sprecht es doch aus wie es ist: Soft Rock. Das tut gut! Lord Voldemort. Ficken. So soll es sein! "Toto" spielen am 26. März 2007 übrigens im Pariser Zenith, und ich glaub, es gibt noch Karten.
"Get Rich Or Die Trying" danach war ein wichtiger Film, denn er zeigte uns, dass es im Leben in echt immer vor allem um eins gehen muss: Respekt. Das, muss ich nun zugeben, hat uns zuerst doch etwas auf dem falschen Fuß erwischt. Inzwischen können wir uns aber, und ich spreche da wohl für uns alle, einigermassen gut mit dieser Wahrheit arrangieren.
Am Ende bleibt also nur noch die Frage: Kann man ein Bergfest nicht auch schöner verbringen als mit Musik von "Toto" und einem 50-Cent-Film? Die Antwort lautet: Weissgott, ja! Aber: Wieso sollte man eigentlich?
Und hier ein weiterer wichtiger Film:
Eine weitere Geschichte von vielen, die die Großstadt schrieb
Und das ist Franck, die rollende Colaflasche. Schon früh schien Franck ganz oben angekommen zu sein, doch dann ging es irgendwie nicht richtig weiter, und nun fühlt Franck sich leer und ausgebrannt. Die Bitterkeit seines ihm wie vorgefertigt erscheinenden Daseins blieb an ihm haften wie der Staub der Großstadt an den Krawatten der Chefetagen. Franck, Ausfallprodukt einer Kultur, die nicht mal mehr einen Teufel noch gibt. Franck, nur eine Colaflasche unter vielen. Ausgetrunken. Weggeworfen.
Nur eine Geschichte von vielen in einer großen Stadt
Das ist Lambert, das quietschende Rolltreppenlaufband der Station Gambetta. Lambert rollt und quietscht den ganzen Tag und regt sich wie wahnsinnig über die Gesellschaft und die Politiker auf, die immer alles kaputt machen müssen. Nur Dienstag- und Donnerstagabend, da geht Lambert in den Fight Club.
mercredi, février 14, 2007
Bergfest!!
Viereinhalb Monate um! Genau die Hälfte! Und noch viereinhalb im Sinn! Von den fälligen Feiereien werd ich vermutlich morgen oder übermorgen Erfolgsmeldung geben können. Bis dahin nehme ich eure Gratulationen gerne entgegen. A propos: Ich hab ja auch bald Geburtstag!
mardi, février 13, 2007
Uni-News (2)
lundi, février 12, 2007
Uni-News
Und dann hat übrigens auch noch das neue Semester begonnen, heute morgen hatte ich z.B. bereits ne Veranstaltung zu "Littérature et Cinéma". Doch dazu später mehr, muss erstmal überhaupt meinen Stundenplan zusammenstellen.
Wie man in die Toilette bei Starbucks, Boulevard St. Michel, hineinkommt
In den meisten Pariser Restaurants und Cafés der Systemgastronomie benötigt man für die Toilette nen Türcode, der einem nur gegen Kauf eines Kulinariums per Bon verraten wird. Heute morgen hab ich das exklusiv für euch, die Leser von "le blog", mal bei Starbucks, 13 Boulevard St. Michel gefilmt. Die Zahlenkombination lautet dort: 3525 5 (für den Fall, dass ihr in Paris mal müsst).
Und noch ein Insidertipp: Um die heiligen Hallen des Verdauungsabschlusses im McDonald's am Jardin de Luxembourg (ein paar hundert Meter weiter den Boulevard St. Michel hoch) zu betreten, gebt ihr einfach ein: 11111*. Jetzt ist es raus. Ob man mir dafür wohl was kann?
--
* fast wie bei Spaceballs; Starbucks, McDonald's, Spaceballs: alles das Gleiche!
Und noch ein Insidertipp: Um die heiligen Hallen des Verdauungsabschlusses im McDonald's am Jardin de Luxembourg (ein paar hundert Meter weiter den Boulevard St. Michel hoch) zu betreten, gebt ihr einfach ein: 11111*. Jetzt ist es raus. Ob man mir dafür wohl was kann?
--
* fast wie bei Spaceballs; Starbucks, McDonald's, Spaceballs: alles das Gleiche!
Labels:
la vie quotidienne,
misc,
mit Film,
Paris Trivia,
Reisen und Erleben
dimanche, février 11, 2007
Lustiges Frankreich (3)
Chevallier und Laspalès: das gegenwärtig beliebteste Komikerduo Frankreichs! Weil sie wieder auf Tour sind, sieht man ihre neunmallustigen Gesichter zur Zeit ständig herausfordernd von den Wänden runterschauen. Um euch auch daran teilhaben zu lassen, hab ich bei youtube mal n Video rausgesucht. Fragt mich bitte nicht, was die sagen oder obs lustig ist, ich versteh kein Wort (ausser "racisme"). Ich genieße es aber schon, zwei Menschen, deren Sprache ich nicht verstehe, das international gültige Gestik-Mimik-Rundum-Grundpaket der Komik auspacken zu sehen, und ab und zu lacht das Publikum mal mehr, mal weniger hysterisch.
Und noch eine Zusatzinformation: Der linke, also, ich vermute nach meinen Beobachtungen mal: "schlauere" Part des Duos, Chevallier macht neben seiner komischen Tätigkeit auch in erotischen Fotografien.
Und noch eine Zusatzinformation: Der linke, also, ich vermute nach meinen Beobachtungen mal: "schlauere" Part des Duos, Chevallier macht neben seiner komischen Tätigkeit auch in erotischen Fotografien.
Zusammenfassung #4:
Und dann
Ich glaub, ich hör jetzt mal auf mit den Zusammenfassungen, will von nun an mehr nach vorne schauen. Nur so viel noch: Hab noch was mit Freunden unternommen. In der letzten Woche allerdings weniger in den Tag hinein als zuvor, sondern schon mit Stift und Terminplaner. A propos: Ich wil mir ja noch einen neuen kaufen. Am 7. dann Abflug: Auf dem Hamburger Flughafen fiels mir nach dem Quick-Checkin schwer, den Gepäckabgabeschalter zu finden, weil da so sehr keine Spur von Schlange war. Nadine, die den selben Flug zurück nach Paris nahm, half mir da etwas, was nicht bedeuten soll, dass ichs mit etwas mehr Zeit nicht auch selbst gefunden hätte. Wir waren eine Stunde zu früh im Boarding-Bereich. Der Flug startete rechtzeitig und verlief reibungslos. Nur das Flügelwackeln beim Landen können sich die Piloten einfach nicht abgewöhnen, ich werd noch verrückt! In Paris schien derweil die Zeit stehengeblieben zu sein - alle Weihnachtsdekoration hing noch. Erst im Laufe der Woche fing man an, sie hier und da abzunehmen, allerdings nicht ganz bei der Sache, erst gestern hab ich die weihnachtlich geschmückte Linie 3 in der Station Malesherbes gesichtet (Foto aus dem Archiv).

Und die Uni hier ist gar nicht so toll, zumindest in den Diszplinen, die ich bzw. die anderen Deutschen besuchen. Die Studenten sind bloß fleißiger. Ansonsten ists wie in der Schule, die Inhalte werden superflach und unkritisch präsentiert, meist sogar im wörtlich-schulischen Sinne diktiert, und zumindest die älteren Professoren geraten richtig ins Schwimmen, wenn jemand mal etwas kritischer nachhakt (hat einer der deutschen Austauschstudenten mal gemacht, war gut!). Ähnliches hört man auch von den Kunstgeschichtlern: Niveau flach, Dozenten schlecht vorbereitet, aber die Studenten lernen superviel. Bei uns in den Études Germaniques sind aber wenigstens alle supernett und unglaublich entgegenkommend: Da wir nicht aus dem hier praktizierten LMD-System (entsprechend dem Bachelor-Master-System) stammen, werden bezüglich der Leistungsnachweise sämtliche Freiheiten gewährt und dürfen Hausarbeiten schreiben wie wir sie für Kiel benötigen, ohne besondere Abgabefrist. Auch die Studenten sind supernett, auch wenn die Kontakte eher oberflächlich bleiben. Was vielleicht auch daran liegt, dass wir einfach zu viele Deutsche sind (teilweise der halbe Kurs, ein Fünferkurs über Hölderlin sogar völlig) und man ja doch eher zu Grüppchenbildung neigt. Vielleicht ja aber auch an denen, man weiss es nicht. So, und diesen Absatz hier kann ich, glaub ich, ohne große Änderungen auch in meinen Erfahrungsbericht übernemen.

