Und zwar war ich Heiligabend und den ersten Weihnachtstag in Bordesholm, bei der Familie. Auf dem Foto sieht man, auf vielfachen Wunsch auch mal fotografiert, den Familienhund meiner Schwester. Er ist schätzungsweise wahrscheinlich einer der elf coolsten Hunde der Welt, so n richtiger Snoop Dogg. Nichts was nicht von ihm umgerannt würde, wenn er sich denn überlegt: Ich glaub, das renn ich jetzt einfach mal um! Keine Hündin, die vor ihm sicher wäre, wäre er nicht schon seit mehreren Monaten kastriert. Doch er ist zugleich auch wohl der freundlichstmögliche und zuvorkommendste Hund der Welt, von edelstem Gemüt, der nur ein wenig Auslauf braucht und, ja, eigentlich tatsächlich auch nur Spielen möchte. Und zwar ständig. Selbst die Katze sieht das mittlerweile ein.

Ansonsten aß ich viel, was ich in Paris aus finanziellen Erwägungen ja kaum tue. Gut, dass meine Familie in Bordesholm wohnt. Was hätte ich dieses Heiligabend über nur ohne sie gemacht in Bordesholm?
Wofür ich Bordesholm neben Familie, dem See und dem vielen Grün übrigens ausserdem mag, sind Plakate wie dieses:

Ich vertrau der FDP darin auf jeden Fall vollkommen!
Am 2. Weihnachtstag besuchte ich mit Jenne & Joana, nachdem ich auf dem Weg dorthin so getan hatte als wüde ich sie fotografieren, während ich sie in Wirklichkeit filmte, das "Cup & Cino". An Vieles kann ich aber mich nicht mehr erinnern, da ich noch an Krankheit litt und mein Gedächtnis in solchen Fällen immer die Aufzeichnung meiner Leidenszeit verweigert. Ich will ja mal auf ein fröhliches, unbeschwertes Leben zurückblicken später - doch nicht immer nur all das Leiden! Naja, aber dass es ein recht leckeres Kakaogetränk war, soviel ist noch klaro. Und dass unsere Pläne, Silvester zusammen zu feiern, dort noch unangegriffen Bestand hatten. Das war eine Vorausdeutung.
Ein tolles Weihnachtsfest unter Freunden wurde am folgenden Tag, dem 27. Dezember,durchgeführt. Sara, Jenne, Joana und ich schenkten uns lauter tolle Sachen und schmiedeten Pläne für den nahenden Silvestertag, der, soviel war schonmal mindestens klar, auf jeden Fall gemeinsam verbracht werden musste! Tjaja, was für seltsamen Verformungen unterziehen sich Pläne und Gedanken doch unter dem Einfluss der vorüberfließenden Zeit. Das war übrigens eine Andeutung!
Am nächsten Tag traf ich mich dann nochmal mit Jenne & Joana in Kiel, um im exlex eins dieser tollen Heissgetränke zu trinken, die dort immer angeboten werden. Und mit denen man sich, siehe Foto, selbst dann nicht unbedingt langweilen muss, wenn sie bereits ausgetrunken sind, man muss bloß die Möglichkeiten erkennen. Das hat in diesem Falle allerdings Joana und nicht etwa ich; ich hab bloß immer überall die Kamera hingehalten und war sonst zu nichts nütze. Weil die exlex-Asis ausserdem keinen Toast mehr gegen den kleinen Hunger hatten, war ich dazu gezwungen, Kuchen zu essen - mega-fascho!! Hier in Frankreich sind für solche Dinger ja schon welche unter der Guillotine gelandet, aber in Kiel gibts da sogar noch n Trinkgeld für. In was für einer visionslosen Softdemokratie leben wir eigentlich? Und dann verkündete Jenne noch, sie würde dann wohl Silvester doch nich dabei sein können, sie habe bessere und größere Pläne, die unsere Anwesenheit leider ausschlössen. Ich mein: Hallo! Aber wir sahens am Ende dann wohl ein. Dafür hatten Joana und ich noch ne top Idee, wie wir wenigstens zu dritt noch n gutes Silvesterfest begehen können, ne todsichere gute, die auf jeden Fall auch ohne Jenne ein überragendes Silvester garantiert hätte!! Aber gut geplant is eben nich immer so gut wie gewonnen. Ach ja: Auch das war jetzt ne Andeutung.

Ich hab da jetzt irgendwie ne Gedächtnislücke, ich weiss auch nicht, wie das kommt, vielleicht war ich ja die nächsten beiden Tagen auch noch wieder krank, jadoch, das könnte eine Erklärung sein. Ja, das muss es sein. Jedenfalls, irgendwie muss Sara dann auch noch was dazwischen gekommen sein. Das einzige, was ich jedenfalls noch weiss, ist, dass Joana und ich uns am Ende zum "Sille"-Feiern mit ihrer Schwester zusammengetan haben. Auch der Plan war gut: Lecker essen, schön Film schauen und später noch raus, ins neue Jahr!! Und diesmal ging eigentlich alles auf. Danja hat schliesslich ne überragende Wohnung mit großem Fernseher, großer Auswahl an Filmen und zwei Katzen, eine davon sehr, sehr dick. Joana tat zwar kaputtes Haselnuss-Öl ins Essen und zerkochte die Nudeln bis an die maximale Grenze, aber wenn man die Luft anhielt, gings. Ausserdem war jede Menge Rotwein da, mit dem man das Zeugs runterspülen konnte. Sogar so viel, dass ichs mir erlauben konnte, während des Films (ein illegaler Mitschnitt von "Nachts im Museum"; war so, wie man ihn etwa erwartet, würd ich sagen, aber auf jeden Fall gut unterhaltend!) ein fast volles Glas auf den Teppich umzuschmeissen, und es war immer noch genug da. PS: Ich hab übrigens erst dieses Jahr kapiert, dass das Ende von Dinner for one, also, ja schon ganz schön faustdick zweitdeutig is aber. Wahrscheinlich von dem ganzen trockenen englischen Humor! Deswegen lieben die Leute das so! Damals, als Kind, als ich sowas noch geguckt hab, war ich auf derlei ausgeklammerte Rede ja noch nicht so sensibilisiert.
Und dann weiss ich noch, dass sowohl Pumpe als auch Nachtcafé und Schaubude nachts um drei noch Eintritt haben wollten, weil Silvesterfeierpack eben arme Schweine sind. Die Schaubude war mit drei Euro noch am günstigsten, weshalb diese auch der Ort wurde, an dem Joana sich zuerst ein Jever Fun kaufte, weil sie hoffte, damit ihren Alkoholpegel zu erhöhen, und später einigen Leuten, die es verdient hatten, unangenehme Wahrheiten aufzutischen gezwungen war, die man nüchtern zu überbringen meist nicht das Rückgrat ist. Nach Hause musste sie dagegen den halben Weg geschoben werden. Dann kam mein Taxi nicht, und ich musste, eine erwähnenswert schwere Sporttasche auf dem Rücken, durch halb Kiel zurück zu Sara, meiner Behelfsunterkunft. Und halb Kiel, das ist, ich ewähnte es ja bereits, gar nicht mal ohne.


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