
PS: Und der totale Clou an dem Foto ist, falls noch nicht bemerkt: Ich schreib da gerade diesen Blogeintrag!! (ich gebe zu, vielleicht kann man das auch gar nicht erkennen)
PS II: Achja: War jetzt auch in "Borat", eigentlich grad gestern. Vielleicht schreib ich da auch noch mal was zu. Falls es sich lohnt, denn ich hab irgendwie so das Gefühl, also, dass das hier alles eigentlich gar keiner so richtig liest. Oder? Also dann vielleicht nur kurz: Ich fand "Borat" ziemlich lustig. Und dass es lediglich um die Spiegelung gewisser Vorurteile ging, war nicht schwer zu erkennen. Weiss allerdings nicht, ob ich ihn beim zweiten Mal noch genauso gut fände. Und dass die Kritik seitens derjenigen, die sich auf den Schlips getreten fühlten, andererseits irgendwie auch nicht so ganz falsch liegt, beweist ebenfalls der Film selbst am besten (Stichwort: Dissonanz Sender - Empfänger**). Und als letztes glaube ich noch, dass auch dieses wirklich mit Geschmack auserlesene amerikanische Tumbnasen-Best-Of nicht wirklich Aufschluss über irgendwelche tatsächlichen Zustände im Land der unbegrenzten Möglichkeiten gibt***. So, Sendung Ende. Bis dann!****
* Wobei, das war mal wieder sehr ungenau formuliert: Métro und RER waren natürlich auch mit im Spiel. Aber glaubt mir, es war trotzdem noch genug, um meinem Fame keinen Abbruch zu tun.
** Also, was ich meine: die ironische Intention muss für Aussenstehende (die im Verarbeiten bestimmter zu bestimmten kulturellen Subsystemen gehörenden Signale nicht unbedingt kompetent sein müssen) ja nicht zwingend rüberkommen. Und natürlich finden einige jetzt sicher Kasachstan lustig, weils n unwichtiges Land mit m lustigen Namen ist, das ja bekanntermaßen n wenig rückständig ist (hat zB keine nennenswerten Beiträge zur internationalen Populärkultur geleistet)*****, und mit dem man sowas eben machen kann , auch ohne dass man den Film für bare Münze nimmt. Denn als Omega-Tier unter den Nationen ist es eigentlich schon per se ein wenig lustig. Sowas wurde ja auch in den Simpsons mal verwendet, als Homer, glaub ich, Albanien oder Armenien (das "oder" spricht eigentlich auch Bände) als "eines dieser Verliererländer" bezeichnet hat, Und auch "Borat" betreibt ja in diesem Sinn gewissermaßen Verliererland-Namedropping. Daher ist es vielleicht nicht ganz von ungefähr (wenn auch wenig souverän), dass die Vertreter des kasachischen Staates etwas verschnupft sind. Denn die wenigsten sozialen Aussenseiter, auch wenn sie drum wissen, werden gerne als solche beim Namen genannt, und wenns nur darum geht, die Arschlöcher als Dummköpfe zu demaskieren.
Ich bin aber trotzdem für den Film (und solche Filme), denn der ist einfach lustig und hilft eben auch ein bisschen bei der Selbstwahrnehmung!
*** Ich hatte das Gefühl, dass das alles so ein wenig als in den Kanon der grassierenden Amerika-Kritik einstimmend interpretiert wird. Ich find aber, dass unsereins (oder: "der Deutsche") sich derart überrumpelt häufig zumindest nicht wesentlich anders verhalten hätte. Es geht also eher um den allgemeinen Umgang mit Vorurteilen/Stereotypen als die spezifisch amerikanische Überheblichkeit.
**** Hoffe, das alles kommt nicht allzu klugscheisserisch rübber. Habt ihr den Film eigentlich schon gesehen?
***** Ähm, nur bevor diese Formulierung als arrogant aufgefasst wird oder so: Die is natürlich auch ironisch (fehlen bloß klare Ironiesignale, wie so oft).


2 commentaires:
1. ICH lese hier. Bin ich etwa keiner? Und wenn du dir nen Zähler zulegen würdest, würdest du sehen, wer sonst noch so vorbei kommt. Und wieviele davon von mir geschickt werden, also indirekt über meinen Blogroll. Und bei Alex bist du auch schon fest verlinkt. Also mal nicht so abschätzig mit deinen Lesern umgehen ;-)
2. Sacha Baron Cohen hätte besser wie in diesem putzigen Reiseführer vorgemacht sich einen lustigen Namen ausdenken sollen, so eine Mischung aus Albanien und Usbekistan z.B. Die Amis hätten eh nicht gewußt, dass es das Land NICHT gibt, so wie sie auch hätten denken können, dass Kasachstan ein sehr lustiger Verarsche-Name ist. Hätte etwas Ärger erspart. Aber schlechte Presse ist auch Presse ;-)
Auf jeden Fall möchte ich nicht SO derart verklagt wie Mr. Baron Cohen.
Das mit dem Phantasieland wäre tatsächlich die etwas verträglichere Alternative gewesen. Aber andererseits rockts natürlich auch mehr, wenn man ein echtes Land nimmt (für die Eingeweihten und Zugeneigten jedenfalls; naja, und anscheinend auch für Kasachstan).
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