Und die Uni hier ist gar nicht so toll, zumindest in den Diszplinen, die ich bzw. die anderen Deutschen besuchen. Die Studenten sind bloß fleißiger. Ansonsten ists wie in der Schule, die Inhalte werden superflach und unkritisch präsentiert, meist sogar im wörtlich-schulischen Sinne diktiert, und zumindest die älteren Professoren geraten richtig ins Schwimmen, wenn jemand mal etwas kritischer nachhakt (hat einer der deutschen Austauschstudenten mal gemacht, war gut!). Ähnliches hört man auch von den Kunstgeschichtlern: Niveau flach, Dozenten schlecht vorbereitet, aber die Studenten lernen superviel. Bei uns in den Études Germaniques sind aber wenigstens alle supernett und unglaublich entgegenkommend: Da wir nicht aus dem hier praktizierten LMD-System (entsprechend dem Bachelor-Master-System) stammen, werden bezüglich der Leistungsnachweise sämtliche Freiheiten gewährt und dürfen Hausarbeiten schreiben wie wir sie für Kiel benötigen, ohne besondere Abgabefrist. Auch die Studenten sind supernett, auch wenn die Kontakte eher oberflächlich bleiben. Was vielleicht auch daran liegt, dass wir einfach zu viele Deutsche sind (teilweise der halbe Kurs, ein Fünferkurs über Hölderlin sogar völlig) und man ja doch eher zu Grüppchenbildung neigt. Vielleicht ja aber auch an denen, man weiss es nicht. So, und diesen Absatz hier kann ich, glaub ich, ohne große Änderungen auch in meinen Erfahrungsbericht übernemen.
jeudi, février 08, 2007
Kafka-Franze und ich
Ich geh dann jetzt mal los zur Bibliothek, es ist eh schon lange Zeit. Denn eigentlich sollte ich ja schon seit ungefähr drei Wochen, spätestens aber zwei Wochen an meiner geplanten Hausarbeit* arbeiten. Bei allem, was man sonst so über die Uni hier sagen kann**: Ein benoteter Schein von der großen Sorbonne wär schon fein, bringt ja nun auch wirklich nicht jedermann aus Paris mit. Z.B. ihr nicht. Hähäh! Aber ihr seid ja auch nie hier. Das Thema sollte ungefähr heissen: "Fragmentarik und fragmentarische Sichtweisen in irgendnem beliebigen Werk, vorzugsweise Fragment, vorzugsweise von Hugo von Hofmannsthal oder irgendnem anderen verdammten Autor aus dem Wien oder Prag der Frühen Moderne". Klingt gut, wa? Und das beste ist: Ich habs mir selbst ausgedacht!
Doch nun: It's ole brothah Schlendrian again***! Weiss auch nicht, wie. Vielleicht ja immer noch der Frust durch Textverlust****. Seit Mitte Januar pausiert die Uni andererseits nun schon. Semesterferien bereits im Januar, werdet ihr jetzt sicher denken - überlegenes Modell Frankreich, alles schon gesagt in dreieinhalb Monaten! Doch nee, ganz so krass isses auch nich**. Denn Anfang nächster Woche gehts schon weiter mit dem Sommer- oder aber Frühjahrs-Semester - wg. Trimester-Aufteilung (glaub ich*****). Eigentlich wollt ich mir nach Semesterende bloss ne kleine Krankheitsauszeit nehmen, und dann noch ein wenig Zeit zum Ausspannen und Kulturangebote wahrnehmen. Die Geschichte mit der Krankheit ist mir mit einem grippalen Infekt, der anschliessend noch in Magen-Darm-Seuche hinüberglitt, glaub ich auch ganz gut gelungen. Und mit der Kultur funktionierte es anfangs auch ganz gut. Doch dann muss ich, ich weiss nicht mehr wo, irgendwie ausgeglitten sein und bin seither auch nicht mehr aufgestanden. Steckengeblieben im Freizeit-Sumpf Paris. Geht schlimmer, ich gebs ja zu. Wenigstens ragt noch der Eiffelturm in den grauen Himmel meiner Depression!
Was das alles mit Franz Kafka zu tun hat? Nun ja, ich lese ja auf meiner Suche nach einem geeigneten Text gerade zur Inspiration nen Aufsatz über Kafkas Fragmente und sehe zwischen dem Genie und mir durchaus Parallelen: große Pläne, ausladende, allumfassende Entwürfe, und am Ende läuft es nach Phasen ekstatischer Inspiration doch immer wieder auf Kapitulation vor der Größe der Aufgabe und das Hinterlassen von Text-Torsi hinaus. Ich bin ein Kafka der Neueren Deutschen Literaturwissenschaft! Oder aber, wenn man vielleicht berücksichtigt, dass meinen Arbeiten das Kafkaeske größtenteils abgeht, zumindest: ein Franzmann der Neueren Deutschen Literaturwissenschaft. Das wenigstens das kann mir keiner nehmen: Denn mit den Franzmännern kenn ich mich mittlerweile ja nun zur Genüge aus!
--
* Nee, nicht auf Französisch - ich darf auf Deutsch!
** Das vermeintlich Rosige französischer Universitäten: demnächst kritischer im Blick in diesem Blog! Aber Hallo! In Zusammenfassung #4, oder #5, oder so.
*** Hello, ole Brothah Schlendrian!!
**** Ursprünglich wars ja nur Hofmannsthal & das "Andreas"-Fragment, doch dann brachte mich ein französischer Kommilitone mit einem brillanten, superausführlichen Referat in der letzten Seminarssitzung mich um ca. 50% meiner möglichen Thesen, und somit meinen Text. Gibt allerdings noch haufenweise andere Fragmente in der Moderne.
***** Zwischen Juli und Oktober gibts dann zwar erstmal keine geistige Nahrung mehr. Aber ich glaub, das haut trotzdem ungefähr hinne, denn: Dreiteilung schon eindeutig erkennbar wa?
Doch nun: It's ole brothah Schlendrian again***! Weiss auch nicht, wie. Vielleicht ja immer noch der Frust durch Textverlust****. Seit Mitte Januar pausiert die Uni andererseits nun schon. Semesterferien bereits im Januar, werdet ihr jetzt sicher denken - überlegenes Modell Frankreich, alles schon gesagt in dreieinhalb Monaten! Doch nee, ganz so krass isses auch nich**. Denn Anfang nächster Woche gehts schon weiter mit dem Sommer- oder aber Frühjahrs-Semester - wg. Trimester-Aufteilung (glaub ich*****). Eigentlich wollt ich mir nach Semesterende bloss ne kleine Krankheitsauszeit nehmen, und dann noch ein wenig Zeit zum Ausspannen und Kulturangebote wahrnehmen. Die Geschichte mit der Krankheit ist mir mit einem grippalen Infekt, der anschliessend noch in Magen-Darm-Seuche hinüberglitt, glaub ich auch ganz gut gelungen. Und mit der Kultur funktionierte es anfangs auch ganz gut. Doch dann muss ich, ich weiss nicht mehr wo, irgendwie ausgeglitten sein und bin seither auch nicht mehr aufgestanden. Steckengeblieben im Freizeit-Sumpf Paris. Geht schlimmer, ich gebs ja zu. Wenigstens ragt noch der Eiffelturm in den grauen Himmel meiner Depression!
Was das alles mit Franz Kafka zu tun hat? Nun ja, ich lese ja auf meiner Suche nach einem geeigneten Text gerade zur Inspiration nen Aufsatz über Kafkas Fragmente und sehe zwischen dem Genie und mir durchaus Parallelen: große Pläne, ausladende, allumfassende Entwürfe, und am Ende läuft es nach Phasen ekstatischer Inspiration doch immer wieder auf Kapitulation vor der Größe der Aufgabe und das Hinterlassen von Text-Torsi hinaus. Ich bin ein Kafka der Neueren Deutschen Literaturwissenschaft! Oder aber, wenn man vielleicht berücksichtigt, dass meinen Arbeiten das Kafkaeske größtenteils abgeht, zumindest: ein Franzmann der Neueren Deutschen Literaturwissenschaft. Das wenigstens das kann mir keiner nehmen: Denn mit den Franzmännern kenn ich mich mittlerweile ja nun zur Genüge aus!
--
* Nee, nicht auf Französisch - ich darf auf Deutsch!
** Das vermeintlich Rosige französischer Universitäten: demnächst kritischer im Blick in diesem Blog! Aber Hallo! In Zusammenfassung #4, oder #5, oder so.
*** Hello, ole Brothah Schlendrian!!
**** Ursprünglich wars ja nur Hofmannsthal & das "Andreas"-Fragment, doch dann brachte mich ein französischer Kommilitone mit einem brillanten, superausführlichen Referat in der letzten Seminarssitzung mich um ca. 50% meiner möglichen Thesen, und somit meinen Text. Gibt allerdings noch haufenweise andere Fragmente in der Moderne.
***** Zwischen Juli und Oktober gibts dann zwar erstmal keine geistige Nahrung mehr. Aber ich glaub, das haut trotzdem ungefähr hinne, denn: Dreiteilung schon eindeutig erkennbar wa?
mercredi, février 07, 2007
Nachtrag Di Caprio
Ich glaub, ich weiss jetzt auch, woher ich meine krude Leonardo-di-Caprio-Behauptung hab: Es sind die Augen! Bin ja neulich nochmal an einem "Blood Diamond"-Plakat vorbeigerauscht (das ist leicht in Paris, denn die Stadt ist klein, und die Dinger hängen überall!). Der Leo hat nämlich auch solche Michael-Ballack-Schlitze. Und wenns da irgendwann mal Falten gibt, hauts ja gleich richtig rein. Hängelider!! Wollen wir wetten? Bis dahin trägts noch das Bubengesicht.
OK, Theorie Ende. War eh nicht so wichtig. Und auch gar keine richtige Theorie! Aber ist das nicht Tolle am Blog, dass man sich nicht nach so doofen journalistischen Dringlichkeits- und Kompositionsprinzipien halten muss, wa? Einfach irgendwo im Kopf ne Falltür öffnen, und raus fällt alles, was sich nicht halten kann, oder sich am Falschen festhält.
Was ist nochmal das Gegenteil von "Dichter"?
OK, Theorie Ende. War eh nicht so wichtig. Und auch gar keine richtige Theorie! Aber ist das nicht Tolle am Blog, dass man sich nicht nach so doofen journalistischen Dringlichkeits- und Kompositionsprinzipien halten muss, wa? Einfach irgendwo im Kopf ne Falltür öffnen, und raus fällt alles, was sich nicht halten kann, oder sich am Falschen festhält.
Was ist nochmal das Gegenteil von "Dichter"?
mardi, février 06, 2007
Zusammenfassung #3:
So wars in etwa bis ca. Silvester
Da die letzte Zusammenfassung viel zu lang war und sich irgendwie seltsam las, versuch ichs jetzt mal n bisschen kürzer:
Und zwar war ich Heiligabend und den ersten Weihnachtstag in Bordesholm, bei der Familie. Auf dem Foto sieht man, auf vielfachen Wunsch auch mal fotografiert, den Familienhund meiner Schwester. Er ist schätzungsweise wahrscheinlich einer der elf coolsten Hunde der Welt, so n richtiger Snoop Dogg. Nichts was nicht von ihm umgerannt würde, wenn er sich denn überlegt: Ich glaub, das renn ich jetzt einfach mal um! Keine Hündin, die vor ihm sicher wäre, wäre er nicht schon seit mehreren Monaten kastriert. Doch er ist zugleich auch wohl der freundlichstmögliche und zuvorkommendste Hund der Welt, von edelstem Gemüt, der nur ein wenig Auslauf braucht und, ja, eigentlich tatsächlich auch nur Spielen möchte. Und zwar ständig. Selbst die Katze sieht das mittlerweile ein.

Ansonsten aß ich viel, was ich in Paris aus finanziellen Erwägungen ja kaum tue. Gut, dass meine Familie in Bordesholm wohnt. Was hätte ich dieses Heiligabend über nur ohne sie gemacht in Bordesholm?
Wofür ich Bordesholm neben Familie, dem See und dem vielen Grün übrigens ausserdem mag, sind Plakate wie dieses:

Ich vertrau der FDP darin auf jeden Fall vollkommen!
Am 2. Weihnachtstag besuchte ich mit Jenne & Joana, nachdem ich auf dem Weg dorthin so getan hatte als wüde ich sie fotografieren, während ich sie in Wirklichkeit filmte, das "Cup & Cino". An Vieles kann ich aber mich nicht mehr erinnern, da ich noch an Krankheit litt und mein Gedächtnis in solchen Fällen immer die Aufzeichnung meiner Leidenszeit verweigert. Ich will ja mal auf ein fröhliches, unbeschwertes Leben zurückblicken später - doch nicht immer nur all das Leiden! Naja, aber dass es ein recht leckeres Kakaogetränk war, soviel ist noch klaro. Und dass unsere Pläne, Silvester zusammen zu feiern, dort noch unangegriffen Bestand hatten. Das war eine Vorausdeutung.
Ein tolles Weihnachtsfest unter Freunden wurde am folgenden Tag, dem 27. Dezember,durchgeführt. Sara, Jenne, Joana und ich schenkten uns lauter tolle Sachen und schmiedeten Pläne für den nahenden Silvestertag, der, soviel war schonmal mindestens klar, auf jeden Fall gemeinsam verbracht werden musste! Tjaja, was für seltsamen Verformungen unterziehen sich Pläne und Gedanken doch unter dem Einfluss der vorüberfließenden Zeit. Das war übrigens eine Andeutung!
Am nächsten Tag traf ich mich dann nochmal mit Jenne & Joana in Kiel, um im exlex eins dieser tollen Heissgetränke zu trinken, die dort immer angeboten werden. Und mit denen man sich, siehe Foto, selbst dann nicht unbedingt langweilen muss, wenn sie bereits ausgetrunken sind, man muss bloß die Möglichkeiten erkennen. Das hat in diesem Falle allerdings Joana und nicht etwa ich; ich hab bloß immer überall die Kamera hingehalten und war sonst zu nichts nütze. Weil die exlex-Asis ausserdem keinen Toast mehr gegen den kleinen Hunger hatten, war ich dazu gezwungen, Kuchen zu essen - mega-fascho!! Hier in Frankreich sind für solche Dinger ja schon welche unter der Guillotine gelandet, aber in Kiel gibts da sogar noch n Trinkgeld für. In was für einer visionslosen Softdemokratie leben wir eigentlich? Und dann verkündete Jenne noch, sie würde dann wohl Silvester doch nich dabei sein können, sie habe bessere und größere Pläne, die unsere Anwesenheit leider ausschlössen. Ich mein: Hallo! Aber wir sahens am Ende dann wohl ein. Dafür hatten Joana und ich noch ne top Idee, wie wir wenigstens zu dritt noch n gutes Silvesterfest begehen können, ne todsichere gute, die auf jeden Fall auch ohne Jenne ein überragendes Silvester garantiert hätte!! Aber gut geplant is eben nich immer so gut wie gewonnen. Ach ja: Auch das war jetzt ne Andeutung.

Ich hab da jetzt irgendwie ne Gedächtnislücke, ich weiss auch nicht, wie das kommt, vielleicht war ich ja die nächsten beiden Tagen auch noch wieder krank, jadoch, das könnte eine Erklärung sein. Ja, das muss es sein. Jedenfalls, irgendwie muss Sara dann auch noch was dazwischen gekommen sein. Das einzige, was ich jedenfalls noch weiss, ist, dass Joana und ich uns am Ende zum "Sille"-Feiern mit ihrer Schwester zusammengetan haben. Auch der Plan war gut: Lecker essen, schön Film schauen und später noch raus, ins neue Jahr!! Und diesmal ging eigentlich alles auf. Danja hat schliesslich ne überragende Wohnung mit großem Fernseher, großer Auswahl an Filmen und zwei Katzen, eine davon sehr, sehr dick. Joana tat zwar kaputtes Haselnuss-Öl ins Essen und zerkochte die Nudeln bis an die maximale Grenze, aber wenn man die Luft anhielt, gings. Ausserdem war jede Menge Rotwein da, mit dem man das Zeugs runterspülen konnte. Sogar so viel, dass ichs mir erlauben konnte, während des Films (ein illegaler Mitschnitt von "Nachts im Museum"; war so, wie man ihn etwa erwartet, würd ich sagen, aber auf jeden Fall gut unterhaltend!) ein fast volles Glas auf den Teppich umzuschmeissen, und es war immer noch genug da. PS: Ich hab übrigens erst dieses Jahr kapiert, dass das Ende von Dinner for one, also, ja schon ganz schön faustdick zweitdeutig is aber. Wahrscheinlich von dem ganzen trockenen englischen Humor! Deswegen lieben die Leute das so! Damals, als Kind, als ich sowas noch geguckt hab, war ich auf derlei ausgeklammerte Rede ja noch nicht so sensibilisiert.
Und dann weiss ich noch, dass sowohl Pumpe als auch Nachtcafé und Schaubude nachts um drei noch Eintritt haben wollten, weil Silvesterfeierpack eben arme Schweine sind. Die Schaubude war mit drei Euro noch am günstigsten, weshalb diese auch der Ort wurde, an dem Joana sich zuerst ein Jever Fun kaufte, weil sie hoffte, damit ihren Alkoholpegel zu erhöhen, und später einigen Leuten, die es verdient hatten, unangenehme Wahrheiten aufzutischen gezwungen war, die man nüchtern zu überbringen meist nicht das Rückgrat ist. Nach Hause musste sie dagegen den halben Weg geschoben werden. Dann kam mein Taxi nicht, und ich musste, eine erwähnenswert schwere Sporttasche auf dem Rücken, durch halb Kiel zurück zu Sara, meiner Behelfsunterkunft. Und halb Kiel, das ist, ich ewähnte es ja bereits, gar nicht mal ohne.
Und zwar war ich Heiligabend und den ersten Weihnachtstag in Bordesholm, bei der Familie. Auf dem Foto sieht man, auf vielfachen Wunsch auch mal fotografiert, den Familienhund meiner Schwester. Er ist schätzungsweise wahrscheinlich einer der elf coolsten Hunde der Welt, so n richtiger Snoop Dogg. Nichts was nicht von ihm umgerannt würde, wenn er sich denn überlegt: Ich glaub, das renn ich jetzt einfach mal um! Keine Hündin, die vor ihm sicher wäre, wäre er nicht schon seit mehreren Monaten kastriert. Doch er ist zugleich auch wohl der freundlichstmögliche und zuvorkommendste Hund der Welt, von edelstem Gemüt, der nur ein wenig Auslauf braucht und, ja, eigentlich tatsächlich auch nur Spielen möchte. Und zwar ständig. Selbst die Katze sieht das mittlerweile ein.

Ansonsten aß ich viel, was ich in Paris aus finanziellen Erwägungen ja kaum tue. Gut, dass meine Familie in Bordesholm wohnt. Was hätte ich dieses Heiligabend über nur ohne sie gemacht in Bordesholm?
Wofür ich Bordesholm neben Familie, dem See und dem vielen Grün übrigens ausserdem mag, sind Plakate wie dieses:

Ich vertrau der FDP darin auf jeden Fall vollkommen!
Am 2. Weihnachtstag besuchte ich mit Jenne & Joana, nachdem ich auf dem Weg dorthin so getan hatte als wüde ich sie fotografieren, während ich sie in Wirklichkeit filmte, das "Cup & Cino". An Vieles kann ich aber mich nicht mehr erinnern, da ich noch an Krankheit litt und mein Gedächtnis in solchen Fällen immer die Aufzeichnung meiner Leidenszeit verweigert. Ich will ja mal auf ein fröhliches, unbeschwertes Leben zurückblicken später - doch nicht immer nur all das Leiden! Naja, aber dass es ein recht leckeres Kakaogetränk war, soviel ist noch klaro. Und dass unsere Pläne, Silvester zusammen zu feiern, dort noch unangegriffen Bestand hatten. Das war eine Vorausdeutung.
Ein tolles Weihnachtsfest unter Freunden wurde am folgenden Tag, dem 27. Dezember,durchgeführt. Sara, Jenne, Joana und ich schenkten uns lauter tolle Sachen und schmiedeten Pläne für den nahenden Silvestertag, der, soviel war schonmal mindestens klar, auf jeden Fall gemeinsam verbracht werden musste! Tjaja, was für seltsamen Verformungen unterziehen sich Pläne und Gedanken doch unter dem Einfluss der vorüberfließenden Zeit. Das war übrigens eine Andeutung!
Am nächsten Tag traf ich mich dann nochmal mit Jenne & Joana in Kiel, um im exlex eins dieser tollen Heissgetränke zu trinken, die dort immer angeboten werden. Und mit denen man sich, siehe Foto, selbst dann nicht unbedingt langweilen muss, wenn sie bereits ausgetrunken sind, man muss bloß die Möglichkeiten erkennen. Das hat in diesem Falle allerdings Joana und nicht etwa ich; ich hab bloß immer überall die Kamera hingehalten und war sonst zu nichts nütze. Weil die exlex-Asis ausserdem keinen Toast mehr gegen den kleinen Hunger hatten, war ich dazu gezwungen, Kuchen zu essen - mega-fascho!! Hier in Frankreich sind für solche Dinger ja schon welche unter der Guillotine gelandet, aber in Kiel gibts da sogar noch n Trinkgeld für. In was für einer visionslosen Softdemokratie leben wir eigentlich? Und dann verkündete Jenne noch, sie würde dann wohl Silvester doch nich dabei sein können, sie habe bessere und größere Pläne, die unsere Anwesenheit leider ausschlössen. Ich mein: Hallo! Aber wir sahens am Ende dann wohl ein. Dafür hatten Joana und ich noch ne top Idee, wie wir wenigstens zu dritt noch n gutes Silvesterfest begehen können, ne todsichere gute, die auf jeden Fall auch ohne Jenne ein überragendes Silvester garantiert hätte!! Aber gut geplant is eben nich immer so gut wie gewonnen. Ach ja: Auch das war jetzt ne Andeutung.

Ich hab da jetzt irgendwie ne Gedächtnislücke, ich weiss auch nicht, wie das kommt, vielleicht war ich ja die nächsten beiden Tagen auch noch wieder krank, jadoch, das könnte eine Erklärung sein. Ja, das muss es sein. Jedenfalls, irgendwie muss Sara dann auch noch was dazwischen gekommen sein. Das einzige, was ich jedenfalls noch weiss, ist, dass Joana und ich uns am Ende zum "Sille"-Feiern mit ihrer Schwester zusammengetan haben. Auch der Plan war gut: Lecker essen, schön Film schauen und später noch raus, ins neue Jahr!! Und diesmal ging eigentlich alles auf. Danja hat schliesslich ne überragende Wohnung mit großem Fernseher, großer Auswahl an Filmen und zwei Katzen, eine davon sehr, sehr dick. Joana tat zwar kaputtes Haselnuss-Öl ins Essen und zerkochte die Nudeln bis an die maximale Grenze, aber wenn man die Luft anhielt, gings. Ausserdem war jede Menge Rotwein da, mit dem man das Zeugs runterspülen konnte. Sogar so viel, dass ichs mir erlauben konnte, während des Films (ein illegaler Mitschnitt von "Nachts im Museum"; war so, wie man ihn etwa erwartet, würd ich sagen, aber auf jeden Fall gut unterhaltend!) ein fast volles Glas auf den Teppich umzuschmeissen, und es war immer noch genug da. PS: Ich hab übrigens erst dieses Jahr kapiert, dass das Ende von Dinner for one, also, ja schon ganz schön faustdick zweitdeutig is aber. Wahrscheinlich von dem ganzen trockenen englischen Humor! Deswegen lieben die Leute das so! Damals, als Kind, als ich sowas noch geguckt hab, war ich auf derlei ausgeklammerte Rede ja noch nicht so sensibilisiert.
Und dann weiss ich noch, dass sowohl Pumpe als auch Nachtcafé und Schaubude nachts um drei noch Eintritt haben wollten, weil Silvesterfeierpack eben arme Schweine sind. Die Schaubude war mit drei Euro noch am günstigsten, weshalb diese auch der Ort wurde, an dem Joana sich zuerst ein Jever Fun kaufte, weil sie hoffte, damit ihren Alkoholpegel zu erhöhen, und später einigen Leuten, die es verdient hatten, unangenehme Wahrheiten aufzutischen gezwungen war, die man nüchtern zu überbringen meist nicht das Rückgrat ist. Nach Hause musste sie dagegen den halben Weg geschoben werden. Dann kam mein Taxi nicht, und ich musste, eine erwähnenswert schwere Sporttasche auf dem Rücken, durch halb Kiel zurück zu Sara, meiner Behelfsunterkunft. Und halb Kiel, das ist, ich ewähnte es ja bereits, gar nicht mal ohne.
Weihnachtszeit. Jenne und Joana denken, sie werden fotografiert.
Dabei werden sie eigentlich gefilmt.
lundi, février 05, 2007
Minus 1x großes Kino
War dann heut doch nix mit Big Rex. Erstens sollte der Film doch auf Französisch sein, was den generellen Egalo-Status entscheidend relativierte, zweitens war die allgemeine Stimmung eh grad etwas gedämpft, so dass wir uns am Ende drauf einigten, den Riesensaal mal mitzunehmen, wenn auch entsprechend leichte Filmkost die Sprachbarriere zunichte macht.
Dafür kann ich dann heute abend schön Wäschewaschen und vielleicht auch in meiner Suche nach einem Hausarbeitsthema entscheidend vorankommen. Oder aber meine Zeit im Internet verbummeln. Mal sehen. Bis zur Schlafenszeit fließen ja noch einige Liter Wasser die Seine herunter.
Dafür kann ich dann heute abend schön Wäschewaschen und vielleicht auch in meiner Suche nach einem Hausarbeitsthema entscheidend vorankommen. Oder aber meine Zeit im Internet verbummeln. Mal sehen. Bis zur Schlafenszeit fließen ja noch einige Liter Wasser die Seine herunter.
2x Großes Kino
War am selbigen Katakomben-Abend* dann übrigens noch mit den beiden Nadines im "Leben der Anderen" (resp. "La vie des autres", aber auf deutsch mit französischem Untertext) und fand den überraschenderweise doch echt ziemlich gut! Beste Wünsche für die Oscarverleihung auf jeden Fall! Irgendwie ein wenig doof, dass aus Deutschland immer nur** so komisch Nachdenkliches, entweder mit drittem Reich oder DDR Rumhantierendes nominiert wird, aber den Film hier fand ich dann doch prima! Wollte mir den im Nachhinein zwar anhand einiger vermeintlich kitschiger oder allzu mechanischer Szenen noch schlecht reden, aber das ist bloß zynisches Papperlapapp. Viel Glück, Florian Henckel von Donnersmarck***!
Und dann geht ich heut noch mit der Kieler Nadine I in ein großes Kino, das "Le Grand Rex". In den großen Saal, der rund 2500 Leute fasst, und in dem gerade "Blood Diamond" läuft. Wobei der Film superegal ist, wir wollten bloß mal in den großen Saal. A propos "Blood Diamond": Findet ihr nicht auch, dass Leonardo Di Caprio auf dem Plakat irgendwie aussieht wie ein junger Jack Nicholson? Hatte jedenfalls den sehr zwiespältigen Eindruck, dass Leo, so lang er noch einigermaßen jung ist, immer aussehen wird wie ein ewig junger Milchbart. Um dann irgendwann plötzlich so zu altern, dass er so aussehen wird wie einer, der (wenn auch vital) irgendwie schon immer das Alter in sich trug. Wenn ihr wisst, was ich meine. Ist aber auch egal. Vielleicht isses ja auch nur Quatsch. Ich freu mich jedenfalls auf den Film.
--
* Katakomben-Abend: 1. Februar.
** "immer nur": gefühlter Wert. Eigentlich weiss ich ausserdem nur noch von "Sophie Scholl".
*** Das muss man einfach mal ausschreiben, was für ein Name! Den stell ich mir jetzt ungefähr so vor wie Gert Fröbe in dem Film mit den fliegenden Kisten. Hoffentlich werd ich bloß nicht enttäuscht!
Und dann geht ich heut noch mit der Kieler Nadine I in ein großes Kino, das "Le Grand Rex". In den großen Saal, der rund 2500 Leute fasst, und in dem gerade "Blood Diamond" läuft. Wobei der Film superegal ist, wir wollten bloß mal in den großen Saal. A propos "Blood Diamond": Findet ihr nicht auch, dass Leonardo Di Caprio auf dem Plakat irgendwie aussieht wie ein junger Jack Nicholson? Hatte jedenfalls den sehr zwiespältigen Eindruck, dass Leo, so lang er noch einigermaßen jung ist, immer aussehen wird wie ein ewig junger Milchbart. Um dann irgendwann plötzlich so zu altern, dass er so aussehen wird wie einer, der (wenn auch vital) irgendwie schon immer das Alter in sich trug. Wenn ihr wisst, was ich meine. Ist aber auch egal. Vielleicht isses ja auch nur Quatsch. Ich freu mich jedenfalls auf den Film.
--
* Katakomben-Abend: 1. Februar.
** "immer nur": gefühlter Wert. Eigentlich weiss ich ausserdem nur noch von "Sophie Scholl".
*** Das muss man einfach mal ausschreiben, was für ein Name! Den stell ich mir jetzt ungefähr so vor wie Gert Fröbe in dem Film mit den fliegenden Kisten. Hoffentlich werd ich bloß nicht enttäuscht!
Frühreifer Frühlingsspaziergang an der Seine
Jedem die Seine. Höhö. Nee, war nicht witzig. Was wollt ich nun erzählen? Achja, Lichtdunkel-Faden weiterspinnen. Dies hier setzt da an, wo Katakomben-Ausflug endete: im gleißenden Licht! Denn auf jedes Imperium der Schatten muss, uralte Regel ja, die Rückkehr des Lichtes folgen. Der Frühling war zurück, oder zumindest ein leicht bekleideter Winter da, der gerne etwas beliebter wäre. Der Plan ging durchaus irgendwie auf, wenns einen auch halb wieder beunruhigte, am Wochenende die ersten Vögel wieder singen zu hören.
Nach tagelangem Computer-Autismus war es gestern dennoch mal wieder Zeit, etwas an die Luft zu kommen. Nadine I (also: die von Nadine und Amelie) hatte ebenfalls einen relativen Vierwandkoller und konnte mich mit ihrem durchdachten Wegplan an der Seine entlang bis zu den Tuileries recht wirksam aus meiner 10-Stunden-Schlaf-Lethargie hinauslocken. Denn wo flaniert sichs in Paris besser und klassischer als an der Seine entlang?

Immerhin wars trotz makellos blauem Himmel noch recht ordentlich winterkalt, und zerstreut wurden sämtliche unbequeme algoreschen Restbedenken dann eh bei dem Anblick, in dem Paris wohl so schnell keine andere Stadt das Wasser reichen kann: Es ist alles wahr, was die Postkarten erzählen!! Die Seine-Brücken sind auch bei Nacht und Winter schön, aber sonnenbeschienen wirklich schier die Wucht! Und all die tollen Buchhändler an den Uferstraßen! Der ganze Weg dauerte ca. drei Stunden, ich hab ungefähr sechs oder sieben Panorama-Foto-Versuche gemacht (unten einer zu sehen), und endete nach einem Abstecher in die Tuilerien des Louvre schließlich mit einem Crêpe in der Hand auf den Champs Elysees. Sehr lecker, wenn auch nicht unbedingt besser als bei uns, die kochen die Crêpes hier auch nur mit Wasser, kann ich sagen. Ja, und am Ende noch die Coolness zu besitzen, eine lange Flanage am Arc de Triomphe für beendet zu erklären, gehört auch zum Rüstzeug des guten Bloggers.

Möwen gibts übrigens auch in Paris, und schaut euch mal an, was DAS für coole Säue sind:
Nach tagelangem Computer-Autismus war es gestern dennoch mal wieder Zeit, etwas an die Luft zu kommen. Nadine I (also: die von Nadine und Amelie) hatte ebenfalls einen relativen Vierwandkoller und konnte mich mit ihrem durchdachten Wegplan an der Seine entlang bis zu den Tuileries recht wirksam aus meiner 10-Stunden-Schlaf-Lethargie hinauslocken. Denn wo flaniert sichs in Paris besser und klassischer als an der Seine entlang?
Immerhin wars trotz makellos blauem Himmel noch recht ordentlich winterkalt, und zerstreut wurden sämtliche unbequeme algoreschen Restbedenken dann eh bei dem Anblick, in dem Paris wohl so schnell keine andere Stadt das Wasser reichen kann: Es ist alles wahr, was die Postkarten erzählen!! Die Seine-Brücken sind auch bei Nacht und Winter schön, aber sonnenbeschienen wirklich schier die Wucht! Und all die tollen Buchhändler an den Uferstraßen! Der ganze Weg dauerte ca. drei Stunden, ich hab ungefähr sechs oder sieben Panorama-Foto-Versuche gemacht (unten einer zu sehen), und endete nach einem Abstecher in die Tuilerien des Louvre schließlich mit einem Crêpe in der Hand auf den Champs Elysees. Sehr lecker, wenn auch nicht unbedingt besser als bei uns, die kochen die Crêpes hier auch nur mit Wasser, kann ich sagen. Ja, und am Ende noch die Coolness zu besitzen, eine lange Flanage am Arc de Triomphe für beendet zu erklären, gehört auch zum Rüstzeug des guten Bloggers.

Möwen gibts übrigens auch in Paris, und schaut euch mal an, was DAS für coole Säue sind:
Der schattigste Platz von Paris:
Die Katakomben
Und dann gingen wir* nach ganz tief unten. Ein unscheinbarer Eingang mit der Aufschrift "Entrée Catacombes" führte uns nahe des Place Denfert-Rochereau** zunächst einmal bloß zum Kassenhäuschen, dann aber nach wenigen einfachen Abwicklungen letztlich doch in den Untergrund der Stadt Paris. Denjenigen, die, wie ich, weder unter 27 noch ein Mitglied des kunsthistorischen oder archäologischen Instituts der Université de Paris sind, kann ich ein Lied singen, das sie vielleicht schon kennen. Es heisst: "In dem Fall kostet es leider sieben Euro" (Melodie nach Engelbert Humperdinck und Radiohead).

Dann noch einmal eine generelle kurze Belehrung über Geschichte und Bedeutung der Katakomben (hab ich vom Catacombes-Flugblatt und wikipedia): Das unterirdische Stollennetz von Paris entstand im Laufe von insgesamt ca. zwei Jahrtausenden vor allem durch unterirdischen Kalksteinabbau. Der Kalkstein wiederum wurde zum grössten Teil in den Aufbau der Stadt Paris gesteckt. Die Zeit verging, und Paris wurde langsam zu der super Stadt, die es noch heute ist. Im 18. Jahrhundert stellten sich den Parisern dann zweierlei schwerwiegende Probleme, die einander allerdings ganz gut ergänzten: die zunehmende Überfüllung der Friedhöfe (durch Epidemien und Bevölkerungswachstum) und die stark fortgeschrittene Unterhöhlung der Stadt, die bereits zu Straßeneinstürzen geführt hatte. Der Rest ist ein etwas makabres Puzzle, für das man nicht so viel Phantasie benötigt: Durch die Exhumierung und Überführung der Toten in die Katakomben hatte man wieder Platz auf den Friedhöfen und füllte zudem die unterirdischen Gänge etwas auf. Heute befinden sich in den Katakomben die Überreste von ca. sechs Millionen Menschen. Geschichtslektion Ende.
Die zwanzig Meter Höhenunterschied zwischen Paris und Pariser Untergrund überwindet man durch eine sehr enge Wendeltreppe von exakt 83 Stufen*** Länge. Vorteil: Wer dort schwächelt, hat gar nicht richtig Platz für sämtliche Knochen im Leib gefährdende Stürze, sondern würde sich vermutlich eher kompliziert einklemmen. Das wäre vielleicht auch nicht angenehm, aber deutlich leichter für die Rettungskräfte.
Den ersten, den Spannungsbogen ohne große Mühe aufrechterhaltenden Abschnitt verbrachten wir vor allem in gespannter Erwartung der berühmten Knochensammlung und mit dem Ablaufen einiger schnurgerader, recht langweiliger Gänge und Info-Räume. Nachdem im finalen Info-Raum schliesslich noch einige guillotinierte Revolutionskinder thematisiert wurden, konnte das in bester Jason-Dark-Manier überschriebene "Empire de la mort" endlich betreten werden.

Ne Menge Holz: Links und rechts türmten sich die nächste Dreiviertelstunde fortan nichts anderes als kubikmeter- und tonnenweise pedantisch gestapelter Knochen in gruselig gemäßigtem Licht. Mal unterbrochen von in Stein gehauenen Bibelversen oder zur Abwechslung herz- oder kruzifixförmigen Anordnungen von Totenschädeln zwar, aber im Wesentlichen nichts anderes als massive Wände menschlicher Gebeine. Naja, und ein paar Gittertüren sowie Wächter, die wohl verhindern sollten, dass Knochen mitgenommen werden, man in die Gänge der "Banque de France"**** vordringt oder etwa mit Blitz fotografiert. Fotografieren nur ohne Blitz: Das hab ich nicht so wirklich verstanden, also wieso Schädel und Knochen, die in sichtlich ungünstigen klimatischen Bedingungen vor sich hin modern, an Kamerablitzen Schaden nehmen sollten. Sofern das die Begründung sein sollte jedenfalls. Die Totenruhe ists wohl hoffentlich nicht, denn so rücksichtsvoll im Hinblick auf die Würde der Toten ist es ja auch nicht, menschliche Knochen verschiedenster ehemaliger Individuen wie Zahnstocher übereinanderzustapeln und ab und zu mal mit Totenschädeln ästhetische Akzente zu setzen. Und überhaupt für Geld Leute hindurchzuschicken, die dann Fotos OHNE Blitz machen können. Für mich ist die Frage jedenfalls noch nicht beantwortet. Verkraftbar wars dennoch, denn irgendwie unterschieden sich die schwach beleuchteten auch nicht wesentlich von den lampennahen Knochenstapeln.
Schließlich endet auch der schönste Rundgang und man hat den letzten Knochen hinter sich gebracht. Interessant wars auf jeden Fall da unten, auch wenn der hohe Eintrittspreis durch die etwas alibimässige museale Aufbereitung nur mangelhaft gedeckt wurde. Es folgten noch einmal ein paar schnurgerade Gänge und zwei glockenförmige Höhlen, ehe eine weitere Wendeltreppe von 83 Stufen uns einem wundersamen, gleißenden Licht entgegenführte. Plötzlich befanden wir uns an einem ganz anderen Ort. Es war wunderschön!
--
* wir: Nadine II und ein mit ihr befreundeter Archäologie-Student
** Da wohn ich in gar nicht mal so großer Entfernung von. Ausserdem sowieso irgend n berühmter Platz.
*** Nachgezählt habe ich nicht, sondern verlasse mich mal völlig auf die Korrektheit der am Eingang angeschlagenen Angaben.
**** Die bewahrt einen Teil der französischen Goldvorräte in - allerdings dann doch weiter entfernten und sicher abgeriegelten - Teilen der Katakomben. Trotzem, irgednwie eine tolle Panzerknacker-Geschichte.
Dann noch einmal eine generelle kurze Belehrung über Geschichte und Bedeutung der Katakomben (hab ich vom Catacombes-Flugblatt und wikipedia): Das unterirdische Stollennetz von Paris entstand im Laufe von insgesamt ca. zwei Jahrtausenden vor allem durch unterirdischen Kalksteinabbau. Der Kalkstein wiederum wurde zum grössten Teil in den Aufbau der Stadt Paris gesteckt. Die Zeit verging, und Paris wurde langsam zu der super Stadt, die es noch heute ist. Im 18. Jahrhundert stellten sich den Parisern dann zweierlei schwerwiegende Probleme, die einander allerdings ganz gut ergänzten: die zunehmende Überfüllung der Friedhöfe (durch Epidemien und Bevölkerungswachstum) und die stark fortgeschrittene Unterhöhlung der Stadt, die bereits zu Straßeneinstürzen geführt hatte. Der Rest ist ein etwas makabres Puzzle, für das man nicht so viel Phantasie benötigt: Durch die Exhumierung und Überführung der Toten in die Katakomben hatte man wieder Platz auf den Friedhöfen und füllte zudem die unterirdischen Gänge etwas auf. Heute befinden sich in den Katakomben die Überreste von ca. sechs Millionen Menschen. Geschichtslektion Ende.
Die zwanzig Meter Höhenunterschied zwischen Paris und Pariser Untergrund überwindet man durch eine sehr enge Wendeltreppe von exakt 83 Stufen*** Länge. Vorteil: Wer dort schwächelt, hat gar nicht richtig Platz für sämtliche Knochen im Leib gefährdende Stürze, sondern würde sich vermutlich eher kompliziert einklemmen. Das wäre vielleicht auch nicht angenehm, aber deutlich leichter für die Rettungskräfte.
Den ersten, den Spannungsbogen ohne große Mühe aufrechterhaltenden Abschnitt verbrachten wir vor allem in gespannter Erwartung der berühmten Knochensammlung und mit dem Ablaufen einiger schnurgerader, recht langweiliger Gänge und Info-Räume. Nachdem im finalen Info-Raum schliesslich noch einige guillotinierte Revolutionskinder thematisiert wurden, konnte das in bester Jason-Dark-Manier überschriebene "Empire de la mort" endlich betreten werden.
Ne Menge Holz: Links und rechts türmten sich die nächste Dreiviertelstunde fortan nichts anderes als kubikmeter- und tonnenweise pedantisch gestapelter Knochen in gruselig gemäßigtem Licht. Mal unterbrochen von in Stein gehauenen Bibelversen oder zur Abwechslung herz- oder kruzifixförmigen Anordnungen von Totenschädeln zwar, aber im Wesentlichen nichts anderes als massive Wände menschlicher Gebeine. Naja, und ein paar Gittertüren sowie Wächter, die wohl verhindern sollten, dass Knochen mitgenommen werden, man in die Gänge der "Banque de France"**** vordringt oder etwa mit Blitz fotografiert. Fotografieren nur ohne Blitz: Das hab ich nicht so wirklich verstanden, also wieso Schädel und Knochen, die in sichtlich ungünstigen klimatischen Bedingungen vor sich hin modern, an Kamerablitzen Schaden nehmen sollten. Sofern das die Begründung sein sollte jedenfalls. Die Totenruhe ists wohl hoffentlich nicht, denn so rücksichtsvoll im Hinblick auf die Würde der Toten ist es ja auch nicht, menschliche Knochen verschiedenster ehemaliger Individuen wie Zahnstocher übereinanderzustapeln und ab und zu mal mit Totenschädeln ästhetische Akzente zu setzen. Und überhaupt für Geld Leute hindurchzuschicken, die dann Fotos OHNE Blitz machen können. Für mich ist die Frage jedenfalls noch nicht beantwortet. Verkraftbar wars dennoch, denn irgendwie unterschieden sich die schwach beleuchteten auch nicht wesentlich von den lampennahen Knochenstapeln.
Schließlich endet auch der schönste Rundgang und man hat den letzten Knochen hinter sich gebracht. Interessant wars auf jeden Fall da unten, auch wenn der hohe Eintrittspreis durch die etwas alibimässige museale Aufbereitung nur mangelhaft gedeckt wurde. Es folgten noch einmal ein paar schnurgerade Gänge und zwei glockenförmige Höhlen, ehe eine weitere Wendeltreppe von 83 Stufen uns einem wundersamen, gleißenden Licht entgegenführte. Plötzlich befanden wir uns an einem ganz anderen Ort. Es war wunderschön!
--
* wir: Nadine II und ein mit ihr befreundeter Archäologie-Student
** Da wohn ich in gar nicht mal so großer Entfernung von. Ausserdem sowieso irgend n berühmter Platz.
*** Nachgezählt habe ich nicht, sondern verlasse mich mal völlig auf die Korrektheit der am Eingang angeschlagenen Angaben.
**** Die bewahrt einen Teil der französischen Goldvorräte in - allerdings dann doch weiter entfernten und sicher abgeriegelten - Teilen der Katakomben. Trotzem, irgednwie eine tolle Panzerknacker-Geschichte.
vendredi, février 02, 2007
Blöde Firefox-Formatierung (2)
So, geilo, Format ist zumindest für Firefox wieder OK. Vielleicht änder ich später noch was an der drögen Farbgebung. Vielleicht bleibts aber auch so.
Jung, smart, politisch engagiert
Nur um mal zu demonstrieren, was für ein gewichtiger Luxus-Place die Cité U so ist: Seit gestern läuft hier die von Jacques Chirac, Angela Merkel gehostete und auch von Bertrand Danoe (der Pariser Bürgermeister) gutgeheissene 3. Internationale Konferenz gegen die Todesstrafe. Auf einmal war alles voll mit Konferenzpersonal und allüberall Kamerateams. Ich kam gestern ganz normal und nichts Weiteres ahnend die Treppe runter*, da wurde grad der Chef des Hauses interviewt. Ob er für oder gegen die Todesstrafe war, konnte ich leider im Vorbeihören nicht aufschnappen. Kamerateams sieht man hier im übrigen sowieso öfters mal. Wenn auch leider nie meinetwegen.
Die zur Konferenz passende Website ist im übrigen www.abolition.fr, wo man auch ne Online-Petition mitunterschreiben kann. Ich habs bereits gemacht, was den angenehmen Nebeneffekt hatte, dass ich für gewisse Leute von nun an nur mehr noch als "Lars-Christian Austen (Paris)" bekannt bin. Ja, politisches Flaggezeigen tut eben bisweilen auch der Eitelkeit gut. Ob das als fragwürdige Motivation gesehen werden kann? Egal! Ich geh jedenfalls vielleicht morgen auch noch zum "Marche Citoyenne". Denn eventuell besteht da ja die Chance, dass mein smartes, aufgebrachtes Konterfei am nächsten Tag in einer der großen Pariser Zeitungen zu sehen sein wird.
.jpg)
--
* auf dem Weg in die berühmten Pariser Katakomben - ein Ausflug, über den hier ebenfalls noch zu sprechen sein wird
Die zur Konferenz passende Website ist im übrigen www.abolition.fr, wo man auch ne Online-Petition mitunterschreiben kann. Ich habs bereits gemacht, was den angenehmen Nebeneffekt hatte, dass ich für gewisse Leute von nun an nur mehr noch als "Lars-Christian Austen (Paris)" bekannt bin. Ja, politisches Flaggezeigen tut eben bisweilen auch der Eitelkeit gut. Ob das als fragwürdige Motivation gesehen werden kann? Egal! Ich geh jedenfalls vielleicht morgen auch noch zum "Marche Citoyenne". Denn eventuell besteht da ja die Chance, dass mein smartes, aufgebrachtes Konterfei am nächsten Tag in einer der großen Pariser Zeitungen zu sehen sein wird.
.jpg)
--
* auf dem Weg in die berühmten Pariser Katakomben - ein Ausflug, über den hier ebenfalls noch zu sprechen sein wird
Labels:
Fackdz,
politisches Engagement,
Quoi neuf à Paris?
Blöde Firefox-Formatierung
Alten, ich hab vorhin wegen anhaltender Opera-Abstürze mal wieder den auch nicht schlechten alten Firefox installiert und musste seitdem leider mit ansehen, dass mein Blog nur noch komplett zentriert dargestellt wird. Hab auch keine Ahnung wie das kommt, Absicht ists jedenfalls bestimmt nicht. Wollt ich nur gesagt haben. Ich versuch mal, dem Problem irgendwie beizukommen, auch wenn ich grad nicht so recht Ahnung hab, wie. Ähm, ja. Bis dann!
Zusammenfassung #2:
Einige meiner schönsten Ferienerlebnisse
Wie es weiterging in Hamburg: Ich hatte in Teil eins meiner Jahreswechsel-Zusammenfassung ja bereits ausführlich dargelegt, wie ich es auf intelligente Weise schaffte, mich einerseits meines Gepäckes zu entledigen und gleichzeitig die Lufthansa zu überlisten und dazu zu zwingen, mir mein Gepäck am folgenden Tag nach Hause zu liefern. In diesem Post werde ich nun die Zeitspanne zwischen List und Lieferung näher thematisieren:
Es galt, in den folgenden Stunden:
a) Kathi in der Stadt Hamburg zu treffen, mit ihr Kaffee in einem Café zu trinken (um vom Kuchen essen mal gar nicht zu reden!) und dennoch wenig später bei Saturn in überlanger Kassenschlange zu stehen, gelöst und munter, das jährliche Geschenketableau um eine weitere Facette bereichernd SOWIE
b) Sara, die Weihnachtsfrau in höllisch engem Dress vorm Phonehouse in dem, was sich auf neumünsteranisch "Fußgängerzone" nennt, zu stippvisiten UND DANN NOCH
c) Jenne, Thomas, Carina und dingens (die Ex-Mitbewohnerin von Carina - solltest du das jemals lesen: es tut mir leid!!!) auf den Weihnachtsmarkt auf etwas zu treffen, was wir in Deutschland unter einem Glühwein verstehen, VORHER ABER NOCH
d) einen schicken grünen Pullover zu einem lächerlich geringen Preis bei H&M zu kaufen. Wie ich das alles unter einen Hut kriegte? Abwarten.
a) Hamburg:
Noch zwischen Flughafengebäude und Flughafenbus bemerkte ich ein erstes Kratzen in meinem Hals. Ich führte sofort einige einfache Untersuchungen an mir durch, die nur eine Diagnose zuließen: Halsschmerzen! Mich hatte es wieder erwischt. Es musste schnell gehen: Nichts wie zum Bahnhof mit dem Flughafenbus, mir blieb grad noch die Zeit zum Meditonsin kaufen. Mordsteuer, aber ich hatte keine Wahl. Meditonsin, beim ersten Kratzen im Hals! Schon holte mich Kathi an einem mönckebergstraßennahen Eingang des Hauptbahnhofs ab. Sie war im Vergleich zu früher kaum verändert, daher hatte ich keine Schwierigkeiten, sie allein nach äußeren Merkmalen aus dem Mob herauszudifferenzieren.
Es war kalt, daher hatte auch keiner von uns ein Problem damit, in der Fußgängerzone nach einem beliebigen Innenraum zum Kaffee trinken zu suchen. Kathi spielte mir auf dem Weg auf ihrem mp3-Player eine aus eigener Feder stammende Reportage vor, die als Arbeitsprobe einer Volontariats-Bewerbung beizulegen geplant war. Sie war sehr gut, muss man sagen, dochdoch: das hatte Kathi wirklich toll gemacht!
Wir wurden fündig: Das nach einem dicken kaffeesüchtigen französischen Autoren benannte "Balzac" irgendwo nahe der Mönckebergstraße bot einen guten Kompromiss zwischen Déjà Vu und Annehmlichkeit. So liess sichs leben: mit schwerem, kosmopolitisch benanntem Käsekuchen (weiss nicht, was da jetzt genau der Zusammenhang mit New York sein soll, aber gut) und einer von Sahne gekrönten Kakaospezialität. Wir waren fit fürs Weihnachtsgetümmel, das sich in Hamburg im Vergleich zu Paris freilich lachhaft ausmachte (ich glaub, diese Vergleiche hatten wir ja schon), aber aus Respekt vor den Gefühlen der Einheimischen hielt ich mich mit meinen Einschätzungen zurück.

Der Saturn war proppenvoll - also, für Hamburger Verhältnisse. Mit meinem technischen Fachwissen konnte ich Kathis Webcamsuche um ein entscheidendes Stück verkürzen und mein Kompetenzprofil um eine Nuance erweitern. Ich selbst musste noch ne CD besorgen, die in der - das muss man bei aller Abneigung gegen Kommerzialisierung, Globalisierung et al. doch zugeben - respektabel sortierten Saturn-Abteilung auch schnell gefunden war. Auch über die lange Kassenschlange hab ich mich doch n wenig gefreut, dabei weniger der Länge selbst wegen, sondern weil in Deutschland im Vergleich zu Frankreich nämlich schätzungsweise doppelt und einhalbmal so schnell kassiert wird. Ein Faktum, dass im übrigen sicherlich nicht ausschließlich mit bestimmten (wenn auch nicht gänzlich falschen) Lebensart-etc-Klischees erklärbar ist, sondern unter anderem seinen Grund auch darin hat, dass die Kassierer in Deutschland nicht alle fünf Minuten* ihren Arbeitsplatz verlassen müssen, um neue Kleingeldrollen zu holen. Hier im Franprix bei mir um die Ecke gibts aus diesem Grund nicht selten regelrechte Kleingelddeals zwischen den Anstehenden. Mir wurden mal von einem Mann, der vor mir dran war, zwei Cent ausgegeben. Dafür an dieser Stelle noch einmal vielen Dank!
Danach begann unser Abschied auf Raten. Zunächst mal liess ich mir von Kathi im Budnikowski ein seltsames Kombucha-Erfrischungsgetränk für die Heimfahrt andrehen (nee im Ernst: war lecker!), um mich dann von ihr am mordskalten, weil zu beiden Seiten weit offenen Bahnhof Hamburg-Dammtor absetzen zu lassen. Dammtor und nicht Hauptbahnhof, weil: Der Dammtor war eher in ihrer Richtung. Nun gut. Bis denne also mal wieda, alde!
b) mit dem Zug nach Neumünster:
Der Zug war proppenvoll - also, für schleswig-holsteinische Regionalexpress-Verhältnisse. Einen Sitzplatz gabs für mich erst in Elmshorn. Ich hatte übrigens in den Situationen, in denen ich mal aus Versehen gegen wen stiess oder an jemandem vorbei musste, immer noch das französische "pardon" einprogrammiert. Ist vielleicht keine aussergewöhnliche Geschichte, aber ich fands trotzdem süss.
Es war gar nicht bedeutend mehr Zeit vergangen als führe man mit der Métro irgendwo hin, schon hielt der Zug in Neumünster, im sogenannten "Hauptbahnhof". Man hätte sicherlich irgendwie sagen können, dass sich nun auf irgendeine Weise ein Kreis geschlossen hätte, wäre ich nicht am gleichen Abend noch weiter gefahren. Denn Neumünster ist ja meine Geburtsstadt. Da ich aber nach meinem Treffen mit Sara möglichst schnell wieder weiter nach Kiel wollte, kann man das leider nicht so sagen. Ich hab die Stadt nämlich in Wirklichkeit recht schnell, wenn nun auch nicht direkt fluchtartig wieder verlassen. Doch wenigstens das Potential für so nen Kreis hab ich nun mal angedeutet. Ich verleugne doch meine Wurzeln und meine Kreise nicht!
Ohne die letzten fünf Jahre in Neumünster gewesen zu sein, war ich innerhalb von zehn Minuten im sogenannten "Stadtzentrum". Das geht so: Vom Bahnsteig runter, nach links und aus dem Gebäude raus, Strasse überqueren, wieder nach links, wenns nicht mehr weitergeht nach rechts, sieben Minuten geradeaus - da! Der Weihnachtsmarkt war aber schon schön. Da ich Sara vor dem Phonehouse zunächst nicht antraf, nutzte ich die Gelegenheit, noch einmal durch die Fussgängerzone zu stromern und sogar in die legendären Passagen "Holstenpassage" und "Alte Post Passage" auf jeweils kurzen Besuch hereinzuschauen.
Danach dann Erfolg, Sara da. Eine Weihnachtsfrau, die sich sexy Kleidung auf der Strasse Passanten, ja sogar Kindern anbiedern muss - das ist nicht mehr die Welt, in die ich mal hineingeboren wurde. Aber ich deutete das ja bereits in Teil eins an.
Sara war von meinem Überraschungsbesuch wie erwartet schon ziemlich überrascht! Wir machen uns ne lustige halbe Stunde, während der wir nicht einfach nur untätig umherstanden und die Zeit verplauderten, sondern u.a. den Geschäftsführer des benachbarten O2-Ladens nach Strich und Faden in unseren Spaß integrierten, dem humorlos der Kamm anschwoll. Ob man wohl bei O2 nach Neumünster versetzt werden kann, wenn man der höheren Geschäftsleitung irgendwie peinlich ist? Wahrscheinlich schon. Ich trank zum Aufwärmen einen Kaffee, den man in Frankreich irgendwie besser hinkriegt. Die Halsschmerz-Erreger lieferten sich in meinem Körper derweil einen stummen, verbissenen Kampf mit den vom Meditonsin wie entfesselt auftretenden Abwehrkräften. Ich verabschiedete schließlich mich von Sara. Man würde sich ja noch am Abend in Kiel sehen.
Und dann drehte ich noch einen Film bei der Annäherung an Bordesholm:
c) Weihnachstmarkt in Kiel
Ich kam gerade mal rechtzeitig genug, um die vereinbarte Weihnachtsmarkt-Verabredung mit Jenne, Thomas, Carina und deren ehemaliger Mitbewohnerin einzuhalten. Ein wenig rechtzeitiger sogar noch, und so blieb mir noch ausreichend Zeit, bei H&M mit etwas wärmenden Textilien zu liebäugeln. Denn die Kälte klirrte auch in Kiel vernehmlich, und meine Abwehrkräfte hatten - ich erwähnte es ja bereits - wahrlich andere Dinge zu tun als sich mit derlei banalen Schwulitäten aufzuhalten.
Doch zunächst widerstand ich noch kühlen Kopfes, die Zeit rann auch an meiner Textilbesichtigung nicht spurlos vorbei. Ich begab mich pünktlich am Treffpunkt und lud einfach die Versammelten dazu ein, vor dem Glühwein noch mal kurz gemütlich mit mir durch H&M zu bummeln.
Zwischenbemerkung:
So, ich hab jetzt grad nicht mehr viel Lust zu schreiben, ist eh viel zu lang geworden der Beitrag. Von jetzt an Beschränkung aufs Wesentliche und Einbiegen auf die Zielgerade:
d) Der grüne Pullover
Schöne Textilien gibts ja viele und solche wie solche. Aber kein Textil war so sehr König wie jener grüne Pullover mit braunen Streifen, der uns zwischen all den mehr oder minder gemeinen Anziehwaren ein attraktiv reduziertes Lächeln schenkte (-50%!!!). Das Geld war schnell zur Hand und auf dem Tisch. Ich zog den Pullover an, er wärmte auf der Stelle! Hier ein Foto von mir mit dem Pullover, dass ich grad schnell nochmal gemacht hab:

Und weiter mit dem Weihnachtsmarkt:
c) Weihnachtsmarkt in Kiel
Nach Strich und Faden kehrten wir zurück und tranken ein Bild von einem Glühwein, den wir Deutschen ja noch richtig mit Alkohol zu pimpen verstehen (da können die Franzosen ruhig mal ein wenig über den Zaun gucken!). Ich wurde geistreich und eloquent. Wir sprachen lustige und ernste Dinge, wies unter Freunden halt so ist. Wir gingen auseinander und ich kaufte mir gebrannte Mandeln. A propos: Das Meditonsin peitschte derweil ohne Unterlass meine versammelte Reserve an Abwehrkräften leidenschaftlich in Richtung Bazillen. Die still leidenden Helden sind letzlich doch die, die Erwähnung am meisten verdient haben.
Ich traf Sara, wir kauften ein, aßen Pizza (lecker Markenpizza!) und sahen fern. Es lief irgendson Quatsch. Ich bin so froh, dass es Fernsehen gibt! Später schlief ich dann wie ein Stein. Zu dem ich inzwischen auch geworden war. Es wurde Weihnachten. Ende des Kapitels.
--
* alle fünf Minuten: überspitzte Darstellung; bewusste Übertreibung, um einen gezielten Akzent zu setzen
Es galt, in den folgenden Stunden:
a) Kathi in der Stadt Hamburg zu treffen, mit ihr Kaffee in einem Café zu trinken (um vom Kuchen essen mal gar nicht zu reden!) und dennoch wenig später bei Saturn in überlanger Kassenschlange zu stehen, gelöst und munter, das jährliche Geschenketableau um eine weitere Facette bereichernd SOWIE
b) Sara, die Weihnachtsfrau in höllisch engem Dress vorm Phonehouse in dem, was sich auf neumünsteranisch "Fußgängerzone" nennt, zu stippvisiten UND DANN NOCH
c) Jenne, Thomas, Carina und dingens (die Ex-Mitbewohnerin von Carina - solltest du das jemals lesen: es tut mir leid!!!) auf den Weihnachtsmarkt auf etwas zu treffen, was wir in Deutschland unter einem Glühwein verstehen, VORHER ABER NOCH
d) einen schicken grünen Pullover zu einem lächerlich geringen Preis bei H&M zu kaufen. Wie ich das alles unter einen Hut kriegte? Abwarten.
a) Hamburg:
Noch zwischen Flughafengebäude und Flughafenbus bemerkte ich ein erstes Kratzen in meinem Hals. Ich führte sofort einige einfache Untersuchungen an mir durch, die nur eine Diagnose zuließen: Halsschmerzen! Mich hatte es wieder erwischt. Es musste schnell gehen: Nichts wie zum Bahnhof mit dem Flughafenbus, mir blieb grad noch die Zeit zum Meditonsin kaufen. Mordsteuer, aber ich hatte keine Wahl. Meditonsin, beim ersten Kratzen im Hals! Schon holte mich Kathi an einem mönckebergstraßennahen Eingang des Hauptbahnhofs ab. Sie war im Vergleich zu früher kaum verändert, daher hatte ich keine Schwierigkeiten, sie allein nach äußeren Merkmalen aus dem Mob herauszudifferenzieren.
Es war kalt, daher hatte auch keiner von uns ein Problem damit, in der Fußgängerzone nach einem beliebigen Innenraum zum Kaffee trinken zu suchen. Kathi spielte mir auf dem Weg auf ihrem mp3-Player eine aus eigener Feder stammende Reportage vor, die als Arbeitsprobe einer Volontariats-Bewerbung beizulegen geplant war. Sie war sehr gut, muss man sagen, dochdoch: das hatte Kathi wirklich toll gemacht!
Wir wurden fündig: Das nach einem dicken kaffeesüchtigen französischen Autoren benannte "Balzac" irgendwo nahe der Mönckebergstraße bot einen guten Kompromiss zwischen Déjà Vu und Annehmlichkeit. So liess sichs leben: mit schwerem, kosmopolitisch benanntem Käsekuchen (weiss nicht, was da jetzt genau der Zusammenhang mit New York sein soll, aber gut) und einer von Sahne gekrönten Kakaospezialität. Wir waren fit fürs Weihnachtsgetümmel, das sich in Hamburg im Vergleich zu Paris freilich lachhaft ausmachte (ich glaub, diese Vergleiche hatten wir ja schon), aber aus Respekt vor den Gefühlen der Einheimischen hielt ich mich mit meinen Einschätzungen zurück.

Der Saturn war proppenvoll - also, für Hamburger Verhältnisse. Mit meinem technischen Fachwissen konnte ich Kathis Webcamsuche um ein entscheidendes Stück verkürzen und mein Kompetenzprofil um eine Nuance erweitern. Ich selbst musste noch ne CD besorgen, die in der - das muss man bei aller Abneigung gegen Kommerzialisierung, Globalisierung et al. doch zugeben - respektabel sortierten Saturn-Abteilung auch schnell gefunden war. Auch über die lange Kassenschlange hab ich mich doch n wenig gefreut, dabei weniger der Länge selbst wegen, sondern weil in Deutschland im Vergleich zu Frankreich nämlich schätzungsweise doppelt und einhalbmal so schnell kassiert wird. Ein Faktum, dass im übrigen sicherlich nicht ausschließlich mit bestimmten (wenn auch nicht gänzlich falschen) Lebensart-etc-Klischees erklärbar ist, sondern unter anderem seinen Grund auch darin hat, dass die Kassierer in Deutschland nicht alle fünf Minuten* ihren Arbeitsplatz verlassen müssen, um neue Kleingeldrollen zu holen. Hier im Franprix bei mir um die Ecke gibts aus diesem Grund nicht selten regelrechte Kleingelddeals zwischen den Anstehenden. Mir wurden mal von einem Mann, der vor mir dran war, zwei Cent ausgegeben. Dafür an dieser Stelle noch einmal vielen Dank!
Danach begann unser Abschied auf Raten. Zunächst mal liess ich mir von Kathi im Budnikowski ein seltsames Kombucha-Erfrischungsgetränk für die Heimfahrt andrehen (nee im Ernst: war lecker!), um mich dann von ihr am mordskalten, weil zu beiden Seiten weit offenen Bahnhof Hamburg-Dammtor absetzen zu lassen. Dammtor und nicht Hauptbahnhof, weil: Der Dammtor war eher in ihrer Richtung. Nun gut. Bis denne also mal wieda, alde!
b) mit dem Zug nach Neumünster:
Der Zug war proppenvoll - also, für schleswig-holsteinische Regionalexpress-Verhältnisse. Einen Sitzplatz gabs für mich erst in Elmshorn. Ich hatte übrigens in den Situationen, in denen ich mal aus Versehen gegen wen stiess oder an jemandem vorbei musste, immer noch das französische "pardon" einprogrammiert. Ist vielleicht keine aussergewöhnliche Geschichte, aber ich fands trotzdem süss.
Es war gar nicht bedeutend mehr Zeit vergangen als führe man mit der Métro irgendwo hin, schon hielt der Zug in Neumünster, im sogenannten "Hauptbahnhof". Man hätte sicherlich irgendwie sagen können, dass sich nun auf irgendeine Weise ein Kreis geschlossen hätte, wäre ich nicht am gleichen Abend noch weiter gefahren. Denn Neumünster ist ja meine Geburtsstadt. Da ich aber nach meinem Treffen mit Sara möglichst schnell wieder weiter nach Kiel wollte, kann man das leider nicht so sagen. Ich hab die Stadt nämlich in Wirklichkeit recht schnell, wenn nun auch nicht direkt fluchtartig wieder verlassen. Doch wenigstens das Potential für so nen Kreis hab ich nun mal angedeutet. Ich verleugne doch meine Wurzeln und meine Kreise nicht!
Ohne die letzten fünf Jahre in Neumünster gewesen zu sein, war ich innerhalb von zehn Minuten im sogenannten "Stadtzentrum". Das geht so: Vom Bahnsteig runter, nach links und aus dem Gebäude raus, Strasse überqueren, wieder nach links, wenns nicht mehr weitergeht nach rechts, sieben Minuten geradeaus - da! Der Weihnachtsmarkt war aber schon schön. Da ich Sara vor dem Phonehouse zunächst nicht antraf, nutzte ich die Gelegenheit, noch einmal durch die Fussgängerzone zu stromern und sogar in die legendären Passagen "Holstenpassage" und "Alte Post Passage" auf jeweils kurzen Besuch hereinzuschauen.
Danach dann Erfolg, Sara da. Eine Weihnachtsfrau, die sich sexy Kleidung auf der Strasse Passanten, ja sogar Kindern anbiedern muss - das ist nicht mehr die Welt, in die ich mal hineingeboren wurde. Aber ich deutete das ja bereits in Teil eins an.
Sara war von meinem Überraschungsbesuch wie erwartet schon ziemlich überrascht! Wir machen uns ne lustige halbe Stunde, während der wir nicht einfach nur untätig umherstanden und die Zeit verplauderten, sondern u.a. den Geschäftsführer des benachbarten O2-Ladens nach Strich und Faden in unseren Spaß integrierten, dem humorlos der Kamm anschwoll. Ob man wohl bei O2 nach Neumünster versetzt werden kann, wenn man der höheren Geschäftsleitung irgendwie peinlich ist? Wahrscheinlich schon. Ich trank zum Aufwärmen einen Kaffee, den man in Frankreich irgendwie besser hinkriegt. Die Halsschmerz-Erreger lieferten sich in meinem Körper derweil einen stummen, verbissenen Kampf mit den vom Meditonsin wie entfesselt auftretenden Abwehrkräften. Ich verabschiedete schließlich mich von Sara. Man würde sich ja noch am Abend in Kiel sehen.
Und dann drehte ich noch einen Film bei der Annäherung an Bordesholm:
c) Weihnachstmarkt in Kiel
Ich kam gerade mal rechtzeitig genug, um die vereinbarte Weihnachtsmarkt-Verabredung mit Jenne, Thomas, Carina und deren ehemaliger Mitbewohnerin einzuhalten. Ein wenig rechtzeitiger sogar noch, und so blieb mir noch ausreichend Zeit, bei H&M mit etwas wärmenden Textilien zu liebäugeln. Denn die Kälte klirrte auch in Kiel vernehmlich, und meine Abwehrkräfte hatten - ich erwähnte es ja bereits - wahrlich andere Dinge zu tun als sich mit derlei banalen Schwulitäten aufzuhalten.
Doch zunächst widerstand ich noch kühlen Kopfes, die Zeit rann auch an meiner Textilbesichtigung nicht spurlos vorbei. Ich begab mich pünktlich am Treffpunkt und lud einfach die Versammelten dazu ein, vor dem Glühwein noch mal kurz gemütlich mit mir durch H&M zu bummeln.
Zwischenbemerkung:
So, ich hab jetzt grad nicht mehr viel Lust zu schreiben, ist eh viel zu lang geworden der Beitrag. Von jetzt an Beschränkung aufs Wesentliche und Einbiegen auf die Zielgerade:
d) Der grüne Pullover
Schöne Textilien gibts ja viele und solche wie solche. Aber kein Textil war so sehr König wie jener grüne Pullover mit braunen Streifen, der uns zwischen all den mehr oder minder gemeinen Anziehwaren ein attraktiv reduziertes Lächeln schenkte (-50%!!!). Das Geld war schnell zur Hand und auf dem Tisch. Ich zog den Pullover an, er wärmte auf der Stelle! Hier ein Foto von mir mit dem Pullover, dass ich grad schnell nochmal gemacht hab:

Und weiter mit dem Weihnachtsmarkt:
c) Weihnachtsmarkt in Kiel
Nach Strich und Faden kehrten wir zurück und tranken ein Bild von einem Glühwein, den wir Deutschen ja noch richtig mit Alkohol zu pimpen verstehen (da können die Franzosen ruhig mal ein wenig über den Zaun gucken!). Ich wurde geistreich und eloquent. Wir sprachen lustige und ernste Dinge, wies unter Freunden halt so ist. Wir gingen auseinander und ich kaufte mir gebrannte Mandeln. A propos: Das Meditonsin peitschte derweil ohne Unterlass meine versammelte Reserve an Abwehrkräften leidenschaftlich in Richtung Bazillen. Die still leidenden Helden sind letzlich doch die, die Erwähnung am meisten verdient haben.
Ich traf Sara, wir kauften ein, aßen Pizza (lecker Markenpizza!) und sahen fern. Es lief irgendson Quatsch. Ich bin so froh, dass es Fernsehen gibt! Später schlief ich dann wie ein Stein. Zu dem ich inzwischen auch geworden war. Es wurde Weihnachten. Ende des Kapitels.
--
* alle fünf Minuten: überspitzte Darstellung; bewusste Übertreibung, um einen gezielten Akzent zu setzen
Labels:
Fackdz,
mit Film,
Reisen und Erleben,
Weihnachtszeit
jeudi, février 01, 2007
Aus meinem Postfach
Mein Wort des Monats Januar hab ich gestern noch auf den letzten Drücker in meinem Spam-Ordner gefunden. Es lautet: "Must-Have Drug"*.
--
* Ich nehm das jetzt einfach mal als ein Wort.
--
* Ich nehm das jetzt einfach mal als ein Wort.
Inscription à :
Articles (Atom)






